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Tiertafel

Die Corona-Pandemie hat uns allen aufgezeigt, wie schnell es gehen kann, unverschuldet in finanzielle Not zu geraten: Mehr als eine Million Menschen haben alleine im Jahr 2020 ihren Job verloren, und dies trotz der milliardenschweren Hilfspakete der Regierung. Bedenkt man, dass im selben Jahr rund 34,9 Millionen Haustiere unterschiedlichster Arten in deutschen Haushalten lebten, wird deutlich, dass auch zahlreiche Tiere von den finanziellen Problemen ihrer Besitzer betroffen sind. Doch nicht nur die Coronakrise führte dazu, dass sich viele Menschen und mit ihnen ihre Tiere plötzlich in einer ausweglosen Situation befinden. Auch Schicksalsschläge wie Krankheiten oder Unfälle mit darauffolgender Arbeitsunfähigkeit, der Tod eines Angehörigen, die Trennung vom Partner u.v.m. können eine finanzielle Schieflage zur Folge haben. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Haustiere der Betroffenen, denn Futter, Zubehör, Tierarzt – all dies kostet Geld. Für viele in Not geratene Tierbesitzer wird die Versorgung ihrer Lieblinge zu einer finanziellen Herausforderung, die sie alleine nicht mehr stemmen können. Tiertafeln haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Menschen und ihre Tiere zu unterstützen.

Wie funktionieren Tiertafeln?

Tiertafeln funktionieren nach demselben Prinzip wie die schon lange bestehenden und deutlich bekannteren Tafeln für Menschen: Es handelt sich dabei meist um eingetragene Vereine, die hilfsbedürftige Menschen bzw. deren Tiere mit Futter und je nach Standort auch mit unterschiedlichem Zubehör – von Leinen und Halsbändern über Katzenstreu bis hin zu Vogelvolieren – unterstützen. Dieses wird an festen Ausgabestellen zu bestimmten Terminen an die Menschen verteilt. Einige Tafeln bieten auch eine Lieferung der Spenden für Menschen an, die zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, die Standorte aufzusuchen. In vielen Fällen erfolgt auch eine finanzielle Unterstützung für Tierarztbesuche oder ein Tierarzt kommt zu den Standorten, um die Schützlinge zu untersuchen oder zu impfen. Ziel der Tiertafeln ist es letztlich, den Tieren zu helfen, indem sie ihre Besitzer unterstützen. Dadurch soll zum Beispiel verhindert werden, dass Tiere aus finanziellen Gründen nicht tierärztlich versorgt werden, obwohl sie eine Behandlung benötigen, oder ins Tierheim abgegeben werden, weil das Geld für Futter knapp wird. Außerdem soll sichergestellt werden, dass sie ausreichend ernährt und tiergerecht gehalten werden. Grundsätzlich versorgen die Tiertafeln alle Arten von Tieren – Katzen ebenso wie Hunde, Kleintiere wie Kaninchen oder Mäuse ebenso wie Fische oder Vögel. Je nach Standort kann es natürlich auch Ausnahmen geben. Zur Aufnahme ist eine einmalige Anmeldung bzw. Registrierung notwendig.

Dank der unermüdlichen Arbeit der Tiertafeln können deutschlandweit die Näpfe gefüllt und die Tiere somit versorgt werden.. 

Die erste Tiertafel Deutschlands wurde im Jahr 2006 in Rathenow (Brandenburg) gegründet, mittlerweile gibt es sie nicht mehr nur in Großstädten wie Berlin oder München, sondern auch in kleineren Gemeinden. Die Tiertafeln werden von Privatpersonen gegründet und organisiert oder gehören einem Verein wie z. B. den Maltesern an. Da sie sich durch Spenden finanzieren, sind sie auf die Unterstützung und Mitwirkung der (lokalen) Bevölkerung angewiesen. Und hier zählt jeder auch noch so kleine Beitrag in Form von Sach- oder Geldspenden. Da die meisten Tiertafeln eingetragene Vereine sind, kommt auch durch den Abschluss einer Mitgliedschaft einiges an Spendengeldern zusammen, die für die Versorgung der Tiere aufgewendet werden. Die Berliner Tiertafel e. V. verteilt zum Beispiel unglaubliche 3,5 Tonnen Futter jeden Monat.

Wer darf die Tiertafel nutzen?

Um einen Missbrauch der Hilfsangebote zu vermeiden, muss die eigene Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Dies erfolgt meist durch das Ausfüllen eines entsprechenden Formulars, das direkt bei der Tiertafel erhältlich ist, und die Vorlage eines Nachweises wie eines ALG-II- oder Rentenbescheids. Darüber hinaus hat jede Tiertafel ihre eigenen „Aufnahmekriterien“. Zum Beispiel kann es notwendig sein, Hunde zu einer Erstvorstellung mitzubringen oder deren Existenz durch einen Heimtierausweis (Impfausweis) nachzuweisen. In einigen Fällen ist die Anzahl der Tiere, die pro Haushalt unterstützt werden (können), limitiert. Ein weiteres Kriterium ist oftmals der Nachweis, dass das zu versorgende Tier bereits im Haushalt lebte, bevor die Bedürftigkeit eingetreten ist. Damit möchte man verhindern, dass Tiere angeschafft werden, ohne dass die entsprechenden finanziellen Mittel vorhanden sind. Denn ein Tier bringt selbstverständlich immer auch eine finanzielle Verantwortung mit sich. Generell verursacht die Aufnahme bei einer Tiertafel für die Hilfesuchenden keinen großen Aufwand und ist schnell erledigt. Wenn Du also Hilfe bei der Versorgung Deiner Tiere benötigst, solltest Du einfach mal bei der nächsten Tiertafel vorbeischauen oder Dich telefonisch erkundigen.

Menschen, die in finanzieller Not sind, können die Mittel für teure Tierarztbehandlungen oftmals nicht aufbringen. Auch hier springen die Tiertafeln ein. 

Du möchtest helfen?

Tiertafeln und somit die betroffenen Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen & Co. sind darauf angewiesen, dass Menschen Mitgefühl zeigen und z. B. nicht mehr benötigtes Zubehör spenden, Futter vorbeibringen/schicken oder eine Geldspende leisten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Tiere ausreichend versorgt werden. Erkundige Dich bei der Tiertafel Deiner Stadt, wie genau Du helfen kannst. Neben Mitgliedschaften und Einzelspenden in Form von Geld oder Sachgütern sind die Tafeln auch immer wieder auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern für die Ausgabestellen.

Tipp: Geldspenden sind steuerlich absetzbar. Lasse Dir hierzu einfach eine entsprechende Spendenbescheinigung ausstellen.

Fazit

Tiertafeln haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Ernährung und Versorgung von Tieren sicherzustellen, deren Besitzer sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sind die Betroffenen nämlich nicht mehr in der Lage, ihre Tiere zu füttern oder zum Tierarzt zu bringen, ist eine Tierheim-Abgabe oft die letzte Option. Unter einer solchen Trennung leiden Mensch und Tier gleichermaßen. Darüber hinaus sind auch die deutschen Tierheime nicht zuletzt seit der Coronapandemie heillos überfüllt und mussten teilweise sogar einen Aufnahmestopp einleiten. Tiertafeln können somit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die betroffenen Tiere in ihrem Zuhause bleiben können und trotzdem ausreichend versorgt werden.

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