Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Antennenwels

FAMILIE:
Harnischwelse, Loricariid
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Ancistrus
VORKOMMEN:
Südamerika in unterschiedlichen Gewässerformen
GRÖSSE:
Bis 15 cm
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 18 - 28°C
pH-Werte:
Um 7,0
Wasserhärte:
Bis 25°dGH
Pflege:
Einfach, auch in Gesellschaftaquarien, anspruchslos, Versteckmöglichkeiten sind wichtig
NAHRUNG:
Vor allem Pflanzen, Algen, überbrühten Salat und Kohl, Kohlrabischeiben, geschälte Mohrrüben, Flocken- und Tablettenfutter, Tubifex, Wasserflöhe (auch tote), Tiefkühlkost

Der Antennenwels (Ancistrus) gehört zu den Harnischwelsen. Ihren deutschen Namen verdanken diese südamerikanischen Harnischwelse den Auswüchsen auf dem Vorderkopf, die bei den Männchen wie ein Bart aussehen.

Herkunft

Das Vorkommensgebiet des Antennenwelses erstreckt sich vom nördlichen Südamerika bis zum Stromgebiet des Rio de la Plata in Argentinien. Seine Habitate sind vielfältig, sie reichen von schnell strömenden Flüssen bis zu stehenden Gewässern.

Merkmale

Der Antennenwels hat eine dunkelbraune Körperfärbung mit helleren Punkten auf dem Körper und helleren Steifen an ihren Flossen. Sein unterständiges großes Saugmaul ist sehr charakteristisch für ihn. Mit diesem raspelt er unermüdlich Algen von harten Untergründen ab und hält so ganz nebenbei die Scheiben des Aquariums sauber. Er ist dämmerungsaktiv. Zwar sieht man sie zeitweilig auch am Tage, aber richtig munter werden sie erst am späten Nachmittag. Bis dahin verbergen sie sich gern in höhlenartigen Verstecken oder auch nur im Hintergrund des Aquariums hinter Steinen oder Moorkienholzwurzeln.
Die Unterscheidung der Geschlechter ist relativ einfach, denn das Männchen hat an seinem Kopf geweihähnliche Fortsätze. Diese Fortsätze sehen ein bisschen aus wie Antennen, diese haben ihm auch seinen Namen gegeben. Das Weibchen hat nur sehr kleine Fortsätze. Das Männchen bildet Reviere und da der Antennenwels kein Gruppenfisch ist, kann man ihn auch in Einzelhaltung pflegen.

Fortpflanzung

Der Antennenwels ist ein sogenannter Höhlenbrüter. Nach der Befruchtung kümmert sich das Männchen um die Brutpflege in dem er den Laich bewacht und das Gelege bis zum Schlüpfen befächelt. Sobald die Jungen schwimmfähig sind, entweichen sie bald der väterlichen Fürsorge und machen sich selbständig. Jungtiere können noch eine weiße Pünktchenzeichnung auf dem Körper zeigen. Der Antennenwels ist bei der Fortpflanzung sehr produktiv, deswegen sollte man sich gut überlegen ein Pärchen zu halten.

Haltung

Im Aquarium erreicht der Antennenwels eine Länge bis zu 15 cm, ist aber schon halbwüchsig geschlechtsreif. Er benötig nicht viel Schwimmraum, aber er sollte möglichst viele röhrenartige Verstecke, wie etwa Bambus oder Tonröhren haben, die man so einbringt, dass man in diese hineinsehen kann, um den Antennenwels zu kontrollieren. Er kommt mit weichem bis sehr hartem Wasser super klar.

Ernährung

Der Antennenwels ist ein Pflanzenfresser, der sich neben Algen auch von Fasern ernährt, diese holt er sich von Wurzeln. Aus diesem Grund muss mindestens eine echte Hochwurzel im Aquarium sein. Wenn nicht genügend Algenaufwuchs vorhanden ist, geht er an die Aquarienpflanzen. Er raspelt die Blätter ab, so dass dann nur noch ein völlig durchscheinendes Gerippe zurückbleibt. Als Ersatznahrung kann man ihm überbrühten Salat, Chinakohl, angedrückte Erbsen und Futtertabletten anbieten, aber er nimmt auch tote Wasserflöhe und sauber gespülte Tubifex an.

Zum Steckbrief

Weitere Artikel
Steckbrief Punktierter Panzerwels

Steckbrief Punktierter Panzerwels

Dieser Panzerwels gehört schon seit seiner Ersteinführung 1893 zum eisernen Bestand unserer Aquarienfische. Seine Heimat liegt im südöstlichen Brasilien und im La-Plata-Gebiet. weiterlesen »
Steckbrief Brabantbuntbarsch

Steckbrief Brabantbuntbarsch

Einer der bekanntesten und beliebtesten Tanganjikasee-Buntbarsche ist der Brabantbuntbarsch (Tropheus duboisi "Maswa"). Besonders begeistert sein fantastisches Jugendkleid, bei welchem die vielen weißen Pünktchen eine Assoziation an Korallenfische weckt. Adulte (ausgewachsene) Tiere besitzen hingegen einen blauen Kopf und oftmals eine breite gelbe Binde, welches ein Qualitätsmerkmal darstellt. weiterlesen »
Steckbrief Rotfeuerfisch

Steckbrief Rotfeuerfisch

Rotfeuerfische (Pterois volitans) fallen in jedem Meeresaquarium sofort auf. Aber Achtung: Rotfeuerfische sind giftig! Das trifft auf seine gesamte Verwandtschaft zu. An der Basis seiner Rückenflossenstacheln besitzt er Giftdrüsen, die ihren Inhalt entlang der Stachelstrahlen entleeren, wenn der Strahl angedrückt wird. Das kann beim Hantieren im Aquarium passieren, wenn man nicht sorgfältig arbeitet. Dann muss man sofort einen Arzt aufsuchen! weiterlesen »
Steckbrief Kupfersalmler

Steckbrief Kupfersalmler

Der Kupfersalmler (Hasemania nana) gehört zu den hübschesten Aquarienbewohner, der in jedem gut bepflanzten Becken auffällt. Vor allem durch seine weißen Spitzen an den Rücken-, After- und Schwanzflosse. In der Literatur findet man den Fisch unter verschiedenen Namen. Wenn man über ihn nachlesen möchte, dann suche man auch unter Hasemania marginata und Hemigrammus nanus. weiterlesen »
Steckbrief Schwarzer Neon

Steckbrief Schwarzer Neon

Der Schwarze Neon ist ein Schwarmfisch, welcher mit den eigentlichen Neonsalmlern nur weitläufig verwandt ist. An das Wasser im Pflegeaquarium stellt der Schwarze Neon keine besonderen Ansprüche und ernährt sich von allem, was fressbar ist. Daher ist er auch sehr gut für Anfänger geeignet. weiterlesen »
Steckbrief Kirschflecksalmler

Steckbrief Kirschflecksalmler

Der Kirschflecksalmler (Hyphessobrycon erythrostigma), oder auch Perez-Tetra genannt, fällt mit dem kirschroten Fleck auf den Schultern und seiner rötlicher Körpergrundfärbung und der scheibenförmigen Gestalt in jedem Aquarium auf. Das gilt besonders dann, wenn man eine kleine Gruppe von sechs bis acht Tieren pflegt. Kirschflecksalmler sind auch in der Natur Schwarmfische, die in langsam fließenden Gewässern leben. weiterlesen »
Steckbrief Paradiesfisch

Steckbrief Paradiesfisch

Der Paradiesfisch (Macropodus opercularis) ist ein Labyrinthfisch, der relativ leicht zu pflegen und sehr farbenprächtig ist. Zu seinem natürlichen Lebensraum gehören Teile von Korea, China und Vietnam. Hier ist er in flachen, stehenden und langsam fließenden Gewässern mit viel Pflanzenbewuchs oder auch in überfluteten Reisfeldern zu finden. weiterlesen »
Steckbrief Zebrabärbling

Steckbrief Zebrabärbling

Der Zebrabärbling ist ein so genannter Anfängerfisch, der selbst in dicht bepflanzten Aquarien nicht zu übersehen ist, denn wenn er sich wohl fühlt, ist er ständig auf Achse und zwängt sich auch zwischen geringste Abstände von Wasserpflanzen. Wer viel Spaß haben will, sollte sich stets eine Gruppe von mindestens sechs bis zehn Exemplaren ins Aquarium setzen. weiterlesen »
Steckbrief Keilfleckbarbe

Steckbrief Keilfleckbarbe

Die Keilfleckbarbe (Rasbora heteromorpha) gehört zu den schönsten Aquarienfischen seit ihrer Ersteinführung 1906. Sie wird auch Keilfleckrasbora genannt. Ihr lateinischer Artname weist darauf hin, dass der Fisch von der Körpergestalt der übrigen Rasbora abweicht, denn sie ist nicht rundlich und langgestreckt, sondern hat eher eine hochrückige Körperform, also hetero (= verschieden) und morpha (= Gestalt). weiterlesen »
Steckbrief Kirschblatt

Steckbrief Kirschblatt

Zu den empfehlenswertesten, wuchsfreudigsten und hübschesten Pflanzen für Aquarien gehört der dekorative Kirschblatt-Wasserfreund, Hygrophila corymbosa, aus Südostasien in seinen verschiedenen Wuchsformen, denen man je nach Autor eigene Namen gegeben hat. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.