Englische Bulldogge Steckbrief

Herkunft und Geschichte der Englischen Bulldogge

Die „Englische Bulldogge“ („English Bulldog“) wurde ursprünglich in England für Schaukämpfe gegen andere Tiere gezüchtet. Beschreibungen solcher „Bullenbeißer“ sind bereits aus dem 13. Jahrhundert überliefert. Die Tiere wurden damals als „Bolddogs“ („kühne Hunde“) bzw. „Bonddogs“ („Kettenhunde“) bezeichnet. Zu ihren typischen Gegnern zählten neben Stieren („Bullbaiting“) auch andere Hunde. Hin und wieder musste die Englische Bulldogge allerdings auch gegen exotischere Gegner antreten. Es sind ebenfalls Schaukämpfe gegen Dachse, Affen, Bären und Löwen überliefert. Schon damals wurden Bullenbeißer mit charakteristischem Aussehen gezüchtet: Breite Kiefer sollten eine hohe Beißkraft gewährleisten, eine verkürzte Nase sollte sicherstellen, dass die Hunde auch dann noch ausreichend Atemluft bekamen, wenn sie sich in ihren Opfern verbissen hatten. Charakterlich sollten diese Hunde unnachgiebig, mutig und aggressiv sein.

Tierkämpfe waren in England lange Zeit sehr populär, wurden dort aber 1835 offiziell verboten. Nach diesem Verbot war die Englische Bulldogge quasi arbeitslos und die Rasse drohte auszusterben. Im Jahr 1864 wurde daher „The Bulldog Club“ in England gegründet, der sich dem Erhalt der Rasse verschrieb und 1865 einen ersten Zuchtstandard festlegte. Nach Auflösung des Clubs verschrieb sich ab 1875 der „Bulldog Club Incorporated“ dem Erhalt und der Weiterentwicklung der Rasse. Die Englische Bulldogge mauserte sich durch gezielte Zucht charakterlich nach und nach vom Kampfhund zum Familienhund, das Aussehen eines Bullenbeißers bliebt jedoch bestehen.
Die Rasse gilt als Nationalhund Großbritanniens, da sie über die typisch britische Willensstärke verfügen soll. In Darstellungen von „John Bull“, der nationalen Personifikation Großbritanniens, ist sie deshalb häufig an seiner Seite zu sehen.
Merkmale wie eine kurze Nase und ausgeprägte Gesichtsfalten wurden durch die Zucht im Laufe der Jahrzehnte verstärkt und die Rasse wurde deutlich „unsportlicher“, eine Entwicklung die Kritik am Gesundheitszustand der Englischen Bulldogge aufkommen ließ. Im Jahr 2009 wurde daher der damalige Rassestandard überarbeitet, um rassebedingten Problemen und Erkrankungen entgegenzuwirken. Auch wurden teilweise andere Hunderassen eingekreuzt, um extrem ausgeprägten Rassemerkmalen der Englischen Bulldogge entgegenzusteuern. So entstand aus der Englischen Bulldogge beispielsweise in Amerika bereits 1971 die „Olde English Bulldog“ durch Einkreuzungen von „American Bulldog“, „Bullmastiff“, „American Staffordshire Terrier“ und anderen Rassen.

Aussehen

1) Körperbau

Englische Bulldoggen sind kompakte Kraftpakete mit grimmigem Ausdruck. Rassetypisch ist ein großer Kopf mit breitem Kiefer und kurzer Nase. Die Rute der Englischen Bulldogge soll laut Standard tief angesetzt und am Ansatz gerade sein. In ihrem weiteren Verlauf soll sie sich nach unten biegen. Es ist eine eher kurze Rute erwünscht, eingewachsene oder sogar fehlende Ruten sind unerwünscht.

Die Englische Bulldogge ist eine Rasse, die im Laufe ihrer Geschichte zeitweise extrem auf optische Merkmale wie beispielsweise runder Kopf mit wenig Nase und stark ausgeprägte Gesichtsfalten gezüchtet wurde, um einen noch grimmigeren Gesichtsausdruck zu erzeugen. Durch den immer runder gezüchteten Kopf entsprach das Aussehen der Englischen Bulldogge immer mehr dem „Kindchen-Schema“ und ähnelte damit mehr einem menschlichen Gesicht als dem eines Hundes. Damit einher gingen starke gesundheitliche Probleme wie Kurzatmigkeit und Zahnfehlstellungen. Im aktuellen Rassestandard (Stand 2011) ist nachzulesen, dass Hunde mit Atemnot und übertriebenen Gesichtsfalten unerwünscht sind. Außerdem heißt es weiter: „Die Nasenfalte, falls vorhanden, ganz oder unterbrochen, darf niemals nachteilig die Augen oder die Nase stören oder überdecken. Zusammengedrückte Nasenlöcher und schwere Nasenfalten sind unerwünscht und sollten schwer bestraft werden.“ Glücklicherweise wird in der Zucht also mittlerweile wieder mehr Wert auf vitale Hunde ohne überstilisierte Rassemerkmale gelegt.

2) Körpergröße und Gewicht

Englische Bulldoggen werden 31 bis 41 cm groß und erreichen ein Gewicht von 18 bis 25 Kilogramm. Damit werden sie für ihre relativ geringe Körpergröße sehr schwer.

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3) Farben

Laut Standard soll die Rasse einfarbig oder einfarbig mit schwarzer Maske oder schwarzem Fang („smut“) sein. Es sind nur einheitliche Farben, beispielsweise rot in allen Schattierungen, beige (falb) rehbraun (loh), weiß und gestromt („brindle“) bzw. gescheckt („pied“, weiß in Kombination mit einer der genannten Farben) erwünscht. Neben diesen dem Standard entsprechenden Farben, gibt es noch zahlreiche Sonderfarben wie beispielsweise „blau“ („blue“), „schoko“, „black and tan“ (schwarze Grundfarbe mit braunen Abzeichen an Pfoten, Gesicht und Brust) sowie in der Fellzeichnung „merle“. Bei dieser Fellzeichnung ist die Grundfarbe des Fells stellenweise aufgehellt. Alle diese Sonderfarben wurden durch die Einkreuzung anderer Rassen erreicht.

Charakterzüge und Wesen der Englischen Bulldogge

Die Englische Bulldogge vereint Tapferkeit, Gelassenheit und Ausdauer, wobei sich Ausdauer nicht auf die körperliche Kondition, sondern eher auf die Willensstärke der Rasse bezieht. Englische Bulldoggen sind nämlich für ihren Sturkopf bekannt, sie haben einen sprichwörtlichen Dickschädel! Dennoch ist die Rasse mit Ruhe und Beharrlichkeit relativ einfach zu erziehen. Für Leckerlies und Streicheleinheiten tut sie fast alles. Die Bulldogge liebt „ihren“ Menschen heiß und innig und möchte am liebsten immer dabei sein. Die meisten Vertreter der Rasse sind unkompliziert im Umgang mit Kindern, Artgenossen und anderen Haustieren. Fremden Menschen gegenüber kann die Rasse dagegen sehr misstrauisch und harsch sein. Die meisten Englischen Bulldoggen haben (fast) keinen Jagdtrieb. Der Wachtrieb kann teilweise recht stark ausgeprägt sein und eine Englische Bulldogge bellt auch mal hin und wieder und das dann oft sehr beharrlich!

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Passt eine Englische Bulldogge zu mir? Wie muss sie gehalten werden?

1) Auslauf

Englische Bulldoggen gehören zu den Hunderassen, die weniger Bewegung brauchen. Die Rasse möchte und muss aber natürlich trotzdem beschäftigt werden. Einerseits weil eine Bulldogge nicht gern allein zurückbleibt und andererseits damit sie in Form bleibt. Englische Bulldoggen sind für Spaziergänge, Apportieren, Suchspiele, Schwimmen, Clickertraining und das Erlernen von Tricks zu begeistern. Anstrengende sportliche Aktivitäten wie am Fahrrad mitlaufen, längere Strecken joggen oder Agility eignen sich nicht, da man die Rasse hierbei leicht überfordern kann.
Vorsicht: Viele Englische Bulldoggen vertragen keine Hitze. Dies hat mit ihrer Kopfform und der kurzen Nase zu tun. Achte bitte besonders an heißen Tagen darauf, Deine Bulldogge nicht zu sehr zu fordern!

2) Ernährung

Du kannst Deiner Englischen Bulldogge Trocken- oder Nassfutter anbieten, BARF und andere Rohfütterungsmodelle sind auch geeignet. Du solltest aber die Figur Deiner Bulldogge im Auge behalten, da die Rasse zu Übergewicht neigt. Viele Bulldoggenrassen sind gierige Schlinger und neigen zudem durch ihre runde Kopfform dazu, beim Fressen relativ viel Luft zu schlucken. Dies kann sich in Blähungen äußern. Hier kann ein Anti-Schlingnapf die Bulldogge am zu schnellen Fressen hindern und dadurch Blähungen reduzieren. Sollte Dein Hund trotz allem unter stärkeren Blähungen leiden, so ziehe unbedingt einen Tierarzt zu Rate. Denn auch ernst gesundheitliche Probleme können die Ursache für Blähungen sein. Außerdem findest Du hier weitere Informationen zum Thema Blähungen beim Hund.

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Wichtig: Englische Bulldoggen sind meist recht „verfressen“ und neigen dazu Kausnacks am Stück herunter zu schlingen! Achte bitte deshalb bei der Gabe von Knochen und Kauartikeln darauf, dass Deine Bulldogge diese nicht am Stück verschluckt. Sie könnte sonst daran ersticken.

3) Pflege

Die Englische Bulldogge ist eine Kurzhaarrasse, daher gestaltet sich die Fellpflege unkompliziert. Am besten eignen sich weiche Fellbürsten und Massagestriegel. Auf Bürsten mit harten Metallborsten solltest Du verzichten, da sie Deine Bulldogge schmerzen können. Ihr kurzes Fell bietet der darunterliegenden Haut nämlich nur wenig Schutz.
Ganz wichtig sind Reinigung und Pflege der Gesichtsfalten. In ihnen sammelt sich sonst Schmutz, der zu Hautentzündungen führt. Am besten Du reinigst die Gesichtsfalten mit einem weichen, feuchten Tuch. Zum Anfeuchten eignet sich Wasser oder Tränenfleckentferner. Nach der Reinigung solltest Du die Gesichtsfalten abtrocknen, damit sich in ihnen keine Feuchtigkeit sammelt. Die gelegentliche Pflege mit einer rückfettenden Creme oder Wund- und Heilsalbe hält die Haut in den Gesichtsfalten geschmeidig.

Typische Erkrankungen

Bei der Englischen Bulldogge können einige rassetypische Erkrankungen auftreten, z. B.:

1) Zuchtbedingte Erkrankungen

Der Schädel der Englischen Bulldogge ist sehr kurz und sehr breit, durch diese zuchtspezifische von der typischen Hundeanatomie abweichende Kopfform können unterschiedliche gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Diese werden unter dem Begriff „Brachycephales Syndrom“ zusammengefasst.

Brachycephales Atemnotsyndrom

Einige Englische Bulldoggen leiden beispielsweise unter zu kleinen Nasenlöchern, Atembeschwerden und Problemen mit dem Gaumensegel. Diese gesundheitlichen Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Tieren kommen z. B. Atemprobleme erst bei Hitze zum Vorschein, bei anderen sind sie dauerhaft zu beobachten und deutlich zu hören. Je nachdem welche Beschwerden vorliegen, kann nur eine Operation helfen, diese Symptome zu lindern.

Zahnfehlstellungen

Durch die Brachycephalie (Kurz- und Rundköpfigkeit) kann es zusätzlich zu Deformationen des Kiefers und der Zähne kommen: Der Oberkiefer ist zumeist sehr kurz, sodass die Zähne zu groß sein können, in der Folge ergeben sich Fehlstellungen und Lockerungen – im schlimmsten Fall kommt es zu Entzündungen. Der Unterkiefer steht vor, sodass sich ein Vorbiss ergibt und die Zähne des Unterkiefers und die Schleimhäute auch bei geschlossenem Maul nicht vollständig bedeckt sind. Auch hier lassen sich Fehlstellungen z. B. der Fangzähne beobachten. Durch diese Deformationen können sich zudem Probleme bei der Nahrungsaufnahme ergeben.

Geburtsprobleme

Auch bei der Geburt können sich bei der Englischen Bulldogge zuchtbedingt schwerwiegende Komplikationen ergeben: Durch den großen Kopf und den breiten Brustkorb wird zumeist eine Kaiserschnitt-Geburt notwendig, damit die ungeborenen Welpen nicht im Geburtskanal steckenbleiben.

2) Gelenkerkrankungen

Durch ihre stämmige Statur und das für die Größe hohe Körpergewicht, neigt die Rasse zu Gelenkerkrankungen.

Hüftdysplasie (HD)

Die Hüftdysplasie bezeichnet eine schmerzhafte Fehlstellung bzw. Verengung des Hüftgelenks, die sich u. a. in einem unsicheren Gang oder einem Unwillen zur Bewegung ausdrücken kann. Heilbar ist eine HD nicht, allerdings gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, die das Voranschreiten der Krankheit verzögern und schmerzreduzierend wirken können. Bei betroffenen Tieren ist es wichtig, Bewegungen zu minimieren, die den Verschleiß des Hüftgelenks fördern. Im späteren Stadium der Krankheit entwickelt sich zusätzlich häufig eine Arthrose.

Ellenbogendysplasie (ED)

Im Gegensatz zur HD ist bei der Ellenbogendysplasie das Ellenbogengelenk betroffen, sodass der Bewegungsradius stark eingeschränkt ist, da die gelenkbildenden Knochenteile (Oberarmknochen, Elle und Speiche) nicht passgenau ineinandergreifen. ED ist nicht heilbar, jedoch gibt es auch hier Therapien, die zu einer weitgehenden Schmerzfreiheit führen können. Auch Ellenbogendysplasie kann im späteren Stadium zu einer Arthrose führen.

Sowohl HD als auch ED sind vererbbar. Die Krankheiten finden sich meist bei großen und schweren Hunderassen. Übergewicht und körperliche Überanstrengung begünstigen und beschleunigen die Erkrankungen.

Bandscheibenvorfall

Die Wirbelsäule der Englischen Bulldogge verläuft nicht gerade, sondern senkt sich im Anschluss der Schultern und steigt zur Kruppe deutlich an. Außerdem sind die Beine im Verhältnis zum Rücken eher kurz. Beide Faktoren führen dazu, dass der Rücken einer größeren Belastung ausgesetzt ist, sodass sich das Risiko für einen Bandscheibenvorfall bei dieser Rasse deutlich höher zeigt als bei anderen Hunden. Ausführliche Informationen zum Thema „Bandscheibenvorfall beim Hund“ findest Du hier.

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Tipp: Vorbeugung ist wichtig! Durch die richtige Fütterung bereits im Welpenalter, kannst Du die körperliche Entwicklung und Gesundheit Deiner Bulldogge positiv unterstützen. Auf keinen Fall solltest Du deine Fellnase zu früh auf Adultfutter umstellen, da dieses nicht über das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis verfügt, das ein junger Hund im Wachstum braucht. Hier findest Du weitere wichtige Tipps zur Fütterung Deines Welpen. Außerdem sollte Deine Englische Bulldogge nicht zu viel springen, z. B. nicht ins Auto hinein oder heraus, da dies die Gelenke zu sehr strapaziert. Was Du noch zur Vorbeugung vor Arthrose tun kannst, ist hier nachzulesen.

3) Augenerkrankungen

Cherry Eye

Bei brachycephalen Hunderassen geht man von einer genetische Disposition für das Auftreten von einem Cherry Eye (auch Nickhautvorfall) aus, da die Augenhöhlen bedingt durch die Kurzköpfigkeit oft flacher ausgebildet sind als bei anderen Hunderassen. Bei einem Cherry Eye vergrößert sich die in der Nickhaut des dritten Augenlids liegende Nickhautdrüse (Hypertrophie) und kann sich dann hervorstülpen (Prolaps). Sie liegt dann rot wie eine Kirsche im inneren Augenwinkel, daher stammt auch die Bezeichnung Cherry Eye (Kirschauge). Durch die ausgestülpte Nickhautdrüse kann sowohl die Sicht eingeschränkt werden als auch der komplette Lidschluss verhindert werden, sodass die Hornhaut Gefahr läuft, auszutrocknen.

4) Hautprobleme

Lefzendermatitis, Gesichtsfaltendermatitis und Schwanzfaltendermatitis

Durch ihre vielen Hautfalten ist die Englische Bulldogge besonders anfällig für Hautprobleme, da die Falten aufeinanderliegen und aneinanderreiben, werden die eingeschlossenen Hautschichten oft nicht ausreichend belüftet. In der Folge kann es besonders im Bereich der Lefzen und des restlichen Gesichtes zu Infektionen kommen. Bei einer engverdrehten Rute kann zusätzlich eine Schwanzfaltendermatitis auftreten.

Kalkuliere unbedingt mögliche [Tierarztkosten](https://www.koelle-zoo.de/blog/tipps/hunde-tipps/wie-viel-kostet-ein-hund) vor der Anschaffung einer Englischen Bulldogge ein. Eine OP-Kostenversicherung ist sehr empfehlenswert, allerdings schließen die meisten Versicherer rassetypische Erkrankungen inzwischen aus!

Du möchtest Dir eine Englische Bulldogge anschaffen? Woran erkennst Du ein gesundes Tier?

Achte auf hörbare Atemgeräusche im Stand und in der Bewegung. Je mehr zu hören ist, desto ungünstiger. Schau Dir das Gesichtsprofil der Bulldogge an. Je mehr Nase zu sehen ist, desto besser! Wirf auch einen Blick auf die Nasenlöcher. Je größer sie sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier gut Luft bekommt. Bei erwachsenen Bulldoggen sind diese Merkmale grundsätzlich viel einfacher zu beurteilen als bei Welpen, da sich der Körper eines ausgewachsenen Tieres nicht mehr stark verändert. Bei Welpen können sich Merkmale oft noch verwachsen, im positiven wie im negativen Sinn! Hier ist eine Beurteilung schwieriger. Als Anhaltspunkte können Dir die Elterntiere dienen, schaue sie Dir unbedingt genau an und frage nach den Ergebnissen der Zuchttauglichkeitsuntersuchung!

Fragen und Antworten zur Englischen Bulldogge

1) Ab wann kann man eine Englische Bulldogge kastrieren lassen?

Die Kastration ist nach Erreichen der Geschlechtsreife zu empfehlen. Hier kannst Du Dich ausführlicher zum Thema Kastration informieren!

2) Ab wann ist eine Englische Bulldogge ausgewachsen?

Die Englische Bulldogge hat meist mit acht bis zwölf Monaten ihre endgültige Widerristhöhe erreicht. Im Anschluss „wächst“ die Rasse geschlechtsabhängig noch bis ungefähr zum dritten Lebensjahr in die Breite. Rüden erreichen ihre endgültige Statur etwas später als Hündinnen.

3) Ab wann ist die Rasse geschlechtsreif?

Die Geschlechtsreife tritt mit ca. sieben bis vierzehn Monaten ein.

4) Gibt es Besonderheiten bei Begegnungen mit anderen Hunden?

Ja, die kann es geben. Wenn Deine Englische Bulldogge ein hörbares Atemgeräusch hat oder viel und laut grunzt, kann das andere Hunde verunsichern, da sie die Geräusche als Knurren auslegen können. Am besten Du beobachtest die Situation bei der Begegnung mit fremden Hunden genau und gehst möglichen Konfrontationen zwischen Deiner Bulldogge und anderen Hunden im Zweifelsfall lieber aus dem Weg.

5) Ist die Englische Bulldogge ein Kampfhund?

Nein. Natürlich wurde die Rasse ursprünglich für Schaukämpfe gezüchtet, hat sich aber schon lange zu einer sehr friedlichen Rasse entwickelt.

6) Ist die Rasse ein Listenhund?

Nein, die Englische Bulldogge ist kein Listenhund.

7) Englische Bulldogge als Familienhund – geht das?

Ja! Englische Bulldoggen sind für Familien, die keine besonderen sportlichen Leistungen von ihrem Familienhund erwarten und einen gutmütigen, anhänglichen und treuen Begleiter suchen, hervorragend geeignet. Englische Bulldoggen sind sehr liebesbedürftig und anhänglich. Sie möchten am liebsten auch nachts bei „ihrem“ Menschen sein! Bedenke bitte daher vor der Anschaffung, dass die meisten kurzschnäuzigen Hunderassen mehr oder weniger stark im Schlaf schnarchen.