Steckbrief Goldfadenfisch

Der Goldfadenfisch ist eine Zuchtform des Blauen Fadenfisches. hat sie bei den Aquarianern beliebt gemacht. Die Stammform, Trichogaster trichopterus, ist in Südostasien weit verbreitet und bewohnt ganz unterschiedliche Lebensräume. Dank ihres Labyrinthorganes überleben sie auch in sauerstoffarmen Gewässern, da durch dieses Labyrinthorgan zusätzlich Luftsauerstoff aufgenommen werden kann.

Herkunft

Die Heimat des Fadenfisches ist in Laos, Yunnan, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia und Myanmar. Hier lebt er in stehenden oder langsam fließenden Gewässern.

Merkmale

Seinen Namen „Fadenfisch“ verdankt er seinen Bauchflossen, die zu einem langen und sehr beweglichen, fadenförmigen Organ umgewandelt sind. Mit diesen Bauchflossen kann er schmecken, das heißt, es sind Geschmacksorgane und dienen sozusagen als verlängerte Zungen. Man kann das sehr gut beobachten, wenn man dem Fisch ein ihm noch unbekanntes Futter vorsetzt. Dieses betastet er erst und prüft es auf seinen Geschmack, bevor er es frisst. Erst wenn er das Futter kennt, nimmt er es ohne weiteres an.
Die Männchen sind kräftiger gefärbt und haben eine größere Rückenflosse als die Weibchen.

Fortpflanzung

Pflegt man Pärchen, dann baut das Männchen eines Tages an der Wasseroberfläche ein Schaumnest und balzt um das Weibchen. Die Fische laichen unter dem Nest, indem das Männchen das Weibchen umschlingt und auf den Rücken dreht, so dass die Eier zum Nest hochsteigen. Nach beendetem Ablaichen übernimmt das Männchen allein die Ei- und Brutpflege. Wir haben es hier mit einer Vaterfamilie zu tun, in der die Jungen bald der väterlichen Sorge entfliehen. Eine erfolgreiche Aufzucht der Jungfische ist allerdings nur in Becken möglich, in denen sie nicht den anderen Insassen zum Opfer fallen.

Haltung

Der Goldfadenfisch ist ein Schwarmfisch und sollte mindestens zu viert (drei Weibchen und ein Männchen) gehalten werden. Die Pflege ist relativ einfach. Allerdings braucht er einen guten Pflanzenwuchs als Zufluchtsort. Schwimmpflanzen an der Wasseroberfläche dürfen nicht überhandnehmen und ihm die Möglichkeit zum Luftholen an der Wasseroberfläche zu erschweren oder gar verwehren. Fische, mit denen er in Gesellschaftbecken gepflegt wird, dürfen keine Flossenbeißer sein, wie etwa die Sumatrabarben, die ihm die empfindlichen fadenförmigen Bauchflossen abbeißen.

Ernährung

Als Nahrung für den Goldfadenfisch kommt so gut wie alles in Frage. Er ist ein Allesfresser und freut sich über Lebend-, Frost- und Trockenfutter.

Wusstest Du schon ...

...dass die Luftblasen, die vom Männchen der Fadenfische zu einem Schaumnest zusammengefügt werden, von einem Speichelsekret umhüllt sind, das nicht nur die Luftblasen zusammenhält, sondern auch antibakteriell wirkt und dadurch Eier und geschlüpfte Fischlarven vor Bakterienbefall schützt?

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