Steckbrief Brokatbarbe

Herkunft
Der lateinische Artname ist in Anführungstriche gesetzt, weil die Art zwar im Handel so bezeichnet wird, aber keinen wissenschaftlichen Namen besitzt, denn es ist noch immer umstritten, ob es sich bei der Brokatbarbe um eine echte, in der Natur vorkommende Art handelt oder lediglich ein Zuchtprodukt, das es in der freien Natur nicht gibt. Möglicherweise handelt es sich um einen Abkömmling der Messingbarbe, Barbus semifasciolatus, die aus dem südöstlichen China stammt.

Aussehen
Mit ihrem goldfarbenen Schuppenkleid, auf dem nur vereinzelte dunkle Flecke zu sehen sind, erinnert sie stark an den Goldfisch und ist deshalb in Gesellschaftsaquarien eine auffällige Erscheinung. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in ihrer Gestalt, die beim Weibchen bauchiger erscheint, während das Männchen meist kleiner ist und eine ziemlich gerade Bauchkante zeigt.

Haltung
Der Fisch ist leicht zu pflegen und auch zu züchten und kann allen aquaristisch Interessierten empfohlen werden. Selbst bei normalem Leitungswasser fühlt sich der Fisch durchaus wohl, doch sollte man vorsichtshalber eine Wasseraufbereitungsmittel zusetzen, vor allem dann, wenn man Frischwasser aus der Leitung zusetzt oder mit ihm Beckenwasser austauscht. Bitte keinen scharfen Splitt als Bodengrund, denn Splitt schabt die empfindlichen Barteln des Fisches ab, wenn er im oder am Bodengrund nach Freßbarem gründelt.

Ernährung
Brokatbarben sind Allesfresser, denen man aber auch pflanzliches Flockenfutter mit anbieten sollte.

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