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Steckbrief Feuerschwanz

FAMILIE:
Karpfenfische, Cyprinidae
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Epalzeorhynchus bicolor
VORKOMMEN:
Mittelthailand
GRÖSSE:
Bis ca. 15 cm
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 22 - 26°C
pH-Werte:
6,0 - 7,0
Wasserhärte:
Bis 18°dGH
Pflege:
Nicht schwierig, man muss aber im Gesellschaftsaquarium für Unterstände sorgen
NAHRUNG:
Allesfresser, sucht auch im Aufwuchs. Flockenfutter, Gefrierkost, Tabletten und Lebendfutter

Es gibt nur wenige Süßwasserfische, die einen derart starken Farbkontrast auf ihrem Körper zeigen, wie der Feuerschwanz (Epalzeorhynchus bicolor), der in der Literatur noch unter seinem früheren Namen Labeo bicolor zu finden ist. Es ist also kein Wunder, wenn ein Aquarianer diesen Fisch im Kölle Zoo zum ersten Mal sieht, dass er ihn in seinem Aquarium pflegen möchte. Allerdings muss er eine wichtige Eigenheit des Feuerschwanzes wissen, nämlich dass er mitunter unverträglich gegenüber Artgenossen ist.

Herkunft

Der Feuerschwanz kommt ursprünglich aus Mittelthailand. Er fühlt sich in mittleren und unteren Wasserregionen nahe einer dichten Bepflanzung am wohlsten. Seine Nahrung sucht er am Boden.

Merkmale

Mit seiner typischen Karpfenform und den großen dreieckigen Flossen ist der Feuerschwanz ein echter Hingucker im Aquarium. Vor allem die Männchen fallen durch ihren komplett schwarzen Körper und ihrer rotleuchtenden Schwanzflosse auf. Seine Augen sind tiefschwarz und in seinem Maul befinden sich zwei Paar kleine Barteln. Die Konturen seiner Schuppen sind, typisch für einen Karpfenfisch, gut erkennbar. Der weibliche Feuerschwanz ist blasser gefärbt und ist runder geformt.
Als Jungfisch hat er noch nicht den samtschwarzen Körper, sondern ist eher grauschwarz und auch die Flossenfärbung ändert sich noch, denn die weiße Spitze der Rückenflosse der Jungfische geht verloren; die Rückenflosse wird genauso schwarz wie der Körper. Ab der 7. Lebenswoche färbt sich die Schwanzflosse rot.

Eigenschaften

Der Feuerfisch ist ein Einzelgänger. Er bildet Reviere, die er gegen jeden Störenfried verteidigt. Wenn er sich aufregt, dann kann das leuchtende Rot der Schwanzflosse verblassen. Ist sie dauerhaft schwach gefärbt, dann befindet sich der Feuerschwanz in einer permanenten Stresssituation, die behoben werden muss.
Solange er jung und nur wenige Zentimeter lang ist, macht sich diese Unverträglichkeit gegenüber Artgenossen nicht so stark bemerkbar, aber wenn die Exemplare dann geschlechtsreif sind, kann es in manchen Fällen hart werden. Es ist also zu empfehlen, nur ein einzelnes erwachsenes Exemplar zu pflegen, das man auch im Gesellschaftsbecken mit anderen Arten vergesellschaften kann. Auch in seinen Heimatgewässern im mittleren Thailand ist er eher ein Einzelgänger.

Haltung

Ein geräumiger Schwimmraum muss unbedingt vorhanden sein. Zur Pflege sollte man auf jeden Fall für Unterstände sorgen, die Feuerschwänze gern aufsuchen und als Zentrum ihres möglichen Reviers betrachten. Als Pflegeaquarium sollte man eines mit mindestens 100 cm vorderer Kantenlänge besitzen, das dem Feuerschwanz Möglichkeiten zum Ausschwimmen bei seinen Ausflügen ermöglicht. Neben einer schönen Bepflanzung eignen sich auch Moorkienholzwurzeln als Dekoration. Der Feuerschwanz mag eher weiches Wasser mit einer Temperatur von 22 bis 26°C.

Ernährung

Als Futter kann man dem Feuerschwanz vom Lebendfutter aller Art bis verschiedenes Flocken-, Tabletten- oder Gefrierfutter anbieten.

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