Steckbrief Symbiosegrundel

Zu den interessantesten Verhaltensweisen, die man in einem Meerwasseraquarium beobachten kann, gehört das Verhältnis von Symbiosegrundel und Knallkrebs. Beide Tiere sind so verschiedenartig, dass man zunächst nicht glauben möchte, dass die sich zu einer engen Lebensgemeinschaft zusammenschließen, die zu einer Symbiose führt, also zu einer Lebensform, bei der beide Partner Nutzen aus dem Zusammenleben ziehen und nicht voneinander parasitieren.

Herkunft
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Symbiosegrundeln (auch Partnergrundeln oder Wächtergrundeln genannt) die im Indopazifik weit verbreitet sind.

Verhalten
Symbiosegrundeln graben sich keine Höhlen, sondern sie beziehen eine Höhle, die von einem Knallkrebs zunächst für sich selbst gegraben wurde. Findet die Symbiosegrundel einen Krebs mit Wohnhöhle, zieht sie rückwärts, also mit dem Schwanz voran, in die bereits von der Symbiosegarnele bewohnte Höhle ein. Nun stellt sie sich am Eingang so auf, dass sie die Umgebung beobachten kann. Entdeckt sie Freßbares, schwimmt sie weiter heraus und schnappt sich die Beute. Dann kehrt sie zur Höhle zurück, dreht sich um, zieht sich mit dem Schwanz voran in die Höhle zurück und bezieht wieder Posten am Eingang. Dabei stören sich Fisch und Garnele nicht. Es ist Platz genug für beide nebeneinander.

Haltung
Im Aquarium kann man diese Verhaltensweise gut beobachten, man muß nur eine dickere Sandschicht zur Verfügung stellen und auch ein paar kleine Korallenbrocken, da diese gern als unterstützende Sicherung des Höhleneingangs genutzt werden. Wassertemperaturen zwischen 22-28°C werden toleriert und das Aquarium sollte mindestens 300L beinhalten. Es empfiehlt sich die Grundeln mit verschiedenen Frostfuttersorten zu füttern, aber auch Flockenfutter wird meist nach kurzer Zeit angenommen.

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