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Steckbrief Schleierschwanz

Der Schleierschwanz ist eine Zuchtform des ursprünglich aus China stammenden Goldfisches (Carassius auratus). Goldfische werden seit ungefähr 1000 Jahren gezüchtet. Charakteristisch für den Schleierschwanz sind die große Rückenflosse und die langen, geteilten Schwanz- und Afterflossen. Außerdem haben die Fische einen gedrungenen, rundlichen Körper. In der Regel werden sie 10 – 15 cm, teilweise aber auch bis zu 25 cm groß.

Farben und weitere Zuchtformen

Schleierschwänze können orange, rot, weiß und schwarz gefärbt sein. Außerdem gibt es zwei- und dreifarbige Schecken, die als „Calico“ bezeichnet werden. Darüber hinaus gibt es die Zuchtformen Löwenkopf-Schleierschwanz und Teleskopaugen-Schleierschwanz. Löwenkopf-Schleierschwänze mit weißem Körper und rot gefärbtem Kopf werden „Rotkäppchen“ oder „Red Cap“ genannt. Schwarz gefärbte Exemplare des Teleskopaugen-Schleierschwanzes nennen sich „Black Moor“. Schleierschwänze mit glänzenden Schuppen werden als „Perlschupper“ oder „Pearlscale“ bezeichnet.
Tipp: Junge Schleierschwänze kannst Du übrigens von jungen Koi an den beim Schleierschwanz (und generell beim Goldfisch) fehlenden Barteln unterscheiden.

Haltung und Pflege

Der Schleierschwanz ist ein geselliger Fisch, der Artgenossen braucht um sich wohl zu fühlen. Du solltest mindestens 4 – 6 Schleierschwänze zusammen halten. Es sind sehr friedliche Fische, die auch mit anderen (friedlichen) Kaltwasserfischen zusammenleben können.
Deine Schleierschwänze können den Sommer im Teich verbringen. Um starkes Aufheizen zu vermeiden, sollte der Teich mindestens 80 cm tief sein und über ein Wasservolumen von 5 m3 verfügen. Schleierschwänze gründeln gern, das heißt sie durchsuchen den Teichboden nach Futter. Daher mögen sie einen weichen Teichboden, z.B. aus Teicherde oder Sand am liebsten. Um starke Wassereintrübungen zu vermeiden, sollte der Teich über eine ausreichende Filterung verfügen. Zum Verstecken und Ablaichen eignen sich verschiedene schnellwüchsige Wasserpflanzen wie z.B. Hornkraut oder Wasserpest, die es auch nicht übelnehmen, wenn sie angeknabbert werden. Ebenfalls gute Versteckmöglichkeiten bieten Seerosen und Schwimmpflanzen, außerdem sorgen sie für Beschattung des Teiches.
Überwintern sollten Deine Schleierschwänze allerdings in einem Aquarium im Innenraum, denn sie sind wesentlich kälteempfindlicher als Goldfische mit „normaler“ Körperform. Hier gelten ähnliche Voraussetzungen wie für die Teichhaltung. Neben ausreichend Platz, mindestens ein Aquarium mit 100 cm Kantenlänge und guter Filterung, brauchen Deine Schleierschwänze Versteckmöglichkeiten.
Überwintere Deine Schleierschwänze an einem kühlen Ort, damit ihr Stoffwechsel weniger stark arbeiten muss. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt bei 12 – 15°C.
Tipp: Starte die Teichsaison für Deine Schleierschwänze erst im späten Frühjahr, wenn sich das Teichwasser schon ausreichend erwärmt hat!

Tiergerechte Ernährung

Schleierschwänze sind Allesfresser. Du kannst ihnen Goldfischflockenfutter, Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe, Mückenlarven) und Pflanzentriebe anbieten. Algen, Wasserlinsen und weiche Wasserpflanzen fressen sie auch sehr gern.

Warum Schleierschwänze?

Schleierschwänze sind durch ihre Größe, die langen Flossen und ihre intensive Färbung ein optisches Highlight. Ihr ruhiges Schwimmverhalten und ihre friedlichen Wesenszüge machen sie zu angenehmen und beruhigenden Beobachtungstieren. Schleierschwänze werden sehr schnell zutraulich und sind daher auch hervorragend geeignet, um Kindern einen ersten Kontakt mit Tieren zu ermöglichen!

FAMILIE:
Karpfenfische, (Cyprinidae)
Art:
Carassius auratus
Ursprungsgebiet:
Asiatische Zuchtformen des eurasischen Giebels
GRÖSSE:
Bis 25 cm
WASSERTEMPERATUR:
12-25 °C, Überwinterung nur im Haus bei 12-15 °C
Verhalten:
Friedlich, gesellig, wird sehr schnell zutraulich
NAHRUNG:
Allesfresser: Flockenfutter, Lebendfutter, Frostfutter, Pflanzen
BESONDERHEITEN:
Kälteempfindlich, gute Filterung nötig, wird schnell zutraulich
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