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Wie viel kostet eine Katze?

„Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten“, sagte der Dichter Daniel Defoe. Wie Recht er doch damit hatte! Ein schnurrendes Um-die-Beine-Schleichen in der Küche, eine sanfte Tatze, die zum Spielen auffordert, ein beruhigendes Schnurren beim Einschlafen: Katzen können unser Leben ungemein bereichern, uns Freude bereiten, zum Lachen bringen, trösten und eine Aufgabe geben. Es gibt viele gute Gründe, einer Katze ein Zuhause zu schenken. Umgekehrt müssen wir uns jedoch bewusst sein, dass wir damit eine große Verantwortung eingehen, uns ein Leben lang um den kleinen Stubentiger zu kümmern. Hierzu gehört auch, in finanzieller Hinsicht ausreichend für unser Tier sorgen zu können. Doch wie viel kostet eine Katze eigentlich in der Anschaffung, monatlich oder jährlich? Welche Kostenpunkte kommen auf einen zu? Diesen Fragen möchten wir in diesem Artikel auf den Grund gehen und Dir eine grobe Vorstellung davon vermitteln, mit welchen Ausgaben Du rechnen musst.

Kosten der Katzenhaltung – wie teuer ist eine Katze?

Generell gehören Katzen zu den eher teureren Haustieren. Doch wie sehr Dein „Katzenkonto“ in Mitleidenschaft gezogen wird, hängt von zahlreichen Faktoren ab: Hast Du eine teure Rassekatze im Blick oder möchtest Du einem Tierheim-Kätzchen eine Chance geben? Ist Dein Stubentiger robust und munter oder neigt er zu Allergien oder anderen Erkrankungen? Ist Dein Mini-Tiger ein wilder Freigänger, der viel Zeit draußen verbringt, oder muss er in der Wohnung beschäftigt und bespaßt werden und benötigt somit mehr Spielzeug, Kratzmöglichkeiten usw.? Legst Du viel Wert auf hohe Qualität oder darf es auch die etwas günstigere Variante sein? An einigen Stellschrauben lässt sich sicherlich drehen, wenn man nicht allzu viel Geld ausgeben möchte oder kann, andere dagegen wirst Du nicht vermeiden können, etwa Kosten für Tierarztbesuche, Futter, Katzenstreu und Beschäftigung.

Grob differenzieren lässt sich zwischen Kosten, die im Rahmen der Anschaffung einer Katze anfallen, und laufenden sowie unregelmäßigen Kosten.

Einmalige Kosten

Anschaffung

Wenn Du Dich entschieden hast, Dein Zuhause fortan mit einer Katze zu teilen, stellt sich zunächst die Frage, ob es eine Katze vom Züchter oder aus dem Tierheim/Tierschutz sein soll.

Ein Züchter ist in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn man eine ganz bestimmte Rasse im Blick hat. Im Tierheim finden sich zwar ebenfalls Rassekatzen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr bisheriges Zuhause verloren haben, aber auch viele – ebenso bezaubernde – Katzen ohne Stammbaum.

Die Kosten für eine Katze vom Züchter können je nach Rasse ganz erheblich variieren. So ist beispielsweise eine Europäisch Kurzhaar bereits ab 300 Euro zu haben, während eine Perserkatze durchaus 2000 Euro und eine Savannah sogar 5000 Euro oder mehr kosten kann. Generell gilt: Je exklusiver und seltener die Rasse, desto teurer. In jedem Fall solltest Du Dir bei der Züchterauswahl ausreichend Zeit lassen und nichts überstürzen. Die Mitgliedschaft in einem anerkannten Zuchtverein kann ein erster Hinweis darauf sein, dass es sich um eine seriöse Zucht handelt. Eine solche Zucht ist mit zahlreichen Auflagen verbunden, was für Dich wiederum die Sicherheit mit sich bringt, dass Dein Kitten die besten Startbedingungen hat. Eine sorgsame Auswahl der Elterntiere und der damit verbundene „Stammbaum“ können beispielsweise die Gefahr von (Erb-)Krankheiten erheblich reduzieren. Eine gute Kinderstube mit vielen Sozial- und Umweltkontakten trägt dazu bei, dass Dein Kätzchen zu einem mutigen kleinen Stubentiger heranwächst. Darüber hinaus sind vom Züchter erworbene Katzen geimpft und gechippt, bevor sie bei Dir einziehen. All die Bemühungen und Aufwendungen der Züchter schlagen sich natürlich auch im Preis nieder.

Doch vielleicht möchtest Du auch einer Tierheim-Katze die Chance auf ein schönes Zuhause bieten? Bei einem persönlichen Besuch kannst Du Dir ein Bild von den Katzen und ihren Charaktereigenschaften machen und Dich von den Tierheimmitarbeitern beraten lassen. Auf unserer Adoptionsseite findest Du ebenfalls Stubentiger, die sehnlichst auf Familienanschluss warten. Bei einer Adoption fällt in der Regel eine Schutzgebühr im niedrigen dreistelligen Bereich an, inkl. notwendige Impfungen, Kastration und Chip. Damit werden einerseits anteilsmäßig Ausgaben wie Futter, Pflege und medizinische Versorgung gedeckt, andererseits soll dadurch auch eine gewisse Hürde geschaffen werden, sodass die Tierhaltung wohlüberlegt erfolgt.

Ob Züchter oder Tierschutz: Wichtig ist eine seriöse Herkunft des Stubentigers. 

Wichtig: Von „günstigen“ Internetangeboten, beispielsweise über diverse Kleinanzeigenportale, solltest Du unbedingt Abstand nehmen. Nicht selten verbergen sich dahinter sog. Vermehrer, die sich als seriöse Züchter oder auch als Tierschutzorganisation ausgeben und ausschließlich am Profit interessiert sind. Die im Hintergrund laufende „Produktion“ von Katzen – man kann es nicht anders nennen – ist mit viel Leid für Elterntiere sowie Kitten verbunden. Dies lässt sich nur verhindern, indem konsequent auf eine seriöse Herkunft geachtet wird.

Fazit 1: Eine Katze kostet je nach Alter, Rasse und Bezugsquelle (Züchter/Tierheim) zwischen 100 und 5000 Euro.

Erstausstattung

Hast Du Dein Herz an eine Samtpfote verschenkt, so steht als Nächstes die Vorbereitung ihres Einzugs an. Unabhängig davon, ob Dein neues Familienmitglied eine reine Wohnungskatze werden soll oder Freigang genießen darf, kommen einige Anschaffungen auf Dich zu. In jedem Fall benötigst Du:

  • Futter & Leckerli
  • Futter- und Wassernapf
  • Katzenhöhle/-körbchen
  • Katentoiletten und Zubehör (Streu, Schaufel, ggf. Vorlegematte)
  • Kratzbaum
  • Spielzeug
  • Transportbox
  • Bürste
  • Kleine Erste-Hilfe-Apotheke

Diese Utensilien dürfen in keinem Katzenhaushalt fehlen. Was die Katzentoilette(n) betrifft, so gilt die Faustregel: So viele Toiletten wie Katzen im Haushalt plus eine weitere. Für eine Katze braucht man also zwei Toiletten, für zwei Katzen drei usw. Der Grund dafür ist, dass Katzen extrem reinlich sind und es gar nicht schätzen, wenn das stille Örtchen nicht picobello sauber ist. Da wird dann gerne mal auf den Fußboden ausgewichen, um den Unmut darüber kundzutun.

Ein Kratzbaum zur Beschäftigung und Krallenpflege sollte in keinem Katzenhaushalt fehlen, insbesondere bei reinen Wohnungskatzen ohne Freigang

Je nach individuellen Bedürfnissen oder auch der Spendierfreudigkeit des Besitzers kann zur oben genannten Grundausrüstung noch vieles weitere hinzukommen, etwa ein Trinkbrunnen, eine Katzenklappe für Freigänger, ein Sicherungsnetz für den Balkon, ein Catwalk für ambitionierte Kletterer u. v. m. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kölle Zoo Erlebnismärkten beraten Dich gerne.

Was die Preise für die Produkte betrifft, gibt es große Unterschiede. Ein Kratzbaum mittlerer Größe kostet etwa 100 bis 400 Euro, eine Katzentoilette schlägt mit 10 bis 50 Euro zu Buche, eine Transportbox ist für etwa 20 bis 30 Euro zu haben und Spielzeug bekommst Du sowohl für 2 Euro als auch für 20 Euro. Einfaches Kattzenspielzeug lässt sich auch selbst herstellen. Hier findest Du mehr dazu. 

Fazit 2: Für die Erstausstattung solltest Du mit etwa 100 bis 500 Euro rechnen.

Laufende Kosten

Futter & Leckerli

Mehrmals pro Tag wird Dein kleiner Stubentiger miauend in der Küche stehen und elegant, aber unmissverständlich fordernd um Deine Beine schleichen: Er will futtern! Womit Du ihm nun seinen Napf füllst, bestimmt, wie viel Geld Du für sein kulinarisches Wohl ausgibst. Je hochwertiger die Inhaltsstoffe sind – und das bedeutet bei Katzenfutter vor allem: je höher der Fleischanteil –, desto mehr kostet das Futter. Mit etwa 35 Euro pro Monat solltest Du in jedem Fall rechnen, hochwertiges Futter kann aber deutlich teurer sein. Auch solltest Du bedenken, dass Deine Katze womöglich mäklig ist und nicht jedes Futter frisst oder aber bestimmte Anforderungen an die Ernährung stellt, beispielsweise weil sie eine Allergie oder Unverträglichkeit hat, die bei Katzen leider nicht selten sind. Ein gewisser finanzieller Spielraum sollte also vorhanden sein. Außerdem ist natürlich zu berücksichtigen, dass eine qualitativ hochwertige Ernährung erheblich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden Deiner Samtpfote beitragen kann.

Hin und wieder freut sich Deine Fellnase natürlich auch über ein Leckerchen, sei es zum Training oder einfach nur als Belohnung oder zur Beschäftigung.

Fazit 3: Bei Katzenfutter gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die sich nicht zuletzt im Preis niederschlagen. Je nachdem, wie viel Wert Du auf hochwertige Zutaten und somit eine optimale Ernährung Deiner Samtpfote legst, solltest Du mit ca. 35 bis 70 Euro pro Monat rechnen.

Katzenstreu

Die Katzentoilette muss täglich von Urin und Kot befreit und etwa einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden. Daher ist Katzenstreu ebenfalls ein laufender Kostenpunkt. Hier gibt es verschiedene Varianten, etwa Silikat-, Bentonit- oder Naturstreu, die sich preislich teils deutlich voneinander unterscheiden können. Selbstverständlich hängt die Menge an benötigter Einstreu auch davon ab, wie groß die Katzentoiletten sind. Auch macht es natürlich einen Unterschied, ob Dein kleiner Vierbeiner Freigänger ist oder ausschließlich die heimischen Toiletten nutzt. Mehr zum Thema Katzenstreu findest Du hier

Fazit 4: Die Kosten für Katzenstreu sind zwar überschaubar, aber dennoch ein laufender Kostenpunkt. Veranschlagst Du für eine Katze etwa 30 Euro monatlich, bist Du auf der sicheren Seite.

Tierarztkosten

Tierarztkosten sind ein nicht zu unterschätzender und leider schwer zu kalkulierender Posten. Während der eine Stubentiger bis ins hohe Alter gesund und fit ist und die Tierarztpraxis ausschließlich für die jährliche Impfung von innen sieht, ist der andere etwas anfälliger und muss vielleicht immer wieder behandelt oder auch operiert werden. Insbesondere die Kosten für kompliziertere Diagnoseverfahren wie Röntgen, MRT oder CT sowie für medizinische Langzeitbehandlungen oder Operationen können sehr hoch sein und sich mitunter bis in den (hohen) vierstelligen Bereich summieren. Freigänger sollten unbedingt kastriert werden. Hierfür fallen etwa 100 bis 300 Euro an. Die Grundimmunisierung kostet etwa 150 Euro, die weiteren jährlichen Impfungen und Wurmkuren ca. 100 Euro. Ein finanzielles Polster sollte daher vorhanden sein, um notwendige Therapien begleichen zu können. Zwar bieten einige Tierärzte und -kliniken mittlerweile auch die Option einer Ratenzahlung an, doch dadurch wird das Problem mitunter nur vertagt, aber nicht gelöst. Ein „Katzenkonto“, auf das Du monatlich einen gewissen Betrag einzahlst, sorgt für Sicherheit und Zahlungsfähigkeit im Ernstfall. Darüber hinaus gibt es die Option, eine Katzenkrankenversicherung und/oder OP-Versicherung abzuschließen. Diese schlägt mit etwa 100 bis 200 Euro jährlich zu Buche.

Tierarztkosten können bei ernsthaften Erkrankungen sehr hoch sein. 

Wichtig: Bevor Du eine OP- und/oder Krankenversicherung für Deine Katze abschließt, solltest Du ausgiebig die verschiedenen Angebote bzgl. ihrer Konditionen und Kosten vergleichen. Manche Krankenkassen nehmen Katzen zur bis zu einem bestimmten Alter auf oder schließen bestimmte (rassetypische) Erkrankungen von der Versicherung aus. Darüber hinaus gibt es einen mehr oder weniger hohen Selbstbeteiligungssatz.

Fazit 5: Tierarztkosten sind schwer zu kalkulieren und können sehr hoch sein. Mit 100 bis 150 Euro pro Jahr für Impfungen, Wurmkuren etc. solltest Du mindestens rechnen. Bei ernsthaften Erkrankungen können sich die Kosten zu (hohen) vierstelligen Beträgen summieren. Eine Krankenversicherung ist sinnvoll und kostet etwa 100 bis 200 Euro pro Jahr.

Pflegeprodukte

Auch Dein Stubentiger wird im Laufe seines Lebens hin und wieder Pflegeprodukte benötigen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Zeckenhalsband oder Spot-on für Freigänger
  • (Floh-)Shampoo
  • Bürste/Kamm
  • Zahn-, Augen-, Krallenpflege

Fazit 6: Die Kosten für Pflegeprodukte sind überschaubar. Wer mit 30–50 Euro jährlich rechnet, ist auf der sicheren Seite.

Unregelmäßige Kosten

Die meisten der oben genannten Kosten lassen sich nicht vermeiden und fallen in jedem Katzenhaushalt an. Je nach Haltungsform (Freigänger/Wohnungskatze) und individuellen Bedürfnissen können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für:

  • Kosten für Katzensitter oder Tierpension während des Urlaubs
  • Ersatz von altem/kaputtem Zubehör (Körbchen, Kratzbaum, Spielzeug etc.)
  • Katzenklappe, Balkonnetz etc.

Fazit

Ein finanzielles Polster und/oder eine OP- und Krankenversicherung zu haben, lässt einen deutlich ruhiger schlafen und die gemeinsame Zeit sorgenfrei genießen. 

Die genauen Kosten für die Katzenhaltung vorauszusagen, ist schwer bis unmöglich. Zu sehr hängen diese von individuellen Faktoren wie dem Gesundheitszustand und der Rasse sowie den eigenen Prioritäten und finanziellen Mitteln ab. Generell sind Katzen jedoch eher teure Haustiere. Wer sich entscheidet, einem Stubentiger ein neues Zuhause zu schenken, sollte auch in finanzieller Hinsicht in der Lage sein, Verantwortung für sein Tier zu tragen. Daher sollte Deine Entscheidung für eine Katze nicht ausschließlich emotional geleitet sein, sondern eine ordentliche Portion Realismus beinhalten, um sicherzugehen, dass Du ein Leben lang für Deinen Liebling sorgen kannst.

In der folgenden Tabelle haben wir die anfallenden Kosten grob für Dich zusammengefasst. Bitte bedenke, dass es sich hierbei nur um Anhaltspunkte handelt.

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