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Steckbrief Weissband-Putzergarnele

ORDNUNG:
Zehnfußkrebse, Decapoda
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Lysmata amboinensis
VORKOMMEN:
Indischer Ozean, Hawaii, Rotes Meer
GRÖSSE:
Etwa 7 cm
WASSERTEMPERATUR:
22 - 28 °C
PFLEGE:
Nach vorsichtiger Eingewöhnung jahrelang leicht zu pflegen
NAHRUNG:
Neben Abfallstoffen der Fischfütterung vor allem Futtertabletten
CHARAKTER:
Putzt Fische, das heißt, sie befreit Fische von Parasiten oder in deren Maul auch von Speiseresten zwischen den Zähnen

Zu den auffälligsten Garnelen der Korallenriffe zählt die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) mit ihrem weißen Längsband auf dem Rücken, rechts und links begleitet von breiten leuchtend roten Binden. Auffällig auch ihre weißen Antennen, mit denen sie ständig herumfuchteln und so auf sich aufmerksam machen.

Herkunft

Die Weißband-Putzergarnele ist sowohl im Indopazifik als auch in Hawaii und im Roten Meer in Meerestiefen von 5 – 40 m zu finden. Hier lebt sie entweder paarweise oder in größeren Gruppen (bis zu 100 Tieren) in Höhlen oder an Felsvorsprüngen in Korallenriffen an denen Putzerstationen gebildet werden.

Lebensweise

In der Natur findet man sie in manchen Gebieten paarweise, in anderen auch in größeren Gruppen meist an bestimmten Stellen im Riff, an denen sie sozusagen Putzerstationen besetzen, zu denen Fische kommen, die sich von den Garnelen von Parasiten befreien lassen wollen. Dabei krabbeln die Putzergarnelen selbst bei großen Fischen, für die sie eine Nachspeise sein könnten, im weit aufgerissenen Maul oder auf den Kiemen herum und entfernen Futterreste zwischen den Zähnen der Fische, ohne dass sie selbst gefressen werden. Wenn die Fische genug haben, warnen sie die Putzergarnelen in der Regel durch bestimmte Zuckungen oder Bewegungen. Daraufhin verlassen die Garnelen den Fisch. Diese Eigenheit der Weißband-Putzergarnele macht es leicht, sie in einem Meerwasseraquarium zu pflegen, denn sie beschädigt keine Mitinsassen, wie das manche andere Garnelen tun, außerdem ist sie leicht zu ernähren, wenn man ihr zum Beispiel Futtertabletten anbietet, vor allem auch solche, die man an die Aquarienscheiben kleben kann. Sonst nimmt sie sich der bei der Fütterung anfallenden Rest an, ist aber kein Straßenfeger. In ihrem Trieb, an allem herumzuklettern und auf Fressbares zu untersuchen, kann sie sogar auf die ihr entgegengestreckte Hand kriechen und hier nach Futter suchen.

Besonderheiten

Die Weißband-Putzergarnele ist eine sehr soziale Garnele. Sie ist häufig im Aquarium zu sehen und hält sich gerne an Felsvorsprüngen auf, wo sie dann eine Putzerstation bildet. Damit die Fische auf sie aufmerksam werden wedelt sie mit ihren Antennen. Um die Fische von Parasiten zu befreien, klettert sie ohne Angst auch auf sehr große Fische und putzt manchmal auch deren Maul.
Wenn die Weißband-Putzergarnele mal verschwunden ist im Aquarium kann es daran liegen, dass sie sich häutet. Denn alle 3 – 8 Wochen häutet sie sich und versteckt sich dabei in Felsspalten, bis der neue Panzer ausgehärtet ist.
Eine weitere Besonderheit der Weißband-Putzergarnele ist, dass sie alle erst als Männchen geboren werden. Er nach einiger Zeit werden keine männlichen Hormone mehr produziert und so wird die Weißband-Putzergarnele nach einigen Häutung weiblich.

Haltung

Wichtig für das Einsetzen von Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) ins Meeresaquarium ist das Angleichen des Transportwassers an das Aquarienwasser, nicht nur wegen der Temperatur, sondern vor allem des möglicherweise unterschiedlichen Chemismus wegen. Am besten ist es, wenn man das mit der Tropfmethode macht, bei der man das Aquarienwasser tropfenweise durch einen kleinen Schlauch mit Schlauchklemme in den Transportbeutel mischt.
Als Einrichtung braucht man Aufbauten, die Spalten und Höhlungen besitzen oder bieten, denn zu Anfang wird sich die Weißband-Putzergarnele schnell verstecken, bis sie sich in der neuen Umgebung heimisch fühlt. Dann aber sieht man sie auch in den Tagesstunden umherwandern. Alle Höhlen sollten so angebracht sein, dass man in sie zu Kontrollen hineinsehen kann. Da sich Garnelen, wie alle Krebse, von Zeit zu Zeit häuten, sind sie danach fast ungeschützt, bis sich der neue Panzer erhärtet hat. Zu dieser Zeit ziehen sich die Garnelen in Verstecke zurück, um sich so vor Fressfeinden zu schützen. Man findet dann den abgestreiften, leeren Panzer, der Exuvie genannt wird, irgendwo im Aquarium und bekommt zu Anfang immer einen Schreck, weil man zunächst glaubt, seine Garnele tot vor sich zu haben.

Ernährung

Die Ernährung der Weißband-Putzergarnele ist relativ leicht, da sie sich selbstständig von den Parasiten der Fische, totem Gewebe etc. ernährt. Sie frisst aber auch fast jedes fleischige Fischfutter (Mysis, Artemia, Frostfutter). Sobald die Weißband-Putzergarnele verstanden hat, dass Flockenfutter essbar ist, frisst sie auch dieses.

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