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Ängstliche Katze – wie kann man helfen?

In vielen Mensch-Katze-Beziehungen fragen sich die Menschen, wie sie eine scheue und ängstliche Katze dazu bringen können, Vertrauen zu entwickeln. Oft möchte der Mensch der Katze näher sein, stößt aber auf Angst und dadurch auch Ablehnung durch die Katze. Nun, dass Katzen sensible Tiere sind, weiß eigentlich jeder Katzenfreund.
Sich gegenseitig annehmen, so wie man ist, und Vertrauen aufbauen, das kann manchmal dauern.

Wichtig: Viele Einflüsse können bei Katzen Angst und Unsicherheit auslösen! 

Von Natur aus sind Samtpfoten gegenüber Veränderungen im Allgemeinen nicht sehr aufgeschlossen. Auch kleinere Abweichungen in der Umgebung, wie neue oder umgestellte Möbel, können Stress und Ablehnung auslösen. Größere Veränderungen, wie etwa ein Umzug oder neue Mitbewohner, Menschen und Tiere, sind aus Sicht der Samtpfote zunächst eigentlich unerträgliche Beeinträchtigungen. Außerdem prägen sich Katzen auch einmalig gemachte, schlechte Erfahrungen meist lange ein!

 

Veränderungen begleiten

Da sich in einem Menschenleben Veränderungen nicht immer vermeiden lassen, ist es eine gute Idee, das geliebte Tier bei größeren Veränderungen wie Umzügen oder neuen Mitbewohnern vorzubereiten und viel Zeit zu geben, das Neue anzunehmen. Immer wichtig sind dann eine Extraportion Zuwendung und ausführliche Streicheleinheiten. So spürt die Samtpfote, dass sie angenommen wird und die Aufmerksamkeit des menschlichen Freundes nicht plötzlich endet.

 

Gründe für ängstliches Verhalten herausfinden

Zu den häufigsten weiteren Angstauslösern und Stressfaktoren gehören Geräusche, die die Katze erschrecken. Schrille Laute, knallartige Geräusche und Lärm sind eine schlimme Zumutung für die sensiblen Katzenohren und immer Grund genug, zu flüchten und sich zu fürchten. Laute Geräusche können eine Katze einschüchtern. Versuche Deine Katze so wenig Lärm wie möglich auszusetzen und ihr immer ein ruhiges Plätzchen als Rückzugsort anzubieten.

 

Muss leider manchmal sein: Tierarzt und Transportbox

Man sollte sich nichts vormachen: Der Aufenthalt in der Transportbox und der Gang zum Tierarzt sind für alle Katzen ein Alptraum. Auch bei aller Vorsicht und Behutsamkeit wird eine Samtpfote es eher ablehnen, gefangen zu sein und untersucht zu werden. Das ist aus Katzensicht verständlich. Deshalb solltest Du als Katzenfreund gut überlegen, wann ein Transport und ein Tierarztbesuch nötig sind. Zum Wohl der Katze muss das eben manchmal sein. Bleibe ruhig und geduldig, das wirkt am besten auf die ängstliche und verunsicherte Katze. Weitere Tipps zur Wahl der richtigen Transportbox findest Du hier. Wenn Du Dich ausführlicher über das Autofahren mit Katze informieren möchtest, kannst Du hier weiterlesen!

 

Katzen mit schlechten Erfahrungen

Einen besonders sensiblen Umgang erfordern Samtpfoten, die schon einmal schlechte Erfahrungen zum Beispiel mit gewalttätigen Menschen gemacht haben. Aber auch vernachlässigte Katzen können Verhaltensweisen entwickeln, mit denen Menschen schwer umgehen können. Ob die Katze aus dem Tierheim kommt ist nicht entscheidend, wichtig ist ihre Vorgeschichte. Bei Katzen, die mit Gewalt oder Vernachlässigung konfrontiert waren, musst Du als Tierfreund noch behutsamer und geduldiger agieren. Mit viel Liebe und Zuwendung kann auch eine gute und intensive Beziehung zu leidgeprüften Katzen entstehen. Lasse Dich nicht entmutigen, eine Katze mit schlechten Erfahrungen wird Dir für die Zuwendung dankbar sein, auch wenn sie es zunächst nicht zeigen kann.

 

Einige praktische Ideen

Bleibe immer ruhig und geduldig und biete Deiner Katze Rückzugsmöglichkeiten.

Wenn eine Katze ein Versteck gefunden hat, lasse sie dort in Ruhe.

Spreche ruhig und viel mit der Katze, sie gewöhnt sich an den Klang Deiner Stimme.

Spiele oft gemeinsam. Mit speziellem Katzenspielzeug, Gegenständen aus der Natur oder Alltagsgegenständen, die nicht gefährlich werden können.

Regelmäßigen Streicheleinheiten stärken die Bindung und das Vertrauen zwischen Dir und Deiner Samtpfote!

Wenn Du trotz aller Zuwendung und Geduld das Gefühl hast, die Ängstlichkeit bleibt und Du Dich nicht mehr zu helfen weißt, kannst Du es mit pheromonhaltigen Duftstoffen und sanfter Medizin aus der Natur versuchen. Befrage dazu am besten einen Tierarzt, der die Situation sicher gut einschätzen kann!

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