Steckbrief Prachtalgenfresser

Prachtalgenfresser (Garra flavatra) sind nützliche und gleichzeitig hübsch anzusehende Aquarienbewohner. Die kontrastreiche Färbung mit der abwechselnd schwarzen und gelben Querbänderung sorgt für die optische Attraktivität des Fisches und findet sich auch in seiner Namensgebung wieder: der Artname flavatra setzt sich aus den lateinischen Wörtern flavus (gelb) und ater (schwarz) zusammen. Synonyme für die Bezeichnung Prachtalgenfresser sind Panda Saugbarbe, Rotflossensaugbarbe, Rotflossen Pandasaugbarbe oder auch Panda Algenfresser. Die Bezeichnung „Rotflossen“ bezieht sich auf die Tatsache, dass sich die Flossenränder älterer Tiere rot färben.

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Zusatzinfo: Haben die Fische Stress, so verblasst die Färbung ihrer Querbänderung.

Die Art wurde erst 2004 erstmalig beschrieben (Kullander & Fang, 2004) und hat dann bereits 2005 Einzug in die Süßwasseraquaristik gehalten. Heute ist der Prachtalgenfresser ein gerne gehaltener Aquarienbewohner, der seine Halter bei der Kontrolle des Algenwachstums im Aquarium unterstützt, denn u. a. Algen stehen auf dem Speiseplan von Garra flavatra ganz oben.

Herkunft

Die Heimat des Prachtalgenfressers ist Myanmar. Die Art ist dort in mehreren Gebieten endemisch und bewohnt offene, klare, sauerstoffreiche und flache Fließgewässer wie Bäche und kleinere Flüsse mit felsigem und kiesigem Untergrund.

Verhalten

Prachtalgenfresser halten sich bevorzugt in den unteren Wasserschichten und am Boden auf. Bei Aquarienhaltung finden sie sich auch oft an den Scheiben. Garra flavatra ist tagaktiv und ein recht aktiver Gruppenfisch, der immer mit mehreren Artgenossen gehalten werden sollte.

Die Vergesellschaftung mit anderen Fischarten ist in der Regel unkompliziert. Teilweise neigen Prachtalgenfresser aber dazu, andere Fische zu putzen. Dies wird zwar meist gerne angenommen, teilweise fühlen sich die anderen Fische dadurch aber auch gestört und können in Stress versetzt werden.

Bei der Vergesellschaftung mit Garnelen ist darauf zu achten, dass die Garnelen bereits eine gewisse Größe haben. Bei kleineren Garnelen bzw. Zwerggarnelen besteht die Gefahr, dass sie gefressen werden.

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Zusatzinfo: Prachtalgenfresser sind sehr neugierige Fische, die meist bereits nach kurzer Zeit ihre Scheu dem Menschen gegenüber verlieren. Sie schwimmen an der Scheibe auf und ab, sobald sie ihren Pfleger erblicken und sobald man Arbeiten im Becken vornimmt, kommen sie zur Hand geschwommen und beknabbern diese.

Die Fische sind relativ springfreudig. Das Aquarium sollte daher aus Sicherheitsgründen über eine Abdeckung verfügen. Vor allem bei Männchen-Überschuss sind ausgeprägte Rangkampfe möglich, die auch sehr rabiat anmuten können. Berichte über ernsthafte Verletzungen sind aber bis dato nicht bekannt.

Fischgerechte Unterbringung und Pflege

Garra flavatra sollten in Aquarien ab 160 Litern gehalten werden. Die Einrichtung sollte dem natürlichen Lebensraum nachempfunden sein: Sandig-kiesiger Bodengrund gespickt mit größeren Steinen. Zusätzlich können Wurzeln und robuste Wasserpflanzen die Einrichtung vervollständigen.

Garra flavatra fühlt sich auf sandig-kiesigem Untergrund wohl.

Für die Haltung von Prachtalgenfressern sollte die Wassertemperatur in Deinem Aquarium 22 bis 27 °C betragen, bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,8 und einer Gesamthärte von 6 bis 20 °dGH. Die Fische bevorzugen eine stärkere Strömung und einen hohen Sauerstoffgehalt im Wasser. Eine Strömungspumpe ist daher eine sinnvolle Investition bei der Haltung von Garra flavatra.

Ernährung

Garra flavatra sind Aufwuchsfresser, die sich in freier Natur von Algenbewuchs und den zwischen den Algen befindlichen Kleinstlebewesen ernähren. Flockenfutter wird ebenfalls gerne angenommen; Frost- und Lebendfutter selbstverständlich auch.

Garra flavatra beim Abweiden von Algenbewuchs.

Fortpflanzung und Zucht

Garra flavatra wird seit 2008 erfolgreich in kommerziellem Rahmen nachgezüchtet, aber auch in Privathand ist die Nachzucht bereits geglückt. Detaillierte Zuchtberichte zu den nötigen Voraussetzungen sind allerdings leider nicht verfügbar.
Die Unterscheidung der Geschlechter ist nicht einfach und vor allem bei Jungtieren nahezu unmöglich. Erwachsene männliche Tiere sind etwas größer als ihre weiblichen Artgenossen und haben eine eckige Kopfform. Die Färbung der männlichen Fische soll kontrastreicher sein.

Fragen und Antworten zum Prachtalgenfresser

Was ist bei der Eingewöhnung zu beachten?

Bitte teste vor dem Einsetzen der Fische unbedingt, ob Deine Wasserwerte den Ansprüchen der Fische entsprechen. Frage vorab den Verkäufer nach etwaigen Besonderheiten.

Mit welchen Fischarten können Prachtalgenfresser vergesellschaftet werden?

Prachtalgenfresser sind friedliche Fische, die in der Regel problemlos mit anderen Fischen vergesellschaftet werden können. Beim Zusammenleben mit Garnelen ist darauf zu achten, dass die Krustentiere über eine ausreichende Größe verfügen. Kleinere Jungtiere und Zwerggarnelen werden von Garra flavatra in der Regel als Futter angesehen und verspeist.

Wie sieht das perfekte Aquarium für Prachtalgenfresser aus?

Das perfekte Aquarium für Prachtalgenfresser ist dem natürlichen Lebensraum der Fische nachempfunden. Der Bodengrund ist sandig-kiesig und mit größeren, abgerundeten Steinen durchsetzt. Es herrscht eine leichte Strömung und ein hoher Sauerstoffgehalt.

Gibt es Besonderheiten?

Prachtalgenfresser können dazu neigen, andere Fische zu putzen. Hier ist darauf zu achten, dass sich die anderen Fische dadurch nicht gestört fühlen und durch die Putzversuche nicht in dauerhaften Stress versetzt werden.
Außerdem solltest Du die Springfreudigkeit von Garra flavatra beachten und für eine Abdeckung Deines Aquarium sorgen.

Für wen eignen sich Prachtalgenfresser?

Prachtalgenfresser sind eher einfach zu haltende Fische und für Aquarianer geeignet, die über Basiswissen im Bereich der Aquaristik verfügen.

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