Falscher Clownfisch Steckbrief

Spätestens seit dem Film „Findet Nemo“ ist der falsche Clownfisch (Amphiprion ocellaris) ein sehr beliebter und bekannter Meerwasserfisch. Der falsche Clownfisch gehört zu den Anemonenfischen. Er lebt stets in Symbiose mit Seeanemonen.

Herkunft

Zu dem natürlichen Lebensraum des falschen Clownfisches gehören die Riffe Südostasiens, westlich bis zu den Andamanen und Nikobaren, nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln und südlich bis an die Küste des nordwestlichen Australiens. Hier lebt er in kleinen Gruppen an den äußeren Hängen von Korallenriffen oder in geschützten Lagunen. Er lebt immer in Symbiose mit Anemonen. Diese schützen ihn mit Hilfe ihrer nesselnden Tentakeln vor Fressfeinden. Im Gegenzug lockt der falsche Clownfisch Futter für die Anemone an.

Merkmale

Der falsche Clownfisch hat eine auffällige Körperfärbung. Seine gelbe bis orangene Grund-Körperfarbe wird von drei weißen und senkrechten Binden unterbrochen, welche von dünnen, schwarzen Rändern umgeben sind. Durch diese äußerlichen Merkmale kann er leicht wiedererkannt werden. Er wird allerdings oft mit dem echten Clownfisch (Amphiprion percula) verwechselt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Fischen ist die stärker ausgeprägten schwarzen Ränder um die weißen Binden. Der weibliche falsche Clownfisch wird etwas größer als der männliche falsche Clownfisch.
Durch seine eigentümliche Schwimmweise fällt er in jedem Aquarium auf. Er schwimmt mehr oder weniger auf und ab, diese Verhaltensweise wird dann besonders auffällig, wenn sich Fremde in sein Revier verirren. Der falsche Clownfisch braucht nicht viel Schwimmraum, er hält sich meistens in und um seine Anemone auf. Um diese kümmert er sich und fühlt sich zwischen den Tentakeln der Anemone sehr wohl. Er kann mit anderen Fischen in Gesellschaftsbecken gehalten werden, da er ein friedlicher Fisch ist. Man muss nur aufpassen, wenn andere Anemonefische auch in dem Gesellschaftsbecken leben, dann muss das Aquarium deutlich größer sein.

Besonderheiten

Der männliche Falsche Clownfisch kann sein Geschlecht zum Weibchen ändern. Das jeweils stärkste Tier ändert sein Geschlecht stets zum Weibchen.

Fortpflanzung

Geschlechtsreife Exemplare können auch im Aquarium ablaichen, meist am Fuße der Symbiose-Anemone, aber die Aufzucht der geschlüpften Fischlarven ist im normalen Zimmeraquarium schwierig und kaum zu bewerkstelligen, denn die Jungen leben zunächst planktisch, das heißt, sie treiben im freien Wasser und sind deshalb im Aquarium vielen Gefahren ausgesetzt und auch schwer zu ernähren. Die im Kölle Zoo die angebotenen falschen Clownfische sind alle Nachzuchten, die sich bereits etwas leichter eingewöhnen lassen.

Haltung

Voraussetzung für eine erfolgreiche und artgerechte Pflege im Meerwasser-Aquarium ist eine Symbiose-Anemone, die sich bereits vor dem Einsetzen der Clownfische im Aquarium eingelebt haben muss. Je nach ihrer Größe kann die Symbiose-Anemone zwei bis vier oder gar fünf und noch mehr Clownfischen als Wirt dienen. In kleinen oder mittleren Aquarien sollte immer nur ein Paar zusammen mit einer Anemone gehalten werden. Als passende Symbiose-Anemone eignen sich Entacmaea quadricolor, Stichodactyla gigantea, Stichodactyla mertensii und Heteractis magnifica.

Ernährung

Der falsche Clownfisch ist ein sehr genügsamer Fresser, denn er nimmt alle Arten von fleischhaltigem Futter an, z.B. Artemia, Krill, Mysis, Frost- und Flockenfutter. Wichtig ist, dass dem Fisch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung geboten wird.

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