Wie pflanze ich am besten ein?

Hat man sein Aquarium zu Hause am richtigen Platz zu stehen und bedeckt der möglichst sauber gewaschene Bodengrund den Boden des Aquariums mindestens etwa vier Zentimeter hoch, dann fragt man sich, wie man die Wasserpflanzen am besten einsetzt.

Man kann die Pflanzen vor dem Einfüllen des Wassers einsetzen oder aber wenn bereits Wasser eingefüllt ist. Ist schon Wasser drin, hat man einen besseren Eindruck vom Aussehen des Aquariums, aber wenn der Bodengrund nicht wirklich sauber gewaschen ist, kommt es meist zu Wassertrübungen durch das Aufwühlen des Bodengrundes. Allerdings gibt sie sich im Laufe der nächsten Tage. Setzt man die Pflanzen "trocken" ein, also bevor das Wasser eingefüllt ist, muss man das Wasser vorsichtig einfüllen, damit es nicht den Bodengrund aufwühlt und es ebenfalls zu einer Trübung kommt. Wie man das macht, ist bereits bei der Einrichtung besprochen worden.

Zunächst sollte man sich beraten lassen, welche Pflanzen gerade für den Anfang am besten geeignet sind. Unser Experten-Team im Kölle-Zoo wird Ihnen dabei gern beratend helfen. Nicht jede Pflanzenart, aus dem vielseitigen Angebot unserer Häuser, ist auch gut für den Anfang geeignet.

Vor allem sollte man anfangs solche Arten nehmen, die schnell wachsen, damit sie ihren Einfluss auf das Aquarienwasser ausüben, denn Wasserpflanzen sind nicht nur zur Dekoration im Aquarium, sondern wirken auch auf das Milieu ein; manche mehr, andere weniger stark. Am besten ist es, wenn man sich einen kleinen Plan aufzeichnet, wo die einzelnen Pflanzen stehen sollen. Aber gerade dem Einsteiger fällt das noch schwer, weil er sich die dekorative Wirkung noch nicht richtig vorstellen kann. Deshalb setzt er die Pflanzen am Anfang gern recht wahllos ein. Im Laufe der Zeit bekommt man dann eine bessere Vorstellung von der Wirkung der Pflanzen im Aquarium und kann dann umpflanzen. Aber das nehmen manche Arten übel und lassen auf weiteres Wachstum längere Zeit warten und werfen sogar die Blätter zum Teil oder gar vollständig ab.

Man kann folgende Faustregel anwenden: Hoch aufstrebende Pflanzen gehören in den Hintergrund, kleiner bleibende Arten in die Beckenmitte, damit über ihnen ein Schwimmraum frei bleibt, und rasenartig wachsende Pflanzen kommen in der Vordergrund.

Wichtig sind zunächst echte Wasserpflanzen, also solche, die ständig unter Wasser bleiben, was man als submers bezeichnet. Sie sind in den meisten ihrer Arten Stengelpflanzen, die einen Stengel besitzen, an dem die Blätter stehen. Oft sind die Stengel aber recht zerbrechlich, so dass man beim Einpflanzen vorsichtig arbeiten muss. Stengelpflanzen wirken nicht schön, wenn man einen einzelnen Stengel einsetzt. Ihre dekorative Wirkung entsteht, wenn man sie zu mehreren als Büschel einsetzt. Hat man die Pflanzen ohne Wurzeln, dann besteht immer die Gefahr, dass sie glatten unteren Stengel wieder aus dem Bodengrund herauskommen und nach oben treiben. Man kann sich dann behelfen, wenn man die Stengel unten mit einem Bleiplättchen beschwert, denn das Gewicht reicht aus, um die Pflanzen im Boden zu halten.

 

Anders ist es, wenn die Wasserpflanzen bereits bewurzelt sind. Vor dem Einsetzen überprüft man die Wurzeln und entfernt alle, die nicht schön weiß aussehen, sondern braun, weil sie bereits anfangen zu faulen. Zu lange Wurzeln kann man mit einer Schere kürzen. Dann setzt man die Pflanzen in ein vorher mit dem Finger oder einem Pflanzstock vorbereitetes Loch und drückt die Pflanzen mit dem Bodengrund von allen Seiten etwas fest, damit sie nicht gleich wieder nach oben treiben. Mit etwas Übung klappt es dann ganz sicher.

Bei grundständigen Rosettenpflanzen verfährt man genauso, aber man pflanzt sie nur so tief ein, dass der Wurzelstock bedeckt ist, das "Herz" der Pflanze, aus dem die bestielten Blätter entspringen, aber frei bleibt. Als Tip: Sie können die Rosettenpflanzen zunächst bis über das Herz bedeckt einsetzen und ziehen dann an einem der Blattstiele die Pflanze so weit heraus, bis der Blattansatzpunkt nicht mehr von Bodengrund bedeckt ist. Es gibt aber auch als Zubehör Pflanzzangen, mit denen man die Pflanze in den Bodengrund drücken kann.

Nach dem Einpflanzen kann man zum besseren Wachstum etwas Pflanzendünger in den Bodengrund geben, aber zunächst nicht zu viel, denn Überdüngung kann schaden. Hier berät Sie unser Experten-Team im Kölle-Zoo sach- und fachkundig.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

... dass echte Wasserpflanzen die Nährstoffe aus dem Wasser mit Hilfe der Blätter aufnehmen und kaum mit den Wurzeln, mit denen sie sich im Boden verankern. Ihre Wurzeln dienen weniger der Ernährung, wie das bei den Sumpfpflanzen der Fall ist.

Sumpfpflanzen entnehmen die Nährstoffe mit Hilfe ihrer Wurzeln aus dem Bodengrund, wo sie durch Bodenbakterien so aufbereitet werden, dass sie die Pflanze aufnehmen kann. Dafür besitzen sie an den dicken Wurzeln kleine Saugwürzelchen, die man als feine "Härchen" an ihnen sehen kann, und die man beim Herausziehen der Pflanze aus dem Bodengrund zum größten Teil abstreift. Sie müssen nach dem Einpflanzen erst wieder neu gebildet werden, ehe die Pflanze sich weiter normal entwickelt.

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