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Was tun bei Aggressionen der Katze?

Katzen können sehr verschmust sein und wirken manchmal geradezu harmoniebedürftig. Leider vergessen Zweibeiner dann oft, dass die Samtpfote ein domestiziertes Raubtier ist. Wenn die Instinkte der Hauskatzen-Urahnen und damit auch Aggressionen offen zutage treten, kann das zum handfesten Problem werden.
Da kann es schon vorkommen, dass ein harmlos scheinendes Kätzchen sich auf die Lauer legt, von einer erhöhten Position auf den Menschen springt, wild fauchend um sich schlägt und kratzt und dann schnell verschwindet. Aber auch ein plötzlicher Hieb mit der Pfote oder eine reflexartige Kampfreaktion kann schon mal auftreten. Dieses Verhalten lässt die Zweibeiner oft ratlos zurück. Aber es gibt immer einen Grund für Aggression bei Katzen.

Die Instinkte sind immer präsent

Zunächst kommen alle Katzen mit einem angeborenen Aggressionsverhalten auf die Welt. Aus ihnen werden Jäger, die ihr Revier verteidigen. Als Raubtiere brauchen sie eine gewisse Aggressivität zum Überleben. Neben dem Revierverhalten, bei dem es um Machtdemonstration und Verteidigung geht, können besonders auch Mutterkatzen, die ihre Jungen in Gefahr sehen, bis zum Äußersten gehen und dann alle Kraft und Gewalt einsetzen, die sie aufbieten können.

Verwirrung stiften als Abwehr

Suche am besten nach den Ursachen für das aggressive Verhalten und versuche diese zu beseitigen. Wenn Du Dich aber konkret fragst, was man bei einer plötzlichen Attacke tun kann, gibt es einen praktischen, natürlich gewaltfreien Tipp: Ablenkung. Bei einer spontanen Attacke kannst Du zum Beispiel einen Ball oder ein Stoffspielzeug in eine andere Richtung werfen, um die Katze zu verwirren. In vielen Fällen ist sie dann ausreichend abgelenkt und lässt von ihrem Verhalten ab.

Aggression aus Langeweile

Für aggressives Verhalten gegenüber dem Menschen gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Sehr oft ist es die bloße Langeweile. Wenn die Katze nicht gefordert ist und zu wenig Bewegung hat, brechen je nach Charakter der Katze früher oder später die Urinstinkte durch. Und klar: Diese Aggressionen bauen Katzen bei der Jagd und Kämpfen untereinander ab. Ist aber keine Beute und kein Artgenosse weit und breit, richtet sich die Aggressivität eben gegen den menschlichen Mitbewohner. Es ist ja sonst niemand da!

Angriff als Teil der Selbstverteidigung

Fühlt sich eine Katze bedrängt oder angegriffen, wird sie sich verteidigen. Das gehört zu ihrer Natur, denn sie muss eine gewisse Grundaggressivität haben, um zu überleben. Eine übermäßige Aggressivität kann durch bestimmte, für die Katze bedrohliche Situationen und schlechte Erfahrungen mit gewalttätigen Menschen entstehen. Auch deshalb sollte ein respektvolles und gewaltfreies Auftreten selbstverständlich sein.

Freiheit und Rückzugsräume geben

Katzen brauchen auch ihre Freiheit. Wenn sich eine Katze zu sehr gedrängt fühlt, wird sie mit Zurückweisung reagieren. Auch deshalb ist es so wichtig, der Samtpfote ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Je mehr Freiraum eine Katze hat, desto sicherer fühlt sie sich. Mit diesem Grundgefühl kann sie auch viel besser Vertrauen zum Menschen finden. Wird eine Katze beim Spielen aber immer aggressiver, musst Du als Katzenfreund Grenzen setzen, sonst wird Deine Samtpfote das Verhalten beibehalten. Breche zunächst einfach das Spiel ab, wenn die Katze Aggressionen zeigt. Nach einer Weile wird sie das verstehen.

Aggressive Reaktion auf Streicheln

Manchmal kann es vorkommen, dass eine sonst eher zurückhaltende Samtpfote scheinbar aus dem Nichts mit einem Tatzenhieb oder einem schnellen Angriff auf den menschlichen Freund reagiert, der die Katze nur streicheln wollte. Bei dieser Reaktion ist eine Verletzung oder schmerzhafte Erkrankung als Ursache sehr wahrscheinlich. Die Erklärung ist einfach: Die Katze verspürt Schmerzen bei der Berührung und möchte dies natürlich vermeiden. Kläre in einer solchen Situation am besten die Beschwerden gleich bei einem Tierarzt. Wenn die Katze keine Beschwerden mehr hat, wird auch das aggressive Verhalten verschwinden.

Altersbedingte Aggressivität

Ebenfalls mit dem Schmerzempfinden hat Aggressivität bei älteren Katzen zu tun. Oft können altersbedingte Erkrankungen wie etwa Arthritis recht schmerzhaft sein. Dann kann es schnell vorkommen, dass der Katzensenior eine Abneigung gegen Berührungen jeder Art entwickelt, einfach um Schmerzen zu vermeiden. Lasse den Senioren am besten ein wenig mehr Ruhe und lasse die in die Jahre gekommenen Samtpfoten mit besonderer Zuwendung Deine Zuneigung spüren, ein leckeres Fresschen und altersgerechte Beschäftigungen sind dann das Mittel der Wahl.

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