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Abenteuer zu Hause erleben

Unser Experte Kai Schäfer von Balance food 4 dogs hat in diesem Beitrag einige Tipps zur Beschäftigung Deines Hundes zu Hause zusammengestellt.

Nicht immer kann man mit seinem Hund die Natur draußen genießen. Das kann zum einem an uns Menschen selbst liegen, wenn wir gerade nicht so gut zu Fuß sind, zum anderen am Alter einer Fellnase, an einer Erkrankung derer (z.B. in den Gelenken) oder aber auch wie gerade aktuell an der Corona-Krise.

Nun, es geht beim Gassi gehen aber nicht nur darum, dass unsere Fellnasen sich erleichtern können, sondern auch darum „Zeitung“ in Form einer Duftmarke anderer Fellnasen zu lesen.

Ganz nach dem Motto: „Wer war hier, was wurde gemacht, was gibt’s Neues?"

Dies sind ganz elementare Abläufe und sehr wichtige Funktionen, welche insbesondere für das soziale Verhalten von Fellnasen wichtig sind. Hinzu kommen aber noch ganz andere Aspekte beim Gassi gehen wie Suchspiele, Buddeln, Bällchen holen, im Gras wälzen, Rennen, mit anderen Fellnasen raufen, toben und einfach nur Spaß haben. Hierbei werden auch jede Menge Prozesse im Fellnasen-Körper aktiviert. Der allgemeine Stoffwechsel kommt in Schwung, Energie wird verbrannt, Verdauung gefördert, das Immunsystem gestärkt, Muskeln aufgebaut oder erhalten; alle Sinne sind gefordert und werden gefördert, der Wasserhaushalt und anderes reguliert und noch eine ganze Menge mehr.

Derzeit fällt dieses aber auf Grund der Situation nicht immer so leicht und die Gassi-Zeiten verkürzen sich aktuell stark und somit auch die oben genannten Aktivitäten. Denn man hält auch derzeit mehr Abstand draußen zueinander, was auch das gemeinsame Treffen von Fellnasen vermindert.

Tipp: Wir sollten also schauen, dass wir unseren Fellnasen, je nach Möglichkeiten, diese Abenteuer nach Hause holen. Klar, es ist kein adäquater Ersatz und nicht jede Fellnase wird auch mitmachen, aber ein Versuch ist es allemal wert und „beißen“ die vierbeinigen Mitbewohner einmal an, ist der Spaß für alle Beteiligten garantiert.

 

Wie könnte man nun die „Action“ in den vier Wänden gestalten?

Drei Beispiele habe ich einmal herausgesucht!

1. Such- und Nasenspiele

Geht mit Eurer Fellnase z.B. in die Küche, setzt diese ab (wenn das geht) und versteckt nun das Lieblingsspielzeug. Im Anschluss beginnt das große Suchen. Wahlweise kann dies auch jemand schon vorab machen während Ihr Gassi seid, dann beginnt das Abenteuer direkt. Auch geht ein zerknülltes Handtuch, ein Schnüffelteppich oder ein „Futterbrettchen“ in welche man Leckerlie versteckt und die Fellnasen müssen quasi eine „Aufgabe lösen“ um an das „Naschwerk“ heran zu kommen. Das strengt enorm an und alle Sinne sind gefordert.

2. Kraft- und Powerspiele

Hier gilt es einfach die Muskulatur, das Skelett und die Sehnen zu aktivieren.
Das mögliche Bewegungsspektrum der Fellnasen soll hierbei aber nicht überfordert werden. Es gilt immer das Spiel dem jeweils tierischen Partner anzupassen und auch darauf zu achten, dass es zu keinem Überstrecken des Nackens oder der Wirbelsäule kommt.

Was man im Grunde braucht ist ein „Schnauzen-gerechtes“ Spielzeug woran die Fellnase ziehen kann, der Rest ergibt sich dann in der Regel von allein. Wenn also nun der Zweikampf beginnt und Ihr mit Eurer Fellnase quasi um die „Beute“ ringt, dann lasst auch mal nach einiger Zeit diese gewinnen, denn Fellnasen brauchen eine positive Bestätigung, dass deren Jagt den Erfolg brachte.

Aber bitte nicht einfach so loslassen während noch auf der anderen Seite ordentlich gezogen wird. Bitte gebt langsam Eurem eigenen Zug nach und lasst erst dann los. Zu groß wäre die nach hinten verlagerte Energie der Fellnase und der Druck auf die Gelenke, Sehnen und Muskeln. Einer gesunden und jungen Fellnase macht dieses nichts aus, aber einer älteren schon. Oder denkt mal unter anderem an Erkrankungen wie Arthrose, Bänder-, Muskel-, oder Gewebeschwäche, das geht dann mal schnell in die verkehrte Richtung und aus anfänglichem Spaß wird plötzlich tierischer Ernst. Beachtet man dieses aber, steht dem Spiel nichts im Wege.

3. Fangen und Jagen

Hier gilt es als erstes alles beiseite zu räumen, an dem sich eine Fellnase verletzten könnte. Wenn dann alle Voraussetzungen gegeben sind, kann es auch schon losgehen. Fangen und Jagen kann man ganz prima in die Powerspiele einbauen, denn wenn Ihr Eurer Fellnase die „Beute“ überlasst, weil diese „natürlich stärker“ ist als Ihr, dann wird sie höchstwahrscheinlich versuchen diese ganz schnell in Sicherheit zu bringen.

Nun ist es an Euch sie wiederzuerlangen, das heißt, tut so als ob Ihr Eurer Fellnase die Beute wieder abjagen wolltet, greift danach, aber absichtlich ins Leere. Eure Fellnase wird dieses dann sicherlich mit wegrennen beantworten und schon beginnt Fangen und Jagen. Dies könnt Ihr dann auch prima abwechselnd mit den Punkten 1 und 2 verbinden. Glaubt mir, das strengt nicht nur die Fellnase(n) an!

Wichtig: Mir ist es eine besondere und große Herzensangelegenheit noch zu erwähnen, wenn Ihr draußen wart mit Euren Fellnasen und nun daheim die „Action“ sucht...

1. Füttert bitte immer erst danach, denn die Gefahr einer Magendrehung ist einfach zu groß!

2. Passt die Spiele immer Euren Fellnase(n) an, bitte keine Überforderung!

3. Achtet auf (lose) Gegenstände, welche daheim zu Verletzungen führen könnten.

4. Nutzt immer der / den Fellnase(n) angepasstes Spielzeug.

5. Sorgt auch für Ruhephasen, gemeinsames Kuscheln nach dem Spiel ist sooo schön!

6. Belohnt Eure Fellnase(n) immer beim Spielen daheim mit kleinen Leckerlies, denn daheim lässt die Motivation schneller nach, draussen ist dies in der Regel ganz anders.

7. Wenn mehrere Fellnasen im Rudel leben, versucht auch mal diese separat zu bespielen, sofern dies möglich ist.

Ich denke, wenn man dies alles beherzigt, dann hat man jede Menge Spaß daheim und vor allem miteinander!

Wenn Ihr Fragen zu diesem oder anderen Themen habt, dann schreibt mir einfach, ich freue mich auf Euch.

Euer Kai von Balance-Food4dogs

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