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Gefahren für Heimtiere in der Weihnachtszeit

Weihnachten rückt näher und damit für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Während wir unsere Wohnzimmer mit Weihnachtsbäumen bestücken, ganze Winterlandschaften aus Kunstschnee auf den Fenstern entstehen lassen oder uns über Glühwein und Plätzchen hermachen, sollten wir eines bedenken: Die Weihnachtszeit birgt nicht unerhebliche Risiken für unsere tierischen Mitbewohner.

Schokolade, Lametta und Kunstschnee können sogar zur tödlichen Gefahr werden. Daher gilt es, besonders wachsam zu sein und gut auf unsere Lieblinge aufzupassen. 

Mit den folgenden sieben „Regeln“ bringst Du Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen & Co. sicher und unversehrt durch die Weihnachtszeit.

1. Giftige Pflanzen meiden

Eine imposante Tanne darf in den meisten Wohnzimmern an Weihnachten nicht fehlen. Doch Vorsicht! Nadelhölzer sind aufgrund der darin enthaltenen ätherischen Öle und Harze für Heimtiere wie Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen giftig. Sie können bei Verzehr unter anderem zu Leberschäden führen, außerdem verklebt Harz Fell und Federn. Leider scheinen Nadelhölzer besonders gut zu schmecken, weshalb wir unsere Tiere in der Weihnachtszeit ganz besonders gut im Blick behalten müssen – denn ein unbeobachteter Moment genügt!
Dies gilt natürlich ebenso für Adventskränze und anderen Weihnachtsschmuck aus Nadelhölzern. Auch hier ist darauf zu achten, dass unsere Tiere keinen Zugriff darauf haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auf einen Adventskranz und/oder Weihnachtsbaum aus Nadelholz und greift zu ungefährlichen Alternativen.

Doch nicht nur der Weihnachtsbaum selbst stellt eine Gefahr dar, sondern auch andere Pflanzen, die im Winter Hochsaison haben und daher häufig in den heimischen Wohnzimmern zu finden sind. Womöglich weiß man hier nicht einmal, dass die Pflanzen giftig sind. Dies gilt z. B. für Weihnachtsstern, Mistel und Christrose. Auf keinen Fall dürfen Nagetiere oder Vögel daran knabbern, denn schon kleine Mengen können zu erheblichen Vergiftungserscheinungen führen. Um diese Gefahr zu vermeiden, ist es am besten, gänzlich auf diese Pflanzen zu verzichten oder sie zumindest so zu platzieren, dass die Tiere garantiert keinen Zugriff darauf haben.

2. Weihnachtsessen und Plätzchen sind tabu

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Während wir uns selbst genüsslich den Bauch mit allerlei leckerem Gebäck vollschlagen, sitzen womöglich Hund und Katze mit großen, flehenden Augen daneben. Doch Du tust Deinen Lieblingen keinen Gefallen, wenn Du sie am Festschmaus teilhaben lässt. Plätzchen sowie andere Süßigkeiten sind für alle unsere Heimtiere tabu. Dies gilt insbesondere für Schokolade, denn das in Kakao enthaltene Theobromin kann lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Grundsätzlich gilt: Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher, denn umso höher ist auch der Gehalt an Kakao und somit an Theobromin. Besonders große Mengen dieses für unsere Tiere gefährlichen Stoffes sind z. B. in Bitterschokolade oder in Blockschokolade zum Backen enthalten. Achte also darauf, keine Schokolade und anderen Süßigkeiten offen herumliegen zu lassen.

Vorsicht ist ebenso beim Weihnachtsessen geboten: Geflügelknochen sind tabu für Hund und Katze, da sie in gegartem Zustand (wie alle Knochen) splittern und somit massive Verletzungen an inneren Organen hervorrufen können. Auch Fischgräten können lebensgefährlich sein. Vermeide es auch, Deinen Tieren zu stark gewürzte oder fettige Essensreste zu geben, das kann zu Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen führen. Wenn Du Deinen Tieren zu Weihnachten etwas besonders Leckeres bieten möchtest, so freut sich der Hund über einen großen Kauknochen und die Katze über ein Stückchen ungewürztes Hühnerfilet. Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel werden eine große Portion saftiges Gemüse zu schätzen wissen.

3. Den Weihnachtsbaum sicher befestigen

Unfälle entstehen in der Weihnachtszeit auch dadurch, dass unsere Tiere den Christbaum zu Fall bringen. Der Hund zerrt in einem unbeobachteten Moment an einem Zweig, die Katze klettert ungeschickt in den Ästen – und schon ist es passiert: Der Baum kippt um und das Tier verletzt sich dabei. Achte daher besonders darauf, Deinen Christbaum entsprechend zu sichern. Hierzu eignen sich massive Ständer sowie zusätzliche Seile, mit denen der Baum z. B. an der Wand befestigt wird.

Achtung: Das Wasser im Christbaumständer dürfen Hund, Kaninchen & Co. auf keinen Fall trinken, da sich hier Pestizide und giftige ätherische Öle sammeln können. Grundsätzlich sollten Tiere niemals unbeaufsichtigt in der Nähe des Weihnachtsbaums sein.

4. Kein offenes Feuer in der Nähe von Tieren

Ganz abgesehen von der allgemeinen Brandgefahr durch offenes Feuer genügt schon ein einziger unachtsamer Moment und das Kaninchen verbrennt sich die Ohren an einer brennenden Kerze, die Katze bleibt an etwas hängen und wirft die auf dem Tannenbaum brennenden Lichtlein um oder der neugierige Welpe schnuppert an der Flamme und verletzt sich. Daher gilt ganz grundsätzlich: Verzichte möglichst auf jede Form von offenem Feuer – Deinen Fellnasen zuliebe. Nutze stattdessen lieber elektrische Lichter.

Achtung: Bitte immer darauf achten, dass die Kabel nicht frei zugänglich sind, denn auch diese stellen eine Gefahrenquelle dar, wenn sie angeknabbert werden – sowohl für Hunde und Katzen als auch für Kleintiere und Vögel.

Möchtest Du auf echtes Kerzenlicht nicht verzichten, so lasse Deine Tiere niemals unbeaufsichtigt damit und stelle die Kerzen so auf, dass sie für die Tiere unzugänglich sind.

5. Vorsicht bei Lametta und anderen Dekoartikeln

Glitzernde Gegenstände ziehen viele unserer Haustiere magisch an. Es gibt wohl kaum eine Katze, die beim Anblick von Lametta oder anderen glitzernden Dekoartikeln kein Leuchten in den Augen bekommt. Doch Vorsicht! Lametta kann giftiges Blei enthalten und verschluckt werden.

Fällt eine Weihnachtskugel vom Baum und zerbricht, bilden sich scharfe Kanten und kleinste Splitter, an denen sich nicht nur Hund und Katze, sondern auch Kaninchen, Meerschweinchen & Co. massiv verletzen können. Kleine Teile, die von unseren Tieren aufgenommen werden, können im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen. Es ist also besser, auf Deko zu verzichten, die eine potenzielle Gefahrenquelle darstellt. Zum Glück gibt es viele ebenso schöne, aber ungefährliche Alternativen, etwa Weihnachtskugeln aus Naturmaterialien wie Holz oder Stroh, die beim Herunterfallen nicht zerbrechen.

6. Geschenkbänder und Verpackungsmaterial außer Reichweite bringen

Es ist so weit: Geschenke-Auspacken ist angesagt. Insbesondere Kinder legen dabei eine erstaunliche Geschwindigkeit an den Tag und lassen die Verpackungsmaterialien oftmals unbeachtet liegen. Vor allem Geschenkbänder stellen jedoch eine Gefahr für unsere Tiere dar. Werden sie verschluckt, können sie innere Verletzungen verursachen. Es gilt also: Nach dem Auspacken alles sofort wegräumen und vor neugierigen Pfoten, Tatzen und Schnäbeln in Sicherheit bringen.

7. Schneespray und Duftöle von Tieren fernhalten

Zugegeben: Die mit Schneespray auf Fenstern entstehenden Winterlandschaften sind eine Augenweide. Dazu noch ein weihnachtlich riechendes Duftöl oder Räucherstäbchen und die Weihnachtsstimmung ist perfekt. Bitte achte jedoch darauf, dass sowohl Sprays als auch Öle für unsere Tiere giftig sein können, wenn sie verschluckt werden. Es gilt also, entweder ganz darauf zu verzichten oder sie für unsere Felltiere unzugänglich aufzubewahren. Vögel haben eine sehr empfindliche Lunge. Die ätherischen Öle können ihre Atemwege reizen und zu respiratorischen Erkrankungen führen.

Weihnachten ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Um zu verhindern, dass die Vorfreude in eine Katastrophe mündet, müssen wir Tierbesitzer zu dieser Zeit besonders wachsam sein, um unsere Lieblinge sicher und wohlbehalten über die Festtage zu bringen. Wenn wir jedoch die genannten Regeln berücksichtigen und achtsam sind, können wir die Festtage im Kreise unserer Liebsten in vollen Zügen genießen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen wunderschöne Weihnachten. Bleibt gesund!

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