Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Welche Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig?

Zimmerpflanzen üben mit ihrem saftigen Grün und ihren bunten Blüten eine besondere Anziehungskraft auf unsere Stubentiger aus. Doch hier ist höchste Vorsicht geboten, denn manche von ihnen können für unsere Katzen eine echte Gefahr darstellen und zu Vergiftungen führen. In diesem Artikel erfährst Du, welche Pflanzen für Katzen giftig sind und wie Du eine Vergiftung erkennst.

Warum fressen Katzen Gras?

Katzen sind sehr reinliche Tiere und verbringen viel Zeit mit der Körperpflege. Beim Putzen des Fells verschlucken sie regelmäßig Haare, die sich im Magen zu sog. „Haarballen“ verklumpen können. Werden diese zu groß, können sie nicht mehr verdaut werden, sondern müssen durch Erbrechen wieder ausgeschieden werden. Als natürliche Hilfe, quasi als „Brechmittel“, fressen Katzen instinktiv Gras. Durch das Erbrechen der Haarballen können sie Verdauungsbeschwerden und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss verhindern.

Aus diesem Grund sollte Wohnungskatzen immer frisches Katzengras zur Verfügung stehen. Diese sind im Handel entweder als fertige Pflanzen oder als Sets zum Selbst-Aussäen erhältlich. Doch wenngleich Katzen durch das Angebot von frischem Katzengras eine verträgliche Alternative zur Verfügung haben, kommt es nicht selten zu Vergiftungen, weil sie die Pfoten nicht von dem saftigen Grün unserer Zimmerpflanzen lassen können oder die schönen bunten Blüten als geeignetes Spielzeug ansehen. Daher solltest Du bei jeder Pflanze, die Du für Deine Wohnung kaufst, zunächst die Unbedenklichkeit für Deine Tiere überprüfen.

Giftige Zimmerpflanzen

So schön viele Zimmerpflanzen auch sind, sie können eine echte Gefahr für unsere Stubentiger darstellen. Katzen unterscheiden nicht instinktiv zwischen genießbaren und ungenießbaren Grünpflanzen. Um die Haarballen loszuwerden oder auch einfach, weil es so lecker-frisch aussieht, kann es dazu kommen, dass Katzen alles Grüne in unserer Wohnung anknabbern. Besonders Kitten sind auf Grund ihrer Neugierde gefährdet.

Hier eine Auswahl an Zimmerpflanzen, die für unsere Samtpfoten giftig sind (alphabetisch sortiert):

  • Alpenveilchen (Cyclamen persicum), Amaryllis (Hippeastrum spec.), Azalee (Rhododendron simsii)
  • Birkenfeige (Ficus spec.), Buntwurz (Caladium bicolor)
  • Calla (Zantedeschia aethiopica), Christrose (Helleborus niger), Chrysanthemen (Chrysanthemum)
  • Drachenbaum (Dracaena drago), Dreikantige Wolfsmilch (Euphorbia trigona)
  • Echte Aloe (Aloe vera), Efeutute (Epipremnum aureum), Einblatt (Spathiphyllum floribundum)
  • Fensterblatt/Monstera (Monstera spec.), Ficus (Ficus spec.)
  • Palmfarn (Cycas revoluta), Palmlilie (Yucca elephantipes)
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), Wüstenrose (Adenium obesum), Wunderbaum (Ricinus communis)

Je nach Pflanze kann das gesamte Gewächs, aber auch nur die Knolle, die Blüte, die Blätter oder austretender Pflanzensaft (Milch) giftig sein. Auch bei Schnittblumen wie Tulpe, Lilie oder Narzisse ist Vorsicht geboten! Nicht nur die Blume an sich ist giftig, sondern auch das Wasser in der Vase. Hier ist also nicht nur das Fressen der Pflanze, sondern auch das Trinken aus der Vase gefährlich! Natürlich unterscheidet sich auch der Grad der Giftigkeit je nach Pflanze. So kommt es beispielsweise bei Aloe vera meist „nur“ zu Verdauungsstörungen wie Durchfall, während das Knabbern an einer Azalee aufgrund des darin enthaltenen Acetylandromedols zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann.

Bedenke, dass es sich hier nur um eine Auswahl handelt. Bei jeder Pflanze, die Du für die Wohnung kaufst, solltest Du vorher genau prüfen, ob sie für Deinen Liebling eine Gefahr darstellen kann.

Wie erkennt man eine Vergiftung?

Eine Vergiftung kann unterschiedliche Symptome hervorrufen, je nachdem, welches Gift aufgenommen wurde, in welcher Menge, über welchen Weg etc. Während einige Symptome sehr akut sind, können andere zunächst unbemerkt bleiben, aber mit der Zeit zum Beispiel zu einer Schädigung der Leber oder Niere führen.

Akute Symptome einer Vergiftung sind beispielsweise Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, verengte oder erweiterte Pupillen, blasse Schleimhäute, gelbe Augäpfel und/oder neurologische Symptome wie Zittern, Krampfen, Unsicherheit beim Gehen, Lähmungen, Benommenheit etc.

In schweren Fällen kann es zu Atemproblemen bis hin zum Kreislaufkollaps kommen. Solltest Du daher den Verdacht haben, dass Deine Katze eine Vergiftung hat, solltest Du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Wichtig: Eine Vergiftung ist immer ein Notfall und muss umgehend tierärztlich behandelt werden!

Fazit

Viele Zimmerpflanzen können für unsere Katzen zur echten Gefahr werden und akute Vergiftungen hervorrufen. Daher solltest Du Deinem Stubentiger zuliebe auf giftige Pflanzen in der Wohnung verzichten oder sie sicher außer Reichweite platzieren. Als natürliche Verdauungshilfe empfiehlt es sich, der Katze immer frisches Katzengras bereitzustellen.

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.