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Katzenstreu

Beim Besuch des stillen Örtchens halten sich Katzen an feste Rituale. Dazu gehören das Scharren einer Mulde in Erde oder Sand vor dem Toilettengang und das Bedecken der Hinterlassenschaften mit dem Aushub im Anschluss. Hier kommt das Katzenstreu ins Spiel, denn es ersetzt die in der Natur verfügbare Erde bzw. den Sand.

Die wichtigste Eigenschaft aus Sicht der Samtpfote ist es, dass die Streu ebendieses Ritual ermöglicht. Doch das ist bei weitem nicht alles! Unsere Katzen stellen weitere Ansprüche an den Untergrund ihrer Toilette. Neben einem für die Katze angenehmen Geruch sollte die Streu angenehmem zu den Pfoten und möglichst staubarm sein. Hinzu kommen die Anforderungen von uns Menschen, die wir an eine Katzenstreu stellen. Neben dem ansprechenden Geruch stehen für uns Zweibeiner Punkte wie Saugkraft, Ergiebigkeit und leichte Entsorgung im Vordergrund.

Welche Sorten Katzenstreu gibt es?

Man kann zwischen klumpender und nichtklumpender Streu unterscheiden. Doch auch hier gibt es wieder einige Untersorten.

Klumpstreu

Wie der Name schon sagt, bildet der Urin der Katze bei Kontakt mit dieser Streu feste Klumpen, die sehr einfach mit einer Streuschaufel entfernt werden können. Der Kot wird von der Streu umhüllt und damit wird auch der Geruch minimiert.

Klumpstreu gibt es aus verschiedenen Materialien:

Bentonit-Streu

Bentonit ist ein Gestein, das aus Tonmineralien besteht. Dieses Gestein kann einen unterschiedlichen Vermahlungsgrad aufweisen. Je nach Vermahlungsgrad entsteht eine gröbere oder auch feinere Streu. Der Qualitätsunterschied liegt in der Saugkraft und der Geruchsbindung der jeweiligen Streu. Einige Hersteller fügen Duftstoffe wie Babypuder, Vanille, Zitrone oder Lavendel hinzu. Katzenstreu aus Bentonit ist relativ schwer und muss über den Restmüll entsorgt werden. Es gibt auch große Unterschiede bezüglich des entstehenden Staubs.

Streu aus natürlichen Fasern

Darüber hinaus gibt es Klumpstreu aus Pflanzenfasern, Holz oder Mais. Durch bestimmte Zusätze ist es den Fasern möglich, zusammenzuklumpen. Diese Streuarten zeichnen sich durch ein niedriges Gewicht aus und sind in der Regel staubarm. Außerdem können die Klumpen über den Biomüll entsorgt werden bzw. sind kompostierbar. Einige Hersteller bewerben ihre Streu auch damit, dass sie über die Toilette zu entsorgen sei. Hiervon ist aber grundsätzlich abzuraten. Verstopfungen der Toilette bzw. der abführenden Rohre kommen durch Katzenstreu sehr häufig vor. Eine Beseitigung dieser Verstopfungen ist oft kosten- und zeitintensiv, zumal strapazieren immer wiederkehrende Verstopfungen das Verhältnis zum Vermieter!

Ein weiterer Vorteil von Streu aus natürlichen Fasern ist, dass es sich dabei um nachwachsende Rohstoffe handelt. Auch bei dieser Streu gibt es einige Qualitätsunterschiede bezüglich der Klumpfähigkeit und der Geruchsbindung.

Nichtklumpende Streu

Bei dieser Streu wird der Urin durch die Porosität der Bestandteile aufgesaugt und „gefangen“. Durch Schütteln des Katzenklos wird erreicht, dass der Urin sich verteilt und dadurch aufgesaugt werden kann. Effektiv entfernen lässt sich bei nichtklumpender Streu allerdings nur der Kot. Das bedeutet, dass zum Säubern immer die komplette Einstreu aus der Katzentoilette entfernt werden muss und so der Verbrauch gegenüber Klumpstreu ansteigt. Zudem sammelt sich Urin auf dem Boden der Toilette, wenn die Streu keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann.

Auch nichtklumpende Katzenstreu gibt es aus verschiedenen Materialien:

Mineralische Einstreu

Diese Einstreu besteht aus verschiedenen Tonmineralien, die porös sind und dadurch den Urin aufsaugen können. Hinsichtlich Staubarmut und Geruchsbindung kann es deutliche Unterschiede geben.

Natürliche Fasern

Wie bei der klumpenden Variante besticht diese Einstreu durch ein niedriges Gewicht und Staubarmut. Auch hier gibt es Streu aus Pflanzenfasern, Holz oder Mais und zusätzlich auch zu Pellets verpresst. Die Pellets zerfallen, wenn sie mit Katzenurin in Kontakt kommen, zu feinem Staub und setzen sich dann auf dem Boden der Katzentoilette ab.

Silikatstreu

Die Basis des Silikats ist Kieselgel, was auch bei der Herstellung von Windeln verwendet wird oder in den kleinen Tüten zum Trockenhalten von Elektrogeräten oder Schuhen enthalten ist. Diese Einstreu saugt den Urin sehr gut auf und zeichnet sich auch durch eine gute Geruchsbindung aus. Ein Vorteil gegenüber den anderen nichtklumpenden Streuarten ist, dass bei den Silikatkügelchen der Urin teilweise verdunsten kann. Die Streukügelchen sind jedoch relativ scharf und unangenehm für die empfindlichen Katzenpfoten, außerdem ist diese Einstreu beim Scharren recht laut.

Achtung: Bei sehr jungen Katzen sollte man beim Einsatz von Klumpstreu große Vorsicht walten lassen. Da Kitten sehr neugierig und verspielt sind, können sie an der Einstreu lecken bzw. etwas davon fressen. Das gleiche Problem ergibt sich bei übermäßiger Fellpflege, wenn die Streu an den Pfötchen oder im Fell hängenbleibt. Da sich dann Klumpen bilden, kann dies lebensbedrohliche Folgen wie z. B. einen Darmverschluss haben.

Zusätze für die Einstreu

Im Handel gibt es unterschiedliche Duftperlen oder Deodorants für Katzentoiletten, die eine Geruchsbildung verhindern oder abschwächen sollen. Diese sind jedoch nur für uns Menschen angenehm. Katzen riechen um ein Vielfaches besser als wir und die deodorierten Zusätze können für sie sehr unangenehm und stechend sein. Es kommt vor, dass sie ihr gewohntes Örtchen daraufhin nicht mehr aufsuchen möchten.

Selbiges gilt auch für Katzentoiletten, die nicht oft genug gesäubert werden. Katzen sind sehr reinliche Tiere, die verschmutzte oder übelriechende Toiletten meiden.

Tipp: Streuzusätze mit Aktivkohle, die die Geruchsbindung und die Saugfähigkeit der Streu verbessern sollen, können eine geeignete Alternative darstellen, da sie keinen starken Eigengeruch haben und somit die empfindliche Katzennase nicht strapazieren.

Katzen sind sehr empfindlich bezüglich der verwendeten Streu. Wenn Deine Katze ihre Toilette nicht (mehr) aufsuchen möchte, kann das an der Streu oder auch an zugesetzten Duftstoffen liegen.

Fazit

Die unterschiedlichen Streuarten unterscheiden sich wesentlich bezüglich des Preises, des Gewichts, der Staubentwicklung, der Entsorgungsmöglichkeiten und der Konsistenz. Letztendlich entscheidet jedoch die Fellnase, welche Streu sie bevorzugt. Katzen können sehr wählerisch und eigen sein, was ihre Vorlieben angeht, und wir als ihre „Bediensteten“ müssen uns dieser Wahl anschließen, wenn wir nicht wollen, dass das „Katzengeschäft“ zum Beispiel auf dem Boden oder Sofa erledigt wird. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Deine Samtpfote eine andere Streu problemlos akzeptiert, kaufe am besten zunächst die kleinste Verpackungseinheit zum Ausprobieren. Wir führen ein umfangreiches Sortiment an Katzenstreu und unsere Kollegen vor Ort in unseren Kölle Zoo Märkten beraten Dich auch gerne bei der Auswahl der individuell geeigneten Katzenstreu.

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