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Unerwünschtes Kratzen abstellen – so klappt’s

Es kann schon ganz schön anstrengend sein, wenn die Katze an Stellen kratzt, die dem menschlichen Freund nicht geeignet erscheinen. Im ersten Schritt ist es sehr hilfreich, das Verhalten in die natürliche Lebensweise einzuordnen und zu verstehen. Wichtig ist dann, geeignete Gelegenheiten zum Kratzen zu bieten und die Samtpfote positiv zu bestärken, dieses Angebot anzunehmen.
Katzen sind sensible Tiere, das weiß jeder Katzenfreund. Unerwünschtes Kratzen abzustellen erfordert daher viel Geduld und Ausdauer. Aber warum kratzen Katzen überhaupt?

Gründe für das Kratzen

Zum einen gehört die Krallenpflege zur Katze wie die Schnurrhaare und das Miauen. Die Krallen sind sehr wichtig im täglichen Leben und dienen vielerlei Zwecken. Damit die Katze sie immer einsetzen kann, wachsen sie ständig nach. Hauskatzen haben aber auch eine Art der Kommunikation von ihren wilden Vorfahren übernommen: In den Pfoten der Stubentiger befinden sich Drüsen, die Duftstoffe zur Reviermarkierung abgeben. Und so kennzeichnen Stubentiger ihr Revier eben auch im Haushalt.
Das Kratzen kann aber auch durch Langeweile ausgelöst werden. Besonders einzeln gehaltene Hauskatzen sind oft unausgelastet und werden die angestauten Aggressionen dann beim Katzen los. Dabei kann die Wut ganz schön zerstörerisch werden. Besonders Sofas, Tapeten, aber auch Holzmöbel sind oft betroffen.

Kratzmöglichkeiten bieten

Um größere Schäden und Ärger zu vermeiden, gebe Deiner Katze ausreichend geeignete Kratzmöglichkeiten und setze positive Anreize, diese auch zu nutzen. Versuche das natürliche Verhalten umzuleiten und belohne das Kratzen an den erwünschten Stellen. Katzenfreunde wissen, dass Bestrafen oder lautes Schimpfen überhaupt nichts bewirken – außer Misstrauen und Feindseligkeit.
Am besten stellst Du in mehreren Räumen verschiedene Kratzmöglichkeiten wie Kratzbäume und Kratzbretter zur Verfügung. Wenn die Katze Dir gerade zuschaut, sei ein gutes Vorbild und kratze ruhig selbst ein bisschen, denn das animiert Deine Samtpfote zur Nachahmung.

Die Samtpfote beschäftigen

Gegen Kratzen aus Langeweile hilft natürlich vor allem die intensive Beschäftigung mit der Katze, ein passender, vierbeiniger Spielgefährte und spannendes Katzenspielzeug. Wenn Du genug Betätigungsmöglichkeiten bietest und gleichzeitig die bereitgestellten Kratzbäume oder Kratzbretter für die Katze attraktiv machst, kann sich das Verhalten mit ausreichend Geduld langsam, aber sicher ändern.
Wenn das Kratzen an unerwünschten Stellen schon lange andauert, kann ein eindeutiges Einschreiten und ein vorsichtiges, aber konsequentes Wegtragen zu einer anderen Kratzgelegenheit helfen – unter gutem Zureden und mit Belohnung, wenn die Katze die richtige Möglichkeit annimmt. Bestärke das Tier in der erwünschten Verhaltensweise und gebe deutlich zu erkennen, welche Kratzgelegenheiten die „richtigen“ sind. Keinen Sinn macht es, die Katze in irgendeiner Form zu bestrafen. Von gegenseitiger Ablehnung und Vertrauensverlust wird die Situation nur schlimmer. Bleibe deshalb geduldig, aber auch konsequent!

Vorkehrungen für das Sofa

Ganz besonders beliebt zum Ausleben des Kratzbedürfnisses ist oft der Bezug des Sofas. Zum Leidwesen der geplagten menschlichen Katzenfreunde, die den Bezug lieber ganz und am Stück haben wollen. Auch hier sollte der Grundsatz gelten: Die Katze am Fehlverhalten hindern und erwünschtes Verhalten belohnen. Wenn Du nicht zuhause sein kannst und die Katze noch nicht gelernt hat, das Sofa zu schonen, hilft eine Decke aus knisterndem Material wie eine Abdeckplane, Rettungsdecke oder auch Alufolie, um den Bezug des Sofas zu schützen – das Knistern hält die Katze vom Kratzen ab.
Schon bei der Auswahl des Bezugs kannst Du Dich auf das Verhalten einer Katze einstellen. Vermeide eher grobe und feste Stoffe, denn diese sind für jeden Stubentiger eine Herausforderung zum Kratzen. Für den Katzenhaushalt eignet sich ein glatter und weicher Stoff besser, denn daran haben Katzen keinen Spaß und lassen das Kratzen bald bleiben.

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