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Wandern mit Hund

Es gibt wohl nichts Schöneres, als an einem freien Tag seine sieben Sachen und den Vierbeiner einzupacken und sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Wandern mit Hund ist nicht nur gesund und macht Spaß, sondern stärkt durch gemeinsame Erlebnisse auch die Bindung. Je nach Fitness und Ausdauer des Hundes, Jahreszeit und Schwierigkeitsgrad des gewählten Wanderweges gibt es einiges zu beachten, das wir hier für Dich zusammengefasst haben. Eine gute Vorbereitung ist insbesondere bei längeren Touren von großer Bedeutung, um nicht in gefährliche Situationen zu geraten!

Was gibt es beim Wandern mit Hund zu beachten?

Wandern nur mit fitten, gesunden und ausgewachsenen Hunden

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Du die Länge der Strecke und den Schwierigkeitsgrad des Weges abhängig vom Alter und der Fitness Deines Hundes wählst. Ganz allgemein gilt: Auf längere Touren sollten nur ausgewachsene, trainierte und gesunde Hunde mitgenommen werden! Untrainierte Hunde, die sonst nur gemütliche Spaziergänge unternehmen, sollten nicht von Null auf Hundert kilometerlange Märsche zurücklegen müssen. Wenn Du eine solche Wanderung vorhast, solltest Du genug Zeit investieren, um Deinen Hund im Vorfeld in langsamen Schritten entsprechend zu trainieren. Ansonsten wird euer Ausflug für Deinen Liebling nicht nur zur Quälerei, sondern kann auch ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Dasselbe gilt für ältere Hunde, die beispielsweise Probleme mit den Gelenken oder dem Herzen haben.

Bei längeren Wanderungen kann es sinnvoll sein, den Hund zuvor tierärztlich durchchecken zu lassen. Junghunde sollten ausgewachsen sein, bevor sie auf größere Touren mitgenommen werden, ansonsten ist die Belastung für Gelenke und Knochen zu hoch. Auch kurzschnäuzige und kleine Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge sowie Molossor sind keine „Wanderhunde“. Ein Hund, der keinen Spaß an langen Touren hat, sollte niemals dazu gezwungen werden!

Wichtig: Hunde zeigen von Natur aus erst spät Schwäche und Schmerzen. Dein Liebling wird also alles tun, um mit Dir mitzuhalten, auch bis zur völligen Erschöpfung. Behalte ihn daher gut im Auge und mute ihm nicht zu viel zu!

Überlege Dir im Vorfeld, was Du tun kannst, wenn Dein Hund „nicht mehr kann“ oder verletzt ist. Gibt es genug (Schutz-)Hütten, wo ihr euch ausruhen könnt? Kann die Wanderung jederzeit abgebrochen werden? Kleine Hunde können über gewisse Strecken auch in einem Hunderucksack getragen oder in einem Buggy geschoben werden.

Wichtig: Gehe nie ohne ausreichend Vorbereitung ins Gebirge! Ein Wetterumschwung genügt und ihr könnt in große Gefahr geraten. Wanderungen sollten immer gut geplant sein. Informiere außerdem Freunde oder Familie über Deinen Aufenthaltsort und nehme die Telefonnummer der Bergwacht mit.

Vorbereitung auf lange Wanderungen

Wenn Du längere Wanderungen unternehmen möchtest, zum Beispiel über mehrere Tage hinweg, solltest Du zuvor etwas Zeit investieren, um Deinen Hund entsprechend zu trainieren. Neben dem problemlosen Laufen langer Strecken kann es wichtig sein, Deinem Hund gewisse Kommandos beizubringen, zum Beispiel, dass er bei engen Durchgängen hinter Dir läuft. Im Gebirge sollte Dein Vierbeiner über die nötige Trittsicherheit verfügen (Absturzgefahr berücksichtigen!). Übe mit ihm vorher Situationen, die euch bei eurer Wanderung begegnen könnten, so wird sie Dein Hund im Ernstfall souverän meistern.

Wenn Du ihn frei laufen lassen möchtest, muss er absolut verlässlich abrufbar sein. Könnte es zum Beispiel notwendig sein, dass Du ihn über gewisse Strecken trägst, sollte er das ohne Zappeln und Panik zulassen. Muss er vielleicht für gewisse Abschnitte Schutzschuhe tragen? Dann sollte er vorher daran gewöhnt werden! Gehe Deinen geplanten Weg in Gedanken durch, schaue Dir die entsprechenden Karten und Routen an, informiere Dich über schwierige Wegstrecken oder Hindernisse und trainiere Deinen Hund im Vorfeld. So minimierst Du nicht nur den Stress für Dich, sondern auch die Verletzungsgefahr für Deinen Liebling. Möchtest Du auf Hütten übernachten, informiere Dich zuvor, ob Hunde dort willkommen sind. Sinnvoll kann es außerdem sein, wenn es entlang der Wegstrecke Wasserläufe zum Abkühlen und Schutzhütten gibt.

Wichtig: Hunde reagieren sehr empfindlich auf Hitze, da sie ihren Temperaturhaushalt fast ausschließlich über das Hecheln regeln können. Sie können also sehr schnell einen Hitzeschlag erleiden, der nicht selten tödlich endet.

Wähle also eine Wanderroute, die ausreichend Schattenstrecken aufweist. Ideal ist es, wenn ihr immer wieder an Wasserläufen zum Abkühlen vorbeikommt. Mache genug Pausen und meide die Mittagshitze. Bei hohen Temperaturen sollten längere Wanderungen tabu sein!

Was darf beim Wandern mit Hund nicht fehlen?

Ausrüstung

Dein Hund sollte ein gut sitzendes Geschirr und ein Halsband tragen. Geschirre mit Griff am Rücken sind im Gebirge empfehlenswert, weil sie Dir die Möglichkeit geben, Deinem Vierbeiner zum Beispiel über Hindernisse hinwegzuhelfen oder ihn festzuhalten. Achte unbedingt auf den passenden Sitz. Das Geschirr sollte nicht zu eng oder weit sein und nirgendwo scheuern. Die gewählte Leine sollte sicher in der Hand liegen. Es ist sinnvoll, für den Notfall eine einfache Ersatzleine und ein Ersatzhalsband dabeizuhaben.
Pfotenschutzschuhe können für schwierigere Wegstrecken oder im Falle einer Verletzung sinnvoll sein. Übe mit Deinem Hund vorher das Tragen, sodass er sie im Notfall ohne Probleme akzeptiert und sicher darin laufen kann.

Solltest Du vorhaben, mit Deinem Hund zum Beispiel auf Hütten zu übernachten, ist ein leichtes Hunde-Reisebett sinnvoll, sodass sich Dein Vierbeiner gut erholen kann. Bei Wanderreisen im Ausland solltest Du immer den Heimtierpass („Impfausweis“) dabeihaben und auf einen guten Insektenschutz achten.

Achtung: Nicht alle Spot-ons etc. wirken z. B. gegen Leishmaniose oder andere im südlichen Europa vorkommende Infektionskrankheiten.

Es ist sinnvoll, wenn Du zuvor die Telefonnummer der Bergwacht und der nächstgelegenen Tierklinik in Erfahrung bringst und im Handy abspeicherst. Letzteres sollte natürlich immer funktionsfähig sein und zum Beispiel mittels einer Powerbank geladen werden können.

Wasser und Verpflegung

Nehme in jedem Fall genug Wasser für Dich und Deinen Hund mit. Verlasse Dich hierbei nicht auf etwaige in der Karte eingezeichnete Wasserläufe. Es kann immer mal etwas dazwischenkommen und man sollte stets genug Flüssigkeit bei sich haben. Wollt ihr übernachten, musst Du natürlich auch für die Verpflegung Deines Lieblings sorgen. Er sollte das zu fressen bekommen, was er von zu Hause gewohnt ist. Futterumstellungen können zu Durchfall führen, was auf einer Wanderung aufgrund der damit verbundenen Dehydrationsgefahr fatal sein kann.

Möchtest Du zum Beispiel für die Wanderung von BARF auf Trockenfutter umsteigen, so mache das mit ausreichend zeitlichem Vorlauf! Faltbare Hundenäpfe aus Silikon sind ideal für Wanderungen geeignet, da sie sehr leicht sind und platzsparend im Rucksack verstaut werden können. Fleischriegel für die kleine Stärkung zwischendurch sind natürlich immer willkommen. Füttere Deinen Liebling nicht unmittelbar vor der Wanderung, dadurch kann die Gefahr einer Magendrehung steigen.

Erste Hilfe

Einige Erste-Hilfe-Utensilien sollten bei einer Wanderung mit Hund ebenfalls niemals fehlen, hierzu gehören Desinfektionsmittel und Verbandszeug, eine Pinzette zum Entfernen von Spreißeln etc. und ein Zeckenhaken. Übe am besten vorher einmal, wie Du Deinem Hund einen Verband anlegst, denn im Notfall hast Du womöglich keinen Internetzugang, um das „mal eben“ zu googeln.

Fazit

Wandern mit dem Hund macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch die Bindung. Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen! Trotzdem gibt es insbesondere bei längeren oder schwierigeren Touren einiges zu beachten. Wähle die Wanderroute immer in Abhängigkeit von der Kondition und dem Alter Deines Vierbeiners und nehme genug Wasser und Erste-Hilfe-Utensilien wie Verbandszeug mit. Gehe niemals planlos ins Gebirge, sondern bereite Deine Route genau vor. Meide die Mittagshitze und überfordere weder Dich noch Deinen Liebling, um nicht in eine Notfallsituation zu geraten.

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