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BARF im Urlaub und Alternativen für den Hund

Wenn für Dich als barfender Hundebesitzer Urlaub ansteht, stellt sich früher oder später die Frage nach der Fütterung Deines Hundes.
Bleibt Dein Hund zu Hause und wird dort von Familienmitgliedern oder Freunden versorgt, besteht in den seltensten Fällen Anlass für eine Futterumstellung. Ausnahme: Deine Vertretung ekelt sich vor rohem Fleisch! Dann ist die große Frage, welche Alternativen es gibt und was noch alles beachtet werden sollte.
Ist Dein Hund während Deiner Abwesenheit in einer Hundepension untergebracht, kann es auch nötig sein, von Rohfütterung auf konventionelles Futter umzusteigen. Einige Hundepensionen scheuen den vermeintlich höheren Aufwand, der durch die Rohfütterung entstehen kann bzw. lehnen Barfen generell ab.
Wichtig: Unsere Empfehlungen beziehen sich auf ausgewachsene, gesunde Hunde. Bei gesundheitlichen Problemen, jungen und alten Hunden und vor allem auch bei Futtermittelunverträglichkeiten und -allergien solltest Du vor der Umstellung auf eine Urlaubsalternative unbedingt Deinen Tierarzt befragen bzw. Dich im Fachhandel beraten lassen!

 

Barfen im Urlaub

1) Dein Hund bleibt zu Hause

Wenn Du ohne Deinen Hund in Urlaub fährst und Deine Vertretung behält die Rohfütterung während Deiner Abwesenheit bei, dann ist es am einfachsten, wenn Du das Futter vorportionierst und wieder einfrierst. Welche Futterbestandteile vorportioniert werden können und was dabei zu beachten ist, kannst Du hier nachlesen. Das Vorportionieren spart Deiner Vertretung viel Arbeit und Zeit und stellt gleichzeitig sicher, dass die Rationszusammenstellung so ist, wie Du sie haben möchtest.


2) Dein Hund kommt mit

Wenn Dein Hund mit Dir in den Urlaub fährt, kommt es natürlich ganz darauf an, wie viel Platz Du zur Verfügung hast und ob eine Kühlmöglichkeit während der Fahrt vorhanden ist oder nicht.
Abhängig von den Außentemperaturen, der Leistungsfähigkeit der Klimaanlage des Autos und einer entsprechenden Kühltasche, kann rohes Futter für ein bis zwei Tage normalerweise problemlos mitgenommen werden. Am besten, Du informierst Dich dann schon vorab über Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Urlaubsortes um immer an Nachschub zu kommen.

Achtung: Außerhalb Deutschlands und besonders auf Inseln ist Fleisch in der Regel deutlich teurer. Das gleiche kann für frisches Gemüse und Obst gelten!

Hast Du ausreichend Kühlmöglichkeiten während der Fahrt und Gefriermöglichkeiten vor Ort, kannst Du natürlich auch das vorportionierte Futter mitnehmen. Um die Zeit des Vorportionierens zu sparen, können auch fertige BARF-Menüs eine gute Alternative sein. Bei fast allen fertigen BARF-Menüs müssen vor dem Verfüttern aber Öl und eventuell Mineralstoffe zugebenen werden, um eine vollwertige Ration zu ergeben. Ob dies bei dem von Dir ausgewählten Menü der Fall ist, steht in der Regel auf der Verpackung. Bei Unsicherheiten diesbezüglich kannst Du Dich aber auch im Fachhandel beraten lassen.
Getrocknete Gemüse-, Obst-, Reis- oder Kartoffelflocken sparen Dir im Urlaub Arbeit und Zeit, da diese einfach mit Wasser eingeweicht werden können und Du kein frisches Obst und Gemüse raspeln bzw. Reis oder Kartoffeln abkochen musst.

 

Urlaubsalternativen zur Rohfütterung

Die Rohfütterung während des Urlaubs mit Hund beizubehalten, kann aber auch schwierig bis unmöglich sein. Gehst Du beispielsweise in der Wildnis zelten oder Deine Urlaubsvertretung möchte kein rohes Fleisch verfüttern, dann sind Alternativen zur Rohfütterung gefragt!
Eine mögliche Alternative zur Rohfütterung  ist Nassfutter. Insbesondere „pur Dosen“ kommen der Rohfütterung in Bezug auf schnelle Verdaulichkeit, Konsistenz und Zusammensetzung relativ nah. Hier sind viele verschiedene Sorten erhältlich und auch auf exotischere Fleischquellen angewiesene Allergiker werden hier fündig. Außerdem ist auch Nassfutter erhältlich, welches verschiedene Fleischquellen enthält bzw. auch Gemüse, Obst und Kohlenhydrate.

Der Nachteil von Nassfutter auf Reisen ist aber die leichte Verderblichkeit, sobald die Dose geöffnet ist und der hohe Platzbedarf. Wenn Dein Hund pro Mahlzeit nicht eine komplette Dose frisst und Reste übrig sind, so kann das Futter bei hohen Außentemperatuten und fehlenden Kühlmöglichkeiten schnell verderben.
Zum Glück gibt es noch andere Alternativen, wie z. B. Halbfeuchtfutter. Dadurch, dass Halbfeuchtfutter intensiver riecht und weicher ist als Trockenfutter, wird es von fast allen Hunden sehr gerne gefressen und auch meist sehr gut vertragen. Geöffnete Verpackungen müssen im Gegensatz zum Nassfutter nicht gekühlt werden und sind somit unkomplizierter zu transportieren und zu lagern.
Natürlich kannst Du für die Zeit Deines Urlaubes auch auf Trockenfutter umstellen. Die Umstellung von Rohfütterung auf Trockenfutter stellt für das Verdauungssystem Deines Hundes allerdings die größte Herausforderung dar. Trockenfutter enthält den geringsten Feuchtigkeitsgehalt aller Futtersorten und hat daher eine recht lange Verdauungszeit. Die längere Verdauungszeit kann grundsätzlich auch ein Vorteil sein (z. B. bei Hunden, die zu Sodbrennen neigen), aber im Falle der Umstellung von Rohfütterung auf Trockenfutter, braucht der Verdauungstrakt Deines Hundes erstmal (meist) längere Zeit um sich umzustellen.
Egal auf welche Fütterungsart Du umstellst, Du solltest hierbei einige Dinge beachten.

 

Was ist bei der Umstellung zu beachten?

Ziehe vor der Futterumstellung bei jungen, alten und kranken Hunden bitte unbedingt einen Tierarzt zu Rate bzw. lasse Dich im Fachhandel beraten. Dies gilt auch bei Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten und Futtermittelallergien.
Starte frühzeitig mit der Futterumstellung. Ideal ist schon zwei Wochen vor dem Urlaub das neue Futter zu testen. Wird es gefressen und gut vertragen? Sollte Dein Hund mit Durchfall reagieren, hat sein Verdauungssystem ausreichend Zeit sich umzustellen. Die rechtzeitige Umstellung spart viel Stress auf der Reise, denn ein Hund mit Durchfall bei einer längeren Autofahrt kann zu einer Herausforderung werden.


Tipp: Bei Hunden mit sehr empfindlicher Verdauung ist es empfehlenswert sogar drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Reise das Futter umzustellen.

 

Wie stellt man von Rohfütterung auf konventionelles Futter um?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder Du stellst direkt auf das neue Futter um, oder Du fütterst ein paar Tage beispielsweise morgens die halbe BARF-Ration und gibst dann abends die andere Hälfte der Ration an konventionellem Futter. Beides gleichzeitig zu verfüttern ist nicht ratsam, da durch die unterschiedlichen Verdauungszeiten Verdauungsprobleme provoziert werden.
Bei den meisten Hunden gelingt die Umstellung übrigens problemlos. In diesem Sinne – schönen Urlaub!

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