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Steckbrief Erbsenkugelfisch

FAMILIE:
Tetraodontidae
ART:
Carinotetraodon travancoricus
URSPRUNGSGEBIET:
Südwestliches Indien und Sri Lanka, in schattigen, verkrauteten Bereichen fließender und stehender Gewässer
GRÖSSE:
Maximal 3,5 cm
PFLEGE:
In Becken ab 54 l mit teils dichter Bepflanzung, freiem Schwimmraum und Laubschicht am Boden
WASSERTEMPERATUR:
22 – 28 °C
PH-WERT:
6,8 – 8,3
WASSERHÄRTE:
5 – 25 ° GH
VERHALTEN:
Tagaktiv, teils aggressiv gegenüber anderen Fischen
NAHRUNG:
Benötigt dauerhaft hartschalige Nahrung wie Schnecken, zusätzlich anderes Lebend- u. Frostfutter
BESONDERHEITEN:
Die Zähne wachsen lebenslang, die Augen können unabhängig voneinander bewegt werden und der Erbsenkugelfisch kann hervorragend rück- und seitwärts schwimmen.

Mit pausenlos kreisenden Propellern fliegt der kleine bauchige Hubschrauber durch den grünen Dschungel, manövriert geschickt um Hindernisse und verharrt plötzlich auf der Stelle. Getarnt im Pflanzendickicht schleicht sich das gefährliche Raubtier an sein ahnungsloses Opfer an, nutzt jede Deckung und spannt sich vor dem tödlichen Stoß. Zwei Stories, eine Situation: Ein Erbsenkugelfisch auf Schneckenjagd im Aquarium ist beides: Ulkig anmutende Knutschkugel und effizienter Raubfisch. Bei genauerer Betrachtung outet sich jede seiner Veränderungen gegenüber der klassischen Fischgestalt als perfekte Anpassung an seine Lebensweise. Folge uns in die Welt eines der kleinsten und aquarientauglichsten Vertreter seiner Familie mit Spitznamen „Erbse“, eines Sympathieträgers mit Personality und der ein oder anderen Eigenheit.

Herkunft

Der Erbsenkugelfisch stammt aus den südwestlichen Regionen Indiens und kommt außerdem auf der dem Südzipfel Indiens vorgelagerten Insel Sri Lanka vor. Er lebt in sehr unterschiedlichen Gewässern, von kleinen Bächen über breite Flüsse bis hin zu Seen, besiedelt aber stets das gleiche Habitat: Der Erbsenkugelfisch bevorzugt schattige Zonen mit starkem Pflanzenwuchs und einer Laubschicht am Gewässerboden, die viele Versteckmöglichkeiten und entsprechende Nahrung für den Kugelfisch bieten.

Verhalten

Wie alle Kugelfische sind auch Erbsenkugelfische vor allem eines: Individualisten. Das bedeutet leider, dass Erfahrungen, die Du mit dem Verhalten eines Exemplars gesammelt hast, sich nicht immer auf den nächsten Vertreter derselben Art übertragen lassen. Das heißt aber auch, dass die Pflege von Erbsenkugelfischen immer wieder Überraschungen bietet und nie langweilig wird.

Erbsenkugelfische sind fast den ganzen Tag aktiv und schwimmen in dem ihnen eigenen gemächlichen Tempo auf der Suche nach Fressbarem, besonders kleinen Schnecken, durch alle Wasserschichten. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen – wenn sie im Freiwasser Futter entdecken, einen Artgenossen oder auch einen anderen Fisch verjagen wollen, können sie blitzschnell durch das Aquarium schießen. Hat der Kugelfisch Hunger und der andere Fisch das Pech, unvorsichtig oder zu langsam zu sein, so fehlt ihm möglicherweise nach der Attacke ein Stückchen Flossengewebe – oder die „Erbse“ hat ihm gar mit seinem scharfen „Papageienschnabel“ ein kleines Loch in den Körper gebissen. Dieser „Schnabel“ besteht aus den zu großen Zahnplatten verschmolzenen Zähnen des Kugelfischs – perfekt geeignet, um die harte Schneckenschale seiner Lieblingsnahrung zu zerbeißen.

Allerdings ist eben nicht jeder Erbsenkugelfisch ein aggressiver Griesgram. Die Verträglichkeit steht und fällt außerdem mit dem Ernährungszustand des Kugelfisches. Sind stets genügend kleine Schneckchen im Aquarium vorhanden und erhält er außerdem bei den täglichen Fütterungen geeignete Nahrung (Mückenlarven gehen fast immer, Flocken werden nur von manchen Exemplaren akzeptiert), so hält sich sein Interesse an den Mitbewohnern meist in Grenzen. Aber eben nur meistens, denn wie schon erwähnt: Jeder Kugelfisch ist anders. Wenn er Dich dann aber aus seinen strahlend blauen Augen anschaut, die noch dazu unabhängig voneinander die Umgebung beobachten und das Pflanzendickicht besonders effektiv nach Fressbarem scannen können, dann ist alles Ungemach sofort vergessen und Du verliebst Dich aufs Neue in Deinen Unterwasserhubschrauber.

Beim Schwimmen hält er seine Schwanzflosse oft nicht aufgespannt wie viele andere Fische, sondern leicht zusammengelegt. Dadurch kann der Eindruck entstehen, er würde aus Unwohlsein die „Flossen klemmen“. Der Grund dafür ist sein ungewöhnliches Schwimmverhalten: Der Hauptantrieb beim Schwimmen erfolgt bei Kugelfischen durch die Rücken- und Afterflosse, während die Schwanzflosse nur für Richtungsänderungen zuständig ist. Dadurch erinnert das Schwimmverhalten des Erbsenkugelfischs tatsächlich oft an einen agilen Hubschrauber – vorwärts oder rückwärts schwimmen, auf dem Fleck wenden und in jede Richtung steuern, das alles ist für den Kugelfisch kein Problem.

Fischgerechte Unterbringung und Pflege

Zur Pflege eines Erbsenkugelfischs sind Aquarien ab 56 Liter ausreichend. Möchtest Du mehrere Exemplare pflegen, so sollte das Aquarium größer und vor allem mit Wasserpflanzen und Dekorationsgegenständen sehr gut strukturiert sein, so dass die Tiere einander nicht permanent sehen müssen und sich auch einmal aus dem Weg gehen können. Der verwendete Bodengrund sollte (wie bei allen Fischen) nicht scharfkantig sein, darüber hinaus stellt der Erbsenkugelfisch keine weiteren Anforderungen an den verwendeten Kies oder Sand, da sich „Erbsen“ im Unterschied zu manchen größeren Kugelfischverwandten nicht im Bodengrund eingraben. Auf dem Bodengrund liegende Seemandelbaumblätter oder getrocknetes Eichenlaub bieten eine sehr natürliche Optik und werden als Deckung bei der Jagd auf Schnecken genutzt.

Die Bepflanzung sollte üppig ausfallen, um Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, gleichzeitig aber im vorderen Bereich ausreichend Schwimmraum freilassen. Da bei der Schneckenjagd von der falschen Seite eines Wasserpflanzenblattes schon einmal ein Loch in das Blatt gebissen wird, sollten keine allzu empfindlichen Aquarienpflanzen zum Einsatz kommen. Sowohl schnellwüchsige Stängelpflanzen wie Wasserpest oder Wasserfreund als auch relativ hartblättrige Aquarienpflanzen wie Speerblatt, Javafarn oder Vallisnerien kommen dauerhaft mit den Beschädigungen durch eine oder wenige Erbsenkugelfische aber gut zurecht.

Ein Aquarium für Erbsenkugelfische sollte vielfältige Strukturen bieten.

Erbsenkugelfische stellen keine großen Ansprüche an die Wasserwerte. Sie kommen mit Temperaturen von 22 bis 28 °C bei fast beliebiger Härte zwischen 5 und 25 ° GH aus und können sowohl bei saurem als auch alkalischem pH-Wert gepflegt werden (pH 6,8 – 8,3). Regelmäßige Teilwasserwechsel sorgen dafür, dass keine zu hohe Keimbelastung im Aquarium entsteht und tragen ebenso wie eine leistungsstarke Filterung zum Wohlbefinden der Kugelfische bei – allerdings sollte die Wasserströmung für die kleinen Hubschrauber nicht zu stark sein, da sie sonst viel Energie aufwenden müssen, um dauerhaft dagegen anzuschwimmen und zum Abmagern neigen.

Ernährung

Erbsenkugelfische sind bei der Ernährung recht wählerisch. Sie bevorzugen lebende Schnecken, wobei sie bei kleinen Exemplaren das ganze Schneckenhaus mit ihren kräftigen Schneidezähnen zerbeißen und dann den schmackhaften Weichkörper der Schnecke fressen und versehentlich aufgenommene Schalenstücke wieder ausspucken. Größere Schnecken versuchen sie aus der Schale zu ziehen oder beißen ihnen in Fühler und Kopfbereich, bis die Schnecke tot ist. In der Regel werden auch lebende oder gefrorene Mückenlarven, Wasserflöhe, Artemia Salzkrebschen und andere Futterorganismen gefressen; manche Exemplare lassen sich auch an Futterflocken oder Pellets gewöhnen.

Erbsenkugelfische (links ein Weibchen) nehmen zusätzlich zu Schnecken gerne Mückenlarven an.

Aber dieses Futter reicht für die dauerhafte Gesunderhaltung eines Kugelfisches nicht aus: Da die Vorderzähne – ähnlich wie bei Kaninchen – lebenslang wachsen, müssen sie durch das regelmäßige Zerbeißen von Schneckenhäusern abgenutzt werden. Findet der Kugelfisch keine hartschalige Nahrung, so werden die Schneidezähne immer länger, bis er irgendwann kein Futter mehr zu sich nehmen kann und elendig verhungert.

Übrigens: Werden die Zähne bei einem großen Kugelfisch in Zoos und Schauaquarien zu lang, kommt der Zootierarzt und schleift die Zähne unter Narkose ab. Das funktioniert beim winzigen Erbsenkugelfisch leider nicht. Kannst Du also nicht sicherstellen, dauerhaft ausreichend Schnecken für Deinen Kugelfisch zur Verfügung zu haben, so solltest Du auf die Haltung verzichten.

Fortpflanzung und Zucht

Die Zucht von Erbsenkugelfischen kann im Aquarium gelingen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die beiden wichtigsten sind ein separates Aquarium zur Aufzucht der Jungfische und geeignetes Lebendfutter als Erstnahrung für die geschlüpften Larven. Wenn Du bereit bist, diesen im Vergleich zu den meisten Lebendgebärenden höheren Aufwand zu betreiben, steht einem Zuchtversuch nichts in Weg.

Zunächst solltest Du die Fische in Laichkondition bringen; das gelingt am besten mit reichhaltiger Fütterung bestehend aus roten und schwarzen Mückenlarven sowie vielen kleinen Schnecken. Ist das Weibchen dann noch rundlicher als normal, kann es losgehen. Erhöhe die Temperatur in den oberen Wohlfühlbereich Deiner Erbsenkugelfische; 27 – 28 °C sind gut geeignet, um die Fische in Laichstimmung zu bringen. Das Männchen beginnt, das Weibchen zu treiben; diese Jagd kann recht wild vonstattengehen und durchaus zu Flossenschäden bei den Tieren führen. Du kannst die Situation für das Weibchen entspannen, indem Du ein Männchen mit mehreren Weibchen vergesellschaftest, damit sich seine Aufmerksamkeit verteilt. Manche Züchter haben auch gute Erfahrungen mit mehreren Männchen bei deutlichem Weibchenüberschuss in der Zuchtgruppe gemacht.

Wie erkennst Du Männchen und Weibchen überhaupt? Bei noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren ist eine Unterscheidung leider gar nicht möglich. Wenn die Tiere mit ca. 5 Monaten die Geschlechtsreife erlangen, gibt es eine Reihe von Merkmalen, die aber nicht immer leicht zu erkennen sind. Männchen bekommen häufig einen gelben Bauch, den beim Balzen noch ein schwarzer Längsstrich ziert, während die Unterseite der Weibchen eher weißlich gefärbt ist. Beide Geschlechter tragen in der oberen Körperhälfte dunkle Flecken. Der Rücken beim Weibchen erscheint aber zusätzlich, als hätte es Sommersprossen, während beim Männchen keine feinen Tüpfel vorhanden sind. Um die Augen erscheinen bei geschlechtsreifen Männchen helle Streifen, die wie Falten aussehen. Imponierende Männchen können einen winzigen Kamm am Rücken aufstellen und wirken dann seitlich leicht abgeflacht.

Geschlechtsreife Männchen des Erbsenkugelfischs haben oft helle Linien um die Augen.

Zum Ablaichen suchen die Kugelfische feinfiedrige Pflanzen wie Haarnixe (Cabomba) oder verschiedene Aquarienmoose (Javamoos, Weeping Moss), zwischen denen die Eier abgegeben und befruchtet werden. Pro Laichvorgang wird von jedem Weibchen nur eine geringe Anzahl Eier – meist unter 10 – hervorgebracht, aber die Fische können bei guter Fütterung über einen längeren Zeitraum täglich ablaichen. Die nur ungefähr 1 mm kleinen Eier haften nicht an den Wasserpflanzen und sind ebenso wie die nach etwa 5 Tagen schlüpfenden Larven gefährdet, von den Eltern und anderen Fischen gefressen zu werden. Daher empfiehlt es sich, die Eier täglich mit einem dünnen Schlauch oder einer Pipette vorsichtig abzusaugen. Aufgrund der geringen Größe der durchsichtigen Eier kannst Du auch einfach großflächig unter den Laichplätzen „staubsaugen“ und so die Eier in das Aufzuchtbecken überführen.

Das Aufzuchtbecken sollte mit Wasser aus dem Zuchtaquarium gefüllt sein und die gleiche Wassertemperatur aufweisen. Entferne bis zum Schlupf täglich unbefruchtete weiße oder verpilzte Eier, um ein Übergreifen auf den kompletten Laich zu vermeiden. Ein luftbetriebener Schwammfilter verhindert das angesaugt werden der geschlüpften Larven und bietet eine große Besiedlungsfläche für Mikroorganismen, die von den Babyfischen zusätzlich abgeweidet werden können. Als Erstnahrung eignen sich Mikrowürmchen, die nach einer Woche für die etwas gewachsenen Larven durch Artemianauplien ergänzt werden können. Nach einem Monat können die Jungfische zum Speiseplan der Eltern übergehen und gefrorene Mückenlarven und winzige Schnecken fressen. In diesem Alter kann es auch vorkommen, dass größere Exemplare beginnen, ihre kleineren Geschwister zu jagen und zu fressen. In diesem Fall solltest Du die Jungfische nach Größe auf mehrere Becken sortieren.

Tipp: Auch Lebendfutter lässt sich mit einem Vitaminpräparat aufwerten, indem Du die Futtertiere mit wenig Wasser und einigen Tropfen Vitaminen für eine Stunde in den Kühlschrank stellst. Das Vitaminpräparat wird von den Futtertieren aufgenommen und legt sich außerdem um ihren ganzen Körper, so dass die Fischlarven (aber auch größere Fische) dann bei der Fütterung die Vitamine automatisch mit aufnehmen.

Fragen und Antworten zum Erbsenkugelfisch

In meinem Aquarium sind zu viele Schnecken. Kann ich den Erbsenkugelfisch als Schneckenfresser einsetzen?

Wenn Dein Aquarium mindestens 200 l fasst und eine dichte Bepflanzung aufweist, in deren Schutz immer neue Schnecken heranwachsen können, so ist der Erbsenkugelfisch eine geeignete Wahl, um die Schneckenpopulation dauerhaft im Rahmen zu halten. Kleinere Aquarien sind dank der „Erbse“ aber schnell schneckenfrei, und dann musst Du zur Gesunderhaltung Deines Kugelfisches sogar Schnecken zukaufen oder in einem zweiten Becken züchten. Als reiner Schneckenvertilger ist der Erbsenkugelfisch aus diesem Grund nicht empfehlenswert. Setze stattdessen je nach Beckengröße lieber die Raumturmdeckelschnecke oder kleinere Schmerlen wie die Schachbrett-, Streifen- oder Zebraschmerle ein, da diese Arten sich auch auf Dauer ohne Schneckennahrung pflegen lassen.

Was ist bei der Eingewöhnung zu beachten?

Bei hoher Keimbelastung im Aquarium kann der Erbsenkugelfisch empfindlich reagieren; sorge also vor dem Einsetzen rechtzeitig für einen größeren Teilwasserwechsel und eine eventuell nötige Filterreinigung. Erbsenkugelfischen können anfangs in neuer Umgebung recht schüchtern sein; achte darauf, dass sie genügend Futter abbekommen, da sie sonst schnell abmagern könnten. Viele kleine Schnecken im Aquarium sind die ideale Vorratsnahrung in der Eingewöhnung.

Mit welchen Fischarten kann der Erbsenkugelfisch vergesellschaftet werden?

Die Vergesellschaftung von Erbsenkugelfischen kann trotz ihres knuffigen Aussehens und der geringen Größe eine Herausforderung sein. Artgenossen werden nicht immer akzeptiert (und bei Jungtieren sind die Geschlechter oft nicht eindeutig zu erkennen), zu kleine oder langsame Fische werden in manchen Fällen drangsaliert, schnelle oder größere Fische können den „Erbsen“ aber das Futter streitig machen oder für die kleinen Kugelfische selbst gefährlich werden. Gepanzerte Bodenfische wie Welse werden aber meistens ignoriert. Vorsicht bei Garnelen: Kleinere Exemplare werden verspeist, und selbst vor einer ausgewachsenen Amanogarnele wird der kleinere Erbsenkugelfisch nicht zurückschrecken, sondern ihr ggf. Antennen oder Beine abbeißen.

Wie sieht das perfekte Aquarium für Erbsenkugelfische aus?

Das Aquarium für Erbsenkugelfische sollte ihrer natürlichen Umgebung nachempfunden sein: Dichte Pflanzenbestände, Moose als Laichplatz und Seemandelbaumblätter auf dem Bodengrund bieten vielfältige Strukturen für die kleinen Schneckenräuber.

Sind Zwergkugelfische giftig?

Diese Frage lässt sich derzeit nur mit einem „Vielleicht“ beantworten. Manche im Meer lebende Kugelfischarten sind passiv hochgiftig, d. h. sie geben zwar nicht aktiv Gift ab wie Schlangen oder Skorpione, können aber beim Verzehr über das in ihren Organen enthaltene Gift zu schweren Schädigungen führen. Da sie das Gift aber wohl nicht selbst erzeugen, sondern dieses von mit der Nahrung aufgenommenen Bakterien produziert wird, sind in Menschenobhut gezüchtete Kugelfische weniger bis gar nicht mehr giftig. Beim Erbsenkugelfisch kommt hinzu, dass er aufgrund seiner geringen Größe nicht für den menschlichen Verzehr in Frage kommt, und selbst, wenn ein Zwergkugelfisch im Aquarium gefressen wird, seinem Fressfeind in der Regel kein Schaden zugefügt wird. Stirbt ein Zwergkugelfisch im Aquarium, so zersetzt sich das möglicherweise im Körper enthaltene Gift sehr schnell und kann auch hier nicht zu Vergiftungserscheinungen der übrigen Aquarienbewohner führen (Achtung, das entstehende Ammoniak und Nitrit aber schon, also entferne tote Fische immer schnellstmöglich aus dem Becken!).

Gibt es weitere Besonderheiten?

Während sich manche Kugelfische aus dem Meerwasser aufblasen können, ist der kleine Erbsenkugelfisch dazu nicht in der Lage. Seine lebenslang nachwachsenden Zähne benötigen hartschalige Nahrung wie Schnecken, um sich abzunutzen.

Für wen eignen sich Erbsenkugelfische?

Du pflegst gerne Fische mit Personality? Fische, die auch einen Namen bekommen und Dich neugierig durch die Aquarienscheibe beobachten, während Du sie betrachtest? Du bist bereit, auch einen etwas höheren Aufwand für Deine Lieblinge zu treiben und ihnen ihre lebensnotwendige Schneckennahrung zu besorgen? Dann können Erbsenkugelfische in Dein Aquarium einziehen. Die Mitarbeiter in der Aquaristik-Abteilung Deines Kölle Zoo Marktes helfen Dir gerne bei der Auswahl Deiner Unterwasserhubschrauber!

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