Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Heilige Birma

Herkunft und Geschichte

Die gezielte Zucht der Heiligen Birma begann Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich, wo die Anerkennung als eigenständige Rasse bereits 1925 erfolgte. Woher die Rasse ursprünglich stammt, ist nicht genau überliefert. Möglicherweise gelangte sie 1919 durch einen amerikanischen Industriellen nach Frankreich, der zwei Exemplare bei einer Orientreise entdeckte und mitnahm. Allerdings verstarb wohl ein Tier auf der Schiffsreise, so dass höchstwahrscheinlich Perser- bzw. Siamkatzen oder sogar beide Rassen eingekreuzt wurden. Die Heilige Birma wird daher als „goldene Mitte“ zwischen der Siam- und der Perserkatze bezeichnet, weil sie alle positiven Eigenschaften der jeweiligen Rasse vereinen soll.

Durch den zweiten Weltkrieg kam die Zucht zunächst zum Erliegen. 1955 kam dann ein erneuter Aufschwung – es gab zu der Zeit schon eine beachtliche Population in Frankreich und auch im restlichen Europa und in den USA wurde die Rasse immer bekannter und beliebter.

Karl Lagerfeld besaß übrigens auch eine Heilige Birmakatze – ihr Name war „Coupette“!

Achtung Verwechslungsgefahr: Birma übersetzt man im englischen mit Burma. Die Burma- und die Birmakatze sind aber zwei völlig verschiedene Katzenrassen!

 

Aussehen und Farben

Die Heilige Birma zählt zu den kleinen bis mittelgroßen Katzenrassen. Während das Fell am Kopf recht kurz ist, wird es im Brust- und Halsbereich sowie an den Flanken und am Schwanz deutlich länger – die Katzen besitzen eine Halskrause, „haben Hosen an“ und einen „Federbusch“ als Schwanz. Ihr Felltyp wird als Halblanghaar bezeichnet.

Heilige Birmas werden bis ca. sechs Kilogramm schwer, wobei ausgewachsene Kater in der Regel mehr Gewicht auf die Waage bringen, als Kätzinnen.

Entsprechend dem Rassestandard darf die helle Grundfarbe des Fells unterschiedliche Tönungen aufweisen. Im Gesicht, an den Ohren, den Beinen, dem Schwanz und den Hoden liegen dunkle Fellabschnitte. Diese dunklen Fellabzeichen nennt man Points. Die Pfoten sind weiß, man sagt die Heilige Birma trägt Handschuhe. An den Hinterseiten der Hinterbeine laufen diese Handschuhe dreieckig aus, weshalb man von Sporen spricht. Die außergewöhnliche Färbung der Heiligen Birma kommt durch den bei der Rasse vorliegenden Teilalbinusmus (Akromelanismus) zu Stande. Bedingt durch den Teilalbinismus besitzt die Rasse außerdem intensiv gefärbte, blaue Augen.

Die ursprünglichen Fellfarben waren „Blue“ und „Seal“ mit Colourpoint-Abzeichen, mittlerweile finden sich noch folgende Farbvarianten bei der Birmakatze:

(„Tabby“ bedeutet mit Streifung, „Tortie“ mit roter Scheckung in den dunklen Points. Tabby wird in den USA als „Lynx“ bezeichnet)

  • Blue-point, Blue-tabby-point, Blue-tortie-point, Blue-tortie-tabby-point
  • Chocolate-point, Chocolate-tabby-point, Chocolate-tortie-point, Chocolate-tortie-tabby-point
  • Cinnamon-point
  • Creme-point, Cream-tabby-point
  • Fawn-point
  • Lilac-point, Lilac-tabby-point, Lilac-tortie-point, Lilac-tortie-tabby-point
  • Red-point, Red-tabby-point
  • Seal-point, Seal-tabby-point, Seal-tortie-point, Seal-silver-tabby-point, Seal-tortie-tabby-point

Übrigens: Wie alle Point-Katzen, werden auch Heilige Birmas fast weiß geboren und dunkeln dann nach!

 

Wesen und Haltung

Heilige Birmas sind sehr menschenbezogen und zutraulich. Zudem vertragen sie sich fast immer mit Artgenossen und anderen Haustieren. Sie haben ein eher ruhiges Wesen, ihr Freiheitsdrang hält sich normalerweise in Grenzen. Sie eignen sich daher sehr gut als Wohnungskatzen.

Eine Besonderheit der Heiligen Birma ist ihr starker „will to please“. Dieses Verhalten kennt man derart ausgeprägt eigentlich nur von bestimmten Hunderassen, wie z. B. dem Labrador und dem Golden Retriever. Es bedeutet, dass die Katze „ihrem“ Menschen gefallen möchte und nicht so eigensinnig ist wie viele andere Katzenrassen.

Vorsicht: Bei Freigang kann der Heiligen Birma ihre zutrauliche Art und ihr exklusives Äußeres zum Verhängnis werden – sie geht fast ohne Scheu auf Fremde zu und lässt sich unter Umständen ohne Widerstand mitnehmen!

 

Pflege und Ernährung

Die Heilige Birma besitzt nur wenig Unterwolle. Daher verfilzt sie nicht besonders schnell. Du solltest Deine Birmakatze dennoch mindestens zwei Mal wöchentlich bürsten um abgestorbenes Fell zu entfernen. Durch das halblange Fell bilden sich schneller Haarballen im Verdauungstrakt Deiner Birmakatze als bei einer Kurzhaarrasse – dem solltest Du vorbeugen. Entweder Du bietest Deiner Katze Katzengras an um die Haarballen zu erbrechen oder Du machst Dir die abführende Wirkung von Maltpaste bzw. eines Futters mit Anti-Hairball-Komplex zu nutze.

Du kannst Deiner Heiligen Birma konventionelles Nass- und Trockenfutter anbieten, bzw. sie auch nach einem Rohfütterungsmodell ernähren. Egal was Du fütterst, achte auf einen hohen Fleischanteil im Futter und eine leichte Verdaulichkeit der Bestandteile!

 

Typische Erkrankungen

Typische rassebedingte Krankheiten existieren bei der Heiligen Birma nicht. Hin und wieder leiden einzelne Tiere an der polyzystischen Nierenerkrankung PKD, die auch bei anderen Katzenrassen, z. B. dem Perser vorkommt.  Die Krankheit kann vererbt werden und führt bei erkrankten Tieren nach und nach zu komplettem Nierenversagen. Per Gentest ist einfach und sicher festzustellen, ob die eigene Katze betroffen ist oder nicht.

Familie:
Felidae, Katzen
Ursprungsland:
Frankreich
Größe:
Klein bis mittelgroß
Gewicht:
3,5 bis 6 kg
Pflege:
Halblanges, flauschig-seidiges Fell mit wenig Unterwolle. Weniger pflegeintensiv als bei Langhaarkatzen, erfordert aber dennoch ein regelmäßiges Bürsten und Kämmen
Alter:
Durchschnittlich 15 bis 18 Jahre
Trinken:
Immer anbieten
Futter:
Ausgewogene Ernährung, qualitativ hochwertiges Fertigfutter bzw. Fleischkost angereichert mit Vitaminen und Spurenelementen
Charakter:
Freundlich, neugierig und starker "will to please", ruhig, verträglich und unkompliziert, perfekte Wohnungskatze
Weitere Artikel
Steckbrief Neva Masquarade

Steckbrief Neva Masquarade

Die Neva Masquarade ist sehr gesellig und möchte immer bei allem dabei sein um nichts zu verpassen. Sie ist gesellig und besitzt die besondere Eigenart zu kommen, wenn sie gerufen wird. Es empfiehlt sich ihr einen Spielkameraden an die Seite zu stellen, da sie nur ungern allein ist. Dieser kann durchaus auch ein Hund sein, sofern er sich mit ihr versteht. weiterlesen »
Steckbrief Norwegische Waldkatze

Steckbrief Norwegische Waldkatze

Das Aussehen einer Wildkatze gepaart mit einem verschmusten Wesen und souveränem Verhalten zeichnet die Norwegische Waldkatze aus. Du interessierst Dich für diese majestätischen Tiere? In unserem Steckbrief findest Du die wichtigsten Infos über die „Norsk Skogkatt“! weiterlesen »
Steckbrief Maine Coon

Steckbrief Maine Coon

Ein imposantes Äußeres und ein sanftmütiger Charakter - das zeichnet die "Maine Coon", auch "Connie" genannt, aus. In unserem Steckbrief erfährst Du alle wichtigen Details zu dieser faszinierenden Katzenrasse. weiterlesen »
Steckbrief Siamkatze

Steckbrief Siamkatze

Wer eine lebhafte und stets unternehmungslustige Katze als Haustier pflegen möchte, wird von einer Siamkatze nicht enttäuscht. Sie gilt als eigenwillig aber trotzdem menschenbezogen, da sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten an den Tag legt. Optimaler Weise sollte sie daher nicht allein gehalten werden, es sei denn sie haben viel Zeit um ihr Gesellschaft zu leisten. weiterlesen »
Steckbrief Orientalisch Kurzhaar

Steckbrief Orientalisch Kurzhaar

Diese gesellige und lebhafte Katze, verlangt viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit seitens ihres Halters. Sie gilt als sehr verspielt, gesellig, zärtlich, kontaktfreudig und lernt sogar an der Leine zu laufen, was ihr viel Freude bereitet. Die Orientalisch Kurzhaar ist bis ins hohe Alter temperamentvoll und wird sie auf Trab halten. weiterlesen »
Steckbrief Britisch Kurzhaar

Steckbrief Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar hat ein sanftmütiges Wesen und ist eine wunderbare "Familienkatze". Sie ist durch und durch menschenfreundlich und sehr anhänglich – die ideale Wegbegleiterin für Kinder und Katzenanfänger! Diese eher ruhige Rasse ist in der Regel nicht wasserscheu und tobt auch gern mal mit ihren zwei- oder vierbeinigen Freunden herum. weiterlesen »
Steckbrief Abessinier

Steckbrief Abessinier

Die Abessinier ist ausgesprochen freiheitsliebend, selbstbewusst und zudem sehr neugierig. Ihrem Menschen folgt sie oft auf Schritt und Tritt und beobachtet dabei all seine Aktivitäten auf das Genaueste. In jungen Jahren hat sie ein lebhaftes Temperament mit großem Bewegungsdrang, den sie gerne zusammen mit anderen Katzen auslebt. Dieses sollte man ihr optimaler Weise ermöglichen. weiterlesen »
Steckbrief Perserkatze

Steckbrief Perserkatze

Die Perserkatze ist eine der ältesten und beliebtesten Katzenrassen der Welt. Perserkatzen haben ein ruhiges Gemüt. Man sagt, sie seien die friedlichste Katzenrasse der Welt! In unserem Steckbrief findest Du alle wichtigen Infos zu dieser besonderen Rasse. weiterlesen »
Steckbrief Ragdoll

Steckbrief Ragdoll

Ragdoll-Katzen sind sanftmütige und ausgeglichene XXL-Samtpfoten, mit hundeähnlicher Anhänglichkeit. Die Ragdoll möchte einfach überall mit dabei sein und benötigt möglichst einen Artgenossen, wenn Sie ihr nicht ständig Gesellschaft leisten können. Sie ist äußerst verspielt, lustig, sowie freundlich und kinderlieb. weiterlesen »
Steckbrief Balinese

Steckbrief Balinese

Balinesen stehen ihren Verwandten, den Siam, in punkto Schmusen, Sensibilität, sowie Menschenbezogenheit in nichts nach. Sie sind zudem sehr verspielt und ihnen wurde höchste Intelligenz nachgewiesen. Als sehr „gesprächig“ erweisen sie sich vor allem dann, wenn sie nicht genug beachtet werden. Dieses teilen die eigensinnigen Balinesen ihrem Menschen mit lauter Stimme mit. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Birma

    Der Steckbrief über die Birmakatze trifft sehr gut zu. Bis auf die Fellpflege. Je nach Linie in der Zucht ist das Fell sehr seidig und wirkt trotz häufigem Kämmen schnell zu Verfilzungen.