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BARF für den Hund – Die Futterumstellung

Du hast Dich fürs Barfen entschieden? Mit unseren Tipps gelingt Dir die Umstellung Deines Vierbeiners von Fertigfutter auf BARF! Unsere Empfehlungen gelten für ausgewachsene und gesunde Hunde, bei kranken Hunden solltest Du vor der Futterumstellung den Rat eines Tierarztes einholen.


Dauer und Vorgehensweise für die Futterumstellung auf BARF

Bei den meisten Hunden ist die Futterumstellung auf BARF nach ca. 4 Wochen geschafft. Die Umstellung von Trockenfutter auf BARF stellt meist die größte Herausforderung dar, da sich diese zwei Futterarten von der Konsistenz her am stärksten voneinander unterscheiden. Trockenfutter enthält fast keine Feuchtigkeit. Es hat daher im Vergleich zu BARF eine deutlich längere Verdauungszeit. Je länger Dein Hund Trockenfutter bekommen hat, desto länger kann auch die Umstellung auf BARF dauern. Die Konsistenz von Nassfutter ähnelt der einer BARF-Ration schon eher. In diesem Fall sollte die Umstellung schneller klappen.
Optimal wäre es, wenn Dein Hund nach seiner letzten Fertigfutter-Mahlzeit ca. einen halben Tag nichts zu fressen bekommt um seinen Magen zu leeren. Bitte mische das Fertigfutter nicht mit den BARF-Zutaten, davon bekommen die meisten Hunde Verdauungsprobleme, sondern stelle das Futter so um wie weiter unten beschrieben.

 

Geeignete Zutaten und Zubereitung für die Umstellung auf BARF

Wähle für die Umstellung mageres, leicht verdauliches Fleisch. Gut geeignet ist Rinder-, Lamm- oder Hähnchen-Muskelfleisch. Solltest Du auf Grund einer Ausschlussdiät das Futter umstellen, nimm Muskelfleisch von der Tierart, die Du verfüttern möchtest. Wähle für den Anfang tatsächlich nur Muskelfleisch, da dies am einfachsten zu verdauen ist. Die anderen Bestandteile wie Pansen, Innereien und Knochen kommen erst nach und nach dazu. Zu Anfang kannst Du das Fleisch abkochen um dann Schritt für Schritt die Abkochzeit zu verkürzen, bis das Fleisch roh ist. Dies hat sich vor allem bei Hunden mit empfindlichem Magen und wählerischen Tieren bewährt, ist ansonsten aber nicht unbedingt erforderlich.
Als Gemüsebestandteil für die Umstellungsphase hat sich Karotte bewährt. Diese wird am besten fein geraspelt oder ein Püree daraus gekocht. Falls Du Kohlenhydrate füttern möchtest, eignet sich auch abgekochter Reis sehr gut für die Umstellung, da er in der Regel gut vertragen wird.
Wichtig: Achte darauf, dass gegartes Fleisch, Gemüse und Reis vor dem Verfüttern ausreichend abgekühlt sind.

 

Umstellung auf BARF Schritt für Schritt

Schritt 1: Füttere einige Zeit die BARF-Ration aus Muskelfleisch und Gemüse

Schritt 2: Mische Pansen mit zur Ration aus Muskelfleisch und Gemüse

Schritt 3: Jetzt fügst Du Innereien zu Deiner BARF-Ration dazu.

Schritt 4: Im letzten Schritt ergänzt Du die aus Muskelfleisch, Pansen, Innereien und Gemüse bestehende BARF-Ration mit Knochen.

Wähle für den Anfang weiche Knochen wie z. B. Hühnerflügel, Hühnerhälse, Entenhälse, Hühner- und Kaninchenkarkassen. Diese weichen Knochen werden auch als Anfängerknochen bezeichnet. Werden diese gut vertragen, kannst Du später härtere Knochen wie Lammrippen, Kalbsrippen und Rinderbrustbeine zugeben. Was ansonsten noch bei der Knochenfütterung zu beachten ist, kannst Du hier nachlesen. Alternativ zur Knochenfütterung kannst Du auch Knochenmehl geben.
Wie lange Du Deinem Hund für den jeweiligen Schritt Zeit lassen solltest, ist ganz individuell. Es gibt viele Hunde, bei denen die Umstellung auf BARF, unabhängig davon was sie vorher zu fressen bekommen haben, völlig unproblematisch verläuft. Behalte sein Verhalten und seinen Kotabsatz im Auge – fühlt sich Dein Hund wohl und reagiert er nicht mit Verdauungsproblemen, kannst Du zum nächsten Schritt übergehen.

 

Mögliche Probleme bei der Futterumstellung

Die Umstellung auf BARF kann einen aber auch vor Herausforderungen stellen. Typische mögliche Probleme sind:

Hund frisst kein rohes Futter: Ist dem Hund rohes Futter gänzlich unbekannt, kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass das Futter verschmäht wird. Hier hat es sich bewährt, das Futter zunächst durchzugaren und die Garzeit dann nach und nach reduzieren, bis rohes Futter akzeptiert wird.

Hund frisst einen Bestandteil nicht: Geschmäcker sind verschieden – auch beim Hund. Es gibt Hunde, die beispielsweise Gemüse und Obst aussortieren oder Innereien nicht mögen. Hier kann es helfen, die unbeliebten Bestandteile zu einer Mousse zu zerkleinern und gut unter das Muskelfleisch zu mischen bzw. diese zunächst zu garen.

Verträgt kein rohes Fleisch: In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Hunde kein rohes Fleisch vertragen und mit Erbrechen oder Durchfall darauf reagieren. Hier kann es auch helfen das Fleisch zunächst durchzugaren und die Garzeit dann nach und nach zu reduzieren. Diese Gewöhnung an rohes Fleisch bei sehr verdauungssensiblen Hunden sollte sehr langsam über mehrere Wochen erfolgen. Vereinzelt ist es auch nach längerer Gewöhnung möglich, dass der Hund auf rohes Fleisch mit Verdauungsstörungen reagiert. Dann ist ein dauerhaftes Kochen des Futters nötig bzw. die Umstellung auf eine andere Ernährungsweise wie z. B. konventionelles Nass- oder Trockenfutter.

Verträgt keine Knochen: Manche Hunde reagieren schon bei geringen Mengen an Knochen mit Erbrechen, Durchfall, Verstopfung bzw. Knochenkot. In diesen Fällen solltest Du gewolfte Knochen anbieten. Treten trotzdem Unverträglichkeitssymptome auf, kann der Verzicht auf Knochen und die Umstellung auf Knochenmehl das Problem lösen.

Gewichtsveränderung: Bei der Umstellung auf BARF kann es zu Gewichtsveränderungen kommen. Wie Du die passende Futtermenge für Deinen Hund bestimmen kannst, ist hier nachzulesen. Zeigt der Hund nach der Umstellung auf BARF eine Gewichtsveränderung, liegt dies meist am Fettgehalt bzw. am Gesamtkaloriengehalt der Futterration und nicht in erster Linie an der Futtermenge. Checke daher den Fett- und Kaloriengehalt des Futters und passe den Gesamtgehalt entsprechend an.

Ständiges Hungergefühl: Hat Dein Hund nach der Futterumstellung auf BARF immer Hunger, so kann das zum einen an der Futtermenge, zum anderen aber auch am Fettgehalt bzw. am Kaloriengehalt der Gesamtration liegen. Ein Hund kennt kein Sättigungsgefühl, welches mit unserem vergleichbar wäre. Sein Magen verfügt lediglich über Dehnungsrezeptoren, die dem Hundegehirn signalisieren, wenn der Magen genügend gefüllt ist. Es könnte also sein, dass deinem Hund die Portion zu klein ist. Einen guten Hinweis darauf gibt Dir sein Gewicht. Hat er seit der Futterumstellung nicht abgenommen, aber immer Hunger, so ist der Grund für den Dauerhunger aller Wahrscheinlichkeit nach die zu kleine Rationsmenge. Erhöhe in diesem Fall die Futtermenge und wähle kalorienärmere Bestandteile als zuvor, um den Gesamtenergiegehalt der Ration nicht zu verändern. Der wahrscheinlichste Grund für Dauerhunger ist aber in den meisten Fällen ein zu geringer Fett- bzw. Gesamtkaloriengehalt in der Futterration. Überprüfe bei Dauerhunger daher unbedingt die Futterzusammensetzung auf den Fettgehalt. Liegt dieser unter 10 %, ist er zu niedrig; dein Hund bekommt zu wenig Energie und hat Hunger.

 

Verändertes Trinkverhalten

Vielen Hundebesitzern fällt nach der Umstellung auf BARF auf, dass ihr Hund weniger trinkt als zu Zeiten der konventionellen Fütterung. Dies wird vor allem beim Umstieg von Trockenfutter auf BARF deutlich. Mit Trockenfutter ernährte Hunde nehmen durch ihre Nahrung sehr wenig Flüssigkeit auf und müssen entsprechend mehr trinken als ein gebarfter Hund um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Sollte Dein Hund also nach der Umstellung auf BARF weniger Wasser trinken, so ist das völlig normal!

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