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Steckbrief Nase

FAMILIE:
Cyprinidae (Karpfenfische)
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Chondrostoma nasus
VORKOMMEN:
Gewässer Mittel- und Osteuropas von der Barben- bis zur unteren Forellenregion
GRÖSSE:
25-40 cm
NAHRUNG:
Bodentiere, Kleinkrebse, Würmer und Algen
HALTUNG:
Einfach
ZUCHT:
Schwierig

Herkunft

Nasen, auch als Näsling, Schnabel oder Speier bekannt, sind beinahe in ganz Europa vertreten - von der Nord- bzw. Ostsee bis zu den Alpen und vom Atlantik bis zum Ural und dem kaspischen Meer. Ihren Namen verdankt sie ihrem extrem unterständigen Maul, mit dem die Spitze ihres kleinen Kopfs wie eine Nase aussieht. Die Tiere sind aufgrund der starken Umweltbelastung und der Verbauung der Fließgewässer inzwischen selten geworden. 

Aussehen und Lebensweise

Nasen sind strömungsliebende Schwarmfische, werden ca. 25 – 40 cm groß und können bis zu 1.000 g auf die Waage bringen. Ihr spindelförmiger, schlanker Körper glitzert grau-blau-metallisch, die Flanken schimmern silbrig und der Rücken ist Nuancen von graublau, graugrün bis hin zu hellgrau gefärbt. Die abgeflachte Schnauze ist perfekt zum Abraspeln von Steinen und Bodengrund ausgerüstet. Mit ihrer hornigen Unterlippe schabt sie Algen und Kleinstlebewesen von der Oberfläche. Dabei vertilgen sie auch gerne mal kleinere Wirbellose wie Würmer oder Kleinkrebse, die am Bodengrund leben.

Haltung und Fortpflanzung

Werden Nasen im Teich gehalten, so sollte dieser entsprechend groß sein und neben guten Wasserwerten auch einen hohen Sauerstoffgehalt aufweisen. Es empfiehlt sich, eine Gruppe von mindestens 6 Tieren zu halten. Laichzeit der Nasen ist ab einer Wassertemperatur von 8°C von März bis Mai, dann ziehen sie in der Natur flussaufwärts, um in flachen, kiesigen Zonen zu laichen. Dabei kleben die Weibchen bis zu 100.000 Eier an den Kies. Anschließend kehren die Tiere in ihre angestammten Reviere zurück. Aus diesem Grund ist eine Zucht im Teich schwierig.

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