Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Weissband-Putzergarnele

ORDNUNG:
Zehnfußkrebse, Decapoda
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Lysmata amboinensis
VORKOMMEN:
Indischer Ozean, Hawaii, Rotes Meer
GRÖSSE:
Etwa 7 cm
WASSERTEMPERATUR:
22 - 28 °C
PFLEGE:
Nach vorsichtiger Eingewöhnung jahrelang leicht zu pflegen
NAHRUNG:
Neben Abfallstoffen der Fischfütterung vor allem Futtertabletten
CHARAKTER:
Putzt Fische, das heißt, sie befreit Fische von Parasiten oder in deren Maul auch von Speiseresten zwischen den Zähnen

Zu den auffälligsten Garnelen der Korallenriffe zählt die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) mit ihrem weißen Längsband auf dem Rücken, rechts und links begleitet von breiten leuchtend roten Binden. Auffällig auch ihre weißen Antennen, mit denen sie ständig herumfuchteln und so auf sich aufmerksam machen.

Herkunft

Die Weißband-Putzergarnele ist sowohl im Indopazifik als auch in Hawaii und im Roten Meer in Meerestiefen von 5 – 40 m zu finden. Hier lebt sie entweder paarweise oder in größeren Gruppen (bis zu 100 Tieren) in Höhlen oder an Felsvorsprüngen in Korallenriffen an denen Putzerstationen gebildet werden.

Lebensweise

In der Natur findet man sie in manchen Gebieten paarweise, in anderen auch in größeren Gruppen meist an bestimmten Stellen im Riff, an denen sie sozusagen Putzerstationen besetzen, zu denen Fische kommen, die sich von den Garnelen von Parasiten befreien lassen wollen. Dabei krabbeln die Putzergarnelen selbst bei großen Fischen, für die sie eine Nachspeise sein könnten, im weit aufgerissenen Maul oder auf den Kiemen herum und entfernen Futterreste zwischen den Zähnen der Fische, ohne dass sie selbst gefressen werden. Wenn die Fische genug haben, warnen sie die Putzergarnelen in der Regel durch bestimmte Zuckungen oder Bewegungen. Daraufhin verlassen die Garnelen den Fisch. Diese Eigenheit der Weißband-Putzergarnele macht es leicht, sie in einem Meerwasseraquarium zu pflegen, denn sie beschädigt keine Mitinsassen, wie das manche andere Garnelen tun, außerdem ist sie leicht zu ernähren, wenn man ihr zum Beispiel Futtertabletten anbietet, vor allem auch solche, die man an die Aquarienscheiben kleben kann. Sonst nimmt sie sich der bei der Fütterung anfallenden Rest an, ist aber kein Straßenfeger. In ihrem Trieb, an allem herumzuklettern und auf Fressbares zu untersuchen, kann sie sogar auf die ihr entgegengestreckte Hand kriechen und hier nach Futter suchen.

Besonderheiten

Die Weißband-Putzergarnele ist eine sehr soziale Garnele. Sie ist häufig im Aquarium zu sehen und hält sich gerne an Felsvorsprüngen auf, wo sie dann eine Putzerstation bildet. Damit die Fische auf sie aufmerksam werden wedelt sie mit ihren Antennen. Um die Fische von Parasiten zu befreien, klettert sie ohne Angst auch auf sehr große Fische und putzt manchmal auch deren Maul.
Wenn die Weißband-Putzergarnele mal verschwunden ist im Aquarium kann es daran liegen, dass sie sich häutet. Denn alle 3 – 8 Wochen häutet sie sich und versteckt sich dabei in Felsspalten, bis der neue Panzer ausgehärtet ist.
Eine weitere Besonderheit der Weißband-Putzergarnele ist, dass sie alle erst als Männchen geboren werden. Er nach einiger Zeit werden keine männlichen Hormone mehr produziert und so wird die Weißband-Putzergarnele nach einigen Häutung weiblich.

Haltung

Wichtig für das Einsetzen von Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) ins Meeresaquarium ist das Angleichen des Transportwassers an das Aquarienwasser, nicht nur wegen der Temperatur, sondern vor allem des möglicherweise unterschiedlichen Chemismus wegen. Am besten ist es, wenn man das mit der Tropfmethode macht, bei der man das Aquarienwasser tropfenweise durch einen kleinen Schlauch mit Schlauchklemme in den Transportbeutel mischt.
Als Einrichtung braucht man Aufbauten, die Spalten und Höhlungen besitzen oder bieten, denn zu Anfang wird sich die Weißband-Putzergarnele schnell verstecken, bis sie sich in der neuen Umgebung heimisch fühlt. Dann aber sieht man sie auch in den Tagesstunden umherwandern. Alle Höhlen sollten so angebracht sein, dass man in sie zu Kontrollen hineinsehen kann. Da sich Garnelen, wie alle Krebse, von Zeit zu Zeit häuten, sind sie danach fast ungeschützt, bis sich der neue Panzer erhärtet hat. Zu dieser Zeit ziehen sich die Garnelen in Verstecke zurück, um sich so vor Fressfeinden zu schützen. Man findet dann den abgestreiften, leeren Panzer, der Exuvie genannt wird, irgendwo im Aquarium und bekommt zu Anfang immer einen Schreck, weil man zunächst glaubt, seine Garnele tot vor sich zu haben.

Ernährung

Die Ernährung der Weißband-Putzergarnele ist relativ leicht, da sie sich selbstständig von den Parasiten der Fische, totem Gewebe etc. ernährt. Sie frisst aber auch fast jedes fleischige Fischfutter (Mysis, Artemia, Frostfutter). Sobald die Weißband-Putzergarnele verstanden hat, dass Flockenfutter essbar ist, frisst sie auch dieses.

Weitere Artikel
Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Steckbrief Borellis Zwergbuntbarsch

Zu den am einfachsten zu pflegenden Zwergcichliden gehört Apistogramma borelli. Der Borellis Zwergbuntbarsch wird auch „Gelber Zwergbuntbarsch“ genannt und gehört zu der Familie der Buntbarsche (Cichlidae). In der älteren Literatur findet man ihn auch unter dem Namen Apistogramma reitzigi. weiterlesen »
Steckbrief Süßwasser-Garnelen

Steckbrief Süßwasser-Garnelen

Viele der Garnelenarten sind exzellente Algenvertilger und können so manches Aquarium von dieser Plage befreien und sind außerdem sehr interessant zu beobachten. Im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung sind sie jedoch nicht in der Lage die langen Haar- oder Pinselalgen zu bewältigen, die bereits im Aquarium zur Plage geworden sind. weiterlesen »
Steckbrief Paletten Doktorfisch

Steckbrief Paletten Doktorfisch

Da der Paletten Doktorfisch eher Einzelgänger ist kann man davon ausgehen, dass er alles andere als vergesslich ist. Er beweist dadurch, dass er eine gute Orientierung hat. Seinen Namen hat dieser Meeresbewohner durch seine scharfen Schuppen an seiner Schwanzwurzel, diese sind scharf wie ein Skalpell, welches auch Doktoren benutzen. Ausgewachsen kann der Fisch bis zu 30 cm groß werden. Zu seinen Feinden im Meer gehören unter anderem Thunfische und Haie. weiterlesen »
Steckbrief Zwerg-Schwertpflanze

Steckbrief Zwerg-Schwertpflanze

In einem normal eingerichteten Zimmeraquarium fehlen vielfach Pflanzen, die den Bodengrund abdecken, also kleinwüchsig bleiben und sich so auch für den Vordergrund eignen. Echinodorus tenellus eignet sich dafür ausgezeichnet, weil sie bei gutem Wuchs rasenartig wächst und ganze Bodenpartien abdecken kann. weiterlesen »
Steckbrief Gelbsaum-Harnischwels L177

Steckbrief Gelbsaum-Harnischwels L177

Im Englischen nennt man diese Art "Iriri Yellow Seam", das heißt, Gelbsaum Harnischwels aus dem Rio Iriri. Seit einiger Zeit sind die kleiner bleibenden Harnischwelse mit ihrer auffälligen und oft auch hübschen Färbung und Zeichnung beliebt gewordene Pfleglinge. weiterlesen »
Steckbrief Wendt's Wasserkelch

Steckbrief Wendt's Wasserkelch

Zu den schönsten und pflegeleichtesten Wasserkelchen oder Cryptocorynen, wie sie in Aquarianerkreisen genannt werden, gehört die Art wendtii, die 1958 von Prof. de Wit zu Ehren des Wasserpflanzenspezialisten Albert Wendt aus Rostock benannt wurde. Seit ihrer Einführung ist sie nicht mehr aus unseren Aquarien weg zu denken, weiterlesen »
Steckbrief Papageienplaty

Steckbrief Papageienplaty

Der einfach zu pflegende Papageienplaty, hat seinen deutschen Namen aufgrund seiner vielfältigen bunten Färbung erhalten. Er stellt kaum Ansprüche an die Wassertemperatur, zeigt seine schönsten Farben aber erst ab einer Temperatur von mindestens 20°C. weiterlesen »
Steckbrief Falscher Clownfisch

Steckbrief Falscher Clownfisch

Spätestens seit dem Film „Findet Nemo“ ist der falsche Clownfisch (Amphiprion ocellaris) ein sehr beliebter und bekannter Meerwasserfisch. Der falsche Clownfisch gehört zu den Anemonenfischen. Er lebt stets in Symbiose mit Seeanemonen. weiterlesen »
Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Diese in Südamerika weit verbreitete Aquarienpflanze gehört seit ihrer Einführung zum Standardangebot. Sie ist anspruchslos und kann in allen Aquarientypen gepflegt werden. weiterlesen »
Steckbrief Goldstirn-Sandgrundel

Steckbrief Goldstirn-Sandgrundel

Die Goldstirn-Sandgrundel (Valenciennea strigata) kommt aus der Familie der Grundeln und wird auch oft Goldstirn-Schläfergrundel genannt, allerdings gehört die Schläfergrundeln zu einer anderen Familie innerhalb der Grundelartigen. weiterlesen »
Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.