Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

BARF - Obst und Gemüse für Deinen Hund

Ziel des Barfens ist es, ein möglichst komplettes Beutetier nachzubauen. Das Obst und Gemüse soll Fell/Federn und Magen- sowie Darminhalt des Beutetieres nachahmen. Außerdem soll es zwischendurch als Verdauungshilfe gefressenen Gräser oder Beeren ersetzen.

 

Warum Obst und Gemüse für Deinen Hund?

Das verfütterte Obst und Gemüse dient nicht vorrangig der Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementlieferant für Deinem Hund, sondern wirkt hauptsächlich als „Verdauungshelfer“. Zur Deckung des Hauptbedarfs an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen dienen Deinem Hund in erster Linie Innereien und Knochen. Obst und Gemüse leisten hierbei nur einen recht geringen Beitrag.

Info: Innereien sind regelrechte Vitamin- und Mineralstoffbomben. So enthalten 100 g Kalbsleber durchschnittlich 39,0 mg Vitamin A, 100 g Karotte lediglich 2,2 mg Vitamin A durchschnittlich.

Die im Obst und Gemüse enthaltene Rohfaser unterstützt den Weitertransport des Nahrungsbreis im Darm (Verstopfungsvorbeugung) und trägt zur Kotformung bei. Außerdem dient die Rohfaser als Nahrung für an der Verdauung beteiligter Bakterien im Darm Deines Hundes und trägt somit zu einer gesunden Darmflora und einem starken Immunsystem bei.
Die in Obst und Gemüse enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, wie z. B. verschiedene Flavonoide und Antioxidantien, können auch einen positiven Effekt auf den Organismus Deines Hundes haben und sein Wohlbefinden stärken. Doch Vorsicht! Nicht alle sekundären Pflanzenstoffe haben positive Effekte, es gibt auch eine ganze Reihe von gesundheitsschädlichen sekundären Pflanzenstoffen. Daher ist es zur Gesunderhaltung Deines Lieblings wichtig, nur bekömmliches Obst und Gemüse zu verfüttern. Welches Obst und Gemüse Dein Hund fressen darf und welches besser nicht, kannst Du in den folgenden Abschnitten nachlesen! Unsere Auflistung beinhaltet die bekanntesten Obst- und Gemüsesorten, erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Bist Du Dir unsicher im Bezug auf die Verträglichkeit einzelner Bestandteile, kontaktiere gerne unsere Kollegen in den Kölle Zoo Märkten oder erkundige Dich beim Tierarzt oder Ernährungsberater!

 

Welches Obst und Gemüse kannst Du füttern?

Das hier aufgelistete Gemüse und Obst kann (nahezu) bedenkenlos verfüttert werden. Obst kann durch den enthaltenen Fruchtzucker abführend wirken bzw. sogar Durchfall verursachen. Je reifer das Obst ist, desto mehr Fruchtzucker enthält es und desto mehr Kalorien hat es.

  • Verschiedene Blattsalate, Chinakohl, Rucola, Gartenkresse
  • Gekochte Kartoffel, gekochte Süßkartoffel, Speisekürbis roh oder gedünstet
  • Karotte, Gurke, Zucchini, roter und überreifer Paprika, Fenchel, Pastinaken
  • Apfel, Birne, Banane, Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren

Tipp: Es kann vorkommen, dass Dein Vierbeiner eine der oben genannten Obst- oder Gemüsesorten nicht verträgt. Stellst Du fest, dass Dein Tier mit Durchfall, Erbrechen oder Blähungen reagiert, so lasse die entsprechende Obst- bzw. Gemüsesorte weg.

 

Welches Obst und Gemüse kann mit Einschränkungen verfüttert werden?

Erbsen und verschiedene Kohlarten (z. B. Blumenkohl, Brokkoli) können Blähungen und Bauchschmerzen verursachen. Möchtest Du diese dennoch verfüttern, solltest Du Erbsen, Blumenkohl und Brokkoli vor dem Verfüttern unbedingt abkochen, da das Gemüse dann besser bekömmlich ist. Allerdings reagieren viele Hunde dennoch mit Verdauungsbeschwerden. Gekochte Erbsen werden übrigens unverdaut ausgeschieden, hier ist z. B. zusätzlich ein Zerdrücken des Gemüses vor dem Verfüttern anzuraten.
Spinat (506,5 mg Oxalsäure / 100 g), Mangold (670,0 mg Oxalsäure / 100 g) und Rote Beete (180 mg Oxalsäure / 100 g) enthalten relativ viel Oxalsäure. Im Vergleich: 100 Gramm Karotte enthalten lediglich 6,1 g Oxalsäure.
Oxalsäure kann bei nierenkranken Tieren bei häufiger Fütterung größerer Mengen die Nieren zusätzlich belasten. Außerdem bindet die Säure Calcium im Darm und verhindert die Aufnahme des Mineralstoffes. Dies kann sich vor allem bei Jungtieren im Wachstum und bei Arthrosepatienten negativ auswirken.

 

Welches Obst und Gemüse fütterst Du besser nicht?

Die hier aufgeführten Obst- und Gemüsesorten solltest Du besser überhaupt nicht füttern. Ihre Wirkungsweise auf Deinem Hund können von Verdauungsstörungen bis hin zu schweren Vergiftungen mit Todesfolge reichen.

  • Rohe Kartoffeln
  • Weintrauben, Rosinen/Sultaninen, Bittermandeln
  • Zierkürbisse, Avocado
  • Tomaten, Auberginen, grüner und gelber Paprika
  • Zwiebeln, roher Knoblauch

Wichtig: Häufig wird das Verfüttern rohen Knoblauchs mit dem Hinweis auf die Parasiten abschreckende Wirkung empfohlen und die Giftigkeit verharmlost. Wir raten dringend vom Verfüttern rohen Knoblauchs ab, da das im Knoblauch enthaltene Allicin zu einer Blutarmut führt! Getrocknetes Knoblauchgranulat für Hunde kann dagegen (in der entsprechend empfohlenen Menge) bedenkenlos gefüttert werden!

 

Wie solltest Du Obst und Gemüse zubereiten?

Da Hunde und Katzen keine Kauflächen auf ihren Zähnen haben, können sie rohes Obst und Gemüse „am Stück“ nicht ausreichend zerkleinern und somit auch nicht verwerten. Pflanzen besitzen nämlich eine doppelte Zellwand, die zerstört werden muss (z. B. durch Kauen), wenn ihre Inhaltsstoffe frei werden sollen. Nur durch das frei werden der Inhaltsstoffe aus den Pflanzenzellen kann Dein Hund von diesen profitieren. Aus diesem Grund solltest Du Obst und Gemüse vor dem Verfüttern pürieren oder raspeln. Das Zerkleinern der Obst- und Gemüseration hat übrigens noch einen weiteren Vorteil! Die Akzeptanz wird deutlich gesteigert, denn viele Hunde verschmähen größere Obst- und Gemüsestücke in ihrem Futter und sortieren diese aus. Ist Dir die Zubereitung von Obst und Gemüse zu viel Arbeit, stehst Du unter Zeitdruck oder bist Du im Urlaub, so kannst Du auch auf Obst- bzw. Gemüseflocken zurückgreifen!
Fütterst Du Deinem Hund z. B. hin und wieder eine ganze Karotte zur Beschäftigung oder als Magenfüller, so liegt deren Nährwert nahezu bei null.

Info: Zellulose, der Hauptbestandteil der Zellwand einer Pflanzenzelle, ist für Hunde, Katzen und uns Menschen ein unverdaulicher Ballaststoff! Allerdings dient Zellulose als Darmbakterienfutter, füllt den Magen und macht satt – das kann man sich zu Nutze machen!

 

Gemüse als Magenfüller

Möchtest Du mehr Futtervolumen, um Deinen Hund zu „sättigen“, so bietet sich kalorienarmes Gemüse an. Karotte und verschiedene Salate wären hierfür gut geeignet. Das Konzept des Magenfüllers ist besonders bei dauerhungrigen Hunden mit normaler Figur und Hunden, die abnehmen sollen, interessant, denn dadurch bekommt man die Hunde zufriedener.
Achtung: Hat Dein Hund allerdings Dauerhunger und ist zu schlank, obwohl Du bereits eine relativ große Futtermenge gibst, überprüfe unbedingt den Fettgehalt der Futterration!

Zusatzinfo: Hunde haben keine klassischen „Sättigungsrezeptoren“ im Magen wie wir Menschen, sondern verfügen über „Dehnungsrezeptoren“. Dein Hund fühlt sich also quasi dann satt, wenn sich sein Magen in einem bestimmten Ausmaß gefüllt und dadurch ausgedehnt hat.
Bei BARF kannst Du bis zu 30 % der Gesamtration an magenfüllendem Gemüse füttern, allerdings nicht mehr, da die Verdaubarkeit des restlichen Futters mit steigender Rohfasermenge in der Gesamtration abnimmt.

Dein Hund frisst selbst püriertes Obst und Gemüse nicht, Du möchtest aber dennoch bei der Rohfütterung bleiben? Hier kannst Du Dich über das „Prey Model Raw“ informieren. Bei diesem Fütterungsmodell wird auf Obst und Gemüse verzichtet.

Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.