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Steckbrief Bitterling

FAMILIE:
Karpfenfische (Cyprinidae)
ART:
Rhodeus amarus
URSPRUNGSGEBIET:
Mittel- bis Osteuropa in stehenden und langsam fließenden Gewässern
GRÖSSE:
Bis ca. 9 cm
WASSERTEMPERATUR:
ca. 6 - 21 °C
VERHALTEN:
Friedlicher Gruppenfisch
NAHRUNG:
Flockenfutter, Lebend- und Frostfutter, Algen, Detritus und Kleinstlebewesen im Teich
BESONDERHEITEN:
Winterhart, außergewöhnliches Laichverhalten mit Eiablage in Muscheln (ohne Muscheln keine Jungtiere!)

Der Bitterling (Rhodeus amarus) ist ein kleiner, ursprünglich graugrün gefärbter Fisch mit silbrig schimmernden Flanken, der von Mittel- bis Osteuropas beheimatet ist und dort stehende und langsam fließende Gewässer bewohnt. Den Namen verdankt der Fisch seinem bitteren Geschmack. In wirtschaftlich schlechten Zeiten war der Bitterling ein Speisefisch. Bitterlinge gibt es mittlerweile auch in der Farbform „gold“.

 

Verhalten und Haltung

Bitterlinge sind friedliche Gruppenfische. Sie werden maximal 9 cm groß und können auch in kleineren Teichen ab 2000 Litern gehalten werden. In größeren Teichen fühlen sie sich natürlich auch wohl. Bei entsprechender Teichtiefe (mindestens 80 cm, Teich darf nicht durchfrieren), können sie auch im Freien überwintern.

Wenn Du Deine Bitterlinge dauerhaft im Aquarium (Mindestkantenlänge 100 cm) halten möchtest, dann überwintere sie an einem kühlen Ort. Somit simulierst Du die Jahreszeiten und schonst den Stoffwechsel Deiner Fische!

Das Laichverhalten der Bitterlinge ist etwas ganz Besonderes! Um ihre Brut bestmöglich vor Gefahren zu schützen, laichen Bitterlinge nur in Fluss- oder Malermuscheln ab, in denen die Jungfische dann nach gewisser Zeit schlüpfen und so vor Fressfeinden geschützt sind. Um Jungtiere heranziehen zu können, ist unbedingt der gleichzeitige Einsatz von Muscheln in den Teich nötig. Am besten ist es pro Bittterlingspärchen eine Muschel mit einzusetzen. Im Aquarium ist die Nachzucht deutlich schwieriger, da Muscheln in Aquarien nicht leicht zu pflegen sind.

Wichtig: Muscheln filtrieren Plankton aus dem Wasser. Ist kein Plankton vorhanden (z. B. in sehr klarem Wasser), verhungern sie.

 

Tiergerechte Ernährung

Bitterlinge sind Allesfresser. Sie fressen Algen, Detritus, Insektenlarven und kleinere Krebstiere. Außerdem kannst Du ihnen sowohl Flockenfutter als auch Lebend- und Frostfutter anbieten.

 

Warum Bitterlinge?

Ihr besonderes Laichverhalten machen den Bitterling zu optimalen Fischen für kleine und große Beobachter. Außerdem sind Bitterlinge auf Grund ihrer geringen Endgröße auch ideal für kleinere Naturteiche geeignet und können problemlos mit anderen friedlichen Gruppenfischen wie dem Moderlieschen vergesellschaftet werden. Last but not least – Bitterlinge fressen auch Stechmückenlarven und helfen Dir so bei der biologischen Stechmückenbekämpfung in Deinem Garten!

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