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Unsauberkeit bei Katzen

Fast jeder Katzenfreund hat das schon erlebt: Das liebe Tier verwendet nicht wie erwünscht das Katzenklo, sondern uriniert an Stellen, die dafür wirklich nicht vorgesehen sind. Einige Tipps können helfen, diese unangenehme Situation zu vermeiden. Als Katzenfreund solltest Du aber bei unerklärlicher Unsauberkeit Deiner Katze zunächst den Tierarzt aufsuchen, um krankheitsbedingte Ursachen auszuschließen.

 

Krankheit als Ursache für Unsauberkeit

Hinter einer plötzlichen Unsauberkeit können bei Katzen gleich mehrere Krankheitsbilder stehen. Häufig ist eine Blasenentzündung der Grund, aber auch Blasensteine (z. B. Oxalat- und Struvitsteine) und andere Harnwegserkrankungen können in Frage kommen. Bei kastrierten Katern zeigen sich solche Erkrankungen häufiger, meist auch im Zusammenhang mit unausgewogener Ernährung. Generell ist es sinnvoll, gleich eine Urinprobe zum Tierarzt mitzubringen. So kann der Veterinär schneller die eigentliche Ursache für die Unsauberkeit herausfinden.
Auch wenn die eigentliche Krankheitsursache beseitigt ist und es Deiner Samtpfote wieder gut geht, bleiben manche Katzen weiterhin unsauber. Viele Katzen verbinden nämlich den Schmerz, den sie beim Pinkeln hatten, mit der Umgebung!

Tipp: Verändere in solchen Fällen den Standort der Katzentoilette, tausche die alte Katzentoilette gegen ein anderes Modell aus und verwende unter Umständen sogar ein anderes Katzenstreu!

Behutsam mit dem sensiblen Haustier umgehen

Ganz wichtig ist auch hier, ruhig zu bleiben und nicht zu versuchen, die Katze zu bestrafen oder mit ihr zu schimpfen. Katzen sind sehr reinliche Tiere, bei Unsauberkeit liegt daher fast immer eine Krankheit oder ein anderer ungünstiger Einfluss vor. Spürt die Katze dann Ablehnung, wird sich das Problem eher verschlimmern als verbessern.
Wenn eine Erkrankung ausgeschlossen werden kann, solltest Du als fürsorglicher Katzenfreund ein paar Überlegungen anstellen, die helfen, das unerwünschte In-die-Wohnung-Pinkeln abzustellen. Sehr wahrscheinlich kann die Ursache im Bereich Katzenklo und Umgebung liegen.


Ausreichend große Katzentoilette

So sollte das Katzenklo möglichst groß sein, mindestens etwa einen halben Meter auf einen halben Meter, bei sehr großen Katzen auch mehr. Katzen suchen auch in der Natur keine beengten Räumlichkeiten für ihr Geschäft. Manche Katzen mögen auch keine Katzentoiletten mit Deckel, da sich unter einem Deckel Gerüche ansammeln können, die für die sensible Katzennase abschreckend wirken. Verwende deshalb ein Katzenklo ohne Deckel. Um unangenehme Gerüche zu vermeiden, ist es besser, die Katzentoilette hygienisch sauber zu halten.


Immer auf die Hygiene achten

Verwende gutes Katenstreu und reinige die Katzentoilette regelmäßig. Achte auf eine gute Belüftung. Ein Katzenklo sollte mindestens einmal am Tag von Urin- und Kotklumpen befreit werden. Das Katzenstreu muss auch regelmäßig komplett ausgetauscht werden und bei dieser Gelegenheit sollte auch die Katzentoilette gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Katzen nehmen Hygiene sehr ernst. In einer ungepflegten Umgebung fühlen sie sich nicht wohl und können schnell zu Unsauberkeit neigen. Achte bei der Reinigung auf geruchsneutrale Reinigungsmittel. Starke Parfumbeimischungen sind reiner Stress für die empfindliche Katzennase. Auch beim Katzenstreu haben die meisten Samtpfoten ganz eigene Vorlieben. Wenn Du eine neue Sorte Katzenstreu verwenden möchtest, mische etwas vom bisher verwendeten Streu unter, damit sich Deine Samtpfote langsam daran gewöhnen kann.


Geeigneter Standort für die Katzentoilette

Zur Erledigung wichtiger Geschäfte zieht sich die Katze gerne in eine ruhige Umgebung zurück. Gut geeignet sind in einer Menschen- und Katzenwohnung also zum Beispiel eher das Bad oder Kellerräume. Am besten steht das Katzenklo gut erreichbar in einer Ecke oder einer Nische, damit die Katze wirklich ihre Ruhe hat. Bei mehreren Katzen ist der Abstand zwischen den einzelnen Katzenklos sehr wichtig, da sich die Stubentiger sonst in die Quere kommen und das Stresspotential steigt.


Markiert die Katze?

Bei geschlechtsreifen Katern gehört das Markieren des Reviers zu den ganz natürlichen Verhaltensweisen, zugleich locken sie damit weibliche Katzen an. Aber auch Kätzinnen markieren unter Umständen, vor allem während der Rolligkeit. Abhilfe schafft hier die Kastration. Je länger die Samtpfote das Markieren schon betreibt, desto eher behält sie dieses verhalten allerdings auch nach einer Kastration bei. Zum Glück stellen nur sehr wenige Katzen das Markieren ihres Reviers nie ganz ein. In diesen Fällen bietet es sich an, der Katze ein Leben als Freigänger zu ermöglichen.


Stressfaktoren als Ursache

Vielfältige Ursachen wie ein Umzug, eine neue Katze oder ein anderes Haustier in der Umgebung oder der Verlust einer Bezugsperson können bei den sensiblen Tieren Stress und in der Folge Unsauberkeit auslösen. Auch vermeintlich kleinere Veränderungen wie ungewohnte Gerüche, der Verlust eines alten Möbelstücks oder eine Futterumstellung können Auslöser für Stresspinkeln sein. Lassen sich stressige Situationen nicht vermeiden, hilft am besten Zuwendung, gemeinsames Spielen und eine Extraportion Streicheleinheiten.


Geduld aufbringen, betroffene Stellen absichern, Gerüche entfernen

So unterschiedlich die Gründe für Unsauberkeit sein können, in jedem Fall braucht der Katzenfreund Geduld. Solange die Unsauberkeit anhält, ist es daher sinnvoll, besonders empfindliche Stellen wie zum Beispiel das neue Sofa abzusichern, damit die Katze dort keinen Schaden anrichtet. Ganz wichtig ist auch, den Uringeruch möglichst komplett zu entfernen, da ein verbleibender „Restgeruch“ zum erneuten urinieren verleiten kann!

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