Steckbrief Wimpelkarpfen

Herkunft

Der Wimpelkarpfen wird auch Fledermausfisch oder -schmerle, Steilflossen-Saugkarpfen oder Dschunken-Schmerle genannt. Er ist eine ursprünglich aus dem chinesischen Fluss Jangtse stammende Art der Saugkarpfen. Er erreicht eine Endgröße von bis zu 40 cm, in Freiheit sogar bis über 60 cm. Aufgrund der zu erwartenden Körpergröße gehören die Tiere definitiv nicht dauerhaft in ein Aquarium. Lediglich Jungtiere können in Aquarien gehalten werden und sollten später in einen geräumigen Teich umsiedeln.

Aussehen

Die Jungtiere des Wimpelkarpfens sind braun gemustert und beeindrucken mit ihrer imposanten wimpelartigen Rückenflosse. Der lang gestreckte Körper völlig ausgewachsener Exemplare weist neben einer anderen Färbung auch eine enorm verkürzte Rückenflosse auf. Sie haben einen weißen Bauch, rote Flanken sowie einen beigefarbenen Rücken mit roten Tupfen.

Lebensweise

Wimpelkarpfen sind ruhige, friedliebende und gesellige Fische, die sich in einer kleinen Gruppe von 5 bis 15 Fischen und in einem Temperaturbereich von 15 – 24°C am wohlsten fühlen. Das Überwintern der Tiere in einem Teich, welcher nicht bis in den Grundbereich gefriert, ist problemlos möglich. Hier finden die Tiere zudem auch bei kalten Witterungen ausreichend Nahrung in Form von Algen und Kleinstlebewesen.
Wimpelkarpfen halten sich hauptsächlich in Bodennähe auf, häufig kann dabei ein Ausruhen der Tiere beobachtet werden, bei dem sie sich zu größeren Gruppen zusammenschließen und sich teilsweise sogar – eigentlich fischuntypisch – auf die Seite legen. Aufgrund ihrer Futtervorlieben für Algen (besonders Fadenalgen) erfreuen sich Wimpelkarpfen unter Teichbesitzern zunehmender Beliebtheit. Seerosen und andere Teichpflanzen werden von den Fischen übrigens nicht angefressen. Wimpelkarpfen können bis zu 25 Jahre alt werden.

Ernährung

Auf dem Speiseplan stehen bei den Wimpelkarpfen neben Algen natürlich auch Flocken- und Pelletfutter (z.B. sinkendes Störfutter) sowie Wasserinsekten. Agilere Teichmitbewohner können ihnen übrigens das Futter streitig machen, dies sollte man beim Tierbesatz und der Vergesellschaftung beachten.

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