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Wenn Hunde schmatzen

Machst Du Dir Gedanken, weil Dein Hund ständig schmatzt? Meist ist es eine komische, vielleicht auch nervige, aber harmlose Angewohnheit. Vermehrtes und anhaltendes Schmatzen kann jedoch ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein. Doch keine Panik, nicht jedes Schmatzen ist direkt ein Grund zur Sorge.
Schmatzen dient Hunden als Gefühls- und Lautäußerung in verschiedensten Situationen. Beobachte daher Deinen Liebling und achte genau, wann und wie er schmatzt. So kannst Du der Ursache für sein Schmatzen auf die Spur kommen!

Schmatzen als Marotte

Ältere Hunde zeigen mit einem Schmatzen, dass sie mal müssen oder durstig sind oder dass sie nun Deine ungeteilte Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten wünschen. Oder Dein Hund freut sich so sehr Dich zu sehen, dass er schmatzen muss. Es gibt viele harmlose Erklärungen, z. B. weil Dein Hund Aufmerksamkeit haben möchte oder ein besonderes Leckerli.

Schmatzen wegen Verunsicherung

Verunsicherte Welpen und Junghunde schmatzen oft aus Verlegenheit oder wenn sie sich dominanteren Artgenossen unterlegen fühlen. Das Schmatzen kann dann eine Übersprungshandlung sein, um die Nervosität bzw. den Stress abzubauen oder um dem anderen zu besänftigen und die Unterwerfung mitzuteilen. Das leise Schmatzgeräusch ist dann gemächlich und gleichbleibend.

Wohliges Schmatzen

Ein langsames, zufriedenes Schmatzen ist ein Zeichen von Wohlbehagen. Zum Beispiel beim Kraulen, beim Entspannen, wenn sie es sich gemütlich gemacht haben und kurz vor dem Einschlafen oder ganz leise im Traum, während sie Erlebtes verarbeiten. Das bedeutet, dass er sich absolut wohl fühlt und für ihn alles in Ordnung ist.

Schmatzen als Maulpflege

Nach dem Fressen oder Trinken schmatzt Dein Hund vielleicht lautstark und säubert so Maul und Gaumen von etwaigen Resten. Manchmal bleibt auch etwas an Zunge, Zähnen oder Gaumen kleben und stört ihn, was er durch gründliches Schmatzen zu beseitigen versucht. Bei leckerem Futter schmatzt Dein Vierbeiner vielleicht besonders laut, während er sich Zähne und Mäulchen ausgiebig sauber schleckt.

Schmatzen wegen Maul-, Hals- und Rachenproblemen

Vielleicht hat Dein Hund eine Erkrankung bzw. Entzündung im Maul, im Hals- oder im Rachenraum und muss deswegen mehr Speichel produzieren, was wiederum das Schmatzen hervorruft. Auch Zahnstein oder Zahnprobleme können als Ursache für anhaltendes Schmatzen in Frage kommen.

Schmatzen und Magen-Darm-Probleme

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts wie Sodbrennen oder Gastritis sind ebenfalls oft Auslöser von Schmatzen und Schlecken. Auch eine lebensgefährliche Magendrehung kann sich durch Schmatzen ankündigen. Sie zeigen sich jedoch meist zusammen mit anderen Symptomen wie Blähungen, Durchfall, Mundgeruch, vermehrtes Grasfressen und Erbrechen sowie Bauchschmerzen. Wenn Du das Schmatzen in Kombination mit einem oder mehreren dieser Symptome bei Deinem Liebling beobachtest, lass ihn bitte tierärztlich untersuchen.

Schmatzen und Stoffwechselkrankheiten

Zeigt sich Dein schmatzender Vierbeiner schon länger müde, schlapp und ohne Energie? Frisst er viel und nimmt dennoch ab? Speichelt er stark und trinkt mehr als sonst? Dann kann eine Stoffwechselkrankheit dahinterstecken, die unbedingt durch den Tierarzt diagnostiziert und mit einer entsprechenden Therapie behandelt werden sollte.

Da Du Deinen Vierbeiner am besten kennst, fallen Dir selbst kleinste Veränderungen an seinem Körper oder in seinem Verhalten ins Auge. Durch Deine Beobachtungsgabe wirst Du schnell erkennen, was es mit dem Schmatzen bei Deinem Hund auf sich hat. Kommen ungewohnte Symptome oder Anzeichen für Schmerzen hinzu, vereinbare einen Termin beim Tierarzt, um Dir Klarheit zu verschaffen.

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