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Die wichtigsten Zeichen der Katzensprache

Samtpfoten haben ein umfangreiches Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten, um mit Artgenossen und auch Menschen zu kommunizieren. Zur Katzensprache gehören nicht nur das Miauen und andere Laute der Katze, sondern auch ihre Körpersprache.

Mithilfe aller Bestandteile der Katzensprache können Katzen untereinander kommunizieren. Im komplexen Sozialverhalten der Tiere spielt die Verständigung über sprachliche und körperliche Ausdrucksformen eine wichtige Rolle. Allgemein geht es fast immer um unterschiedlich starke Ausprägungen des Bedürfnisses, Aufmerksamkeit zu erhalten, Wohlbefinden zu zeigen oder Ärger auszudrücken. Wer sich intensiv mit seiner Samtpfote beschäftigt, wird auch immer mehr Feinheiten in der Kommunikation feststellen. Manchmal sind es kleine Nuancen, die es zu verstehen gilt.

Die Laute der Katzensprache

Man geht davon aus, dass Katzen bis zu hundert verschiedene Lautarten zur Kommunikation einsetzen. Die bekannteste Lautäußerung ist das Miauen, von dem es wiederum ganz unterschiedliche Ausprägungen gibt. Die Art und die Intensität der Lautäußerungen sind von Katze zu Katze ganz unterschiedlich. Während es ruhigere, introvertierte Katzen gibt, die Laute eher sparsam und leise verwenden, gibt es auch auftrumpfende, eher extrovertierte Katzen, die in ihren Äußerungen sehr laut und dominant werden können.

Das Schnurren

Auch das Schnurren gehört zu den Lautäußerungen, die jeder schon einmal bei einer Katze gehört hat. Oft interpretieren die menschlichen Zweibeiner das Schnurren als Ausdruck der Zufriedenheit. Und in der Tat zeigen Samtpfoten durch Schnurren auch meist eine ausgeglichene Zufriedenheit und Wohlbefinden, aber auch hier sollte man auf die kleinen Zeichen drumherum achten.

Wichtig: Schnurren nämlich auch bei Verletzungen, anderen Schmerzen oder Angstzuständen auftreten.

Einige Verhaltensforscher gehen davon aus, dass Katzen das Schnurren unter anderem auch einsetzen, um sich selbst zu beruhigen, in etwa wie ein Mensch, der im dunklen Wald ein Lied pfeift, um sich abzulenken.

Fauchen, Knurren, Schreien und sogar Schnattern

Wenn sich Deine Katze mit lautem Fauchen und Knurren äußert, ist erst mal Vorsicht geboten! Die Katzensprache hat einige Ausdrucksmittel parat, wenn es um die Vermittlung von Aggressivität geht. Solches Geschrei ist eine gute Untermalung, wenn ein Gegner mit Drohgebären eingeschüchtert werden soll – und Katzen setzen dieses Mittel gerne ein.
Beginnt die Katze zu zischen und geht zu Jaulen oder Jodeln über, kann unmittelbar mit einem Angriff zu rechnen sein. Man sollte eine wütende Katze nicht unterschätzen! Jaulende oder weinende Katzen können aber auch im nächsten Moment die Flucht ergreifen.

Wenn eine Katze tatsächlich schreit, hat sie in den meisten Fällen starke Schmerzen und muss behandelt werden.

Ebenfalls zur Katzensprache gehört ein deutliches Schnattern. Diese für eine Katze manchmal ungewöhnlich anmutenden Laute setzt sie meist bei der Jagd oder im Spiel ein. Das Schnattern kann auch fast lautlos auftreten: Dann klappern nur ganz leise die Zähne der jagenden Katze. Oft kann man das Schnattern gleichzeitig mit einem wild zuckenden Schwanz beobachten; ein klares Zeichen für größte Aufmerksamkeit.

Katzenohren als Signalgeber

Auffallend und sehr wichtig beim Signalisieren des Gemütszustands sind die Katzenohren. Sind die Ohren nach oben aufgestellt, zeigt die Samtpfote ihre volle Konzentration, zum Beispiel, wenn sie ein Beutetier erspäht hat oder im Spiel einen Gegenstand beobachtet. Sind die Ohren angelegt, zeigt sie deutlich, dass im Moment Aggression oder Angst oder beides bestimmend sind.

Der Katzenschwanz als Ausdrucksmittel

Die Katze nutzt ihren Schwanz beim Klettern, um das Gleichgewicht zu halten. Aber auch in der Katzensprache hat dieser Körperteil eine wichtige Funktion. Eine Katze mit zuckendem Schwanz deutet große Aufmerksamkeit, aber auch eine gewisse Unentschlossenheit und möglicherweise beginnende Unzufriedenheit an. Ist der Schwanz gerade nach oben aufgerichtet, hat die Samtpfote etwas geradezu in Verzückung versetzt. Bleibt der Schwanz eher betont tief am Boden, passt ihr etwas ganz und gar nicht. Von ganz anderer Intensität ist die Gemütslage Deiner Katze, wenn sie den Schwanz wie eine Peitsche schwingt: Dann versucht die Katze, eine Drohung auszudrücken. Je nach Rasse plustert die Katze dabei auch das Fell am Schwanz auf und richtet den Körper seitlich gegenüber dem Kontrahenten aus.

Das Zuwenden des Bauches als Vertrauensbeweis

Wenn Dir Deine Samtpfote beim Streicheln den Bauch zuwendet und Dir dabei vielleicht noch zublinzelt, kannst Du davon ausgehen, dass Du ihr Vertrauen gewonnen hast. Denn ein größeres Zeichen des Geborgenseins bietet das Repertoire der Katzensprache nicht mehr!

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