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Freilauf optimal und sicher gestalten

Ein gesicherter Freilauf im heimischen Garten bietet Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen artgerechte Beschäftigung unter freiem Himmel und sorgt garantiert für Freudensprünge! Mit unseren Tipps zeigen wir Dir, wie Du den Freilauf optimal und sicher gestalten kannst, damit die Freiluftsaison für Deine Fellnäschen zum ganz besonderen Vergnügen wird.


Wichtig, bevor Dein kleiner Freund das erste Mal nach draußen darf

Deine Tiere müssen „angeweidet“ werden, damit sich ihre Verdauung langsam an das frische Gras gewöhnen kann. Rupfe hierfür ca. 1 Woche lang Gras (Achtung: Kein Futter verfüttern zu dem Wildkaninchen Zugang haben; kein Rasenmäher-Abfall-Gras füttern) und füttere das Gras in immer größer werdenden Portionen im Innengehege. Wird das gut vertragen, kannst Du anfangen deine Tiere für 10 Minuten rauszusetzen. Steigere die „Draussen-Zeit“ im frischen Grün langsam!

Haben Deine Tiere weichen Kot bzw. sogar Durchfall, dann setze sie auf keinen Fall ins Aussengehege. Durch den intensiveren Geruch des Kots werden Fliegen angelockt und es besteht die Gefahr von Fliegenmadenfrass.

Kontrolliere Deine Tiere täglich auf Fliegenmadenfrass, auch wenn keine offensichtlichen Verdauungsbeschwerden vorliegen.

Impfungen (RHD, Myxomatose) sind bei Freilauf bzw. Außenhaltung unbedingt zu empfehlen. Lass Dich hierzu von Deinem Tierarzt beraten!

 

Die richtige Gehegegröße und –höhe

Für jedes Kaninchen solltest Du eine Fläche von wenigstens 3 qm, besser jedoch 5 qm einplanen. Viel Platz ist wichtig, damit die quirligen Tiere ihren Bewegungsdrang ausleben können. So können sie ausgiebig hoppeln, flitzen, Haken schlagen, toben und Fangen spielen…

Und je größer das Gehege, umso geringer scheint der Ausbruchswille zu sein.

Die meisten Freilaufgehege sind modular im Aufbau, sodass Du mehrere Sets flexibel miteinander verbinden kannst. Achte bei der Wahl des Freilaufgeheges sowohl auf die Größe als auch auf dessen Höhe. Kaninchen sind besonders sprungfreudig und können ein 75 cm hohes Gehege problemlos überspringen. Wähle daher lieber ein Modell mit einer Höhe von 80 bis 100 cm. Das Gehege sollte auch bei "nur" stundenweisem Auslauf unbedingt nach oben gesichert sein, wenn Deine Tiere nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden.

Tipp: Achte bei der Gestaltung und Einrichtung darauf, dass nichts unmittelbar am Rand steht und als Ausbruchshilfe dienen kann!

 

Wähle die optimale Platzierung

Im Gehege sollte den Tieren viel luftiger Schatten zur Verfügung stehen. Platziere das Freilaufgehege daher am besten unter Bäumen oder Sträuchern, die natürlichen Schatten spenden. Beachte bei der Standortwahl, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und Deinen Tieren gefährlich werden kann! Falls nötig, kannst Du zusätzlich einen Sonnenschirm aufstellen, der Deine Tiere zusätzlich vor direkter Sonnenstrahlung schützt. Bei Albinos und Tieren mit roten Augen sollte das Gehege dauerhaft zu 100% beschattet sein, bei allen anderen Tieren zu 50%. Um Parasiten vorzubeugen solltest Du den Standort des Geheges verändern oder 1 x jährlich die oberste Bodenschicht auswechseln.

 

Mache das Gehege ein- und ausbruchsicher

Das Freilaufgehege muss nach unten und nach oben gesichert werden. Zum einen, weil Kaninchen sehr geschickte und besonders fleißige Buddler sind. Zum anderen, weil ihnen räuberische Tiere lebensgefährlich werden können.
Damit sie sich nicht unter das Gehege raus ins Freie buddeln, aber auch keine Eindringlinge reinkommen, hilft ein Buddelschutz bestehend aus einem geeigneten, in der Erde eingebetteten, Drahtzaun. Du kannst aber auch Gehweg-/Betonplatten ringsum auslegen. Manche Freilaufgehehe haben bereits einen Ausbruchschutz integriert.

 

Gestalte die Einrichtung interessant und abwechslungsreich

Für die Einrichtung eignen sich Gegenstände aus Naturmaterialien die Beschäftigung bieten und nach Herzenslust erklommen, erkundet und beknabbert werden können wie z.B. Äste, Heutunnel, Korkröhren, Holzbrücken und Holzhäuschen, Weidenbälle. Diese dienen auch als Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten. Bei einer freien Fläche ohne Versteckmöglichkeiten haben Deine Tiere sonst sehr viel Stress und können sich nicht entspannen. Platziere sie nur nicht zu nah am Rand, damit Deine Fellnasen nicht auf Ausbruchsgedanken kommen. Eine Buddelkiste sollte nicht fehlen, sonst machen sich Deine Hoppler an Deinem Garten zu schaffen. Die Kiste kannst Du mit Vogelsand, ungedüngter Erde oder mit Kokoserde füllen.

 

Mache das Freilaufgehege wetterfest

Sind Deine Tiere auch bei wechselhaftem Wetter draußen, dürfen ein Windschutz sowie ein wetterfester Unterschlupf nicht fehlen. Bringe auch eine Teilüberdachung an, damit sich die kleinen Fellnasen auch bei weniger schönem Wetter im Freilaufgehege bewegen können. Richte ihnen in diesem trockenen, wettergeschützten Bereich Unterschlupfmöglichkeiten und verschiedene Futterplätze ein mit mehreren Tränken oder stabilen Wassernäpfen, täglich frischem Heu und Futter. Nicht gefressenes Frischfutter täglich entfernen. Frischfutter nicht in der Sonne anbieten – Gefahr des Gärens.

 

Sorge für Dufterlebnisse

Mit einer speziellen, geeigneten Samenmischung kannst Du eine Kaninchenwiese gedeihen lassen. Sie bietet kleinen Hopplern nicht nur tolle Dufterlebnisse, sondern auch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Versorgung mit nährstoffreichem Grünfutter.

Übernachtung im Freien

Du kannst Deine kleinen Hoppler auch über Nacht draußen lassen. Wichtig ist aber, dass es nachts nicht kälter als 12°C wird, wenn Deine Tiere ursprünglich aus der Innenhaltung kommen.

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