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BARF- das Vorportionieren

Barfen kann etwas zeitaufwendiger sein als die Fütterung von konventionellem Nass- oder Trockenfutter. Wie man zeitsparend und effektiv vorportioniert, haben wir hier für Dich zusammengefasst!
Der tägliche Zeitaufwand hängt davon ab, ob Du das Futter täglich frisch zubereitest, oder die Rationen vorportioniert. Auch beim Vorportionieren gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten.


1) Teilweise Vorportionieren

Du kannst entweder nur den Fleischanteil (also Muskelfleisch, Pansen, Innereien und rohe, fleischige Knochen) vorportionieren, oder

 

2) Komplett Vorportionieren

Zusätzlich zum Fleischanteil kannst Du auch schon den Gemüse-, Obst- und wenn gewünscht, Kohlenhydratanteil mit vorportionieren. Wenn Du direkt eventuell noch fehlende Zusätze hinzufügst, kannst Du schon das komplette Menü fertig zusammenstellen. Einige Barfer geben sogar schon das Öl beim Vorportionieren dazu und frieren es mit ein. 

Aus der Tagesration kannst Du die benötigte Zutatenmenge für den gewünschten Vorportionierungs-Zeitraum berechnen. Du kannst in jede Tagesration alle Zutaten geben, oder aber z. B. auch eine Mischung für eine Woche machen und diese dann auf die entsprechende Anzahl an Tagen aufteilen.

 

Was wird benötigt?

Bevor Du loslegst, richte Dir Deine benötigten Arbeitsmaterialien zurecht. Dazu gehören z. B.

  • Waage
  • Schüsseln
  • Mixer
  • Schneidbretter
  • Messer
  • Löffel
  • Geflügelschere
  • Gefrierstabile Feinkostschalen

 

Wie am besten verarbeiten?

Wenn Du Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln verfütterst und mit vorportionieren möchtest, koche diese gar und lasse sie abkühlen.
Taue das Fleisch so weit an, dass Du es portionieren kannst. Wichtig ist immer unter Sauerstoffzufuhr an- und aufzutauen, also nicht in der verschlossenen Verpackung. Am besten, Du taust eingefrorene tierische Produkte in einer Glasschüssel im Kühlschrank an bzw. auf. Hast Du vergessen, die Verpackung des Fleisches zu öffnen und diese bläht sich auf, entsorge das betroffene Produkt sicherheitshalber.
Versuche alle Zutaten möglichst zügig zu verarbeiten und friere sie dann portionsweise ein. 

Je länger Du die Futterbestandteile bei Zimmertemperatur stehen lässt, desto schneller verderben sie.

Die meisten gesunden, ausgewachsenen Hunde vertragen zwar sogar Fleisch, das schon etwas streng riecht, aber vom Verfüttern solchen Fleisches ist aus hygienischen Gründen abzuraten.

Reinige bereits beim Portionieren Deinen Arbeitsplatz zwischendurch immer wieder und spüle zum Schluss alle verwendeten Materialien sowie den Arbeitsplatz gründlich. Heißes Wasser leistet Dir hierbei gute Dienste, denn es tötet sehr wirkungsvoll Bakterien. 

 

Wie verfüttern?

Taue die Futterration rechtzeitig auf. Am besten ist es, wenn das Futter Zimmertemperatur hat, wenn Du es Deinem Liebling anbietest. Sollte das Futter noch zu kalt sein, kannst Du es auch kurz in der Mikrowelle erwärmen. Wichtig dabei ist, das Futter anschließen gut zu vermischen, da es sonst an der Oberfläche wärmer (eventuell sogar zu heiß!) sein kann, als in den inneren Futterschichten.

Tipp: Wenn Du das Futter in der Mikrowelle erwärmt hast, teste nach dem Durchmischen die Temperatur z. B. mittels eines Fingers.

Du kannst das Futter auch mitsamt der Verpackung in Wasser antauen. Allerdings nur ein paar (wenige!) Minuten in der geschlossenen Verpackung, da der Sauerstoffabschluss die Vermehrung sehr gesundheitsschädlicher Bakterien begünstigt. Auch hier gilt: Hast Du vergessen, die Verpackung des Fleisches zu öffnen und diese bläht sich auf, entsorge das betroffene Produkt sicherheitshalber. Das Antauen mittels Wasser ist besonders dann zu empfehlen, wenn Du unter Zeitdruck stehst und das Futter an der Verpackung festgefroren ist. Gerade in Gefrierbeutel vorportioniertes Futter lässt sich oftmals schwierig(er) aus seiner Verpackung herauslösen. 

Tipp: Hast Du einmal vergessen, das Futter rechtzeitig aufzutauen, so kannst Du die Ration auch in der Mikrowelle mittels der Auftaufunktion erwärmen.

Auch hier ist wichtig, das Futter zwischendurch immer wieder zu vermischen, da die Mikrowelle nicht alle Schichten des Futters gleichmäßig erwärmt. Lässt sich das Futter nicht problemlos aus der Verpackung herauslösen, so taue es wie oben beschrieben, mit Wasser an. Bitte stelle das Futter nicht in der Plastikverpackung in die Mikrowelle!

Durch das Erwärmen des Futters in der Mikrowelle kann sich seine Optik verändern (im Gefäß oben liegendes Fleisch kann z. B. eine gräuliche Farbe bekommen). Hier beugt häufiges Durchrühren des Futters während des Auftauens vor.

Gib vor dem Füttern noch eventuell fehlende Bestandteile dazu und fertig ist die Mahlzeit!

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