Steckbrief Kleinohriger Schwimmfarn

In der Aquaristik spielen Schwimmpflanzen nur eine untergeordnete Rolle, denn man sieht von ihnen nicht gerade viel, höchstens das Wurzelwerk. Nur wenn man die Pflanzen von oben sieht, erkennt man auch ihren Wuchs und die unterschiedlichen Blattformen.

Herkunft
Eine Besonderheit unter den auf dem Wasserspiegel schwimmenden Pflanzen bilden Farne, denen man an ihrem Aussehen nicht ansieht, dass es Farne sind, denn sie unterscheiden sich in ihrem Wuchs völlig von den uns geläufigen Landfarnen. Zu ihnen gehören die Angehörigen der Gattung Salvinia, von der hier die Art Salvinia auriculata vorgestellt und im Kölle-Zoo immer wieder angeboten wird. Ihre Pflege ist jedem Aquarianer möglich, wenn er dem Schwimmfarn die aquaristische Umwelt schafft, die er braucht. In der Natur sind die Salvinia-Arten in unterschiedlichen stillen Gewässern zu finden, wie zum Beispiel Seeufern, Altarme von Flüssen oder auch in strömungsarmen Buchten kleinerer Fließgewässer. Hier können sie große Gesellschaften bilden, in denen nicht selten die Einzelpflanzen miteinander verflochten und kaum zu trennen sind.

Pflege
In der Regel gibt es kaum Einzelpflanzen, die aus zwei Schwimmblättern und einem Unterwasserblatt bestehen. Salvinia vergrößert sich allerdings durch ständige Ausläufer, die mit der Mutterpflanze verbunden bleiben. Dabei entwickeln sie eine Eigentümlichkeit, denn das, was wir als Wurzeln unter den beblätterten Trieben ins Wasser hängen sehen, sind umgewandelte Blätter und keine Wurzeln. Mit ihrer Hilfe ernähren sich die Salvinien.

Farne sind Sporenpflanzen, das heißt, sie besitzen keine Blüten sondern vermehren sich geschlechtlich durch sogenannte Sporangien, die unter der Pflanze zwischen den Wasserblättern gebildet werden. Im Aquarium wird man diese Sporangien sehr selten zu sehen bekommen, denn hier vermehrt sich die Salvinia vegetativ durch Ableger. Wer sich Salvinia ins Aquarium holt, sollte ihr möglichst Schwitzwasser von der Deckscheibe ersparen, denn das mögen sie überhaupt nicht. Oben offene Becken sind richtig, also solche, die nicht durch eine Scheibe abgedeckt sind. Wenn das nicht möglich ist, kann man es in der Weise versuchen, dass man die Deckscheibe auf einer Seite ein paar Zentimeter anhebt und verkeilt, so dass sie schräg aufliegt, und so das Schwitzwasser abfließen läßt. Sonst gedeihen sie in allem Aquarienwasser. Salvinien brauchen viel Licht und bilden sich im Sommer kräftiger aus, gehen aber mit abnehmender Helligkeit im Wuchs zurück. Man erkennt das gut, wenn die Schwimmblätter der neu gebildeten Ableger immer flacher und kleiner werden.

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