Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Maine Coon

Herkunft und Geschichte

Die „Maine Coon“, auch „Maine Cat“, „Maine Shag“, „Coonie“ und „Amerikanische Waldkatze“ genannt, ist eine große Katzenrasse aus dem im Nordwesten der USA gelegenen Bundesstaat Maine. Main Coon könnte man mit „Waschbär aus Maine“ übersetzen, wobei „Coon“ für die Abkürzung von „racoon“, also Waschbär, steht. Der Schwanz der Maine Coon erinnert nämlich an den buschigen Schwanz eines Waschbären. Um die Entstehung der Rasse ranken sich zahlreiche Legenden. Eine besagt, die Rasse sei aus einer Kreuzung von Katze und Waschbär entstanden und der Name „Coon“ beziehe sich nicht auf nur auf das Aussehen, sondern auch auf die Abstammung der Katzenrasse. Doch Kreuzungen von Katzen und Waschbären sind auf Grund ihrer biologischen Unterschiede unmöglich. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Rasse durch Verpaarungen von kurzhaarigen Hauskatzen mit unterschiedlichen, langhaarigen Katzenrassen entstanden ist. So wurden Langhaarrassen beispielsweise als Schiffskatzen von Seereisen mitgebracht und in der Natur Maines ausgesetzt, außerdem brachten vermögende Einwanderer ihre Langhaarkatzen mit in die USA. Immer wieder kam es zu natürlichen Kreuzungen der verschiedenen Katzenrassen in der freien Wildbahn. Main Coons werden daher, wie die Norwegische Waldkatze und die „Sibirische Katze“, zu den Naturrassen gezählt. Schon ab 1860 wird von der Existenz einer großen, zottelig aussehenden Katze in Maine berichtet. 1895 taucht das erste Exemplar auf einer Katzenausstellung auf und gewinnt. Die gezielte Zucht der Maine Coon setzt aber erst ab 1950 ein, als sich einige Liebhaber der Rasse zusammenschließen und den „Central Maine Cat Club“ gründen. 1985 wird die Main Coon zur Staatskatze von Maine ernannt.

Die ursprüngliche Aufgabe der Maine Coon war die Ratten- und Mäusejagd – im englischsprachigen Raum wird sie daher auch als „working cat“ bezeichnet.

Info: Berühmte Maine Coon: „Mrs. Norris”, die Katze des Hausmeisters „Argus Filch“ aus „Harry Potter“, wird von Maine Coon Kater „Maximus“ gespielt.

 

Aussehen und Farben

Durch ihr wasserabweisendes, dichtes und halblanges Fell, ist die Maine Coon perfekt an das raue Klima in ihrem Ursprungsgebiet angepasst. Ihre für eine Katze beachtliche Körpergröße mit einer Körperlänge von bis zu 1,20 Metern und einer Schulterhöhe von bis zu 40 Zentimetern, lassen die Maine Coon sehr eindrucksvoll wirken. Kater werden in der Regel bis 9 Kilogramm schwer, manchmal sogar noch deutlich schwerer. Kätzinnen bleiben mit 4 bis 6,5 Kilogramm deutlich leichter.
Die bislang größte Maine Coon war mit einer Körperlänge von 1,23 Meter der Kater „Stewie“. Nach dessen Tod hält aktuell der Maine Coon Kater „Omar“ mit 1,20 Metern den Rekord.
Ihre breit angesetzten, nach oben spitz zulaufenden Ohren, die Haarbüschel an den oberen Ohrrändern und der buschige Schwanz verleihen der Main Coon ein wildes und ungezähmt wirkendes Äußeres. Das Fell der Coonies kann nahezu alle hauskatzentypischen Farben aufweisen, lediglich „gold“ entspricht nicht dem Standard.


Wesen und Haltung

Die Maine Coon wird gern als „Hundkatze“ bezeichnet. Sie sind treue, sehr anhängliche Begleiter und besitzen eine ganz katzenuntypische Eigenart – sie apportieren gern. Mit ihnen macht Spielen deshalb besonders viel Freude!
Die Rasse ist ruhig, souverän, kinderlieb und gesellig. Die perfekte Familienkatze also, die nach entsprechender Gewöhnung auch meist problemlos mit anderen Haustieren zusammenleben kann. Coonies sind nicht gern allein, im Mehrkatzenhaushalt fühlen sie sich meistens wohler. Nicht umsonst werden sie auch „gentle giants“ also „sanfte Riesen“ genannt. Maine Coons arbeiten gerne mit ihren Pfoten und das nicht nur beim Fressen. Wasserhähne aufdrehen und Türen öffnen zählen mitunter zu ihren Hobbys. Zudem ist die Rasse sehr bewegungs- und kletterfreudig. Freigang wird meist begeistert angenommen, birgt aber natürlich auch die Gefahr, dass die Katze entführt wird. Eine große Wohnung mit vielen stabilen Klettermöglichkeiten bzw. ein entsprechend eingerichtetes Haus ist neben Balkon, Terrasse und Katzenvoliere eine gute Alternative um gesicherten Freigang zu gewährleisten. Main Coons brauchen aufgrund ihrer Größe und des Körpergewichts besonders stabile Kratzbäume.


Pflege und Ernährung

Den Felltyp der Maine Coon nennt man „Halblanghaar“. Dieses Fell bedarf deutlich mehr Pflege als das Fell einer Kurzhaarrasse. Bei der Maine Coon gehört mehrmals wöchentliche Fellpflege dazu, um abgestorbene Haare zu entfernen und Verfilzen zu verhindern. Die Vorbeugung vor Haarballenbildung im Verdauungstrakt ist bei dieser Rasse unerlässlich.

Info: Katzengras hilft beim Erbrechen von verschlucktem Fell. Eine andere Möglichkeit ist die Gabe von Maltpaste oder das Füttern eines Anti-Hairball-Futters. Bei dieser Variante werden die bei der Fellpflege verschluckten Haare über den Kot abgeführt.

Ob Rohfütterung oder konventionelles Nass- und Trockenfutter – für die Main Coon sind alle drei Ernährungsweisen geeignet. Wie für Katzen üblich, haben auch die Coonies ihren eigenen Geschmack. Am besten, Du probierst aus, was Deiner Maine Coon schmeckt.

Info: Main Coons angeln ihr Futter gerne mit den Pfoten aus dem Napf und fressen es erst nachdem sie es in der Pfote hatten!

 

Typische Erkrankungen

Bei der Maine Coon können einige rassetypische Krankheiten auftreten, diese sind z. B. 

Herzerkrankungen

Hypertrophe Kardiomyopathie: Bei der Erkrankung verdickt sich der Herzmuskel krankhaft. Typische Symptome sind Kurzatmigkeit, mangelnde Ausdauer und Atemnot nach Anstrengung. Die Krankheit ist nicht heilbar. Erkrankte Tiere können aber meist mittels Medikamenten gut eingestellt werden. Die Krankheit kann vererbt werden.

Gelenkerkrankungen

Die Maine Coon weicht durch ihre enorme Größe und das höhere Gewicht deutlich vom „regulären Bauplan“ einer Katze ab. Daher ist sie anfälliger für Erkrankungen, die den Bewegungsapparat betreffen.

Hüftgelenksdysplasie (HD): Bei Krankheit kommt es zu einer Verengung des Hüftgelenks und später meist zur Arthrose. Die Erkrankung ist vererbbar und kommt vor allem bei großen und schweren Katzen- und Hunderassen vor.

Ellenbogengelenksdysplasie (ED): Die Ellenbogengelenksdysplasie ähnelt der Hüftgelenksdysplasie, wobei bei der Ellenbogengelenksdysplasie das Ellenbogengelenk betroffen ist. Auch Ellenbogengelenksdysplasie ist vererbbar und kann im späteren Stadium zur Arthrose führen. Auch von dieser Erkrankung sind hauptsächlich große und schwere Katzen- und Hunderassen betroffen.

Patellaluxation: Bei dieser Krankheit springt die Kniescheibe aus ihrer Führung und ist dann „ausgerenkt“, was starke Schmerzen verursacht. Renkt sich die Kniescheibe immer wieder aus, führst dies zu Knorpelschäden im Kniegelenk. Behandlungsmöglichkeiten sind gezielter Muskelaufbau um die Kniescheibe an Ort und Stelle zu halten, bzw. in schwereren Fällen eine Operation.

Vielzehigkeit (Polydaktylie): Betroffene Tiere haben jeweils eine Zehe mehr als üblich, also an den Vorderpfoten sechs statt fünf Zehen und an den Hinterpfoten fünf statt vier Zehen. Meist tritt die Vielzehigkeit nur an den Vorderpfoten auf. Das Phänomen kann die Tiere beeinträchtigen, muss es aber nicht. Ob es sich bei dem Phänomen um eine krankhafte Veränderung handelt oder nicht, wird immer wieder heiß diskutiert. In Deutschland sind Tiere mit Polydaktylie in der Regel von der Zucht ausgeschlossen. Das Gutachten zu §11b des Tierschutzgesetzes empfiehlt einen Zuchtausschluss von Tieren mit diesem Merkmal. In den USA hingegen werden vielzehige Main Coons teilweise gezielt gezüchtet und dort „Superscratcher“ genannt.

Nervenerkrankungen

Spinale Muskelatrophie (SMA): Bei dieser Krankheit sterben Nervenzellen im Rückenmark ab. Dies äußert sich in Lähmungserscheinungen. Nach und nach verlieren die Tiere Muskulatur, da diese nicht mehr beansprucht wird. Die Krankheit ist leider weder heil- noch behandelbar.

 

Nierenerkrankungen

Bei der Maine Coon können verschiedene Nierenerkrankungen auftreten. Anzeichen für Nierenprobleme können übermäßiges trinken, Abmagerung, Mundgeruch und Apathie sein. Hinter den Nierenproblemen können folgende rassetypischen Krankheiten stecken:

Nierenzyste (Cystic Renal Disease): Bei dieser Erkrankung bildet sich ein Hohlraum (Zyste) in den Nieren, der die Nierenfunktion allerdings nicht beeinträchtigt und somit harmlos ist. Meist wird der Befund zufällig beim Ultraschall entdeckt. Die Krankheit ist vererbbar.

Chronische Nierenerkrankung (CKD): Die Krankheit wird auch „chronische Niereninsuffiziens“ oder „chronisches Nierenversagen“ genannt. Ursache ist eine Entzündung in den Nieren, die genaue Ursache ist unbekannt. Die Krankheit führt zu nachlassender Filterfunktion der Nieren und schließlich zum Nierenversagen. Leider wird die Krankheit meist sehr spät entdeckt, da betroffene Tiere lange Zeit keine Symptome zeigen. Bis zum kompletten Nierenversagen ist die Krankheit medikamentös behandelbar, heilbar ist sie nicht.

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD): In den Nieren bilden sich mehrere Zysten, die die Nierenfunktion beeinträchtigen und nach und nach zu komplettem Nierenversagen führen. Die Krankheit ist unheilbar, kann aber bis zum kompletten Nierenversagen medikamentös behandelt werden. Die Krankheit kann vererbt werden.

Familie:
Felidae, Katzen
Ursprungsland:
USA, Bundesstaat Maine
Grösse:
Groß bis sehr groß und kräftig
Gewicht:
Kater bis 9 kg, selten XXL Exemplare bis 14 kg, Katzen kleiner und leichter
Pflege:
Leicht, anspruchslos das halblange Fell ist pflegeleicht
Alter:
Durchschnittlich 12,5 Jahre
Trinken:
Immer anbieten
Futter:
Ausgewogene Ernährung, qualitativ hochwertiges Fertigfutter, Fleischkost angereichert mit Vitaminen und Mineralstoffen
Charakter:
"Hundkatze", ruhig, leise, anhänglich, verträglich, neugierig, kinderlieb und gesellig
Weitere Artikel
Steckbrief Norwegische Waldkatze

Steckbrief Norwegische Waldkatze

Das Aussehen einer Wildkatze gepaart mit einem verschmusten Wesen und souveränem Verhalten zeichnet die Norwegische Waldkatze aus. Du interessierst Dich für diese majestätischen Tiere? In unserem Steckbrief findest Du die wichtigsten Infos über die „Norsk Skogkatt“! weiterlesen »
Steckbrief Heilige Birma

Steckbrief Heilige Birma

Heilige Birmakatzen vereinen die positiven Eigenschaften von Siam- und Perserkatzen. Sie sind ruhig und sanftmütig, sehr menschenbezogen und haben den "will to please"! Heilige Birmas sind nur ungern allein und daher die perfekte Rasse für einen Mehrkatzenhaushalt. weiterlesen »
Steckbrief Britisch Kurzhaar

Steckbrief Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar hat ein sanftmütiges Wesen und ist eine wunderbare "Familienkatze". Sie ist durch und durch menschenfreundlich und sehr anhänglich – die ideale Wegbegleiterin für Kinder und Katzenanfänger! Diese eher ruhige Rasse ist in der Regel nicht wasserscheu und tobt auch gern mal mit ihren zwei- oder vierbeinigen Freunden herum. weiterlesen »
Steckbrief Neva Masquarade

Steckbrief Neva Masquarade

Die Neva Masquarade ist sehr gesellig und möchte immer bei allem dabei sein um nichts zu verpassen. Sie ist gesellig und besitzt die besondere Eigenart zu kommen, wenn sie gerufen wird. Es empfiehlt sich ihr einen Spielkameraden an die Seite zu stellen, da sie nur ungern allein ist. Dieser kann durchaus auch ein Hund sein, sofern er sich mit ihr versteht. weiterlesen »
Steckbrief Perserkatze

Steckbrief Perserkatze

Die Perserkatze ist eine der ältesten und beliebtesten Katzenrassen der Welt. Perserkatzen haben ein ruhiges Gemüt. Man sagt, sie seien die friedlichste Katzenrasse der Welt! In unserem Steckbrief findest Du alle wichtigen Infos zu dieser besonderen Rasse. weiterlesen »
Steckbrief Balinese

Steckbrief Balinese

Balinesen stehen ihren Verwandten, den Siam, in punkto Schmusen, Sensibilität, sowie Menschenbezogenheit in nichts nach. Sie sind zudem sehr verspielt und ihnen wurde höchste Intelligenz nachgewiesen. Als sehr „gesprächig“ erweisen sie sich vor allem dann, wenn sie nicht genug beachtet werden. Dieses teilen die eigensinnigen Balinesen ihrem Menschen mit lauter Stimme mit. weiterlesen »
Steckbrief Türkische Van-Katze

Steckbrief Türkische Van-Katze

Die Türkisch Van hegt eine große Vorliebe für Wasser und ist dafür bekannt, in freier Natur Fische zu fangen. Daher wird sie umgangssprachlich auch als „Schwimmkatze“ bezeichnet. Dieses Verhalten führt in der Wohnung dazu, dass sie nur zu gern in Aquarien oder Vasen angelt. Zu ihrer Bezugsperson hat sie meist ein besonders intensives Verhältnis und sucht stets deren Nähe. weiterlesen »
Steckbrief Siamkatze

Steckbrief Siamkatze

Wer eine lebhafte und stets unternehmungslustige Katze als Haustier pflegen möchte, wird von einer Siamkatze nicht enttäuscht. Sie gilt als eigenwillig aber trotzdem menschenbezogen, da sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten an den Tag legt. Optimaler Weise sollte sie daher nicht allein gehalten werden, es sei denn sie haben viel Zeit um ihr Gesellschaft zu leisten. weiterlesen »
Steckbrief Abessinier

Steckbrief Abessinier

Die Abessinier ist ausgesprochen freiheitsliebend, selbstbewusst und zudem sehr neugierig. Ihrem Menschen folgt sie oft auf Schritt und Tritt und beobachtet dabei all seine Aktivitäten auf das Genaueste. In jungen Jahren hat sie ein lebhaftes Temperament mit großem Bewegungsdrang, den sie gerne zusammen mit anderen Katzen auslebt. Dieses sollte man ihr optimaler Weise ermöglichen. weiterlesen »
Steckbrief Ragdoll

Steckbrief Ragdoll

Ragdoll-Katzen sind sanftmütige und ausgeglichene XXL-Samtpfoten, mit hundeähnlicher Anhänglichkeit. Die Ragdoll möchte einfach überall mit dabei sein und benötigt möglichst einen Artgenossen, wenn Sie ihr nicht ständig Gesellschaft leisten können. Sie ist äußerst verspielt, lustig, sowie freundlich und kinderlieb. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.