Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Spritzsalmler

Zu den interessantesten Fischen in der gesamten Fischwelt gehört zweifellos der Spritzsalmler (Copella arnoldi), denn seine Fortpflanzungsweise ist einzigartig. Aus diesem Grund ist ein großes, helles und gut abgedecktes Aquarium sehr wichtig.

Herkunft

Der Spritzsalmler kommt aus Südamerika (Guyana/Surinam/Amazonas/Rio Xingu), hier hält er sich im Uferbereich kleiner Bäche auf.

Merkmale

Die Männchen sind in der Regel größer als die Weibchen. Außerdem sind sie farbiger und haben eine ausgeprägte Flossengestalt. Die männlichen Spritzsalmler sind ständig in Paarungsbereitschaft. Damit die Weibchen dadurch nicht zu gestresst werden, sollte ein Schwarm mit einer deutlichen Überzahl an Weibchen (mindestens 3 pro Männchen) gehalten werden.

Fortpflanzung

Sind die Tiere laichreif und wollen sich paaren, balzt das dunkler gefärbte Männchen um das Weibchen mit gespreizten Flossen. Ist das Weibchen laichwillig, stellen sich beide Partner unter der Wasseroberfläche senkrecht auf, springen zusammen über die Wasseroberfläche hinaus, drehen sich in der Luft mit einem halben Salto und bleiben dann an einem über dem Wasser erreichbaren Blatt kleben. Hier legt das Weibchen einige Eier ab, die vom Männchen befruchtet werden. Nun rutscht erst das Weibchen, kurz darauf das Männchen ins Wasser zurück. Dieser Paarungsablauf wiederholt sich solange, bis das Weibchen seinen Eivorrat abgelegt hat. Danach bleibt das Männchen unter dem Gelege und schlägt mit seiner Schwanzflosse von Zeit zu Zeit etwas Wasser zum Gelege hoch, damit die Eier während der Embryonalentwicklung nicht austrocknen.

Jungtiere

Sobald die Jungfische schlüpfen, werden sie mit dem Wasserschwall des Männchens ins Wasser herunter gespült und verteilen sich im Aquarium. In einem Gesellschaftsaquarium haben die Jungen kaum eine Überlebenschance. Deshalb setzt man die Spritzsalmler in ein Laichbecken um und verwendet dazu das Wasser aus dem Gesellschaftsbecken. Nach dem Schlupf der Jungen, sollte man das Pärchen wieder in das Gesellschaftsaquarium zurücksetzen und dann zieht man die Jungen allein auf. Als Ablaichsubstrat dient in der Aquaristik in der Regel die Deckscheibe, die allerdings nicht zu hoch über dem Wasserspiegel liegen darf, sondern etwa 5 bis 8 cm.

Haltung

Die allgemeine Pflege des Spritzsalmlers ist nicht schwierig. Der Fisch ist mehr oberflächenorientiert, hält sich also im oberen Drittel des Aquariums auf und liebt eine gute Bepflanzung, in der er auch Zuflucht findet. Mit Schwimmpflanzen muss man vorsichtig sein, denn sie dürfen nicht die Oberfläche zu stark abdecken. Durchschnittliches Leitungswasser genügt. Was er nicht mag, sind aggressive Mitbewohner, die ihn belästigen und an die Flossen gehen.

Ernährung

In der Ernährung erweist sich der Spritzsalmler als nicht wählerisch, denn er nimmt alles an, was für ihn fressbar ist. Vor allem die Weibchen sind sehr verfressen, deswegen sollte man diese Fische nicht mit langsam fressenden Fischarten vergesellschaften. Man sollte auch darauf achten, dass die Fische nicht überfüttert werden.

FAMILIE:
Lebiasinidae, Schlanksalmler
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Copella arnoldi
VORKOMMEN:
Südamerika
GRÖSSE:
Männchen ca. 8 cm, Weibchen ca. 6 cm
WASSERTEMPERATUR:
24 - 28°C
pH-Werte:
ca. 6 - 7,8
Wasserhärte:
5 bis 15°dGH
Pflege:
Nicht schwierig in gut bepflanzten Aquarien, auch im Gesellschaftsbecken ohne aggressive Mitinsassen
NAHRUNG:
Alles, was er bewältigen kann, von Lebendfutter bis Flocken und Tiefkühlkost
Weitere Artikel
Steckbrief Orangebinden-Pinzettfisch

Steckbrief Orangebinden-Pinzettfisch

Nicht nur im Aquarium, sondern auch in der Natur im Korallenriff, ist der Orangebinden-Pinzettfisch (Chelmon rostratus) ein auffallender Fisch. Er wird auch Kupferbinden-Pinzettfisch genannt. Leider braucht der Orangebinden-Pinzettfisch oft längere Zeit, bis er sich in einer neuen Umgebung eingewöhnt hat und ans Futter geht. Dieser Fisch eignet sich nicht für Anfänger, sondern nur für erfahrene Meerwasser-Aquarianer. weiterlesen »
Steckbrief Roter von Rio

Steckbrief Roter von Rio

Der Rote Rio (Hyphessobrycon flammeus) gehört der Familie der Echten Salmler (Characidae) und der Gattung Hyphessobrycon an. Unter den Salmlern gibt es eine Reihe von Arten, die sich besonders für den Einsteiger eignen, aber auch bei den fortgeschrittenen Aquarianern beliebt geblieben sind. Ja, mancher "alte Hase" pflegt den Roten von Rio immer noch, sozusagen aus alter Treue, weil er zu den ersten Fischen gehörte, die er pflegte. weiterlesen »

Steckbrief Zwergspeerblatt

Das Zwergspeerblatt ist eine aus Kamerun stammende Sumpfpflanze, die sich in den heutigen Aquarien einen Stammplatz erobert hat, weil sie widerstandsfähig gegenüber den unterschiedlichsten Aquarienverhältnissen ist und außerdem mit ihren kräftig grün gefärbten Blättern einen Blickpunkt bildet. weiterlesen »
Steckbrief Sumatrabarbe

Steckbrief Sumatrabarbe

Zu den beliebtesten Aquarienfischen gehört seit seiner Ersteinführung im Jahre 1935 die Sumatrabarbe, Puntius tetrazona, die man wegen ihrer schwarzen Streifenzeichnung auch Viergürtelbarbe nennt. In jedem Aquarium fällt diese Barbenart sofort auf, vor allem durch ihre schöne und auffällige Färbung. weiterlesen »
Steckbrief Javafarn

Steckbrief Javafarn

Javafarn eignet sich gut für ein Aquaterrarium oder Paludarium, weil der Farn in einer Umgebung mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit leben und wachsen kann; man darf ihn nur nicht austrocknen lassen! In der Aquaristik pflegt man ihn aber nur in seiner Unterwasserform, die im Aussehen sich völlig von der Landform unterscheidet. weiterlesen »
Steckbrief Hawaii-Korallenwächter

Steckbrief Hawaii-Korallenwächter

Einer der schönsten Vertreter der Büschelbarsche ist Neocirrhites armatus, dessen deutscher Name zwar auf ein spezielles Vorkommen um die Hawaii-Inseln schließen läßt, der aber auch in anderen Gebieten des zentralen und westlichen Pazifik zu finden ist. weiterlesen »
Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Zu den am einfachsten zu pflegenden Zwergcichliden gehört Apistogramma borelli. Der Borellis Zwergbuntbarsch wird auch „Gelber Zwergbuntbarsch“ genannt und gehört zu der Familie der Buntbarsche (Cichlidae). In der älteren Literatur findet man ihn auch unter dem Namen Apistogramma reitzigi. weiterlesen »
Steckbrief Gewöhnliche Wasserschraube

Steckbrief Gewöhnliche Wasserschraube

Es gibt kaum eine Wasserpflanze, die zu einer solchen Popularität als Aquarienpflanze wie Vallisneria spiralis geworden ist. Mit ihren schmalen, bis ungefähr 10 Millimeter breiten, bandförmigen Blättern ist sie ein gewohnter Anblick in fast jedem Aquarium. Dazu kommt, dass die Blätter bei manchen Wuchsformen korkenzieherartig gedreht sind. weiterlesen »
Steckbrief Prachtschmerle

Steckbrief Prachtschmerle

Die unbestritten schönste der bisher bekannten Schmerlen ist die aus dem südöstlichen Asien, nämlich von Sumatra und Borneo, stammende Prachtschmerle, Botia macracanthus. Mit ihrem gelben bis rötlichgelben Körper, den breiten schwarzen senkrechten Binden und den roten Flossen fällt sie in jedem Aquarium auf. weiterlesen »
Steckbrief Königschichlide

Steckbrief Königschichlide

Zu den einfacher zu pflegenden klein bleibenden Cichliden gehört Pelvicachromis pulcher, den man in der älteren Literatur noch unter dem Namen "Kribensis" findet. Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich gefärbt aus, und meist ist das Weibchen deutlich farbenfreudiger. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.