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Steckbrief Pekinese

Gruppe:
Japanische Spaniel
Ursprungsland:
China
Zuchtziel/Verwendung:
Begleithund
Widerristhöhe:
15-25 cm
Gewicht:
2,5-5,5 kg
Fellfarbe:
Alle Farben und Makierungen, außer albino und braun
Charakter:
Lebhaft, unabhängig, oft eigensinnig, stolz, nicht unbedingt kinderlieb
Haltung:
Kurze Spaziergänge reichen aus, täglich kämmen und bürsten, Augen und Gesichtsfalten täglich kontrollieren

Herkunft & Geschichte

Der Pekinese stammt ursprünglich aus China, wo er früher ausschließlich als „Palasthund“ im Kaiserhaus gehalten wurde. Erst im 19. Jahrhundert kam er nach Großbritannien, wo auch die heute geltenden „Rassestandards“ festgelegt werden. Die FCI (Fédération Cynologique Internationale), der größte kynologische Dachverband, führt ihn unter der Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“. Während Pekinesen früher vor allem als Wachhunde gehalten wurden, sind sie heute beliebte Familienhunde.

Aussehen

1) Körperbau

Pekinesen sind kleine Hunde mit einem kompakten Körperbau und kurzem Hals. Sie haben einen recht großen Kopf mit flachem Profil, eine dunkle Maske und große, runde, leicht hervortretende Augen. Die Rute tragen Pekinesen relativ hoch angesetzt und leicht zur Seite gebogen. Typisch für Pekinesen ist ihre „Mähne“, die ihnen den Beinamen „Löwenhund“ eingebracht hat. Pekinesen haben langes, unterschiedlich dichtes Fell.

2) Körpergröße und Gewicht

Körpergröße und -gewicht sind laut FCI-Rassestandard nicht exakt festgelegt. In der Regel erreichen Pekinesen eine Widerristhöhe von etwa 15 bis 25 cm und ein Gewicht von max. 5,5 kg.

3) Farben

 Die Farbe ist durch die Rassestandards nicht festgelegt, häufig sind Braun- und Schwarztöne.

Charakterzüge und Wesen

Pekinesen sind kleine Persönlichkeiten: Sie haben einen starken Willen, sind sehr unabhängig und können durchaus eigensinnig sein. Die Zuneigung der kleinen Löwenhunde bekommt nicht jeder, Fremden gegenüber sind sie eher zurückhaltend bis abweisend. Haben sie jedoch Vertrauen gefasst, sind sie anhänglich, verschmust und liebevoll. Meist binden sie sich eng an eine einzelne Person. Sie sind selbstbewusst, klug und aufmerksam. Auch als kleine Wachhunde eignen sie sich. Bei fehlender Erziehung können sie sich schnell zu „Kläffern“ entwickeln. Hier muss mit konsequenter, aber liebevoller Hand gegengesteuert werden.

Passt ein Pekinese zu mir? Wie muss er gehalten werden?

Ein Pekinese ist der ideale Hund für Singles mit viel Zeit. Sie binden sich eng an eine einzelne Person und genießen es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Da sie eher gemütlich sind und keine Marathonläufe brauchen, können sie auch tolle Begleithunde für ältere Menschen sein.

1) Auslauf

Pekinesen sind zwar keine Leistungssportler, aber sie brauchen wie alle Hunde täglichen Auslauf. Aufgrund ihrer Körpergröße und ihrer oftmals vorhandenen Atembeschwerden sind sie nicht für lange Wanderungen oder Joggingtouren geeignet, aber sie sollten täglich die Möglichkeit haben, gemütliche Spaziergänge zu unternehmen und Artgenossen zu treffen. Vorsicht ist an heißen Sommertagen geboten, da Pekinesen Hitze nicht sehr gut vertragen. Daher solltest Du auf Spaziergänge in der Mittagshitze unbedingt verzichten.

2) Ernährung

Da Pekinesen eher gemütliche Zeitgenossen sind und nicht so viele Kalorien verbrennen, sollte Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt werden, um Übergewicht zu vermeiden. Du kannst Deinen Pekinesen sowohl mit einem hochwertigen Trocken- oder Nassfutter als auch mit BARF ernähren. Idealerweise ist im Futter kein Getreide enthalten. Die Menge sollte in Abhängigkeit von Alter, Gewicht und Aktivität angepasst werden.  

3) Pflege

Aufgrund seines langen Fells und der dichten Unterwolle sollten Pekinesen täglich gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Während des Fellwechsels kann es notwendig sein, mehrmals am Tag zu Bürste oder Kamm zu greifen. Je nach Fellbeschaffenheit ist ein regelmäßiger Besuch in einem Hundesalon empfehlenswert. Aufgrund seiner großen, hervorstehenden Augen neigt der Pekinese zu Augenentzündungen, weshalb die Augenpartie regelmäßig gereinigt werden sollte. Wie bei allen Hunden ist auf eine gute Zahnpflege von klein auf zu achten.

Typische Erkrankungen

Beim Pekinesen sind einige rassetypische Erkrankungen bekannt:

  • Brachycephales Syndrom: Atemprobleme, insbesondere bei Anstrengung und Hitze
  • Augenentzündungen
  • Bandscheibenvorfall
  • Ellenbogenluxation
  • Distichiasis und Trichiasis

Du möchtest Dir einen Pekinesen anschaffen? Woran erkennst Du ein gesundes Tier?

Bei ausgewachsenen Pekinesen solltest Du insbesondere auf den Kopf achten: Bestimmte Rassemerkmale wie eine flache Schnauze und große Augen sollten nicht zu stark ausgeprägt sein. Höre auf Atemgeräusche im Stand und in Bewegung. Je länger die Nase ist, desto besser! Bei Welpen ist es oftmals schwer, zu beurteilen, wie sich die Merkmale im Laufe der Zeit entwickeln werden. Hier ist es sinnvoll, sich die Elterntiere genau anzusehen und auf Probleme beim Atmen oder Schwierigkeiten beim Laufen zu achten. Vertrauenswürdige und seriöse Züchter können Dir auch immer das Ergebnis der Zuchttauglichkeitsuntersuchung vorlegen.

Fragen und Antworten zum Pekinesen

1) Ist ein Pekinese ein Familienhund?

Pekinesen sind keine typischen Familienhunde. Sie binden sich meist besonders eng an eine einzelne Person und können durchaus mit Eifersucht reagieren, wenn sie nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Die kleinen Löwenhunde sind eher gemütliche Zeitgenossen. Zu stundenlangem Spielen und Umherrennen mit Kindern sind sie eher nicht bereit. Sollen sie als Familienhunde gehalten werden, sollten die Kinder schon etwas älter sein und die charakterlichen Eigenheiten des Pekinesen respektieren.

2) Hat ein Pekinese Unterwolle?

Ja, Pekinesen haben eine recht dichte Unterwolle unter ihrem langen, geraden Deckhaar.

3) Ist ein Pekinese für Allergiker geeignet?

Der Pekinese ist kein typischer „Allergiker-Hund“. Er hat recht dichte Unterwolle und macht zwei Mal im Jahr einen Fellwechsel durch. 

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