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Bluttransfusion Katze - Das müssen Sie wissen

Blutspende bei Hund und Katze

Nicht nur Menschen benötigen mitunter eine Blutspende, sondern auch Tiere brauchen ab und an Blut von ihren Artgenossen. Es gibt zahlreiche Situationen im Leben eines geliebten Haustieres, in denen wenige Momente über Leben oder Tod entscheiden können. Gerade wenn durch einen schweren Unfall oder eine schwere Erkrankung das Blut als wichtigster Bestandteil des Körpers fehlt, ist schnelles Handeln gefragt. Die häufigsten Gründe für eine Bluttransfusion bei Hunden und Katzen sind meist schwere Unfälle, große Operationen, bei bestimmten Krebserkrankungen, bei Vergiftungen mit Rattengift, bei krankhaften Eiweißverlusten oder Knochenmarkserkrankungen, schweren Infektionskrankheiten wie etwa die durch Zecken übertragene Babesiose aber auch Erkrankungen des Blutes, wie etwa Gerinnungsstörungen oder die genetisch bedingte Bluterkrankheit (Hämophilie). Leider sind Tierärzte und Kliniken nicht in der Lage, weder für Katzen noch Hunde, Blut auf synthetische Weise herzustellen. Hier ist also die Bereitschaft anderer Tierfreunde gefragt, die mit ihren Vierbeinern zur Blutspende gehen. Dabei wissen nur die wenigsten, dass das Blutspenden für Tiere kein komplizierter Akt ist und scheuen daher den ersten Schritt. Wer sich aber wirklich mit diesem Thema beschäftigt, wird sicher schnell feststellen, dass es gar nicht kompliziert ist.

Die Katze als Retter in der Not

Bei Katzen gestalten sich Bluttransfusionen schwieriger als bei Hunden. Trotzdem haben sie bei der Katze als intensiv-medizinische Therapiemaßnahmen an Bedeutung gewonnen. Die Blutprodukte sind leider nur begrenzt haltbar und in der Kleintiermedizin noch immer Mangelware. Die häufigsten Gründe, weshalb Katzen Blut brauchen, sind schwere Unfälle, große Operationen oder chronisches Nierenleiden. In solchen Notsituationen ist schnelles Handeln enorm wichtig. Das Blut von Katzen lässt sich kaum künstlich herstellen, kann aber innerhalb einer Spezies transferiert werden, dabei ist es vollkommen unwichtig zu welcher Rasse die Katzen gehören, so kann eine Birma-Katze einer Siam-Katze Blut spenden. Die Anzahl der Bluttransfusionen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Da eine Organisation der Spendertiere häufig sehr zeitaufwendig ist, können meist Bluttransfusionen erst mit Verzögerung durchgeführt werden. Deshalb ist das Blut knapp und Transfusionen mit einem gewissen Risiko verbunden.

Katzen, haben wie die Menschen, unterschiedliche Blutgruppen. Das wichtigste Blutgruppensystem bei der Katze ist das AB-System.  Die Blutgruppe A kommt am häufigsten vor, Blutgruppe B tritt vor allem bei Rassekatzen auf und die Blutgruppe AB ist sehr selten. Kürzlich wurde eine neue Blutgruppe (Mik-Antigen) beschrieben. Im Gegensatz zum Hund haben Katzen natürliche Antikörper gegen die Blutgruppe, die ihnen fehlt. Diese Alloantikörper sind für das Auftreten von Transfusionsreaktionen verantwortlich. Wegen des Vorkommens von Alloantikörpern dürfen Katzen mit der Blutgruppe A nur A-Blut, Katzen mit der Blutgruppe B nur B-Blut und AB-Katzen AB- oder auch A-Blut erhalten.

Welche Katzen sind geeignet?

Bei der Frage ob Du Deine Katze als Blutspender registrieren sollst, tauchen viele Fragen auf. Im Folgenden werden einige Fragen beantwortet, wenn Du aber eine spezielle Frage zu Deiner Katze habst oder Deine Frage nicht beantwortet wird, kannst Du bei Deinem Tierarzt nachfragen. Die Kriterien die darüber entscheiden, ob Deine Samtpfote Blut spenden kann, können von Tierarzt zu Tierarzt oder von Klinik zu Klinik unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass Deinee Katze mindestens 18 Monate und nicht älter als 8 Jahre ist und dass sie zwischen 4 und 5 kg wiegt. Dazu sollte Deine Samtpfote regelmäßig geimpft und entwurmt sein, keine Medikamente einnehmen, frei von ansteckenden Krankheiten, keinen Urlaub in südlichen Ländern gemacht haben, selbst noch nie eine Blutspende erhalten haben, am besten eine Wohnungskatze und natürlich bei bester Gesundheit sein.

Wie läuft eine Blutspende bei Katzen ab?

Vor der ersten Blutspende wird Deine Samtpfote auf Herz und Nieren geprüft. Sie erhält eine Blutbildanalyse, eine Untersuchung auf Blutparasiten und wird auf virale Infektionserkrankungen untersucht. Sind die Ergebnisse der Untersuchungen alle negativ, dann darf sich Deine Samtpfote Blutspender nennen. Falls die Katze trächtig oder übergewichtig ist, kommt sie leider nicht als Spender in Frage.

Vor der Durchführung erhält Deine Samtpfote eine beruhigende Spritze, sodass der kleine Eingriff sicher und ruhig ablaufen kann. Das Blut wir aus der Vena jugularis externa (Halsvene) oder an der Vorderpfote entnommen, dazu wird etwas Fell abgeschoren, die Haut desinfiziert und anschließend das Blut mit einer Kanüle abgenommen. Gleichzeitig wird durch eine Infusion die gleiche Menge Flüssigkeit wieder zugeführt. Die Menge des gespendeten Blutes ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Keiner Samtpfote wird mehr Blut entnommen, als sie tatsächlich entbehren kann. Meist sind es bei Katzen 30 bis 40 ml. Die gesamte Dauer einer Blutspende beträgt mit Voruntersuchung und anschließender Überwachung Deines Tieres ca. 60 Minuten. Diese Zeit nehmen sich die meisten Tierfreunde sehr gerne, da schon eine einzige Blutkonserve ein Tierleben retten kann. Eine Blutspende schadet Deinem Liebling nicht, da das gespendete Blut vom Organismus schnell wieder ausgeglichen werden kann. Zwischen 2 bis 4 Mal pro Jahr kann bei Deiner Katze auf dieser Weise eine Blutkonserve abgenommen werden.

Blutspendeausweis und Blutspendedienst

Nach der erfolgreichen Blutspende erhält Deine Samtpfote einen Blutspendeausweis und wird langsam wieder aufgerichtet. Wie beim Menschen ist auch der tierische Kreislauf nach einer Blutspende beeinflusst, deshalb ist hier vor allem Behutsamkeit gefragt. Die Spenderkatzen bekommen etwas Nahrung und Wasser, um ihren Kreislauf zu stabilisieren. Danach dürfen sie wieder in das heimische Körbchen zurückkehren. Das gespendete Blut wird sofort in eine Blutbank gebracht und wartet dort auf seinen Einsatz. Das Blut wird bei der Empfängerkatze über die Vena cephalica (Vene am Vorderlauf der Katze) zugeführt, bei sehr kleinen Katzen oder schwierigen Zugangsverhältnissen kann auch eine Übertragung in das Knochenmark des Oberschenkelknochens erfolgen.

Für Katzen gibt es derzeit noch keine zentrale Blutbank in Deutschland. Deswegen haben Katzenliebhaber gemeinnützige Vereine gegründet um notleidenden Katzen zu helfen. Viele große Tierkliniken haben ihre eigenen Blutbanken aufgebaut.

Das Hunde- und Katzenblut findet nicht nur als Vollblut Verwendung. Die Einzelbestandteile, wie Plasma oder Erythrocyten Konzentrate, werden ebenso gelagert und bei Bedarf eingesetzt.
Da es in Deutschland noch keine bundesweit zentrale Blutbank für Hunde und Katzen gibt, fehlen deshalb verlässliche Zahlen über das Spendenaufkommen. Man schätzt, dass etwa 1.000 bis 2.000 Blutspenden in Deutschland von größeren Tierkliniken gewonnen werden. Die mit Abstand häufigsten Transfusionspatienten sind Hunde. Das Blut von Hunden kann bis zu 30 Tage gelagert werden. Bei Katzen sieht das anders aus, da ihr Blut weniger stabil ist, können meist nur Frischblut-Transfusionen durchgeführt werden.

Wenn Du Dich dazu entschieden hast, dass Dein Liebling zum rettenden Blutspender wird, muss Dir auch bewusst sein, dass ein Spenderanruf am Wochenende oder auch nachts kommen kann. Eine Blutspende bedeutet leider nicht immer, dass das Leben des Empfängers gerettet ist, aber die Chancen steigen nach einer Blutspende. Zum Glück gibt es deutlich mehr Fälle, bei denen die Blutspende das Leben eines Tieres gerettet hat.

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