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Katzenzähne richtig pflegen

Die Gesundheit der Zähne ist auch bei Katzen entscheidend fürs Wohlbefinden. Viele Samtpfoten leiden unter Erkrankungen wie etwa Zahnstein und Zahnfleischentzündung. Während unangenehmer Mundgeruch nur ein erstes Anzeichen sein kann, können die Auswirkungen chronischer Zahnerkrankungen weit gravierender werden.
Zahnpflege ist für Katzen ebenso wichtig wie für Menschen. Deshalb sollten echte Katzenfreunde von Anfang an auf die richtige Pflege der Zähne achten und bei entstehenden oder bereits vorhandenen Erkrankungen einen Tierarzt aufsuchen. Je besser die Zähne, desto länger und glücklicher das Katzenleben – das sollte Motivation genug sein!

Am besten vorbeugen

Eine gute Vorbeugung kann sehr viel bewirken. Natürlich profitieren davon besonders Katzen, die von Anfang an in den Genuss einer liebevollen und gründlichen Zahnpflege gekommen sind. Vorteilhaft ist auch, dass junge Katzen besser an die Zahnreinigungsprozedur gewöhnt werden können. Aber auch bei älteren Katzen gibt es Möglichkeiten, den Zustand der Zähne zu erhalten und dafür zu sorgen, dass keine schlimmen Beeinträchtigungen entstehen.

Anzeichen für Zahnprobleme

Zahnstein und Entzündungen im Bereich des Katzenmauls sind schmerzhaft. Erkennbar ist das äußerlich oft durch starken Speichelfluss, die Nahrungsaufnahme ist aufgrund der Schmerzen eingeschränkt. Auch ungewöhnliches Kauverhalten kann eine Entzündung anzeigen. Neben den sichtbaren Zahnbelägen und entzündlich gerötetem Zahnfleisch und Zahnfleischbluten kann auch übelriechender Atem ein Zeichen für eine Erkrankung sein.

Zahnstein, Entzündungen und Parodontose

Einen Entzündungsherd im Körper darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Keime und Bakterien können sich im Körper ausbreiten und die inneren Organe angreifen. Je nach Stadium der Zahnsteinbildung und Parodontose muss der Tierarzt das Gebiss mit Ultraschall reinigen und eventuell schon vorhandene Taschen operativ entfernen, in denen sich Entzündungen bilden.

Bringe Geduld mit für diese Aufgabe

Wie so oft beim Zusammenleben mit Katzen ist auch beim Zähneputzen immer ein bisschen Geduld nötig, bei der einen Samtpfote mehr, bei der anderen weniger. Junge Katzen gewöhnen sich erfahrungsgemäß schneller und besser an die Zahnreinigung als ältere Katzen. Wichtig ist vor allem, bei diesem anfangs schwierigen Unterfangen, nicht zu schnell aufzugeben. Deine Samtpfote braucht Zeit, um sich an das Putzen zu gewöhnen.

So gewöhnt sich die Samtpfote sanft ans Zähneputzen

Nutze eine entspannte Situation und versuche ganz behutsam die Lippen der Katze ein wenig nach oben und nach unten zu bewegen. Ganz vorsichtig natürlich; sobald die Katze Unbehagen zeigt, hör auf. Nach einer Weile kannst Du wieder sanft die Lippen berühren und vorsichtig das Zahnfleisch massieren. Zwischendurch immer wieder streicheln und liebhaben, versteht sich! Wenn das gutgeht, nimm etwas Zahncreme oder Zahngel für Katzen auf den Finger und massieren damit ganz behutsam das Zahnfleisch. Wenn Du gemeinsam mit Deiner Samtpfote soweit gekommen bist, kannst Du anfangen, vorsichtig eine Zahnbürste einzusetzen. Nimm Dir Zeit für die Gewöhnung, denn Du und Deine Katze brauchen sicher eine kleine Weile dafür. Hat sich die Katze an die Vorgehensweise gewöhnt, steht einer guten Vorbeugung für Zähne und Zahnfleisch nichts mehr im Wege.

Tipps für die Zahnpflege

  • Katzenzähne regelmäßig putzen. Dazu eignen sich Zahnbürsten und Zahncreme oder -gel mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Minze oder Hühnchen. Probiere am besten aus, was Deine Katze am besten annimmt.
  • Wie in der Natur können Kausnacks helfen, die Zähne zu reinigen und das Zahnfleisch gut zu durchbluten. Gut eignen sich dafür luftgetrocknete Natursnacks wie zum Beispiel knochenfreie Leckereien wie Putenhälse, Pferdesehnen oder Kalbsohren.
  • Weitere Möglichkeiten sind spezielle Zahnspielzeuge für Katzen, die die Beschäftigung und gleichzeitig die Zahnreinigung anregen können und
  • Zusatzstoffe für Futter und Wasser, die prophylaktisch gegen Zahnstein und Entzündungen wirken.
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