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Können Hunde trauern?

Seine unverbrüchliche Treue zum Menschen ist ganz unbestreitbar eine der hervorstechendsten Tugenden des Hundes. Vermutlich stand der Hund schon an der Seiten unserer Vorfahren, als diese lernten, das Feuer zu beherrschen und bevor sie das Rad erfanden. Doch was passiert, wenn die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ein abruptes Ende nimmt, nämlich dann, wenn der Zweibeiner plötzlich stirbt und der Vierbeiner allein zurückbleibt? Ist die Fellnase dann traurig über den erlittenen Verlust – so wie ein Mensch es ist, wenn sein Hund für immer geht?

Ist Deine Fellnase traurig und trauert, wenn der Mensch oder ein Artgenosse stirbt?

Zahlreiche Berichte legen nahe, dass auch Hunde Trauer empfinden können und diese sogar nach außen zur Schau tragen – so z. B. die Geschichte von Greyfriars Bobby: Im Jahr 1855 oder vielleicht auch erst 1856 im schottischen Edinburgh geboren, stößt der kleine Skye Terrier Bobby zu dem Polizisten John Gray hinzu. Bis 1858 bilden die beiden ein Team, dann stirbt John und Bobby bleibt allein zurück. Was soll der kleine Terrier jetzt nur tun? Statt sich ein neues Zuhause mit netter menschlicher Gesellschaft zu suchen und zu unbekannten Abenteuern aufzubrechen, bleibt die Fellnase treu an der Seite ihres Herrchens. Ganze 14 Jahre lang bewacht Bobby Johns Grab auf dem Kirchhof der Greyfriars Kirk und verlässt dieses nur einmal täglich, pünktlich nach dem Abfeuern der Ein-Uhr-Kanone, um im nahegelegenen Coffee-House seine Mahlzeit einzunehmen. Mit den Jahren wird so aus Bobby der legendäre Greyfriars Bobby und eine echte Touristen-Attraktion. Nach seinem Tod im Jahr 1872 wird die treue Fellnase heimlich bei seinem Herrchen auf dem Greyfriars Kirkyard beigesetzt, obwohl Tiere dort eigentlich nicht bestattet werden dürfen.

Bereits kurz nach Bobbys Tod wurde der treuen Fellnase in Edingburgh ein Denkmal errichtet.

Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich heute natürlich nur noch schwierig überprüfen. Doch jeder Mensch, der einen treuen Hund an seiner Seite weiß, wird ihren wahren Kern wohl nicht bestreiten wollen.

Aus einer menschlichen Perspektive wirkt Bobbys Verhalten eindeutig wie eine Geste von Trauer und Verlust, es könnte aber vielleicht auch ganz anders interpretiert werden – oder? Die Frage bleibt: Können Hunde trauern? Ein Blick in das Seelenleben unserer treuen Begleiter kann vielleicht helfen, der Beantwortung dieser Frage ein Stück näher zu kommen, um so ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen!

Trauer bei Tieren?

Es ist davon auszugehen, dass insbesondere höher entwickelte Säugetiere, zu denen auch Hunde zählen, in der Lage sind, Emotionen wie z. B. Freude, Angst, Wut, Zufriedenheit und vielleicht auch Trauer empfinden zu können. Dafür sind bestimmte Vorbedingungen notwendig: Für die Entstehung von Gefühlen ist u. a. das limbische System zuständig, das in einem komplexen Zusammenspiel mit kortikalen und nicht-kortikalen Strukturen im Gehirn unterschiedliche Prozesse steuert. So sorgt das limbische System u.a. auch für die Ausschüttungen von Endorphinen. Auch der Hormonhaushalt spielt in Sachen Gefühle und Trauer eine bedeutende Rolle: So sorgen Gefühle von Verlust beim Menschen u. a. für eine erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen, wie sie sich auch bei einigen Tieren beobachten lässt. Trauer äußert sich damit in erster Linie durch Stress, der durch den Verlust und damit das Fehlen der eigenen Sicherheit, bedingt ist. Soziale Gefüge sind ebenfalls von Bedeutung, da sie eine wichtige Bedingung für nahe und emotionale Bindungen zwischen einzelnen Individuen bilden.

Hunde sind sehr soziale Tiere, die emotional auf einen Verlust reagieren.

Trauer ist zudem eine sehr abstrakte Empfindung, da Trauer und Mitleid eng verbunden und schwierig zu unterscheiden sind. Während Trauer sich auf die eigene Gefühlswelt bezieht, bedingt Mitleid die Fähigkeit, sich in das Gegenüber einzufühlen. Zu Mitleid sind sehr wahrscheinlich neben dem Menschen nur Menschenaffen fähig.

Der Hund als soziales Wesen und Rudeltiere

Hunde sind äußerst soziale Tiere, die sich in freier Wildbahn in Gruppen bzw. Rudeln mit starker Beziehung untereinander organisieren – in diesen Familienverbänden übernehmen zumeist die Elterntiere die Führung über die hierarchisch strukturierte Gruppe. Rudel leben und jagen gemeinsam, um ihre Ressourcen möglichst effizient und energiesparend einsetzen zu können. Aus diesem Grund sind handgreifliche Auseinandersetzungen auch eher selten, da sie zu viel Kraft kosten und Unruhe stiften. Leben zwei oder mehr der sozialen Fellschnauzen zusammen unter Deinem Dach, übertragen sie die Struktur des Rudels natürlich in Deine heimischen vier Wände.

Hunde schätzen die Gesellschaft von Artgenossen und bauen enge Bindungen zu ihnen auf.

Auch wenn Du Dir vielleicht manchmal so vorkommen magst, bist Du sehr wahrscheinlich nicht das Alpha-Männchen oder Alpha-Weibchen in Deinem heimischen Rudel: Hunde erkennen den Unterschied zwischen Dir als Menschen und ihren Artgenossen durchaus. Du bist zwar größer, löst Probleme und öffnest die Futterdosen, und wirst daher als Anführer der erweiterten Familie wahrgenommen bzw. akzeptiert, aber die Zugehörigkeit zum Rudel ist den Vierbeinern allein vorbehalten. Stirbt ein Mitglied des Rudels oder der dem Rudel beigeordnete Mensch, führt das zu einer Störung innerhalb der Gruppendynamik mit zum Teil heftigen und langfristigen Konsequenzen.

Trauer um Artgenossen

Kehrt der liebgewonnene Freund, mit dem man Jahr und Tag Futter, Kuschelkiste und Spielzeug geteilt hat, plötzlich nicht mehr von einem Tierarztbesuch zurück, verändern viele Fellnasen zeitgleich ihr Verhalten: Sie ziehen sich vielleicht zurück, wirken lustlos, zuweilen sogar apathisch, spielen weniger und mögen nicht mehr fressen – es scheint, sie sind traurig, deprimiert, eventuell sogar depressiv. Du beobachtest Deinen Vierbeiner, während Du selbst traurig über Deinen eigenen Verlust bist und fragst Dich sicherlich, ob Dein Hund genau wie Du um den verstorbenen Mitbewohner trauert.

Wenn plötzlich alles anders ist, weil der langjährige Partnerhund nicht mehr vom Tierarzt zurückkehrt!

Eine aktuelle italienische Studie hat sich ausführlich dem Thema gewidmet, welche Reaktionen Hunde aus Mehrhundehaushalten auf den Verlust eines Artgenossen zeigen (Uccheddu et al., 2022). Die Teilnehmer der Studie waren dazu aufgerufen sowohl Fragen zu ihrem eigenen Trauerprozess als auch Fragen zum Verhalten ihres Vierbeiners zu beantworten. Voraussetzung war, dass im Haushalt zumindest zwei Hunde lebten, von denen einer verstorben, der andere aber noch am Leben war.

Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie Hunde den Verlust eines Partner-Hundes erfahren und welche Reaktionen sie zeigen. Insgesamt nahmen 426 Teilnehmer an der Untersuchung teil und berichteten von ihren Beobachtungen.

Im Mittelpunkt standen insbesondere Fragen nach einer veränderten Aktivität des Hundes – so z. B. in den Bereichen Spielen, Schlafen und Fressen, aber auch Fragen über die emotionale Befindlichkeit der Fellnase, z. B. über eine gesteigerte Ängstlichkeit nach dem Verlust. Auch die Beziehung der Hunde untereinander und das Verhältnis zwischen Mensch und Hund wurden mit in die Untersuchung einbezogen. Ebenso wurde die Frage thematisiert, ob die hinterbliebene Fellnase den toten Körper des anderen Hundes gesehen hat – so z. B. bei einem Unfall, oder ob dieser z. B. eingeschläfert werden musste und daher einfach nicht von einem Tierarztbesuch zurückkehrte.

Nicht auf alle Fragen konnte die Studie umfassende Antworten liefern, aber in einigen Bereichen konnte eine größere Klarheit über den Themenkomplex „Trauer beim Hund“ erzielt werden: So hat die italienische Untersuchung u. a. gezeigt, dass die Hund-Mensch-Beziehung keinen Einfluss auf das Verhalten des Hundes gespielt hat. Unklar bleibt jedoch, inwiefern die Trauer des Menschen selbst das Verhalten des Hundes beeinflusst haben mag. Korrelationen konnten zumindest zwischen dem Grad der Trauer beim Menschen und einem gesteigerten Angstempfinden beim Hund aufgezeigt werden.

Bei vielen betroffenen Fellnasen zeigten sich über einen Zeitraum bis zu sechs Monaten negative Verhaltensveränderungen, dazu zählten insbesondere ein erhöhtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit (67 %), weniger Lust zu spielen (57 %), ein gesunkenes Aktivitätslevel (46 %), ein erhöhtes Schlafbedürfnis (35 %), eine gesteigerte Ängstlichkeit (35 %), ein gesunkener Appetit (32 %) und häufigeres Bellen (30 %) – nur 13,4 % der Hundehalter stellte keine Verhaltensveränderung nach dem Verlust des Artgenossen fest. Auf das Verhalten des Hundes hat es dabei keinen Einfluss, ob er den Körper des verstorbenen Artgenossen gesehen hat oder nicht, obwohl 73 % der betroffenen Hunde Interesse an dem verstorbenen Tier gezeigt haben – z. B. durch Schnüffeln.

Es wird also deutlich, dass die meisten Hunde emotional auf den Tod eines weiteren im Haushalt lebenden Hundes reagieren und sich ihr Verhalten in bestimmten Bereichen über einen längeren Zeitraum verändert. Die Studie versucht, diese Beobachtungen zu bewerten, um die Gründe dieser Verhaltensveränderungen näher zu beleuchten. Vergleicht man das Verhalten der Fellnasen mit dem anderer Säugetiere, zeigen sich hier Parallelen: Stirbt ein Artgenosse des Rudels oder der Herde, wird das als Bedrohung wahrgenommen, da das soziale Gefüge Gefahr läuft, ins Wanken zu geraten und so z. B. die Versorgung mit Nahrung nicht mehr gewährleistet ist. Die Struktur der Gruppe wird neu organisiert, um die Bedrohung gemeinsam überstehen zu können. Hunde, die allein zurück bleiben, suchen diese Unterstützung vielleicht beim Menschen, trauert dieser aber selbst, ist er vielleicht nicht in der Lage, die erwünschte Unterstützung anzubieten und der Hund entwickelt eine übersteigerte Ängstlichkeit. Intensiviert wird dieses Gefühl zusätzlich, wenn der Hund als sensibles Wesen, die Trauer und die Wut des Menschen über den erlittenen Verlust wahrnimmt. Zudem kann es auch passieren, dass der Ärger und das psychologische Trauma des Menschen einen Einfluss darauf haben, wie er die emotionale Verfasstheit seines Hundes wahrnimmt. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass sich das Verhalten des Menschen nach dem Verlust eines Haustieres verändert, gegebenenfalls sogar unbewusst z. B. hinsichtlich bestimmter Routinen – das mag sich natürlich auch auf das Verhalten des Hundes auswirken und ist dann keine primäre Reaktion auf den Verlust des Artgenossen.

Die Studie kommt so zu dem Ergebnis, dass sich letztlich nicht mit Klarheit sagen lässt, ob die beschriebenen Verhaltensveränderungen beim Hund ein Zeichen von Trauer sind!

Trauer um andere tierische Mitbewohner

Lebt der Hund nicht mit weiteren Hunden, sondern vielleicht mit einer Katze zusammen, steht zu vermuten, dass er auch diese vermissen wird, wenn sie plötzlich verstirbt.

Auch Hund und Katze kann eine lebenslange Freundschaft verbinden.

Zumindest wird er merken, dass sich die Zusammensetzung seiner sozialen Gruppe verändert hat und sich bisher bestehende Routinen plötzlich verändern. Wissenschaftliche Studien zu diesem Thema stehen bisher aus, sodass hier Erfahrungsberichte im Vordergrund stehen, um ein mögliches Trauerverhalten des Hundes (aber auch der Katze) bewerten zu können. Fakt ist, dass auch Hunde und Katze innerhalb einer Wohngemeinschaft eine tiefe und innige Freundschaft eingehen können. Besonders häufig entwickelt sich eine intensive Beziehung, wenn beide Fellnase von klein auf zusammenleben und gemeinsam aufwachsen. Stirbt ein Mitglied dieser Partnerschaft, lassen sich bei der hinterbliebenen Fellnase häufig auf beiden Seiten spezifische Verhaltensveränderungen beobachten: Extrovertierte Katzen beginnen plötzlich, sich zu verstecken, Hunde suchen schnüffelnd und winselnd nach dem verstorbenen Spielgefährten. Legt man die Annahme zugrunde, dass sowohl Hunde als auch Katzen emotional in der Lage sind, zu trauern, kann man dieses Verhalten dann auch als Zeichen von Trauer interpretieren. Definitiv bemerkt das hinterbliebene Haustier den Verlust und reagiert mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Verhaltensveränderung.

Trauer um den Menschen

Verstirbt der Mensch und der Hund bleibt allein zurück, ist die Reaktion der Fellnase von vielen unterschiedlichen Bedingungen abhängig. So lässt sich z. B. vermuten, dass Hunde, die in größeren Familien mit mehreren Bezugspersonen und weiteren tierischen Mitbewohnern leben, tendenziell weniger Verhaltensveränderungen zeigen als Fellnasen, die mit nur einer Bezugsperson gelebt haben. Das liegt natürlich auch darin begründet, dass sich im ersten Fall viele der gewohnten Routinen aufrechterhalten lassen, während sich das Leben des Vierbeiners im zweiten Fall von Grund auf ändert. Im schlimmsten Fall landet die Fellschnauze allein in einem Tierheim, falls sich nicht schnell ein neues Zuhause findet.

Bleibt das die Fellnase umgebende soziale Gefüge weitgehend intakt, können Hund und Mensch den Prozess des Trauerns gemeinsam gestalten und einen neuen Weg des Miteinanders erkunden. Im besten Fall können sie sich dabei helfen und gegenseitig unterstützen, um den Verlust zu überwinden.

Gemeinsam stark: In traurigen Zeiten ist es wichtig, dass man sich gegenseitig hilft!

Unendlich viele Geschichten, wie die von Greyfriars Bobby, zeigen jedoch, dass die Bindung zwischen Hund und Mensch oft eine ganz besondere ist und der Mensch einen tiefen und bleibenden Abdruck in dem großen Herz des geliebten Vierbeiners hinterlässt und nicht vergessen wird.

Fazit

Auch wenn sich bisher nicht eindeutig sagen lässt, ob ein Hund wirklich trauert, wenn ein Artgenosse, ein tierischer Mitbewohner oder der Mensch stirbt, wird deutlich, dass sie als sensible und soziale Wesen auf den Verlust reagieren. Eine Erweiterung der Perspektive mag einige weitere Anregungen geben und Dir so vielleicht helfen, eine eigene Antwort zu finden.

Die Frage, ob Tiere über die Fähigkeit verfügen, Trauer zu empfinden, stößt allerdings auf ein ganz grundsätzliches Problem: Der Mensch beobachtet das Tier und schließt dann auf Grundlage seines Verhaltens auf einen bestimmten emotionalen Zustand, dabei läuft der Zweibeiner leider immer Gefahr, seine eigene menschliche Gefühlswelt auf das Tier zu projizieren. Ob Tiere trauern, kann daher (noch) nicht abschließend bewertet werden. Was sich allerdings mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass viele Tiere im Angesicht verstorbener Artgenossen bestimmte „Totenrituale“ vollziehen, die auf einen emotionalen Ausnahmezustand schließen lassen. So vermuten Forscher, dass im Tierreich am ehesten Affen, wie z. B. Schimpansen, in der Lage sind, zu trauern, da sie über ein Selbstkonzept verfügen, das mit dem eines erwachsenen Menschen vergleichbar ist. So wurde bei unterschiedlichen Affenarten z. B. beobachtet, dass Muttertiere ihren verstorbenen Nachwuchs noch tagelang im Arm trugen und ihn zu versorgen suchten. Hier mag neben vermeintlicher Trauer natürlich auch der Mutterinstinkt von Bedeutung sein. Besonders beeindruckend sind die Totenrituale von Elefanten: Sie stehen zuerst verletzten oder verwundeten Artgenossen bei, beschützen sie in besonderem Maße und versuchen, ihnen zu helfen. Stirbt das Tier trotz aller Bemühungen, betasten sie es vorsichtig mit dem Rüssel, wie sie es normalerweise im Rahmen einer Begrüßung tun. Es wurde zudem beobachtet, dass mehrere Tiere sich über einen Zeitraum von mehreren Tagen oder sogar länger immer wieder zu einer Art „Totenwache“ einfanden und dafür lange Wege in Kauf nahmen. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob das verstorbene Tier zur eigenen Herde gehörte oder nicht. Um dieses Verhalten bewerten zu können, untersuchten Forscher die hormonelle Zusammensetzung bestimmter Drüsensekrete. Die Ergebnisse zeigten, dass spezielle Sekrete in Momenten großer emotionaler Erregung abgesondert werden – z. B. bei großer Gefahr, aber auch im Kontakt mit einem verstorbenen Artgenossen. Ob diese emotionale Erregung mit Trauer gleichzusetzen ist, kann bisher jedoch nicht bestätigt werden.

Für Hunde konnten sich Beispiele von Totenritualen bisher nur selten beobachten lassen, allerdings gibt es einige Berichte darüber, wie Straßenhunde versuchten, verletzte Artgenossen von einer Straße ziehen oder an der Seite eines verstorbenen Hundes Totenwache hielten. In der Lausitz wurde zudem gesehen, wie ein junger Wolf versuchte, eine gerade bei einem Autounfall tödlich verunglückte sechs Monate alte Wölfin – vermutlich seine jüngere Schwester – zu bergen und neben der Straße zu begraben.

Auch wenn sie vielleicht nicht im menschlichen Sinne trauern, berührt ein tödlicher Verlust einen Hund auf emotionale Art und Weise!

 

Literatur

Uccheddu et al. (2022): Domestic dogs (Canis familiaris) grieve over the loss of a conspecific. Nature. Scientific reports, 1920.

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