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Steckbrief Malinois

Gruppe:
Schäferhunde
Ursprungsland:
Belgien
Zuchtziel/Verwendung:
Ursprünglich Hüte- und Treibehund, inzwischen häufig als Begleit- oder Diensthund (Polizei) polyvalenter Diensthund
Widerristhöhe:
Rüden 62 cm, Hündinnen 58 cm
Gewicht:
Rüden 25–30 kg, Hündinnen 20–25 kg
Fellfarbe:
Falb bis rotbraun mit schwarzer Maske und schwarzer Wolkung (Charbonnage)
Alter:
Bei guter Pflege 12–16 Jahre
Charakter:
Aktiv, wachsam, intelligent, lebhaft – zuweilen nervös
Haltung:
Anspruchsvoll mit viel Auslauf und Beschäftigung, kein Anfängerhund

Herkunft und Geschichte

Der Malinois (umgangssprachlich auch: Mali) ist die kurzhaarige Variante des Belgischen Schäferhundes. Man erkennt ihn besonders gut an seiner schwarzen Maske, den großen neugierigen Ohren und der für ihn typischen schwarzen Wolkung des Fells. Benannt wurde die agile und energiegeladene Fellnase nach der Stadt Mechelen im flämisch-sprachigen Teil Belgiens – dort heißt er nämlich Mechelaar. Die Bezeichnung Malinois kommt von Malines, dem französischen Namen der Stadt Mechelen.

Bereits im 18. Jahrhundert findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Schäferhunde in der belgischen Region Nord-Brabant. Bei Bauern waren sie als Arbeitshunde besonders beliebt, da sie nicht nur schnell und wendig, sondern vielseitig einsetzbar waren: So dienten sie z. B. als Wach-, Hüte- oder Zughunde. Der Rassegedanke stand dabei vorerst vollkommen im Hintergrund, die beliebten Schäferhunde wurden unabhängig von ihrem Aussehen kreuz und quer miteinander verpaart.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts nahm sich der gerade in Brüssel neu gegründete Belgische Schäferhundklub dieser Angelegenheit an, um „in diese Unausgeglichenheit etwas Ordnung zu bringen“ – wie es in den Rassestandards der FCI (Federation Cynologique Internationale) nachzulesen ist. Bereits im Gründungsjahr 1891 kam es zu einem ersten Treffen, zu dem neben ambitionierten zukünftigen Hundezüchtern auch 117 Belgische Schäferhunde geladen waren. Ziel war es, im Rahmen einer Bestandsaufnahme eine „Auslese der besten Rassevertreter“ (ebd.) vorzunehmen. In den Jahren bis 1897 kam es dann zum Aufbau der Rasse des Belgischen Schäferhundes. Bereits 1892 formulierte man erste Zuchtstandards, die drei unterschiedliche Typen klassifizieren. Ausgangspunkt der Unterscheidung wurde dabei die Beschaffenheit des Fells, so ergab sich die Einteilung in Schäferhunde mit rauem, kurzem oder langem Fell.

Abgesehen davon herrschte seitdem oft Uneinigkeit darüber, welche weiteren Kriterien den Belgischen Schäferhund in seinen drei Varianten genau kennzeichnen sollten. So gab es z. B. immer wieder Streit über erlaubte Farben. In Sachen Körperbau, Charakter und Gebrauchstüchtigkeit war man jedoch immer einer Meinung.

Letztlich ergaben sich vier unterschiedliche Varietäten des Belgischen Schäferhundes, die nach belgischen Städten benannt wurden: der Malinois, der Laekenois (rauhaariges Fell), der Tervueren (langhaariges Fell) und der Groenendael (langhaariges schwarzes Fell). Nach dieser Festlegung war es nicht mehr zulässig, die unterschiedlichen Typen untereinander zu kreuzen. 1956 erfolgte die abschließende Anerkennung durch die FCI.

In den letzten Jahren erfreut sich der Malinois zunehmender Beliebtheit und ist daher öfter anzutreffen als seine drei belgischen Brüder. Auch als Diensthund bei Polizei, Militär oder Zoll wird der Malinois inzwischen vermehrt und gern eingesetzt. Dies kommt natürlich nicht von ungefähr, denn auch hier blickt der kurzhaarige Schäferhund auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im Ersten Weltkrieg soll er beim Roten Kreuz als Meldehund zum Einsatz gekommen sein und dort sogar geholfen haben, Krankentransporte zu ziehen. Als kurzhaarige Variante des Belgischen Schäferhundes besticht der Malinois ohne viel Schnickschnack besonders durch sein schlichtes und authentisches Auftreten. Markant ist die schwarze Maske, die sein Gesicht zeichnet, und die schwarze Wolkung seines kurzen Fells. Der heutige Rassestandard der FCI ordnet den Malinois unter Nummer 15 in der Gruppe 1 Sektion 1 ein. Dort wird er aufgrund seines aktiven, agilen und aufgeweckten Wesens als polyvalenter Diensthund sowie als Familienhund beschrieben.

Aussehen

1) Körperbau

Im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund ist der Malinois als dessen belgische Variante nicht nur deutlich quadratischer, sondern auch leichter gebaut, dadurch wirkt er wendig, schnell und zuweilen elegant. Eines seiner wichtigsten Erkennungszeichen sind sicherlich seine aufrechtstehenden, markanten Ohren (sog. Stehohren), die ihn nicht nur größer erscheinen lassen, sondern die auch neugierig und ein wenig stolz in die Höhe ragen. Seine mittellange, am Ende leicht gebogene Rute hängt im Ruhezustand entspannt herab, bei Aktivität wird sie gehoben, allerdings nicht über die Horizontale. Das Fell verfügt über eine dichte Unterwolle und bildet am Hals einen pelzigen Kragen.

2) Körpergröße und Gewicht

Der Malinois ist ein mittelgroßer, wendiger und schneller Schäferhund. Die Widerristhöhe bei Rüden liegt durchschnittlich bei 62 cm, die von Hündinnen bei 58 cm. Die Rüden bringen bis zu 30 kg auf die Waage, die Hündinnen sind leichter und wiegen zumeist zwischen 20 und 25 kg.

3) Farben

Die Rassestandards definieren für den Malinois eine klar definierte schwarze Maske, die möglichst die Lippen, den Lippenwinkel sowie die Augenlider als einheitliche Fläche umschließen müssen. Als Minimum muss die Haut an zumindest sechs Stellen schwarz pigmentiert sein: an den Ohren, den Augenlidern sowie den Lippen. Die schwarz gefärbten Haarspitzen verursachen die sog. Wolkung des Fells, wobei diese Färbung wie ein leichter Hauch wirken soll und nicht als durchgehende Fläche oder Stromung. Durch diese Wolkung wirkt der Malinois ein wenig angestaubt oder so, als hätte er sich kurz in Ruß gewälzt – echte Kenner würdigen jedoch den eleganten Schimmer, den das Fell durch die Wolkung erhält. Der Rest des Fells sollte falbfarben sein. So lesen sich die Rassestandards in der Theorie, in der Praxis variieren die Fellfarben jedoch, sodass man auch sehr helle, sandfarbene, rotbraune oder dunklere Exemplare findet, die kein bisschen weniger schön oder elegant wirken.

Charakterzüge und Wesen

Der Belgische Schäferhund ist nicht nur wachsam und rege, sondern verfügt auch über einen schier unerschöpflichen Vorrat an Energie. Der Malinois wurde ursprünglich als Arbeitshund gezüchtet und für vielfältige Zwecke eingesetzt. Er ist sehr lern- und arbeitsfreudig sowie ausgesprochen intelligent. Die belgische Fellnase ist lebhaft, temperamentvoll und sensibel, sie bindet sich stark an ihre Rudel und gilt bei guter Erziehung und Sozialisation als treu, anhänglich und menschenfreundlich.

Ist ein Malinois körperlich oder intellektuell nicht ausgelastet, kann er allerdings auch rastlos und nervös werden und unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag legen. Auch wenn Charaktereigenschaften wie Scheu, Angst und Aggression in der Zucht als unerwünschte Fehler gelten, können sie in unterschiedlicher Intensität auftreten, wenn der Erziehung die notwendige Konsequenz, Aufmerksamkeit oder Hingabe fehlt. Ein gut sozialisierter Malinois kann sich natürlich mit allen Familienmitgliedern und Haustieren vertragen und ein treuer Gefährte werden.

Passt ein Malinois zu mir? Wie muss ein Malinois gehalten werden?

Die abenteuerlustige Fellnase aus Belgien ist mit Sicherheit nicht als Anfängerhund zu empfehlen. Entscheidest Du dich, einem Malinois ein Zuhause zu bieten, gehst Du eine langfristige Verpflichtung ein, die insbesondere Deine sportliche Seite herausfordert. Ausdauer, Intelligenz und höchste Leistungsfähigkeit sind die herausragenden Attribute des belgischen Arbeitshundes, denen Du im Alltag gerecht werden musst – und zwar wirklich täglich!

Nicht umsonst wird der Malinois als polyvalenter Diensthund bevorzugt von der Polizei, dem Zoll oder im Rettungswesen eingesetzt. Hier durchläuft er mitunter eine mehrjährige Ausbildung, bevor er zum Einsatz kommt. Das Training beginnt oft schon im zarten Welpenalter und stellt höchste Ansprüche an die lernwillige, agile und energiegeladene Fellnase – am Ende dieser Ausbildung ist der Malinois ein echter Experte und fest in eine berufliche Routine eingebunden.

Kannst Du Deinem Belgischen Schäferhund keinen entsprechenden Job anbieten, musst Du für eine gleichwertige Alternative sorgen, die Deinen Fellfreund sowohl körperlich als auch mental herausfordert und auslastet. Unterschiedliche Hundesportangebote wie z. B. Agility oder Obedience bieten hier einen guten Einstieg – hier kann Deine Fellnase sich ausreichend austoben und brillieren. Auch andere Sportarten wie z. B. Joggen, Walken, Fahrradfahren und Wandern halten sowohl Dich als auch Deinen Malinois fit und machen Spaß.

Da die aktiven und arbeitswilligen Hunde viel Beschäftigung und Ablenkung brauchen, sind sie leider nicht für jeden Hundefreund gleich gut geeignet. Aktive Menschen und eine ländliche Umgebung kommen dem Malinois entgegen, sodass er hier gern seine Zelte aufschlagen würde.

Der mutige Vierbeiner aus Belgien ist im Übrigen kein Tier für unsichere Menschen – er braucht eine starke Führung und einen Rudelführer, der ihm den Weg weist, denn der Malinois verfügt über einen starken Schutztrieb, der von Beginn an kanalisiert werden sollte, um böse Überraschungen zu verhindern. Eine frühe und solide Erziehung und Sozialisation sind daher wichtig, damit Dein Malinois zu einem ruhigen Mitbewohner und Familienhund werden kann.

Dabei solltest Du allerdings niemals das sensible Wesen Deines Belgiers vergessen: Konsequenz ist notwendig, darf aber nicht mit unnötiger Strenge verwechselt werden. Diese findet der Malinois verstörend. Besser ist eine liebevolle Erziehung, in der Erfolge mit Zuneigung und vielen Kuscheleinheiten belohnt werden. Mit der richtigen Mischung wird der Malinois dann zu einem ruhigen, ausgeglichenen und treuen Weggefährten.

1) Auslauf

In Sachen Auslauf hat Dein Malinois das Potential zum hervorragenden Personal-Trainer: Egal ob Joggen, Walken, Wandern oder Radfahren – Deine Fellnase ist Dein perfekter Trainingspartner! Viele Belgische Schäferhunde sind übrigens regelrechte Wasserratten und lieben einen Besuch am Badesee – manche Exemplare schreckt selbst klirrende Kälte im Winter nicht davon ab, ins kühle Nass zu tauchen.

Dein Malinois braucht auf jeden Fall viel Bewegung, um sowohl körperlich als auch mental ausreichend ausgelastet zu sein. Tägliches Gassigehen um den Block reich nicht aus, um Dein Energiebündel glücklich zu machen. Zumindest zwei Stunden Aktivität im Freien musst Du täglich einplanen, um dem Wesen Deiner Fellnase gerecht werden zu können.

2) Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist natürlich für jedes Haustier wichtig und sollte immer auf das Alter, die Aktivität und die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der jeweiligen Fellnase ausgerichtet sein. Für einen erwachsenen Hund gilt, dass circa 70–80 % des Futters aus Fleisch bestehen sollten, das Deinem Fellfreund als wichtigste Proteinquelle dient. Für einen Hund sollte das Futter dabei möglichst getreidefrei sein, da Hunde aufgrund ihrer anatomischen Voraussetzungen die Kohlenhydrate im Getreide oftmals nicht gut verdauen können. Gemüse und Obst versorgen Deinen Hund nicht nur mit gut verdaulichen Kohlenhydraten, sondern auch mit vielen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen.

3) Pflege

Der Malinois ist kurzhaarig und hat daher ein sehr pflegeleichtes und robustes Fell, das trotz der Unterwolle bei regelmäßiger Pflege nicht zum Verfilzen neigt. Wöchentliches Kämmen oder Bürsten reicht aus daher aus, um das Fell Deines Lieblings glänzend und gesund zu halten. Während des Fellwechsels darfst Du natürlich auch gern häufiger zu Kamm und Bürste greifen.

Krallen, Ohren und Zähne und Zahnfleisch bedürfen natürlich ebenfalls der regelmäßigen Kontrolle. Bleibst Du hier am Ball, drohen in der Regel keine Komplikationen durch Infektionen. Gewöhnst Du Deine Fellnase möglichst früh daran, die Krallen regelmäßig zu stutzen, bringst Du auch Deinem belgischen Energiebündel schnell bei, ruhig zu bleiben und die Prozedur entspannt über sich ergehen zu lassen.

Typische Erkrankungen

Aufgrund der geringen Verbreitung der Belgischen Schäferhunde finden sich relativ wenige Erbkrankheiten, dennoch sind diese Fellnasen für bestimmte Erkrankungen anfälliger als andere Hunderassen.

1) Gelenkerkrankungen

Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie bezeichnet eine genetisch bedingte Fehlbildung der Hüftgelenke, bei der die betroffenen Gelenke nicht richtig wachsen und in der Folge zu einer unnatürlichen Verformung neigen. Hunde mit Hüftdysplasie sind in ihrer Bewegung eingeschränkt und leiden zudem unter starken Schmerzen. Wird die Erkrankung rechtzeitig bemerkt, können die Symptome durch physiotherapeutische Maßnahmen gelindert werden, häufig ist eine Operation jedoch unumgänglich. Bei den Belgischen Schäferhunden tritt dieses Krankheitsbild jedoch äußerst selten auf.

Ellenbogendysplasie

Die Ellenbogendysplasie beginnt während der Wachstumsphase des Hundes und tritt in unterschiedlichen Formen auf, sie betrifft hauptsächlich größere und schnellwüchsige Hunderassen – Rüden erkranken häufiger als Hündinnen. Die Bewegung des Ellenbogens ist eingeschränkt, da die gelenkbildenden Knochenteile (Oberarmknochen, Elle und Speiche) nicht passgenau ineinandergreifen. Die Krankheit ist nicht heilbar, eine entsprechende Therapie kann jedoch eine weitgehende Schmerzfreiheit gewährleisten.

2) Neurologische Erkrankungen

Epilepsie

Nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere können unter Epilepsie leiden, wobei Hunde stärker betroffen sind als Katzen. Beim Belgischen Schäferhund wurde hier im Rahmen einer rassespezifischen Disposition ein komplexer Erbgang nachgewiesen. Nach der Diagnose wird zumeist eine medikamentöse Therapie empfohlen.

Fragen und Antworten zum Malinois

1) Ist ein Malinois gefährlich?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Fakt ist, dass es in den letzten Jahren mehre Medienberichte gab, in denen über Vorfälle berichtet wurde, in die Belgische Schäferhunde involviert waren; zum Teil leider auch mit tödlichem Ausgang – so z. B. in einer Hundeschule in der Schweiz. Daran mag es auch liegen, dass der Belgische Schäferhund in zwei Kantonen der Schweiz auf der Liste der Hunde steht, die als gefährlich eingestuft werden und nur mit kantonaler Bewilligung gehalten werden dürfen. Allerdings verzeichnet diese Liste in der Schweiz auch extrem viele Hunde – ungefähr doppelt so viele wie in Deutschland oder Österreich: In der Gesamtschweiz gelten insgesamt 14 Hunderassen als gefährlich, in den einzelnen Kantonen kommen noch einmal 23 weitere Rassen dazu. Im Vergleich dazu stehen in Österreich lediglich zwölf und in Deutschland 13 Hunderassen auf dieser Liste, wobei hier noch Mischlinge hinzugerechnet werden müssen.

Die grundlegende Diskussion, die immer wieder im Zusammenhang mit solchen Vorfällen geführt wird, ist die, ob es Hunderassen gibt, die per se gefährlicher sind als andere und daher ein größeres Aggressions- und Gefahrenpotential aufweisen. Hier gehen die Meinungen weit auseinander.

Oft mag es nicht am Hund selbst liegen, sondern an einer falschen bzw. nicht artgerechten Haltung durch den Menschen oder an einer fehlenden Erziehung.

Daher fordert z. B. auch PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) immer wieder die Einführung eines sog. Hundeführerscheins, um zu gewährleisten, dass Hunde artgerecht gehalten und angemessen erzogen werden. Dies gilt insbesondere für Fellnasen, die hinsichtlich ihrer Haltung als anspruchsvoll gelten. Zu diesen Hunden zählt der Malinois auf jeden Fall, denn er ist ein sehr bewegungsfreudiger, agiler und energiegeladener Hund, der jede Menge Beschäftigung und Aufmerksamkeit braucht. Zudem hat der Malinois einen starken und engen Bezug zum Menschen, und zwar zu „seinem“ Menschen – denn nicht umsonst wird das Multitalent auch als Schutzhund eingesetzt.

Hier ist vielleicht der Punkt, um eine mögliche Antwort auf die Frage zu geben, ob ein Malinois gefährlich ist: Er ist definitiv anspruchsvoll in den Bedingungen seiner Haltung und seine vielen herausragenden Anlagen können nur zur Geltung kommen, wenn sie richtig gefördert und kontrolliert werden. Fehlt es an Beschäftigung und einer angemessenen Sozialisation, kann ein Malinois so wie jeder andere Hund auch unerwünschtes und in seltenen Fällen dann leider auch aggressives Verhalten zeigen. Denke also immer daran, dass Dein Malinois in seinem Ursprung ein Arbeits-, aber auch ein Schutzhund ist. Das heißt, er muss adäquat erzogen und beschäftigt werden, um seine Energie kanalisieren zu können.

2) Wie viel kostet ein Malinois?

Ein Malinois-Welpe von einem seriösen Züchter kostet circa 800 € – im Interesse Deines Tieres solltest Du auch bereit sein, diesen Betrag zu investieren. Hunde aus verantwortungsvoller Zucht verfügen nicht nur über einen entsprechenden Stammbaum, sie erfüllen auch die vorgegebenen Zucht-Standards, sodass hier das Wohlergehen und die Gesundheit des Hundes im Vordergrund stehen. Züchter, die ihre Tiere weitaus günstiger anbieten, handeln nicht selten aus kommerziellen Interessen, denen sie Aspekte wie das Tierwohl unterordnen.

3) Wie viel Auslauf braucht ein Malinois?

Dein Malinois braucht täglich mehr als zwei Stunden Auslauf – zusätzlich muss für seine mentale Auslastung gesorgt werden, da er sich sonst beginnt, zu langweilen und unerwünschtes Verhalten zeigen kann. Unterschiedliche Hundesportarten können dafür sorgen, dass Deine Fellnase auch intellektuell ausgelastet ist, dazu zählen z. B. Agility oder Obedience.

4) Für wen ist ein Malinois geeignet?

Der Malinois braucht eine starke und erfahrene, aber auch liebevolle Hand, er ist daher nur für Menschen geeignet, die bereits über viel Erfahrung mit Hunden verfügen. Zudem ist er ein sehr agiler Hund, der sich viel bewegen möchte – für sportlich aktive Menschen, die im besten Fall in einer ländlichen Umgebung leben, und viel Zeit haben, kann der Malinois ein treuer Gefährte werden.

5) Wie weit kann ein Malinois springen?

Hier liegt eines der echten Talente dieser Rasse! Ein Belgischer Schäferhund kann Hindernisse von einer Höhe bis 2,5 m überspringen.

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