Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Feuerschwanz

Es gibt nur wenige Süßwasserfische, die einen derart starken Farbkontrast auf ihrem Körper zeigen, wie der Feuerschwanz (Epalzeorhynchus bicolor), der in der Literatur noch unter seinem früheren Namen Labeo bicolor zu finden ist. Es ist also kein Wunder, wenn ein Aquarianer diesen Fisch im Kölle Zoo zum ersten Mal sieht, dass er ihn in seinem Aquarium pflegen möchte. Allerdings muss er eine wichtige Eigenheit des Feuerschwanzes wissen, nämlich dass er mitunter unverträglich gegenüber Artgenossen ist.

Herkunft

Der Feuerschwanz kommt ursprünglich aus Mittelthailand. Er fühlt sich in mittleren und unteren Wasserregionen nahe einer dichten Bepflanzung am wohlsten. Seine Nahrung sucht er am Boden.

Merkmale

Mit seiner typischen Karpfenform und den großen dreieckigen Flossen ist der Feuerschwanz ein echter Hingucker im Aquarium. Vor allem die Männchen fallen durch ihren komplett schwarzen Körper und ihrer rotleuchtenden Schwanzflosse auf. Seine Augen sind tiefschwarz und in seinem Maul befinden sich zwei Paar kleine Barteln. Die Konturen seiner Schuppen sind, typisch für einen Karpfenfisch, gut erkennbar. Der weibliche Feuerschwanz ist blasser gefärbt und ist runder geformt.
Als Jungfisch hat er noch nicht den samtschwarzen Körper, sondern ist eher grauschwarz und auch die Flossenfärbung ändert sich noch, denn die weiße Spitze der Rückenflosse der Jungfische geht verloren; die Rückenflosse wird genauso schwarz wie der Körper. Ab der 7. Lebenswoche färbt sich die Schwanzflosse rot.

Eigenschaften

Der Feuerfisch ist ein Einzelgänger. Er bildet Reviere, die er gegen jeden Störenfried verteidigt. Wenn er sich aufregt, dann kann das leuchtende Rot der Schwanzflosse verblassen. Ist sie dauerhaft schwach gefärbt, dann befindet sich der Feuerschwanz in einer permanenten Stresssituation, die behoben werden muss.
Solange er jung und nur wenige Zentimeter lang ist, macht sich diese Unverträglichkeit gegenüber Artgenossen nicht so stark bemerkbar, aber wenn die Exemplare dann geschlechtsreif sind, kann es in manchen Fällen hart werden. Es ist also zu empfehlen, nur ein einzelnes erwachsenes Exemplar zu pflegen, das man auch im Gesellschaftsbecken mit anderen Arten vergesellschaften kann. Auch in seinen Heimatgewässern im mittleren Thailand ist er eher ein Einzelgänger.

Haltung

Ein geräumiger Schwimmraum muss unbedingt vorhanden sein. Zur Pflege sollte man auf jeden Fall für Unterstände sorgen, die Feuerschwänze gern aufsuchen und als Zentrum ihres möglichen Reviers betrachten. Als Pflegeaquarium sollte man eines mit mindestens 100 cm vorderer Kantenlänge besitzen, das dem Feuerschwanz Möglichkeiten zum Ausschwimmen bei seinen Ausflügen ermöglicht. Neben einer schönen Bepflanzung eignen sich auch Moorkienholzwurzeln als Dekoration. Der Feuerschwanz mag eher weiches Wasser mit einer Temperatur von 22 bis 26°C.

Ernährung

Als Futter kann man dem Feuerschwanz vom Lebendfutter aller Art bis verschiedenes Flocken-, Tabletten- oder Gefrierfutter anbieten.

FAMILIE:
Karpfenfische, Cyprinidae
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Epalzeorhynchus bicolor
VORKOMMEN:
Mittelthailand
GRÖSSE:
Bis ca. 15 cm
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 22 - 26°C
pH-Werte:
6,0 - 7,0
Wasserhärte:
Bis 18°dGH
Pflege:
Nicht schwierig, man muss aber im Gesellschaftsaquarium für Unterstände sorgen
NAHRUNG:
Allesfresser, sucht auch im Aufwuchs. Flockenfutter, Gefrierkost, Tabletten und Lebendfutter
Weitere Artikel
Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Zu den am einfachsten zu pflegenden Zwergcichliden gehört Apistogramma borelli. Der Borellis Zwergbuntbarsch wird auch „Gelber Zwergbuntbarsch“ genannt und gehört zu der Familie der Buntbarsche (Cichlidae). In der älteren Literatur findet man ihn auch unter dem Namen Apistogramma reitzigi. weiterlesen »
Steckbrief Paradiesfisch

Steckbrief Paradiesfisch

Der Paradiesfisch (Macropodus opercularis) ist ein Labyrinthfisch, der relativ leicht zu pflegen und sehr farbenprächtig ist. Zu seinem natürlichen Lebensraum gehören Teile von Korea, China und Vietnam. Hier ist er in flachen, stehenden und langsam fließenden Gewässern mit viel Pflanzenbewuchs oder auch in überfluteten Reisfeldern zu finden. weiterlesen »
Steckbrief Gelber Hawaiiseebader

Steckbrief Gelber Hawaiiseebader

In jedem Meerwasseraquarium fällt der Gelbe Hawaiiseebader oder auch Hawaii-Doktorfisch genannt (Zebrasoma flavescens) sofort auf, denn diese Art ist tatsächlich von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflosse quittegelb. Er zählt zu den friedlichsten Doktorfischen. In der Natur ist der Gelbe Hawaiiseebader an Riffe gebunden, da er zu den Pflanzenfressern gehört, die Algen von der Oberfläche der Korallen oder Gesteine abweiden. Dabei nimmt er sicher auch Kleinstlebewesen mit auf, die zwischen und an den Algen leben. weiterlesen »
Steckbrief Seepferdchen

Steckbrief Seepferdchen

Wenn man als unbefangener Betrachter zum ersten Mal ein lebendes Seepferdchen (Hippocampus spec.) im Aquarium sieht, wird man kaum glauben wollen, dass es sich um einen Fisch handelt, denn sein Aussehen weicht zu stark von der Vorstellung ab, wie ein normaler Fisch aussieht. Es gibt 30 bis 35 verschiedene Arten der Seepferdchen. weiterlesen »
Steckbrief Amano-Garnele

Steckbrief Amano-Garnele

Die Amanogarnele (Caridina multidentata) findet man häufig in heimischen Aquarien. Diese Süßwassergarnele ist sehr fleißig und kann dabei helfen, das biologische Gleichgewicht im Aquarium zu erhalten. Die Amanogarnele gehört zu den ersten Süßwassergarnelen in heimischen Aquarien. Bekannt wurde sie durch Takashi Amano, von ihm hat sie auch ihren Namen. weiterlesen »
Steckbrief Rotfeuerfisch

Steckbrief Rotfeuerfisch

Rotfeuerfische (Pterois volitans) fallen in jedem Meeresaquarium sofort auf. Aber Achtung: Rotfeuerfische sind giftig! Das trifft auf seine gesamte Verwandtschaft zu. An der Basis seiner Rückenflossenstacheln besitzt er Giftdrüsen, die ihren Inhalt entlang der Stachelstrahlen entleeren, wenn der Strahl angedrückt wird. Das kann beim Hantieren im Aquarium passieren, wenn man nicht sorgfältig arbeitet. Dann muss man sofort einen Arzt aufsuchen! weiterlesen »
Steckbrief Brokatbarbe

Steckbrief Brokatbarbe

Der lateinische Artname ist in Anführungstriche gesetzt, weil die Art zwar im Handel so bezeichnet wird, aber keinen wissenschaftlichen Namen besitzt, denn es ist noch immer umstritten, ob es sich bei der Brokatbarbe um eine echte, in der Natur vorkommende Art handelt oder lediglich ein Zuchtprodukt, das es in der freien Natur nicht gibt. weiterlesen »
Steckbrief Zwergfadenfisch

Steckbrief Zwergfadenfisch

Einer der schönsten und beliebtesten Aquarienfische ist der aus dem nordöstlichen Indien stammende Zwergfadenfisch (Colisa lalia). Schon bei seiner Ersteinführung 1903 löste er Begeisterung aus. Die schöne Färbung ist allerdings nur beim Männchen zu sehen, dagegen erscheinen die Weibchen ausgesprochen bescheiden gefärbt. weiterlesen »
Steckbrief Süßwasserkrebs

Steckbrief Süßwasserkrebs

Weltweit gibt es mehr als 500 Krebsarten, die meisten in Nordamerika und Australien. Krebse werden in drei Familien eingeordnet: die Krebse der nördlichen Halbkugel in den Familien Astacidae und Cambaridae und die der südlichen Halbkugel in der Familie Parastacidae. Den Schwerpunkt der Artenvielfalt bilden allerdings der Südosten der USA und Australien. weiterlesen »
Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Zu den hübschesten Bewohnern unserer Aquarien gehört der Rotaugen-Moenkhausia, dessen deutscher Name ihn deutlich charakterisiert, denn das leuchtende Rot der oberen Iris fällt in jedem Aquarium auf. Er gehört zu der Gattung der echten Salmler, auch wenn er optisch von der Mehrzahl der echten Salmler abweicht. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.