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Pollenallergie beim Hund

Studie zufolge reagiert hierzulande jeder fünfte Hund allergisch auf Pollen bestimmter Gräser und Pflanzen – allgemein bekannt als „Heuschnupfen“. Somit leiden viel mehr Vierbeiner an Heuschnupfen als wir denken! Im Gegensatz zu Futtermittelallergien, die irgendwann während des Lebens auftreten können, zeigt sich eine Pollenallergie bei den betroffenen Fellnasen schon zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr, wobei manche Rassen eher zu Allergien neigen als andere. Doch woran erkennst Du, ob Dein Hund betroffen ist?

Hat Dein Hund Heuschnupfen?

Die Anzeichen sind von Hund zu Hund unterschiedlich und anders als beim Menschen zeigt sich eine Pollenallergie beim Hund seltener mit Niesattacken und laufender Nase. Heuschnupfengeplagten Vierbeinern geht die Allergie vor allem sprichwörtlich „unter die Haut“ und sorgt für starken Juckreiz und quälenden Ausschlag, der bei langhaarigen Rassen manchmal unerkannt bleibt. Insbesondere an Pfoten, Gesicht und Bauch, da diese Partien gefolgt von den Atemwegen am intensivsten mit den Allergenen in Berührung kommen. Durch das ständige Kratzen und Scheuern an Gegenständen und Möbeln entstehen kahle, wunde Hautstellen, die sich infizieren können. Die Hunde suchen oft auch Linderung auf kühlem Fliesenboden.
Tränende Augen mit geröteter, entzündeter Bindehaut können ebenfalls ein Hinweis auf eine Pollenallergie sein. Gibt Dein Hund pfeifende Geräusche beim Ein- und Ausatmen von sich, sind seine Atemwegs-Schleimhäute angeschwollen, er leidet an gefährlicher Atemnot. Suche in diesem Fall bitte sofort einen Tierarzt auf.

Die häufigsten Heuschnupfen-Symptome nochmal im Überblick:

  • Ständiges Kratzen
  • Juckende, gerötete, wunde, kahle Hautstellen
  • Ausschlag mit Quaddeln, Pusteln, etc. vor allem an Pfoten, Bauch und Gesicht
  • Tränende Augen und gerötete, entzündete Bindehaut
  • Niesen und Fließschnupfen
  • Pfeifende Atemgeräusche ( Atemnot!)

Dein Hund ist allergisch. Was kann der Tierarzt tun?

Häufen sich die ersten Anzeichen in den Frühjahrs- und Sommermonaten nach den Spaziergängen mit Deinem Hund, denkst Du wahrscheinlich schon an Heuschnupfen. Die endgültige Diagnose „Pollenallergie“ wird Dein Tierarzt mittels Blut- und Hauttest stellen und eine geeignete Behandlung bzw. Therapie einleiten.
Zwar sind Allergien nicht heilbar, aber mit speziellen Medikamente oder einer Immuntherapie können die Beschwerden langfristig gelindert werden, damit Dein Hund wieder richtig am Leben teilnehmen kann. Sobald Du weißt, welche Pollen bei Deinem Hund die Symptome auslösen, kann euch ein tages- und stundenaktueller Pollenkalender helfen, den Allergenen soweit es geht aus dem Weg gehen.

Was Du für Deinen allergiegeplagten Hund tun kannst

Um die Ausprägung der Symptome bei Deinem Liebling zu verringern, kannst Du folgendes tun:

  • Schaue täglich in den Pollenflugkalender und lege eure Spaziergänge auf die Tageszeiten, in denen weniger Pollen in der Luft umherfliegen.
  • Halte das Fell Deines Hundes kurz und nutze bei der Fellwäsche an anti-allergenes Shampoo, das sein Fell schützt und seine gereizte Haut beruhigt.
  • Wische nach dem Spaziergang mit einem feuchten Tuch die Pfoten, das Fell und den Bauch Deines Hundes ab. Gesicht und Augen kannst Du vorsichtig mit lauwarmem Wasser ausspülen.
  • Wechsle nach dem Spaziergang Deine Kleidung und lege Dir ein (allergenfreies) Zuhause-Outfit bereit.
  • Häufiges Staubsaugen, Böden wischen und regelmäßiges Waschen der Schlafplätze ist bei Allergikern Pflicht, keine Kür.
  • Lüfte stets nach einem Regenschauer, denn da ist die Pollenkonzentration geringer.
  • Hast Du eine Klimaanlage, dann lass sie nachts laufen, um vorhandene Allergene aus der Luft zu filtern.

Natürliche Hilfe bei Hunde-Heuschnupfen

Unterstützend kannst Du nach Rücksprache mit Deinem Tierarzt verschiedene Haus- und Naturheilmittel wie kühle Bäder, Kokosöl oder Brennnessel-Aufguss als natürliche Futterzusätze, Aloe Vera-Gel für juckende Hautstellen usw. einsetzen. Homöopathische Mittel sind bei Hunden oft gut wirksam und Akkupunktur kann ebenfalls erfolgreich zur Linderung der Symptome angewandt werden.

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