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Myxomatose beim Kaninchen

Die Myxomatose beim Kaninchen ist in Deutschland weit verbreitet. Diese gefährliche Kaninchenseuche wird durch das Myxomatosevirus hervorgerufen. Insbesondere Wildkaninchen, die in städtischen Parks oder Waldlandschaften oft in größerer Zahl anzutreffen sind, bilden ein natürliches Reservoir für den Krankheitserreger.

Übertragungsweg und Symptome

Das Myxomatosevirus kann aber auch bei Hauskaninchen, die nicht ausreichend durch Impfungen geschützt sind, auftreten. Unter Umständen tritt die Infektion auch ohne Auftreten von Symptomen auf und bleibt daher manchmal unerkannt. Die virale Erkrankung wird hauptsächlich durch blutsaugende Insekten, wie zum Beispiel Kaninchenflöhe oder Mücken, übertragen. Ein typisches Anzeichen der Infektion sind ödematös geschwollene und eitrig entzündete Augenlider. Durch steigenden Infektionsdruck werden zunehmend auch Regionen erfasst, in denen Myxomatose bislang nicht beobachtet wurde.

Regelmäßige Myxomatose-Impfung schützt

Da die Krankheit auch unabhängig von der Jahreszeit auftritt, sind regelmäßige Schutzimpfungen von Kaninchen dringend anzuraten. Die vorbeugende Impfung von Kaninchen gegen Myxomatose erfolgt durch eine Erstimpfung ab der 4.-6. Lebenswoche. Eine Nachimpfung, die nach einem Monat verabreicht wird, erhöht die Schutzwirkung gegen diese gefährliche und nicht selten tödliche Kaninchenseuche.Auch bei älteren Kaninchen ist eine zweimalige Grundimmunisierung empfehlenswert. Regelmäßige Wiederholungsimpfungen gegen Myxomatose sollten im Abstand von 6 Monaten durchgeführt werden. In Endemiegebieten können fortlaufende Wiederholungsimpfungen bereits zu einem früheren Zeitpunkt erforderlich sein.

RHD-Impfung nicht vergessen

Neben der Myxomatose-Schutzimpfung sollte auch eine Impfung gegen „Chinaseuche“ (sogenannte „Rabbit Hemorrhagic Disease“) erfolgen. Diese Impfung kann parallel zur Myxomatose-Schutzimpfung durchgeführt werden, also in der 4.-6. Lebenswoche und 4 Wochen später. Die RHD-Impfung braucht aber nur alle 12 Monate wiederholt zu werden. Häsinnen mit intensiver Zuchtnutzung sollten in kürzeren Intervallen, also alle 6 Monate, gegen „Chinaseuche“ geimpft werden. Wenn die regelmäßigen Schutzimpfungen wahrgenommen werden, bleiben die Kaninchen eher gesund und erreichen ein höheres Lebensalter.

 © Dr. Wieland Beck

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