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Welche Hunderassen brauchen wenig Auslauf?

Die gute Nachricht zuerst: Hunde haben ein deutlich höheres Ruhebedürfnis als wir Menschen!

Ein ausgewachsener Hund schläft bzw. döst durchschnittlich 18,5 Stunden pro Tag, Welpen und ältere Hunde sogar noch länger. Einem Hund genügend Bewegung zu verschaffen ist also nicht so schwierig und zeitaufwändig wie oft gedacht! Solltest Du also ein schlechtes Gewissen haben, weil Du zwar gerne einen Hund hättest, aber Du Dir nicht sicher bist, ob Du ihm im Hinblick auf ausreichende Bewegung gerecht werden kannst, so kannst Du jetzt schon etwas beruhigter sein.

1) Hunderassen, die wenig(er) Bewegung brauchen

Dies sind z. B.:

  • Chihuahua
  • Zwergspitz
  • Mops
  • Französische Bulldogge
  • Berner Sennenhund
  • Bernhardiner

Es gilt zu bedenken, dass es innerhalb derselben Rasse auch charakterliche Unterschiede bei den einzelnen Hundeindividuen gibt.

Tipp: Soll es ein Hund vom Züchter sein, lasse Dich von diesem hinsichtlich Deiner Vorstellungen beraten und lerne Deinen zukünftigen Weggefährten vorab kennen.

Wenn Du einen eher ruhigen Vertreter suchst, sprich das beim Züchter Deiner Wahl an. Er kennt seine Welpen am besten und kann Dir bei der Auswahl des richtigen tierischen Partners zur Seite stehen.

Generell hat ein Welpe natürlich einen deutlich höheren Bewegungsdrang als ein ausgewachsener Hund, allerdings braucht er zwischen seinen aktiven Phasen auch deutlich öfter Pausen.

Tipp: Denke quer! Möglicherweise ist ein ausgewachsener Hund oder sogar ein Senior die bessere Wahl für Dich.

 2) Ältere Hunde

Ältere Hunde haben im Tierheim oft schlechtere Vermittlungschancen als Junghunde oder gar Welpen. Aber eventuell wartet in dieser Altersklasse Dein Traumhund auf Dich, der sich aufgrund seines reduzierten Bewegungsdrangs besser in Deinen Tagesablauf integrieren lässt als ein Welpe oder Junghund.

Frage gezielt in Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen nach ruhigen, älteren Hunden. Auch hier hast Du in der Regel die Möglichkeit den Hund vor einer Adoption intensiv kennenzulernen und abzuschätzen ob er oder sie der richtige ist.

3) Der optimale Bürohund

Du bist Vollzeit berufstätig, hättest aber die Möglichkeit Deinen Hund mit ins Büro zunehmen?

Auch hier gilt: Wähle Deinen künftigen Partner weise! Der optimale Bürohund hat viel von einer „Couch Potatoe“; er oder sie kann auf einer weichen Unterlage ohne Probleme zur Ruhe kommen und zeigt wenig Motivation sich beim Büroschlaf stören zu lassen. Idealerweise hat der Hund auch einen wenig ausgeprägten Wach- und Schutztrieb. Dies kann nämlich leicht zu Kollisionen mit nicht so Hunde-begeisterten Kollegen oder Chefs führen. Hier musst Du eventuell Kompromisse hinsichtlich des Bewegungsdrangs eingehen. Viele Windhunderassen eignen sich hervorragend als Bürohunde. Sie haben in der Regel (fast) keinen Wach- oder Schutztrieb und verhalten sich im Büro bzw. der Wohnung fast Katzen-ähnlich - wenn sie ein weiches Plätzchen gefunden haben, können sie dort stundenlang und völlig unauffällig schlafen.

Allerdings müssen Windhunde idealer Weise mehrmals täglich die Möglichkeit haben ihren im Freien doch erheblichen Bewegungsdrang durch Sprints zu befriedigen. Außerdem ist ihr oft sehr ausgeprägter Jagdtrieb nicht zu unterschätzen.

Egal für was für einen Hund Du Dich letztendlich entscheidest, die Qualität der Bewegung ist ein Grundstein für eine glückliche Hund-Mensch-Partnerschaft, nicht die Quantität!

Tipp: Biete Deinem Hund interessante Gassi-Runden mit abwechslungsreichem Terrain und unterschiedlichem Tempo - davon profitiert Dein vierbeiniger Freund mehr als von einem langen Spaziergang in eintöniger Umgebung!

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