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Steckbrief Medaka

FAMILIE:
Adrianichthyidae
ART:
Oryzias latipes
URSPRUNGSGEBIET:
Asien: Japan, Korea, China, Vietnam. Sie sind in stehenden oder sehr langsam fließenden Gewässern zu finden. Im Handel befinden sich ausschließlich Nachzuchten
GRÖSSE:
4 cm
PFLEGE:
In Aquarien oder Miniteichen ab 54 l sind kleine Gruppen gut haltbar. Da es aktive Schwimmer sind, empfiehlt sich eine niedrige Bepflanzung, sodass freier Schwimmraum zur Verfügung steht. Schwimmpflanzen als Versteckmöglichkeiten bieten
WASSERTEMPERATUR:
12 - 30 °C
PH-WERT:
6,5 – 8,0
WASSERHÄRTE:
5 – 25 °GH
VERHALTEN:
Friedliche, neugierige und aktive Schwimmer. Sie bewohnen den oberen und mittleren Teil des Aquariums
NAHRUNG:
Trocken-, Frost- oder Lebendfutter mit vorwiegend tierischen Anteilen. Am besten sollte das Futter länger an der Oberfläche schwimmen und erst langsam absinken
BESONDERHEITEN:
Es gibt unterschiedliche Zuchtformen, die meist für die Betrachtung von oben (Mini- bzw. Gartenteich) und seltener für die Betrachtung von der Seite (Aquarium) im Hobby zu finden sind. Japanische Reisfische sind auch beliebte Forschungsobjekte

Den Teich oder Miniteich von Stechmücken und Schnaken bzw. deren Larven zu befreien ist eine der Schlüsseleigenschaften, die Medaka, auch Japanische Reisfische oder Reiskärpflinge genannt, mitbringen. In der Nähe der Wasseroberfläche scannen sie diese nach Leckerlis ab. Dabei sind z. B. Schwarze Mückenlarven, also die Larven (und Puppen) der Stechmücke, ihre liebste Speise.

Die absolut friedlichen Fische sind auch für Einsteiger in das schöne Hobby Aquaristik bestens geeignet. Neben der großen Bandbreite an zuträglichen Wasserwerten im Hinblick auf Härte und pH-Wert, ist auch ein weiter Temperaturbereich für die Pflege dieser aktiven Fische möglich. Sie fühlen sich sowohl im beheizten als auch unbeheizten Aquarium und sogar in einem Miniteich auf Balkon oder Terrasse wohl.

Bei einem Miniteich mit derart hohem Besatz sollte über einen Filter und häufige Wasserwechsel die Wasserqualität aufrechterhalten werden.

Herkunft

Neben Japan, wie ja bereits am Trivialnamen „Japanischer Reisfisch“ zu sehen, sind die Länder Korea, östliches China und Vietnam die ursprünglichen Herkunftsgebiete der neugierigen Schwimmer. Dort leben sie in Reisfeldern, Pfützen und Tümpeln unterschiedlichster Größe. Auch in Brackwasserhabitaten in Küstennähe sind sie zu finden. Was alle Gewässer eint, ist die Eigenschaft, dass diese entweder stehend oder nur sehr langsam fließend sind. Wie auch verschiedene Lebendgebärende Zahnkarpfen wurde der anpassungsfähige Japanische Reisfisch in einer Reihe von Ländern zur Stechmückenbekämpfung in Gewässern angesiedelt.

Tipp: Versuche immer die früheren Haltungsparameter der von Dir erworbenen Fische herauszufinden, insbesondere, wenn es sich um Wildfänge oder deren Nachzuchten handelt. Manche Medaka-Stämme benötigen einen leichten Salzzusatz für ihr Wohlbefinden.

Im Jahr 2012 wurde von japanischen Fischkundlern festgestellt, dass die im Norden Japans vorkommenden Medaka nicht zu Oryzias latipes, sondern zu einer eigenen Art gehören. Diese wurde als Oryzias sakaizumii beschrieben. Im Rahmen dieser Arbeiten ist ebenfalls aufgefallen, dass es neben diverser Kreuzungen der beiden Arten, also O. latipes x sakaizumii, auch bereits ausgesetzte Hobbystämme in der freien Natur gibt. Die Unterschiede der neuen Art zu O. latipes sind nur geringfügig, z. B. eingekerbte Membranen zwischen den Rückenflossenstrahlen bei Männchen sowie unterschiedliche Ausprägungen der Melanophoren, also der Pigmentzellen unter der Haut. Das macht es für den Laien fast unmöglich, die beiden Spezies zu unterscheiden. In der Haltung sind die Ansprüche der sehr nah verwandten Arten identisch.

Verhalten

Am liebsten erkunden die schönen Medaka futtersuchend den oberflächennahen Bereich des Aquariums oder Teichs. Treffen sie sich untereinander, gibt es bei den friedlichen Reiskärpflingen keine Streitereien oder gar Kämpfe. Die männlichen Reisfische zeigen den Damen gerne balzend ihre Schönheit, ohne sie dabei aber zu sehr zu bedrängen. Es sind durch und durch friedliche Gesellen, die den ganzen Tag aktiv durch das Wasser gleiten. In Bodennähe sind sie fast nie zu sehen. Eine Vergesellschaftung mit kleinsten Fischen, aber auch Zwerggarnelen ist möglich. Lediglich Garnelenbabys könnten in das kleine Medaka-Maul passen.

Artgerechte Unterbringung und Pflege

Damit sich Deine Japanischen Reisfische richtig wohl fühlen, solltest Du ihnen ein Aquarium oder noch besser einen Miniteich von mindestens 60 l Inhalt bieten. In diesem Wasservolumen kannst Du eine Gruppe von 10 Farb-Medaka mit ihrem Nachwuchs unterbringen. Die Pflege im Miniteich draußen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon ist wahrscheinlich die schönste Art die faszinierenden Tiere zu pflegen. Da die meisten Reiskärpflinge mit dem Fokus auf der Betrachtung von oben gezüchtet werden, ist die Teichhaltung die wohl dekorativste Haltungsform. Der positive Effekt, dass Stechmückenplagen gar nicht erst entstehen, weil die Larven direkt als natürliche Nahrung in den Bäuchlein der kleinen Fische verschwinden, wird Dich gerade in Spätsommernächten ruhiger schlafen lassen. Gerne lassen sich Japanische Reiskärpflinge mit direkter Sonne bescheinen. Der Einfluss des Sonnenlichts bringt ihre Farbe besonders schön zur Entfaltung. Im Aquarium untergebracht, werden die Farben nie so brillant wie im Miniteich. Etwas Schutz solltest Du den Sonnenanbetern jedoch schon bieten. Eine Schwimmpflanze als Schattenplätzchen, die den Fischen die Möglichkeit schafft, sich zurückzuziehen, ist sowohl hilfreich als auch schön anzusehen. In den fein verästelten Wurzeln dieser schwimmenden Pflanzen legen die Japanischen Reisfische gerne ihre Eier ab. Neben der Sonneneinstrahlung stellt auch die Wasserqualität einen Faktor für die Farbintensität Deiner Reisfische dar. Diese kannst Du durch regelmäßige Wasserwechsel und den Einsatz eines entsprechend dimensionierten Filters gewährleisten. Bei der Auswahl des für Deinen Miniteich passenden Innen- oder Außenfilters helfen Dir die Mitarbeiter Deines Kölle Zoo Marktes gerne weiter. Auch die richtige Schwimmpflanze erhältst Du während der Teichsaison in großer Auswahl dort.

Schwimmpflanzen dienen den Medaka als Schattenspender, Versteckmöglichkeit und Laichsubstrat zugleich.

Obwohl Oryzias einen sehr weiten Wohlfühlbereich im Hinblick auf Wassertemperatur, Härte und pH-Wert haben, ist es dennoch wichtig, dass diese Grenzen für die jeweiligen Parameter eingehalten werden. Die Temperatur sollte zwischen 12 und 30 °C liegen; die Reiskärpflinge sind also nicht winterhart und sollten im Herbst in einen Innenraum verbracht werden. Aus diesem Grund sollte auch das Einsetzen in einen größeren Gartenteich unterbleiben – es ist praktisch unmöglich, im Herbst alle Exemplare inklusive der winzigen Jungfische vor dem Frost in Sicherheit zu bringen. Der Säuregrad des Wassers ist im Bereich pH 6,5 – 8,0 optimal. Die Gesamthärte liegt am besten innerhalb der Grenzen von 5 bis 25 °GH, während die Karbonathärte 3 °KH nicht unterschreiten sollte, da dies die Fische vor größeren pH-Wert-Schwankungen schützt.

Ein dunkler Bodengrund im Behälter für Medaka fördert ihr Wohlbefinden und sorgt auch dafür, dass sie besonders intensive Farben zeigen. Bezüglich der weiteren Dekoration kannst Du die Materialien ganz nach Deinen Wünschen wählen, wenn Du die grundlegenden Wünsche Deiner japanischen Schönheiten beachtest: Freier Schwimmraum, Versteckmöglichkeiten an der Oberfläche und sauberes Wasser. Dann können Dich diese wunderschönen Kleinode im Aquarium oder Miniteich dauerhaft erfreuen.

Ernährung

Als echte Oberflächenfische fressen Oryzias latipes alles, was dort zu finden ist. In der Natur sind dies u. a. unterschiedliche Blütenpollen, Blattläuse und kleinste Fliegen. In deinem Miniteich werden sie diese natürlichen Futtersorten bestimmt auch ab und zu mal genießen können, doch ist eine Fütterung notwendig, damit die agilen Tierchen mit ausreichend Nahrung versorgt sind. Gefriergetrocknete Mückenlarven, Tubifex und Artemia sind sehr natürliche Futter, die weder das Wasser noch die Farb-Reisfische belasten. Bitte achte darauf, dass die Tiere sehr kleine Mäuler haben, sodass die genannten Futtermittel ggf. etwas zerbröselt werden sollten.

Tipp: Im Aquarium kannst Du Deine Farb-Medaka ganz aus der Nähe bestaunen und beobachten, wenn Du Futtertabletten mit dem Finger unter Wasser an die Scheibe drückst. Diese kleben daran fest und Deine Reiskärpflinge knabbern sie ab. Am besten drückst Du die Tablette ca. 5 cm unter der Oberfläche an die Scheibe. Nur Tabletten haben diese Klebeoption, Wafers können das aufgrund ihrer Form nicht.

Bitte beachte, dass Oryzias nur oberflächennah oder von der Wasseroberfläche fressen. Granulate sind eher ungeeignet, da sie schnell absinken. Flockenfutter und Staubfutter wird sehr gerne gefressen. Futter für Allesfresser (omnivor) und Fleischfresser (karnivor) haben die richtige Zusammensetzung.

Fortpflanzung und Zucht

Die durchschnittliche Lebenserwartung der farbigen Reisfische beträgt ca. zwei Jahre. Da Oryzias latipes bereits nach weniger als 3 Monaten geschlechtsreif sind, wird sich wahrscheinlich recht schnell Nachwuchs einstellen. Zunächst möchten wir die Geschlechtsunterschiede aufzeigen: Am einfachsten ist es die Geschlechter zu erkennen, wenn Du sie von der Seite betrachtest. Männchen haben eine deutlich längere und größere Afterflosse. Die Rückenflosse hat in der Regel eine kleine Einkerbung. Weibchen erkennst Du an einer kleineren Afterflosse, etwas dezenteren Färbung und mehr Leibesfülle. Dies lässt sich wiederum am ehesten bei der Draufsicht von oben beurteilen.

Die Vermehrung gelingt, wenn das Aquarium bzw. der Miniteich, wie oben beschrieben eingerichtet und besetzt ist, in der Regel wie „von alleine“. Die Elterntiere sollten gut gefüttert werden; dies erhöht die Anzahl der Eier und reduziert den Appetit der Eltern auf dieselben. Etwaige Beifische könnten jedoch Laichräuber sein. Um dies auszuschließen, empfiehlt sich ein separates und eingefahrenes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen als Eiablageplatz. In den frühen Morgenstunden, also mit dem Aufgehen der Sonne, beginnt die Balz.

Dazu tänzelt das Männchen kreisend um das Weibchen. Ist dieses laichbereit, erlaubt es dem Männchen sich werbend zu nähern. Seite an Seite stehen sie nebeneinander und das Männchen umschlingt das Weibchen mit der Rücken- und Afterflosse. In dieser Haltung geben die Tiere zitternd ihre Eier bzw. den Samen ab. Die Afterflosse bildet in dieser Position eine Rinne, in der die Befruchtung stattfindet. Die mit feinen Häkchen ausgestatteten Eier hängen an einem Haftfaden. Dieser ist mit der Genitalpapille des weiblichen Farb-Reisfisches verbunden. Nach ein paar Stunden „Tragezeit“, in der die Eier aushärten, streift es die Eier an Pflanzen ab. Da die Elterntiere ihre eigenen Eier bzw. die winzig kleinen Jungfische fressen, ist es bei der gezielten Zucht notwendig, dass Du die Eier vorsichtig absammelst und am besten mit den Pflanzen in einen Ablaichkasten überführst. Dieser sollte so positioniert sein, dass eine gute Frischwasserversorgung gesichert ist. In der Nähe des Filterauslasses ist dies gut möglich. Die Eier sind recht unempfindlich gegenüber Berührung; somit kann das Absammeln vorsichtig von Hand erfolgen. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die kleinen Oryzias latipes nach 10 bis 14 Tagen. Du kannst die Zeit recht gut selbst errechnen, indem Du 250 durch die Wassertemperatur teilst: Bei 25 °C schlüpfen die Jungen also nach 10 Tagen. Geeignetes Futter für die frisch geschlüpften Oryzias latipes wäre „Grünes Wasser“, also eine Schwebealgenblüte. Dieses Plankton wird sehr gerne gefressen und passt auch in die kleinen Mäuler. Alternativ findest Du in der Meerwasserabteilung Deines Kölle Zoo Marktes flüssiges Planktonfutter, das ein noch besseres Futtermittel darstellt.
Tipp: Die Arten der Gattung Oryzias lassen sich leicht untereinander kreuzen. Du solltest also den Japanischen Reisfisch nicht mit nahen Verwandten wie dem Neon-Reisfisch (O. woworae) in einem Aquarium pflegen.

Der Laich von Medaka ist recht robust und lässt sich mit den Fingern absammeln und in einen Aufzuchtbehälter überführen.

Aufgrund der langen Kultur der Medaka-Haltung in Japan sind über Jahre sehr viele Zuchtformen entstanden. Reisfisch-Cracks vermuten, dass aktuell (Stand März 2022) über 1000 unterschiedliche Stämme von rührigen Züchtern etabliert wurden. Neben den unterschiedlichsten Färbungen sind auch verschiedene Beflossungen, Schuppen- und Pigmentzellausprägungen bekannt. Derzeit sind 10 verschiedene Körperfarben bekannt. Diese sind an den Tieren sowohl einzeln, wie auch zwei- und mehrfarbig zu finden. Neben gelb-orange ist auch bläulich-grün und sogar rosa oft in den Miniteichen zu finden. Die plakativen Farben sind besonders beliebt, da diese leuchtenden „Kleckse“ auch bei Schwebealgenblüten oder an trüberen Tagen zu sehen sind.

Ähnlich wie bei Koikarpfen werden auch die Zuchtformen der Medakas überwiegend mit japanischen Bezeichnungen belegt: Shiro bzw. Yohiki sind beispielsweise besonders leuchtend weiße bzw. orange Medaka.

Im Folgenden findest Du ein paar weitere, gängige Typen und deren Merkmale aufgelistet:

  • Miyuki: Hier handelt es sich um einen weißen oder blauen Medaka, der einen reflektierenden Glanzstreifen am Rücken trägt. Der Glanz erstreckt sich je nach Graduierung auch auf die Flossen, die im richtigen Licht blau Schimmern. Diese Variante gibt es sowohl als „Taigaikou“ bzw. „Tainaikou“. Beim ersten Stamm glänzen die Tiere äußerlich („External Light“), wohingegen bei den „Tainaikou“ der Körper von innen heraus zu glühen scheint („Internal Light“).
  • Lame: Diese Form zeichnet sich durch besonders leuchtende Schuppenlinien oder ganze Bereiche aus, deren Glanzeffekt durch die starke Konzentration von Guanin, einer körpereigenen Stickstoffverbindung, entsteht, wie sie auch beim Messingsalmler in die Schuppen eingelagert ist.
  • Swallow und Longfin sind Schleierflossen-Variationen, die sich in der Länge und Ausprägung der Beflossung unterscheiden.

Es gibt eine Reihe weiterer, in Asien sehr beliebter Zuchtformen, die jedoch deutlich unter Verdacht stehen, für die Fische hinderlich zu sein. Diese möglicherweise als Qualzuchten zu betrachtenden Varianten sind abzulehnen. Hier kann das natürliche Schwimmen (z. B. durch Fehlen der Rückenflosse oder eine verkürzte Afterflosse), das Sehen (verkleinerte oder fehlende Augen) sowie die Nahrungsaufnahme (Löwenkopf-Wucherungen) beeinträchtigt sein.

Gentechnisch veränderte „Leuchtfische“, wie sie vom Reisfisch, aber auch vom Zebrabärbling existieren, unterliegen in der Europäischen Union einem Haltungs- und Handelsverbot.

Bei diesem Männchen der Lame-Variante ist die geschlechtsspezifische Kerbe in der Rückenflosse gut zu erkennen.

Fragen und Antworten zum Japanischen Reisfisch

Was ist bei der Eingewöhnung zu beachten?

Gewöhne die Medaka langsam an die Wasserverhältnisse (Temperatur, pH-Wert und Wasserhärte). Dies gelingt am besten, indem Du sie in einem separaten Eimer angleichst. Nach ca. 30 min kannst Du die Farb-Reisfische mit einem Kescher in ihren neuen Lebensraum umsetzen. Falls Du sie in einem Aquarium pflegen möchtest, so decke dies bitte gut ab. Medaka sind gute Springer, die jede Lücke in der Abdeckung finden.

Mit welchen anderen Mitbewohnern können Oryzias latipes vergesellschaftet werden?

Potenzielle Fische, die Du mit den Japanischen Reiskärpflingen pflegen kannst, sind friedliche Arten, die Deine Medaka nicht jagen oder möglicherweise fressen könnten. Als Oberflächenfische sind sie gute Mitbewohner für alle eher Boden orientierten Fische, wie auch Biotopfische, die den mittleren Bereich bevölkern. Muscheln oder Schnecken, im Aquarium gar Zwerggarnelen, wären passende Wirbellose, die Du mit ihnen zusammen halten könntest.

Wie sieht der perfekte Lebensraum für Farb-Medaka aus?

Ein sonnendurchfluteter Miniteich mit Schwimmpflanzen und/oder (Zwerg-)Seerosen könnte als die perfekte Umgebung für Oryzias latipes gelten. Sobald die Wassertemperatur über 12 °C liegt, kannst Du sie bis Ende Oktober (bzw. bis die Temperatur wieder bei 12 °C liegt) draußen halten. Zur Überwinterung empfiehlt es sich, sie in einem eingefahrenen Aquarium im frostfreien Keller unterzubringen.

Wie groß werden Japanische Reisfische?

Oryzias latipes werden bis zu 4 cm groß. Die Endgröße hängt jedoch auch vom Nahrungsangebot und der Wasserqualität ab. Ihre Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei ungefähr 1 - 2 Jahren. Du kannst sie allerdings durch naturnahe Haltungsbedingungen erhöhen: Farb-Medaka, die eine Winter-Ruhephase durchleben und auch im Sommer nur bis maximal 22 °C gehalten werden, leben länger als ihre Artgenossen, die bei dauerhaft hohen Temperaturen gepflegt werden. Unter Laborbedingungen soll es sogar Exemplare gegeben haben, die 4 Jahre alt wurden.

Gibt es weitere Besonderheiten zu Medaka?

Als Modellorganismen sind sie seit langem in der biologischen Forschung bekannt. Zum Beispiel befassen sich Genetiker gerne mit ihnen, um Fragen der Vererbungslehre zu beantworten. Auch bei der Erforschung der Auswirkungen eines Aufenthaltes im Weltraum waren Japanische Reiskärpflinge beteiligt und vermehrten sich sogar im All. Das Wort „Medaka“ ist aus den Bestandteilen „Me“ (japanisch für Auge) und „daka“ (hoch) zusammengesetzt und spielt auf die weit oben am Kopf sitzenden Augen der Oberflächenfische an.

Wie schnell wachsen Japanische Reisfische?

8 bis 10 Wochen nach dem Schlupf können die schnellwüchsigen Medaka bei einer Größe von ungefähr 2,5 cm bereits geschlechtsreif werden. Dies berichten italienische Farb-Medaka Fans. Italien ist aufgrund der milden Temperaturen und gleichzeitig kühlen Winter neben Japan eine der Medaka-Hochburgen weltweit.

Für wen eignen sich Medaka?

Oryzias latipes sind recht einfach in der Haltung, wenn wichtige Aspekte des Schwimmbedürfnisses und ihrer Ernährung beachtet werden. Gerade das weite Spektrum der geeigneten Wasserwerte macht sie zu einem echten Einsteigerfisch, der besonders in der Haltung draußen noch den schönen Zusatznutzen der Stechmückenbekämpfung hat.

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