Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Zwergfadenfisch

FAMILIE:
Labyrinthfische, Belontiidae
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Colisa lalia
VORKOMMEN:
Nordostindien
GRÖSSE:
Bis zu 6 cm
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 24 - 28°C
pH-Werte:
Um 6,5
Wasserhärte:
Bis 12°dGH
Pflege:
Nicht schwierig in gut bepflanzten und mit Schwimmpflanzen besetzten Aquarien ab 60 cm Länge. Keine stürmischen Begleitfische, die an den langen, fadenartigen Bauchflossen fressen
NAHRUNG:
Allesfresser nimmt auch gern Flocken- und Trockenfutter. Liebt Mückenlarven

Einer der schönsten und beliebtesten Aquarienfische ist der aus dem nordöstlichen Indien stammende Zwergfadenfisch (Colisa lalia). Schon bei seiner Ersteinführung 1903 löste er Begeisterung aus. Die schöne Färbung ist allerdings nur beim Männchen zu sehen, dagegen erscheinen die Weibchen ausgesprochen bescheiden gefärbt.

Herkunft

Der Zwergfadenfisch stammt aus Indien. Dort lebt er im Flussgebiet am Ganges und Bramaputra oder auch im Westen des Indus. Hier lebt er zwischen Pflanzenteilen sehr versteckt. Die Fortpflanzung in seinem natürlichen Lebensraum findet von April bis Oktober statt, wenn die Wassertemperatur steigen.

Merkmale

Zu den wohl buntesten Labyrinthfischen gehört der Zwergfadenfisch. An seinem länglichen Körper hat er am Bauch Fäden. Diese Fäden sind ausgezogene Hartstrahlen der Bauchflossen. Er hat eine leuchtende, kräftige und rötlich-orangene Körperfarbe und diagonale Streifen, die türkis bis smagrad-grün gefärbt sind. Je nach Ausprägung ist die Bauchflosse zur Hälft Türkis und zur anderen Hälfte Orange-rötlich gefärbt. Ausgewachsene Männchen können etwa 5 cm groß werden, die Weibchen bleiben kleiner. Ein weiterer Geschlechterunterschied ist die Färbung, denn die Weibchen wirken vergleichsweise blass. Außerdem haben die Männchen abgerundete Schwimmflossen.
Als Labyrinthfische holen sie von der Wasseroberfläche atmosphärische Luft, dem sie unter den Kiemendeckeln in ihrem reich durchbluteten, feinhäutig ausgekleideten Labyrinth den Sauerstoff zum Atmen entziehen. Wenn sie an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen, geben sie kurz vor Erreichen der Wasseroberfläche die veratmete Luft ab oder sie tun das gleichzeitig mit dem Luftschnappen.

Fortpflanzung

Bereits auf engstem Raum kann sich der Zwergfadenfisch vermehren und legt dabei bis zu 600 Eier ab. Nach der Fortpflanzung bildet das Männchen an allen Pflanzen im Aquarium ein stabiles Schaumnest. Dieses stellt das Männchen aus mit "Speichel" umhüllten Luftblasen her. Während dieser Tätigkeit duldet es sein Weibchen genauso wenig in der Nähe wie andere Fische. Unermüdlich verschluckt es atmosphärische Luft und spuckt sie in Bläschen wieder aus, bis das kleine Schaumgebilde etwas über den Wasserspiegel steht. Erst jetzt versucht das Männchen, das Weibchen unter das Schaumnest zu treiben oder zu locken. Hier umschlingt das Männchen sein Weibchen und dreht es auf den Rücken. Nun gibt das Weibchen kleine weißliche Eier ab und das Männchen gibt gleichzeitig seine Spermien zum Befruchten der aufsteigende Eier ab. Danach lösen sich die Tiere und die absinkenden Eier werden vom Männchen gesammelt und unter dem Nest in den Schaum gespuckt. Hier schützt sie der Schaum, weil in der Umhüllung der Blasen Stoffe sind, die ein Bakterien- und Schimmelbefall verhindern. Wenn alle Eier in mehrere Paarungen abgelaicht sind, wird das Weibchen vertrieben und das Männchen übernimmt die Pflege der Eier. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven in wenigen Tagen und hängen dann unter dem Nest, vom Männchen bewacht. Sobald sie fertig zu Jungfischen entwickelt sind, schwärmen sie aus, und nun endet die Brutpflege nach einigen vergeblichen Versuchen des Männchens, die Jungen zusammenzuhalten.

Haltung

Zur Pflege eignen sich sogar kleine Aquarien, wenn man nur ein einziges Pärchen pflegt mit einer Länge von mindestens 60 Zentimeter. Dieses muss nicht einmal hoch sein, sondern es genügen 30 cm Höhe vollkommen. An das Wasser stellen die Colisa keine Ansprüche, doch sie lieben guten und teils dichten Pflanzenwuchs. Zur Einrichtung gehören neben den üblichen Wasserpflanzen auch Schwimmpflanzen, die man ihnen in Form von Schwimmfarnen oder Riccia anbietet.

Ernährung

Als Futter nehmen sie buchstäblich alles, was in ihr Maul passt, ganz gleich ob Lebendnahrung oder Flocken- und Tablettenfutter.

Zum Steckbrief

Weitere Artikel
Steckbrief Keilfleckbarbe

Steckbrief Keilfleckbarbe

Die Keilfleckbarbe (Rasbora heteromorpha) gehört zu den schönsten Aquarienfischen seit ihrer Ersteinführung 1906. Sie wird auch Keilfleckrasbora genannt. Ihr lateinischer Artname weist darauf hin, dass der Fisch von der Körpergestalt der übrigen Rasbora abweicht, denn sie ist nicht rundlich und langgestreckt, sondern hat eher eine hochrückige Körperform, also hetero (= verschieden) und morpha (= Gestalt). weiterlesen »
Steckbrief Orangebinden-Pinzettfisch

Steckbrief Orangebinden-Pinzettfisch

Nicht nur im Aquarium, sondern auch in der Natur im Korallenriff, ist der Orangebinden-Pinzettfisch (Chelmon rostratus) ein auffallender Fisch. Er wird auch Kupferbinden-Pinzettfisch genannt. Leider braucht der Orangebinden-Pinzettfisch oft längere Zeit, bis er sich in einer neuen Umgebung eingewöhnt hat und ans Futter geht. Dieser Fisch eignet sich nicht für Anfänger, sondern nur für erfahrene Meerwasser-Aquarianer. weiterlesen »
Steckbrief Kirschblatt

Steckbrief Kirschblatt

Zu den empfehlenswertesten, wuchsfreudigsten und hübschesten Pflanzen für Aquarien gehört der dekorative Kirschblatt-Wasserfreund, Hygrophila corymbosa, aus Südostasien in seinen verschiedenen Wuchsformen, denen man je nach Autor eigene Namen gegeben hat. weiterlesen »
Steckbrief Königschichlide

Steckbrief Königschichlide

Zu den einfacher zu pflegenden klein bleibenden Cichliden gehört Pelvicachromis pulcher, den man in der älteren Literatur noch unter dem Namen "Kribensis" findet. Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich gefärbt aus, und meist ist das Weibchen deutlich farbenfreudiger. weiterlesen »
Steckbrief Carolina-Haarnixe

Steckbrief Carolina-Haarnixe

Cabomba caroliniana ist eine sehr dekorative Pflanze, die im Aquarium sofort ins Auge fällt. Stimmen die Umweltverhältnisse und ist sie richtig gepflegt, dann entsteht so mit der Zeit ein schöner und außerordentlich dekorativer Bestand. weiterlesen »
Steckbrief Schwimmende Ludwigie

Steckbrief Schwimmende Ludwigie

Bei dieser in der Natur das flache Wasser und auch verschlammte Böden besiedelnden und hier kriechenden Pflanze, kommt es zur Bildung von in Büscheln stehenden sogenannten Atemwurzeln oder Aerenchyme, die der Pflanze ein ganz eigenes Erscheinungsbild verleihen. weiterlesen »
Steckbrief Papageienplaty

Steckbrief Papageienplaty

Der einfach zu pflegende Papageienplaty, hat seinen deutschen Namen aufgrund seiner vielfältigen bunten Färbung erhalten. Er stellt kaum Ansprüche an die Wassertemperatur, zeigt seine schönsten Farben aber erst ab einer Temperatur von mindestens 20°C. weiterlesen »
Steckbrief Diskusbuntbarsch

Steckbrief Diskusbuntbarsch

Beim Wort Diskus geraten viele Aquarianer ins Schwärmen. Unzählige Farbvarianten des Buntbarsches gibt es heute auf dem Markt, und fast jede hat ihren ganz besonderen Reiz. Ursprung all dieser "Traumfische" ist das Amazonasgebiet in Südamerika. weiterlesen »
Steckbrief Pyjama-Kardinalfisch

Steckbrief Pyjama-Kardinalfisch

Besonders auch für den beginnenden Meerwasseraquarianer ist der Faden-Kardinalfisch ein ausgezeichneter Pflegling. Er ist kein rasanter Schwimmer. Im Gegenteil: Seine Bewegungen sind ruhig und gemäßigt, was aber nicht bedeutet, dass er plötzlich sozusagen ansatzlos davonschießen kann, wenn auch nur über eine kürzere Distanz. weiterlesen »
Steckbrief Grosses Fettblatt

Steckbrief Grosses Fettblatt

Zu den ausdauerndsten Aquarienpflanzen gehört das Große Fettblatt, das man in der Literatur je nach Autor auch unter dem wissenschaftlichen Namen Bacopa amplexicaulis findet. In ihrer Heimat Nordamerika ist das Große Fettblatt als kriechende Sumpfpflanze in den mittleren und südlichen USA zu finden. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.