Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Schleierkampffisch

FAMILIE:
Belontiidae Labyrinthfische
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Betta splendens
VORKOMMEN:
Schleierkampffische sind eine Zuchtform des in Thailand vorkommenden Kampffisches Betta splendens
WASSER:
Abgestandenes chlorfreies Leitungswasser
GRÖSSE:
Bis 4,5 cm
PH-WERT:
Um 7,0
WASSERHÄRTE:
Bis 15 °dGH
PFLEGE:
Nicht schwierig, doch immer nur ein Männchen mit mehreren Weibchen. Männchen müssen getrennt werden
WASSERTEMPERATUR:
24 - 28 °C
NAHRUNG:
Allesfresser Flocken-, Tiefkühl- und Lebendfutter aller Art

Eigenschaften

Nicht zu Unrecht trägt dieser Labyrinthfisch seinen deutschen Namen, denn sobald sich zwei Männchen sehen, gehen sie aufeinander los und fangen an, sich zu bekämpfen. Wenn man sie kämpfen lässt, endet der Kampf erst dann, sobald ein Exemplar dem Tode nahe ist. Zerfetzte Flossen sind dann üblich, selbst beim überlegenen Tier. Ein normales Zimmer-Aquarium kann gar nicht groß genug sein, damit sich die Männchen aus dem Wege schwimmen können und nicht begegnen. Dagegen ist eine kleineres Becken mit einem Pärchen oder einem Männchen mit zwei bis drei Weibchen durchaus geeignet.

Haltung

Versteckmöglichkeiten in Form von Moorkienholzstücken oder dichter stehendem Pflanzenwuchs sollte für die manchmal arg verfolgten Weibchen schon vorhanden sein, denn zärtlich gehen die Männchen mit ihren Weibchen nur während der Balz und Paarung um. Sobald aber alle Eier abgelaicht wurden, wird auch das eben noch umworbene Weibchen wieder mit Rammstößen aus der Nähe des Schaumnestes vertrieben. Bei den Kampffischen baut nur das Männchen das Schaumnest an der Wasseroberfläche und bewacht nach erfolgter Eiablage die im Schaumnest geschlüpften Jungfische bis sie frei umher schwimmen können. Es handelt sich also um eine sogenannte Vaterfamilie, in der die Weibchen von der Jungenfürsorge ausgeschlossen sind. So ruppig die Männchen unter einander sind - und manchmal auch gegenüber den Weibchen -, so imposant ist die Balz der Männchen, wenn sie ihre schleierartig ausgebildete Schwanzflosse und ihre Rücken- und Afterflosse zum Imponieren maximal spreizen. Dann leuchten auch die Farben herrlich auf. Dagegen sind die Weibchen ausgesprochen bescheiden gefärbt und zeigen sich einfarbig bräunlichrot und meist mit einer dunklen Längszeichnung.

Nachzuchten

Die im Kölle Zoo angebotenen Kampffische sind stets Nachzuchten und gehören zur Zuchtform der Schleierkampffische, die es in der Natur nicht gibt. Wir haben es hier mit "Haustieren" zu tun, die in der freien Natur nicht überleben würden. Doch ihre Kampffreudigkeit gegenüber Artgenossen haben sie behalten. Der Kampfablauf beginnt genau wie die Balz mit imponierendem Flossenspreizen und Abstellen der Kiemendeckel, womit die Männchen dem Gegner Furcht einjagen wollen, wenn sie ihren Kopf vergrößern. Nutzt das nichts, und verdrückt sich der Gegner nicht, dann packen sich die Männchen mit dem Mäulern und zerren und schieben sich dramatisch hin und her, bis eines der Tiere auf dem Boden liegt und aufgibt. Aber die folgenden Rammstöße können nun tödliche Folgen haben, zumindest aber völlig zerrissene Flossen. Will man Kampffische im Gesellschaftsbecken pflegen, so ist das möglich, wenn man nur ein Männchen mit Weibchen einsetzt. Die geschlüpften Jungfische fallen im Gesellschaftsbecken aber fast immer den Mitinsassen zum Opfer, sobald sie sich im Becken verteilen und nicht mehrt vom Männchen beschützt werden.

Zum Steckbrief

Weitere Artikel
Steckbrief Schwarzer Neon

Steckbrief Schwarzer Neon

Der Schwarze Neon ist ein Schwarmfisch, welcher mit den eigentlichen Neonsalmlern nur weitläufig verwandt ist. An das Wasser im Pflegeaquarium stellt der Schwarze Neon keine besonderen Ansprüche und ernährt sich von allem, was fressbar ist. Daher ist er auch sehr gut für Anfänger geeignet. weiterlesen »
Steckbrief Pyjama-Kardinalfisch

Steckbrief Pyjama-Kardinalfisch

Besonders auch für den beginnenden Meerwasseraquarianer ist der Faden-Kardinalfisch ein ausgezeichneter Pflegling. Er ist kein rasanter Schwimmer. Im Gegenteil: Seine Bewegungen sind ruhig und gemäßigt, was aber nicht bedeutet, dass er plötzlich sozusagen ansatzlos davonschießen kann, wenn auch nur über eine kürzere Distanz. weiterlesen »
Steckbrief Blehers Schwertpflanze

Steckbrief Blehers Schwertpflanze

Wer eine dekorative Solitärpflanze in seinem Aquarium haben möchte, der findet in dieser Schwertpflanze einen guten Pflegling, die mit zunehmendem Wuchs immer dekorativer wird. weiterlesen »
Steckbrief Dauerwellen-Hakenlilie

Steckbrief Dauerwellen-Hakenlilie

Durch die stark gekräuselten, langen Blätter ist die Hakenlilie eine ungewöhnliche, aber dennoch sehr dekorative Hintergrundpflanze für Aquarien ab 200 Liter. weiterlesen »
Steckbrief Punktierter Panzerwels

Steckbrief Punktierter Panzerwels

Dieser Panzerwels gehört schon seit seiner Ersteinführung 1893 zum eisernen Bestand unserer Aquarienfische. Seine Heimat liegt im südöstlichen Brasilien und im La-Plata-Gebiet. weiterlesen »
Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Diese in Südamerika weit verbreitete Aquarienpflanze gehört seit ihrer Einführung zum Standardangebot. Sie ist anspruchslos und kann in allen Aquarientypen gepflegt werden. weiterlesen »
Steckbrief Brokatbarbe

Steckbrief Brokatbarbe

Der lateinische Artname ist in Anführungstriche gesetzt, weil die Art zwar im Handel so bezeichnet wird, aber keinen wissenschaftlichen Namen besitzt, denn es ist noch immer umstritten, ob es sich bei der Brokatbarbe um eine echte, in der Natur vorkommende Art handelt oder lediglich ein Zuchtprodukt, das es in der freien Natur nicht gibt. weiterlesen »
Steckbrief Süßwasserkrebs

Steckbrief Süßwasserkrebs

Weltweit gibt es mehr als 500 Krebsarten, die meisten in Nordamerika und Australien. Krebse werden in drei Familien eingeordnet: die Krebse der nördlichen Halbkugel in den Familien Astacidae und Cambaridae und die der südlichen Halbkugel in der Familie Parastacidae. Den Schwerpunkt der Artenvielfalt bilden allerdings der Südosten der USA und Australien. weiterlesen »
Steckbrief Weissband-Putzergarnele

Steckbrief Weissband-Putzergarnele

Zu den auffälligsten Garnelen der Korallenriffe zählt die Weißband-Putzergarnele, Lysmata amboinensis mit ihrem weißen Längsband auf dem Rücken, rechts und links begleitet von breiten leuchtend roten Binden. weiterlesen »
Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Zu den hübschesten Bewohnern unserer Aquarien gehört der Rotaugen-Moenkhausia, dessen deutscher Name ihn deutlich charakterisiert, denn das leuchtende Rot der oberen Iris fällt in jedem Aquarium auf. Er gehört zu der Gattung der echten Salmler, auch wenn er optisch von der Mehrzahl der echten Salmler abweicht. weiterlesen »
Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.