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Steckbrief Collie

Gruppe:
Hüte- und Treibhunde
Ursprungsland:
Großbritannien
Zuchtziel/Verwendung:
Schäferhund, Blindenhund, Diensthund, Begleithund
Widerristhöhe:
Rüde 56-61 cm Hündin 51-56 cm
Gewicht:
Rüde 20-29 kg Hündin 18-25 kg
Fellfarbe:
Blau, Tri-Color, Blue-Merle
Charakter:
Lebhaft und aktiv, sanftmütig, sensibel, manchmal scheu und ängstlich
Haltung:
Sehr anpassungsfähig an die Umgebung, benötigt Auslaufmöglichkeit, 2x wöchentlich bürsten

Herkunft und Geschichte

Der Collie ist eine Hunderasse aus Schottland, die von der FCI zur Gruppe 1 „Hütehunde und Treibhunde“ und dort zur Sektion 1 „Schäferhunde“ gezählt wird. Sein Ursprung ist nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass die Hüte- und Schäferhunde des mittelalterlichen Europas seine Vorfahren waren, und zwar im Speziellen die Schäferhunde des schottischen Hochlands. So kam dem Collie die Aufgabe zu, Schäfern beim Hüten der Schafe in dem unwegsamen Gelände zu assistieren. Im Jahr 1840 wurde in England der „Collie Club“ gegründet, der schließlich im Jahr 1858 die Anerkennung des Collies als eigenständige Rasse durchsetzte. 1881 kam es schließlich zur Festlegung des ersten Rassestandards. Heute sind Collies beliebte Begleit- und Familienhunde.

Aussehen

Innerhalb der Rasse „Collie“ gibt es diverse Untergruppen und Linien. So werden einerseits der Kurz- und der Langhaarcollie (rough/smooth) unterschieden und andererseits die amerikanische und die britische Variante/Typ. Außerdem gibt es eine Arbeits- und eine Showlinie. Im Folgenden konzentrieren wie uns auf den Langhaarcollie britischen Typs, der am häufigsten vorkommt. Der amerikanische Typ ist etwas größer und schwerer. Der Kurzhaarcollie unterscheidet sich lediglich durch sein kurzes Fell von ihm. Von der FCI wird ausschließlich der britische Typ als eigene Rasse anerkannt.

1) Körperbau

Der Collie ist ein athletischer Hund mittlerer Größe. Was sofort an ihm auffällt, ist seine elegante Erscheinung. Collies haben sog. Kippohren und eine schmale Schnauze mit kurzen, dichten Haaren. Das Fell besteht aus dichter, kurzer Unterwolle und langem, geradem Deckhaar mit imposanter „Mähne“, wodurch der typische „Collie-Look“ entsteht.

2) Körpergröße und Gewicht

Der Langhaarcollie britischen Typs erreicht eine Körpergröße von etwa 56-61 cm (Rüde) bzw.  51-56 cm (Hündin) und ein Gewicht von 25 bis 29  kg.

3) Farben

Den britischen Langhaarcollie gibt es in drei Farben: Zobel, Tricolor und Blue-Merle. Blue-Merle ist eine aktuell sehr beliebte Farbe bei verschiedenen Hunderassen. Man sollte jedoch wissen, dass es sich hierbei um einen Gendefekt handelt, der überproportional häufig mit Taubheit und Blindheit einhergeht.

Charakterzüge und Wesen

Collies sind gutmütige, hochintelligente und fröhliche Hunde, die engen Familienanschluss lieben und brauchen. Sie kommen zumeist gut mit anderen Haustieren sowie Kindern zurecht und sind auch Fremden gegenüber niemals aggressiv. Collies sind unkomplizierte Begleiter, die problemlos überall hin mitgenommen werden können, wenn sie dies gewohnt und entsprechend erzogen sind. Sie lernen gerne und schnell und haben kein Problem damit, sich unterzuordnen. Dies macht ihre Erziehung relativ leicht, da sie nicht zu eigensinnigem oder aufmüpfigem Verhalten tendieren. In der Erziehung der sensiblen und feinfühligen Hunde sollten Härte und Druck unbedingt vermieden werden. Collies wollen ihrem Menschen gefallen und lernen daher am besten mit Lob und positiver Verstärkung. Ihre Feinfühligkeit hat zur Folge, dass sie die Stimmungen ihrer Familienmitglieder in besonderer Weise spüren und sehr sensibel darauf reagieren. Collies sind extrem anhänglich, verschmust und bleiben nicht gerne allein.

Passt ein Collie zu mir? Wie muss er gehalten werden?

Collies sind tolle Alltagsbegleiter, die sich bei Menschen am wohlsten fühlen, die Zeit und Lust haben, viel mit ihrem Hund zu unternehmen, und ihn als vollwertiges Familienmitglied betrachten. Collies sind sehr bewegungsfreudig und müssen sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet werden. Sie lassen sich für unterschiedliche Hundesportarten ebenso begeistern wie für ausgedehnte Wanderungen oder Joggingtouren mit ihrem Herrchen oder Frauchen. Hauptsache, sie dürfen dabei sein! Zeitweise werden Collies auch als Such- und Rettungshunde eingesetzt, was ihren wachsamen und aufgeweckten Geist fit hält. Zuhause sind Collies anhängliche und entspannte Familienhunde, die es genießen, eng mit ihrer Familie zusammenzuleben. Sie bleiben nicht gerne alleine, was vor der Anschaffung berücksichtigt werden sollte.

1) Auslauf

Collies brauchen täglich ausgiebige Spaziergänge und viel Bewegung. Sie freuen sich über eine Aufgabe, die sie zum Beispiel im Hundesport finden. Auch Köpfchenarbeit sollte regelmäßig auf dem Programm stehen.

2) Ernährung

Bezüglich der Ernährung sind beim Collie keine Besonderheiten zu berücksichtigen. Um den Grundstein für ein gesundes und langes Leben zu legen, sollte wie bei allen Hunden auf eine hochwertige Nahrung Wert gelegt werden. Du kannst Deinen Collie sowohl mit Trocken- und Nassfutter als auch mit Barf ernähren.

3) Pflege

Trotz seines eleganten, edlen Fells ist der Collie nicht besonders pflegeaufwändig. Sowohl bei der Kurzhaar- als auch bei der Langhaarvariante ist es in der Regel ausreichend, das Fell einmal pro Woche ordentlich durchzubürsten und nach Spaziergängen bei schlechtem Wetter Schmutz zu entfernen. Wie bei allen Hunden ist auf eine gute Zahnpflege zu achten. Die Krallen sind bei Bedarf zu kürzen.

Typische Erkrankungen

Beim Collie sind einige rassetypische Erkrankungen bekannt:

  • MDR1-Defekt: Viele Collies leiden unter dem sogenannten „MDR1-Defekt“. Dies ist eine vererbbare Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten bzw. bestimmten Wirkstoffen, die zu Bewegungsstörungen bis hin zum Tod führen kann. Da dieser Gendefekt unter Collies weitverbreitet ist, sollte ein Gentest gemacht werden, um Gewissheit zu haben und entsprechende Medikamente nicht anzuwenden.
  • Dermatomyositis: Dies ist eine, ebenfalls genetisch bedingte, Haut- und Muskelerkrankung, die ausschließlich bei jungen Hunden auftritt und sich durch Rötungen, Pusteln, Haarausfall und Krusten an der Schnauze und/oder den Gliedmaßen und dem Schwanz äußert. Im Spätstadium kommt es zu Muskelschwund und -schwäche.
  • Collie Eye Anomaly (CEA): Es handelt sich dabei um eine genetisch bedingte Augenerkrankung, die eine Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zur Erblindung zur Folge haben kann.

Fragen und Antworten zum Collie

1) Was kostet ein Collie-Welpe?

Ein Collie-Welpe aus einer guten Zucht ist meist nicht unter 1000 Euro zu haben. Da beim Collie einige rassetypische Erkrankungen verbreitet sind, ist eine seriöse Zucht von zentraler Bedeutung. Achte darauf, dass der von Dir gewählte Züchter Mitglied in einem VDH-Verein ist.

2) Ist der Collie ein Anfängerhund?

Collies können durchaus auch für Anfänger in der Hundehaltung geeignet sein. Sie sind sehr lernfähig und -willig, haben kaum Jagdtrieb und neigen nicht zu sturem oder eigenwilligem Verhalten. Selbstverständlich ist aber auch die Erziehung eines Collies kein Selbstläufer. Vor der Anschaffung sollte man sich ausgiebig über die Rasse und deren Besonderheiten und Bedürfnisse informieren.

3) Ist der Collie ein Familienhund?

Wird der Collie geistig und körperlich entsprechend seinen Bedürfnissen ausgelastet, entpuppt er sich als loyaler, treuer und liebevoller Familienhund, der als Hütehund auch immer ein Auge auf sein Rudel hat.

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