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Steckbrief Perserkatze

Herkunft und Geschichte

Die Perserkatze ist eine der ältesten und beliebtesten Katzenrassen. Ihr Name lässt vermuten, dass die Perserkatze ursprünglich aus dem persischen Raum, was dem heutigen Iran entspricht, stammt. Doch vor einigen Jahren konnte das Rätsel um die tatsächliche Herkunft des Persers mittels umfangreicher genetischer Untersuchungen gelüftet werden. Die Perserkatze stammt nämlich nicht, wie ursprünglich angenommen, aus Persien, sondern aus Russland. Mit asiatischen Katzenrassen, wie z. B. der Angorakatze, ist sie nicht näher verwandt.  Die Vorfahren der Perserkatze sind hingegen langhaarige, russische Hauskatzen.

Die gezielte Zucht der Perserkatze begann im 19. Jahrhundert in England. Zu dieser Zeit sah die Perserkatze der Angorakatze sehr ähnlich. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Perserkatze zur „Moderasse“, zunächst vor allem in den USA. Dort wurden die Katzen, ohne Rücksicht auf gesundheitliche Aspekte, massenhaft vermehrt. Im Lauf der Zuchtgeschichte kam es immer wieder zu Veränderungen des Rassestandards, bis hin zur Zucht von Perserkatzen mit extrem flachem Gesicht und zurückgesetzter Nase. Diese Gesichtsform nennt man auch „Peke Face“, betroffene Tiere werden als „Peke Face Perser“ bezeichnet.

Berühmte Perserkatzen: Der Bösewicht „Ernst Stavro Blofeld“ aus den „James Bond“ Filmen, ist häufig mit einer weißen Perserkatze auf dem Schoß zu sehen.

 

Aussehen und Farben

Die Perserkatze ist eine mittelgroße bis große Langhaar-Katzenrasse. Perserkater werden bis ca. sieben Kilogramm schwer, die Kätzinnen bleiben leichter. Der Rassestandard sieht einen gedrungenen Körper auf kurzen, stämmigen Beinen vor. Der Kopf soll rund, mit kurzer, flacher Nase sein. Diese Kopfform spiegelt das „Kindchen-Schema“ wider. Tiere, die diesem Schema entsprechen, also große Augen und einen runden Kopf besitzen, werden vom Menschen als besonders „niedlich“ empfunden.

Es sind alle katzentypischen Fellfarben und Zeichnungen vom Rassestandard zugelassen. Einfarbige Exemplare sind mittlerweile etwas seltener als mehrfarbige Perser. Auch bei der Perserkatze gibt es immer wieder aktuelle „Modefarben“ bzw. Zeichnungsvarianten, wie z. B. „smoke“. Bei dieser Fellzeichnung sind die einzelnen Haare zweifarbig.  Die untere Hälfe des Fells ist silbrig-weiß, nach oben zur Haarspitze hin, ist das Fell farbig pigmentiert. Man sagt das Fell ist „getippt“. Es gibt Smoke-Varianten von allen Fellfarben.

Aus der Perserkatze entstanden im 20. Jahrhundert zwei weitere Rassen, die „Exotisch Kurzhaarkatze“ und die „Colourpoint Katze“. Die Rasse „Exotisch Kurzhaar“ wurde in den USA aus den Rassen Perserkatze und „Amerikanisch Kurzhaar“ gezüchtet. Diese drei Rassen haben daher einen gemeinsamen Rassestandard. Sie unterscheiden sich nur in Fell-Länge, -Textur und -Farbe. Ziel dieser Kreuzungen war es zwar den Charakter der Perserkatze zu erhalten, aber ihre Optik zu verändern.

Die Exotisch Kurzhaarkatzen haben plüschiges Fell, welches wesentlich kürzer und pflegeleichter als das von Perserkatzen ist. Echte Kurzhaarkatzen sind sie allerdings trotz ihres Namens nicht.

Colourpoint Katzen wurden in den USA aus den Rassen Perserkatze und „Siamkatze“ gezüchtet. Diese Rasse, auch „Maskenperser“, „Colourpoint-Perser“ oder „Himalayan“ genannt, zeichnet sich durch die „Point-Färbung“ der Siamkatze aus. Bei dieser Art der Färbung kann die helle Grundfarbe des Fells unterschiedliche Tönungen aufweisen. Im Gesicht, an den Ohren, den Beinen, dem Schwanz und den Hoden liegen jedoch dunkle Fellabschnitte, Points genannt. Die Augen sind blau. Diese Färbung kommt durch einen Teilalbinusmus (Akromelanismus) zu Stande. Das lange Fell des Persers ist bei der Colourpoint Katze nach wie vor vorhanden.

 

Wesen und Haltung

Die Perserkatze ist eine friedliche und ruhige Rasse. Fremden gegenüber sind die Tiere meist sehr zurückhaltend bis ängstlich. Häufiger Besuch von Fremden kann die Katzen daher sehr stressen. Perserkatzen haben normalerweise keinen starken Freiheitsdrang - sie eignen sich hervorragend als Wohnungskatzen. Faul sind sie aber nicht, auch Perserkatzen möchten beschäftigt werden. Die Haltung im Mehrkatzenhaushalt ist meist kein Problem, die Mitbewohner sollten allerdings nicht zu agil sein, da sich die meisten Perser dadurch gestört fühlen.

Zusatzinfo: Bei Freigang ist zu beachten, dass Rassekatzen häufig Objekte der Begierde sind. Zwar ist der Perser Fremden gegenüber eher scheu und misstrauisch, aber eine Entführung ist dennoch nicht ausgeschlossen!

 

Pflege und Ernährung

Ihr langes Fell mit der dichten Unterwolle macht die Perserkatze zu einer der pflegeintensivsten Katzenrasse. Du solltest Deine Perserkatze täglich bürsten, um abgestorbenes Fell zu entfernen und Verfilzen zu verhindern. Unter verfilzten Fellabschnitten können sich nämlich schnell Hautentzündungen bilden und Pilzerkrankungen auftreten. Außerdem ist die Vorbeugung vor Haarballenbildung im Verdauungstrakt bei der Perserkatze sehr wichtig. Katzengras hilft dabei, aus abgestorbenem Fell im Magen gebildete Haarballen herauszuwürgen. Eine andere Möglichkeit stellt die Gabe von Maltpaste oder das Füttern eines Anti-Hairball-Futters dar. Maltpaste und Futter mit Anti-Hairball-Komplex führen verschluckte Haare einfach über den Kot ab.

Zusatzinfo: Sollte Deine Perserkatze Freigang haben, so ist Die Fellpflege noch deutlich aufwändiger. Du solltest mindestens einmal täglich Fremdkörper wie z. B. Laub aus dem Fell Deiner Katze entfernen.

Zusatzinfo: Perserkatzen neigen durch ihre Kopfform zu tränenden Augen. Dies kommt durch einen verengten Nasen-Tränenkanal zu Stande. Die nassen Tränenstellen unter den Augen entzünden sich leicht, daher solltest Du die Tränenspuren regelmäßig entfernen und die Haut danach vorsichtig trocknen. Ist die Haut an den Stellen trocken und gereizt, kannst Du Hin und wieder eine rückfettende Creme oder Wund- und Heilsalbe auftragen.

Sowohl die Fütterung von konventionellem Nass- und Trockenfutter als auch die Rohfütterung ist möglich. Durch ihre runde Kopfform fällt es vielen Persern schwer, Fleischbrocken mit den Zähnen zu greife. Die Katzen lecken ihr Futter eher mit der Zunge auf. Hat Deine Perserkatze Probleme beim Fressen größerer Fleischbrocken, so zerkleinere diese vor dem Verfüttern bzw. biete Deiner Katze ein „Paté“ (stark zerkleinertes Nassfutter) an. Außerdem spielen wie bei allen Katzen natürlich auch beim Perser die persönlichen Futtervorlieben eine große Rolle. Am besten Du probierst aus, was Deinem Tiger am besten schmeckt!

 

Typische Erkrankungen

Bei der Perserkatze gibt es einige rassetypische Krankheiten:

  • Brachycephales Syndrom (manchmal auch Obere-Luftwege-Syndrom genannt): Durch die von der typischen Katzenanatomie abweichende Kopfform (kürzerer und breiterer Schädel als üblich) können verschiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Diese fasst man unter dem Begriff brachycephales Syndrom zusammen. So leiden einige Perserkatzen z. B. unter zu kleinen Nasenlöchern, Atembeschwerden, Problemen beim Fressen, Entzündungen im Nasen- und Rachenbereich und Problemen mit dem Gaumensegel. Diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Tieren kommen z. B. Atemprobleme erst bei Hitze zum Vorschein, bei anderen sind sie dauerhaft zu beobachten. Je nachdem welche Beschwerden vorliegen, kann eine Operation die Symptome lindern.
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD): Bei PKD bilden sich Zysten in den Nieren, die deren Funktion beeinträchtigen und nach und nach zu komplettem Nierenversagen führen. Die Krankheit ist unheilbar, kann aber bis zum kompletten Nierenversagen medikamentös behandelt werden. Die Krankheit ist vererbbar. Es ist aber möglich, die Katze auf die Erkrankungen testen zu lassen.
Familie:
Felidae, Katzen
Ursprungsland:
Russland, gezielte Zucht ab dem 19. Jh. in England
Größe:
Mittelgroß bis groß
Gewicht:
3 bis 7 kg
Pflege:
Hoher Pflegeaufwand durch langes Fell und tränende Augen
Alter:
Durchschnittlich 13 bis 18 Jahre
Trinken:
Immer anbieten
Futter:
Ausgewogene Ernährung, qualitativ hochwertiges Fertigfutter, Fleischkost angereichert mit Vitaminen und Mineralstoffen
Charakter:
Friedlich, Ruhe liebend, geringer Bewegungsdrang
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